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Nur noch 67 Tage bis zur Spiel 2011
14.8.2011 von Thomas.
Weiter geht es mit meiner persönlichen Essen-Vorschau. Meine Bewertungskriterien: 4 (Pflichtkauf), 3 (sehr interessantes Spiel, auf jedenfall intensiv anschauen), 2 (hört sich interessant an, wenn nichts dazwischen kommt, werde ich mir das Spiel anschauen), 1 (wenn noch Zeit ist, werde ich einen Blick riskieren) und 0 (vielleicht ergibt sich ja nach der Spiel eine Testmöglichkeit).
Talat (Huch! & friends):
Abstrakte Spiele (Ausnahme Einfach Genial) gehören sicherlich nicht zu meinen absoluten Lieblingsspielen, aber ab und zu spiele ich sie gerne und meistens sehen sie auch noch sehr ansprechend aus. Die Idee, auf zwei Brettern gleichzeitig zu spielen, jedoch pro eigenem Zug immer nur eine Figur auf einem der beiden Bretter zu bewegen, finde ich sehr interessant. Inwieweit der eigentliche Zugmechanismus spannend ist, muß von mir erst noch getestet werden, da Talat definitiv nicht die Kriterien für einen Blindkauf erfüllt. Aufgrund der beschränkten Spieleranzahl (2-3) ist ein Test auf den Spielereisen nach der Messe noch nicht sicher, deshalb werde ich ggf. bereits auf der Spiel einen Blick riskieren (Bewertung: 1).
Dungeon Fighter (Cranio Creations):
Auf dem Heidelberger Burgevent gab es eine Essen Neuheit deren Testpartien besonders viele Emotionen bei den Spielern hervorrufte. Dungeon Fighter ist ein sehr ungewöhnliches kooperatives Fantasy Fun Spiel mit Würfeln. Monster müssen besiegt werden, indem die Spieler Würfel auf eine Zielscheibe werfen, aber erst müssen sie immer den Umweg über die Tischplatte nehmen. Dies ist abhängig von den Monstern und Gegenständen jedoch unterschiedlich schwer, da muß man vor dem Wurf auch schon mal eine Pirouette drehen. Das ganze hört sich nach einem sehr ungewöhnlichen Spiel an, gerade dafür habe ich häufig einen Spontankauf übrig.
Ob es mir wirklich gefällt, kann ich nur schwer abschätzen, aber ein “Pflichtblick” (Bewertung: 3) ist es für mich auf jedenfall.
Mystery Rummy Fall 4: Al Capone (Pegasus Spiele):
Neben Grimoire ist die amerikanische Originalausgabe dieses Spiels das teuerste kleine Kartenspiel in unserer Sammlung. Da wir absolute Fans der Mystery Rummy Serie sind, haben wir uns neben den Originalversionen auch immer noch die deutsche Version von Pegasus gekauft. Da für mich der vierte Teil (gerade in der Teamversion) auch der beste Teil ist, werden wir sicherlich hier auch wieder zuschlagen (Bewertung: 4). Sollte man jedoch nichts mit den bisherigen Mystery Rummy Teilen anfangen können, wird sich dies wahrscheinlich auch mit dem vierten Teil nicht ändern.
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Conquest of Mythodea 2011 - mittendrin statt nur dabei
8.8.2011 von Thomas.
Bereits zum drittenmal habe ich am vergangenen Donnerstag die Chance genutzt, für einen Tag in die Welt von Mythodea zu schuppern. Um 7:00 fuhr ich auf die Autobahn. In den Tälern und auf den Feldern hatten sich Nebelschwaden gesammelt, dazu ein paar Sonnenstrahlen, das war doch eine passende Einstimmung für die kommenden Stunden. Für meine Pause wählte ich dann auch noch einen Rastplatz mit einem Fantasy tauglichen Namen: Rhynern.
Leider hatte sich das Wetter im Teutoburger Wald drastisch verschlechtert. Zum Nebel kamen jetzt auch noch dunkelgraue Wolken und Regen, Ork-Wetter? Nach gut drei Stunden Fahrt kam ich dann gegen 10 Uhr in Brokeloh an. Glücklicherweise hatte der Regen seine Arbeit schon fast komplett eingestellt.
damit man weiss, was einen erwartet
Schnell stellte ich mein Auto für einen Euro auf dem Gästeparkplatz ab, packte die Kamera ein und bewegte mich mit großer Vorfreude in Richtung Rittergut Brokeloh. Es ist schon sehr lustig, wenn man durch den kleinen beschaulichen Ort geht, und in der Ferne bereits Schlachtenlärm hört.
Leider hatte mich vorab niemand informiert, dass sich die Regeln für die Tagesgäste vor Ort in diesem Jahr geändert hatten. Dabei sind die neuen Regeln nach meiner Meinung sehr sinnvoll. Ohne Gewandung wurde die Presse für ein paar Infos und Fotos kurz über das Gelände geführt, woran ich auch erstmal teilnahm. Da ich natürlich dafür nicht insgesamt sechs Stunden Fahrt auf mich genommen hatte, mußte ich (gefühlt sehr lange) warten, bis mich jemand zur Stadt für mein Gewandungseinkauf begleiten konnte. Die große Wartezeit hatte ich einem professionellen Fotografen einer großen deutschen Presseagentur zu verdanken. Kurze Führung, quatsch, die sind einfach etwas besseres.
nicht jeder hat genug Zeit für echte Fotos
In der Stadt angekommen entließ mich mein Begleiter in die Hände dreier netter Verkäuferrinnen des Larp-Shops. Da mich das ganze etwas auf dem falschen Fuß erwischt hatte, kaufte ich eine viel zu große Hose (braun) mit eine bequeme Hemd (grün) und einer mittelalterlichen Kopfbedeckung (braune Mütze). Als “Maler” brauchte ich natürlich keine Waffen. Wäre sicherlich sehr lustig, wenn mich ein Schwarm (Gruppe) des schwarzen Eises als Bedrohung ansehen und auf mich zustürmen würden. Ein rennender Fotograf Maler über das Schlachtfeld, das hätte natürlich schon etwas.
Nach dem Umstylen mußte ich noch kurz zum Auto, um meine bisherigen Klamotten zu verstauen. Da ich jetzt mehr Stoff an mir hatte als vorher, konnte ich auch auf Schutzmaßnahmen (Sonne!) gegen das jetzt hervorragende Wetter verzichten.
hier konnte ich mich larpgerecht einkleiden
Durch die neuen Klamotten fühlte ich mich zum erstenmal auf einem Conquest nicht mehr als störendes Element. Daumen hoch für diese neue Regel. Das Setting wurde im Gegensatz zu 2010 diesmal nicht von einer Festung der NSC dominiert. Neben den verschiedenen bekannten Lagern der Spieler konnten diesmal kleinere besondere Orte (z.B. ein Tempel) bespielt werden. Ich persönlich fand dieses Setting als Beobachter sogar interessanter, da so die Dominanz eines Setting-Elements fehlte. So bewegte ich mich von einem Ort zum anderen und konnte überall schönes ausdruckstarkes Rollenspiel beobachten.
der Tempel, einer der neuen besonderen Orte
schönes Spiel am Rand der großen Schlachten
In den ersten 3-4 Stunden hatte ich das Vergnügen mehrmals mit Argus, dem Obermufti des Schwarzen Eises (hoffentlich liege ich hier nicht falsch), den Weg zu kreuzen. Ihm zuzuschauen (und wahrscheinlich auch mit ihm zu spielen) macht wirklich Spass. Er spielt seine Rolle sehr ausdrucksstark und ist immer sehr motiviert bei der Sache, aber auch für eine unerwartete lustige Aktion ist er immer wieder gut. Auf einem der Wege traf er auf eine Gruppe mit einer mächtigen Zauberin, die es schaffte ihn durch ihre magischen Fähigkeiten von der Gruppe fern zu halten, was er mit Beschimpfungen quitierte. Dies wurde sehr emotional ausgespielt. Zum Kontrast schlich er sich dann ein paar Minuten später an zwei junge Mitspieler und tippte ihnen auf die Schulter. Beim Anblick der überraschten und gleichzeitig entsetzten Gesichter mußte ich doch laut lachen. Einfach nur großes Kino.
Argus - immer wieder beeindruckend
dabei aber auch immer wieder erheiternd
Danach begab ich mich in die Stadt, um meinen Hunger und Durst an den verschiedenen Ständen mit den unterschiedlichsten Angeboten zu bekämpfen. Schließlich entschied ich mich als Hauptgericht für rustikale Kartoffeln mit Knoblauchsoße und weiteren Toppings (z.B. Röstzwiebeln). Als Nachtisch gönnte ich mir Stracciatella Eis mit Joghurt und frischen Heidelbeeren. Sehr sehr lecker. Die niedrigen Preise überraschten mich sehr positiv, da ich von anderen Veranstaltungen höhere Preise gewohnt bin. Natürlich durfte auch der bekannte “Kneipenbereich” nicht fehlen. So war die Black Pearl bereits gut gefüllt und ein weiblicher Barde (oder heißt das Minnesängerin?) unterhielt im Nachbarzelt die entspannten Gäste. Gerade dieser Wechsel von dem einen Extrem (gespielte) aggressive Schlachten und dem anderen Extrem überwiegend entspannte Atmosphäre in der Stadt finde ich sehr gut. Natürlich sollte auch in der Stadt die eigene Rolle und das Spiel nicht vergessen werden.
leckere Heidelbeeren dazu Eis, hmm
auch ungewöhnliche Speisen im Angebot
Auf der Wiese nebenan war der Supermarkt aufgebaut, mit fast allem was ein Larper während der Tage so gebrauchen kann: Deo, Sonnenschutz, Kohleanzünder, Dosensuppen, Toilettenpapier, Obst & Gemüse, Cornflakes, Getränke, Nutella, Chips, etc. aber auch gekühlte Lebensmittel wie z.B. Joghurt, Wurst, Käse und Grillfleisch. Die verkaufte Menge kann sich sehen lassen und hält sicherlich dem Vergleich mit einem kleinen Supermarkt stand. Laut Angabe eines Mitarbeiters vor Ort werden während der Tage z.B. ca. 16.000 Flaschen Wasser verkauft. Für eine Woche ist das schon eine große Zahl. Aber auch der organisatorische Aufwand der im Bereich der Sanitäranlagen betrieben wird, ist schon beachtlich. Natürlich darf man kein Badezimmer mit Marmorverkleidung erwarten.
große Auswahl in einem kleinen Zelt
Was mich immer wieder begeistert, ist das zur Verfügung gestellte Gelände des Rittergutes Brokeloh. Die Gebäude passen thematisch hervoragend zur Story und das Gelände bietet sehr viel Platz für die Lager und die verschiedenen Kampfbereiche. Die Wiesen sind sehr schön durch Baumgruppen oder von Bäumen begrenzten Wege voneinander getrennt. Gerade wenn auf diesen Wegen die verschiedenen Gruppen aufmarschieren, ist das schon sehr beeindruckend.
Atmosphäre satt
Larp im Grünen
Aber erst die Teilnehmer erfüllen das Ganze mit Leben. Zwar gibt es hier und da ein paar Spieler, die sich nicht wirklich viele Gedanken um ihr Äußeres machen, T-Shirt reicht, hauptsache die Waffe ist schön groß :-). Aber der mit Abstand größere Anteil der Spieler gibt sich sehr viel Mühe. Nach meinem Empfinden war der diesjährige Conquest noch internationaler als die Jahre zuvor, nicht umsonst gilt die Veranstaltung als größtes Larp der Welt.
nur ein paar Beispiele für verschiedene “Verkleidungen”
eine große rein französische Gruppe
Natürlich gab es auch wieder viele kleine Scharmützel und einige größeren Schlachten. Als ich wieder auf die große Wiese ankam, marschierten gerade zwei große Gruppe (insgesamt ca. 600 Leute) der NSCs auf. Die eine Hälfte (Schwarzes Eis) marschierte Richtung Feuer Lager. Das untote Heer blieb jedoch genau vor dem neutralen Lager stehen. Cool, schnell an die äußere Seite der Palisaden gestellt mit der Hoffnung auf ein paar schöne Fotos.
das untote Heer kommt zu mir
Aus der großen Masse trat eine Bogenschützin, die durch einen Schildträger geschützt in meine Richtung zum Tor des Lagers ging. Gewohnt als Pressemensch nur Luft für die Spieler zu sein, machte ich nichts ahnend meine Fotos. Da ich aber durch mein Outfit diesmal Teil der Spielewelt war, und mein Presseausweis aus der Entfernung nicht zu sehen war, identifizierte mich die junge Frau des untoten Fleisches anscheinend als lohnendes Ziel. Gerade als ich für ein weiteres Foto einen Schritt weg von der Palisade machte, schoß sie mir einen Pfeil mit voller Wucht auf meine linke Brust. Jetzt war ich also mittendrin. Die Stärke des Aufpralls überrachte mich schon. Es tat nicht wirklich weh, aber ich war schon beeindruckt. Das erste Mal vergißt man ja nie und ich danke der jungen Frau für dieses Erlebnis. Danach war ich jedenfalls für den Rest des Tages vorsichtiger und machte doch den einen oder anderen schnellen Schritt zur Seite.
Brusttreffer - das erste Mal, vergißt man nie
Aber nicht nur die Schlachten waren beeindruckend, auch die eine oder andere interessante Zeremonie konnte ich beobachten. So gab es z.B. am Tempel eine längere Zeremonie des Feuerlagers mit Fackeln. Auf der selben Wiese fand am “Wasserloch” eine weitere große Zeremonie statt. Zu diesem Zweck stieg der Trytone Aquas (hoffentlich stimmt das so) begleitet von Beschwörungsformeln in das Wasser (!). Diese Zeremonie wurde von Kämpfern abgesichert, die immer wieder die selbe Parole laut wiederholten. Das ganze dauerte bestimmt gut eine Stunde. Später erfuhr ich, dass das “geweihte” Wasser nach der Zeremonie beschmutzt wurde, da die Truppen zu früh ihren Schutz abzogen. Beim Conquest müssen sich die Spieler schon anstrengen, d.h. nur weil die Teilnehmer bezahlen, wird ihnen der Erfolg nicht einfach geschenkt und das finde ich auch gut so. Immerhin spielt das ganze auf einem gerade entdeckten feindseligen Kontinent, so etwas ist kein Zucker schlecken.
Feuerspiele am Tempel
starkes Spiel im Wasser
Dies paßt auch zum diesjährigen Motto: Larp mit! Denn nur wenn alle Teilnehmer wirklich mitmachen und sich nicht nur einfach bespaßen lassen wollen (Stichwort: Party machen), kann eine solche Welt wirklich zum Leben erweckt werden. Das ein sehr großer Anteil der Teilnehmer sehr engagiert ist, hat sich auch wieder in meinen netten Gesprächen mit den SCs (Spielercharaktere) und NSCs (Nichtspielercharaktere) gezeigt. Beinahe hätte ich sogar meine geplante Abreisezeit verquatscht, glücklicherweise schaute ich dann doch mal auf eine Uhr, denn immerhin standen mir erneut drei Stunden Fahrt bevor. So verließ ich gegen 20:00 mit vielen Eindrücken den Parkplatz.
und tschüss, hoffentlich bis zum nächsten Jahr
Insgesamt hat mir der Tag in Mythodea wieder hervorragend gefallen. Natürlich ist die Überschrift eine Übertreibung denn mittendrin war ich nur für einen kurzen Augenblick. Aber vielleicht ist dies ja auch ein Ausblick auf das kommende Jahr. Die komplette Rückfahrt und die Tage danach habe ich mich damit beschäftigt, ob ich nicht nächstes Jahr selber einmal auf dem Conquest als Spieler aktiv werden soll. Meine Frau kann ich sicherlich nicht dafür begeistern, also bräuchte ich ein wenig Anschluss und im Zelt schlafen ist auch nicht so mein Ding, aber vielleicht finde ich ja im Ort ein Zimmer, und die Ausrüstung, Regelwerk, … Da gibt es noch einige Dinge zu klären. Aber vielleicht gibt es hier in diesem Blog nächstes Jahr einen Spielerbericht vom Conquest zu lesen.
ein letztes Foto für dieses Jahr
Weitere Fotos vom Conquest 2011 findet ihr hier.
Mehr Informationen zum Conquest of Mythodea findet ihr direkt auf der offiziellen Website:
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Bilstein: Juli 2011 - Teil 2
6.8.2011 von Thomas.
In den Samstag starteten wir mit einer Partie Blockers, der Neuauflage von Uptown. Zu fünft legten wir die abstrakten Plättchen so, dass möglichst wenige eigene Gebiete entstanden. Durch die neue Regel (die Bedeutung von “geschlagenen” gegnerischen Plättchen wurde aufgewertet) hat für mich dieses Legespiel noch ein wenig an Qualität gewonnen, auch wenn für mich das Optimum eine vierer Besetzung ist. Immerhin reichte es für einen geteilten zweiten Platz (4, 5, 5, 6 und 7 Gebiete).
zu fünft wird es früh voll
Es wurde mal wieder Zeit, ein wenig unter die Landwirte zu gehen. Nein, nicht Agricola sondern Loyang kam nun als 4er auf den Tisch. Auch wenn das dritte große Rosenberg Spiel nicht die überschwenglichen Kritiken erhalten hat wie die beiden Vorgänger, gefällt mir es zu zweit und zu viert richtig gut, da die Wartezeit bei erfahrenen Spielern sehr gering ausfällt. Von Anfang an lief es richtig gut, trotzdem konnte ich mich nicht wirklich von meiner Frau absetzen. Da spielt man ca. 90 Minuten um einen absoluten Gleichstand zu erzielen (18 + 4, 18 + 4, 17 + 6 und 16 + 3). Gut das wir für den Spass spielen.
Dann kam mal wieder 7 Wonders mit der Leader Erweiterung - diesmal in voller Besetzung - auf den Tisch. Im Gegensatz zu meinen ersten Partien kann ich jetzt eigentlich immer den letzten Platz vermeiden und spiele häufiger auch um den Sieg mit. Wie so oft kam bei mir eine Mischstrategie mit vielen Rohstoffen zur Anwendung und ich konnte mir auch einen guten zweiten Platz sichern (72, 65, 60, 55, 55, 53 und 52 Punkte). Die Siegerin hatte den Geld-Leader und auch die passende Gilde, so dass sie bei ihrer Geldstrategie pro ein Geld auch einen Siegpunkt erzielen konnte. Konsequent gespielt kann das richtig erfolgreich sein.
wie fast immer bei mir: Rohstoffe satt
Dann konnten wir uns nicht wirklich auf ein Spiel einigen, so dass mit Employee of the Months ein mir und außer dem Besitzer auch allen anderen unbekanntes Spiel auf den Tisch kam. Wer mich kennt, weiß, dass ich sehr pflegeleicht bei der Spieleauswahl bin. Es gibt kaum ein Titel der für mich ein No-Go darstellt. Employee of the Months hat es dagegen fast auf meine Miniliste geschafft. Ich spiele wirklich gerne einfache Spiel, aber so etwas belangloses ist mir nur selten untergekommen und so war auch die Reaktion meiner Mitspieler nicht überraschend. Obwohl ich mich ein Drittel der Spielzeit umziehen war - meine Flasche Wasser entdeckte ihre Verwandtschaft zu einem Springbrunnen - konnte ich trotzdem einen geteilten Sieg einfahren. Soviel dazu.
ich muss nicht jedes Spiel haben
Auch dann dauerte die Einigung auf ein Spiel etwas länger. Ein Veto hier, ein Veto da, tja ich bin anscheinend wirklich unproblematisch.
Geeinigt haben wir uns dann auf Kaigan. Mein bisheriger Klassenbucheintrag zu diesem Spiel: Ungespielter Blindkauf der Spiel 2010. Wenn man sich vom Papierplan nicht abschrecken lässt, erhält man nach meinem ersten Eindruck, ein kurzweiligesTaktikspiel, das beim Kartenverteilmechanismus ein wenig an Zooloretto erinnert, mit einem bisher selten eingesetzten Thema: Das alte Japan soll kartographiert werden. Zwar wußte ich in der ersten Partie noch nicht 100%ig, was ich tue, trotzdem reichte es erneut für einen geteilten ersten Platz.
ein wenig Zocken gehört bei Kaigan auch dazu
Als nächstes wartete dann wieder das Mittelalter auf uns -wurde ja auch mal wieder Zeit.
Firenze von Pegasus ist sicherlich ein gutes Spiel, aber ich habe noch keinen kompletten Zugang zu diesem Spiel gefunden. Trotzdem spiele ich es gerne mit und inzwischen verstehe ich auch, dass die negativen Karten für den Spielablauf absolut notwendig sind. Bei unserer Partie wußte eigentlich nur die einzige Frau am Tisch, was sie so tut. Somit konnte ich mir immerhin noch einen zweiten Platz sichern (56, 37, 34 und 32 Punkte), der Einäugige unter den Blinden.
zu diesem Spiel sollte ich mal einen Leitfaden lesen: Firenze für Dummies
Den Abschluss des Samstags bildete fast schon traditionell eine Partie Outpost. Zu siebt bauten wir verschiedene Fabriken und boten auf die Ausbaukarten. Diesmal hatten wir auch einen Neuling am Tisch, der leider absolut überfordert war. Es ist nicht so, dass wir nicht alle mal unsere erste Partie hatten, dies ist in dieser extremen Form jedoch noch nie passiert. Für mich war die Partie absolut OK, hey das ist Outpost. Aber ich merkte schon, dass viel weniger gelacht wurde als sonst. Jedes Spiel ist auch abhängig von den Mitspielern - wie wahr. Ich setzte diesmal auf Titanfabriken und wurde Dritter (87, 80, 76, 63, 61, 51 und 40 Punkte). Leider erreichte ich nicht mein Standardziel in diesem Spiel: Mindestens eine der drei letzten Ausbaukarten kaufen. Die Siegerin schaffte es diesmal über eine sehr gut funktionierende Data Library Strategie.
voll auf Titan
Diesmal konnten wir auch noch am Sonntag vor Ort spielen, da wir nicht wie bei den letzten beiden Male früher abreisten mußten. Bei der Neuauflage von Code 777 können jetzt 5 Spieler mitraten und wir schöpften das Potential voll aus. Wir spielten auf zwei richtige Codes. Eine Mispielerin beendete das Spiel so schnell, dass außer ihr niemand einen richtigen Rateversuch verbuchen konnte.
fast zu schnell für ein Foto
Mit Artus von alea konnte ich in meinen beiden ersten beiden Partien nicht wirklich etwas anfangen. Irgendwie spielte ich so vor mich hin und mehr war da nicht. Vielleicht liegt es daran, dass ich bei alea immer etwas großes taktisches bzw. strategisches erwarte. Das kann und will Artus gar nicht bieten. Es ist ein nettes Laufspiel, das in der fortgeschrittenen Version auch ein wenig Vorausplanung belohnt. Es ist zwar für mich immer noch kein Highlight, aber inzwischen habe ich mit diesem Spiel meinen Frieden geschlossen. Dies liegt aber nicht daran, dass ich diese Partie für mich entscheiden konnte (129, 117, 109 und 84 Punkte).
Nach einer weiteren Partie 7 Wonders diesmal als 5er (dritter Platz) kam erneut Burgen von Burgund auf den Tisch. In meinen ersten 3-4 Partien konnte ich nie über 200 Punkte holen. Inzwischen halte ich selbst 300 Punkte in einem optimalen Spiel für nicht unmöglich. Diesmal bekam ich das Tableau mit der 6er Wiese zugelost. Zusammen mit dem gelben Plättchen “+1 für die Wiesenwertung” muss man eine solche Ausgangsposition im Auge behalten, ansonsten ist diese Kombi schon fast zu stark. Hätte ich das letzte passende Tierplättchen auch noch bekommen, wären es nochmal 15 Punkte mehr geworde. Aber auch so war ich mit meiner Punktzahl und dem ersten Platz sehr zufrieden (269, 248, 239 und 219 Punkte).
einmal Hühner bitte zum fast perfekten Spiel
Die Spielereise beendeten wir mit einer Partie alea iacta est. Tja, eigentlich hätte Artus bei mir einen einfacheren Start haben müssen. Denn bereits dieses Spiel hat bewiesen, das es auch schon einmal etwas einfacheres von alea sein darf. Kein Highlight, aber man kann es locker runterspielen und es bleibt auch noch Zeit um sich ein wenig zu unterhalten -ein guter Absacker. Ich holte mir konsequent diese “Glücksplättchen” und konnte mich damit knapp durchsetzen (42, 41, 39 und 38 Punkte).
wir würfeln uns durch Rom
Das verlängerte Wochenende hat mir wieder sehr gut gefallen. Wie erwartet, wurden in den vier Tage die unterschiedlichsten Spiele auf den Tischen gesichtet. Deshalb zum Schluss ein paar Bilder von Partien ohne meine Beteiligung:
Strasbourg

Olympos
Alien Frontiers
Le Havre
Bazaar
Avanti
McMulti
Pfeffersäcke
Mylady und die Musketiere
Fresko inkl. Erweiterung
Kreml
Caylus Magna Carta
und für Bilstein typisch, viele Partien Tichu
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Bilstein: Juli 2011 - Teil 1
3.8.2011 von Thomas.
Am letzten Wochenende war es mal wieder so weit. Bilstein rufte eine kleine aber feine Spielerschar in das Hotel Faerber-Luig. Diesmal sollten sich bis zu 20 Spieler im sehr großzügigen Spielraum tummeln. Gerade der Termin im Juli hat seinen besonderen Reiz. Man(n) muß sich natürlich nicht von den Neuheiten im April (Nürnberg) und im November (Essen) unter Druck setzen lassen. Aber das sie da sind, kann man nicht wegdiskutieren und dann möchte ich sie auch spielen.
Der Termin im Juli dagegen ist bei mir von einer entspannten “Schaun mer mal, was wir spielen” Stimmung geprägt.
Spiele satt, nicht nur vom Organisator …
Natürlich hatte der Organisator wieder ein größeres Paket von Spielen bereitgestellt, das durch noch mehr Spiele der Teilnehmer ergänzt wurde. Zusätzlich ist es Tradition (OK, ich glaube es war das zweite Mal), dass es bei der Juli Veranstaltung zusätzlich immer noch ein Themenspezial gibt. Diesmal (Thema Diamanten) gab es nicht nur eine kleine thematische Spieleauswahl, Gregor hatte zusätzlich auch noch ein passendes Metaspiel (Schachern) im Gepäck. Dazu aber später mehr.
… sondern auch von den Spielern zur Verfügung gestellt
Mein spielerischer Einstieg bestand aus einer Pause. Da wir zuerst fünf waren und ich aufgrund meiner ausklingenden Bronchitis im Zusammenspiel mit der Autofahrt noch ein wenig in den Seilen hing, unterstützte ich die vier Mitspieler der aller ersten Partie (Qwirkle) mit meinen natürlich fachkundigen Kommentaren. Mit 51st State als 4er Partie startete dann auch ich spielerisch in das Wochende. Ein wenig spröde und fummelig, Grafik und Thema sind sowieso immer Geschmacksache, kommt es daher und hat mich auch beim zweitenmal richtig gut unterhalten. Da ich meine Frau “gewinnen ließ”
, besteht eine sehr große Chance, dass dieses Spiel demnächst auch bei uns im Spieleschrank zu finden ist.
51st State - ein möglicher Kauf
Danach kamen mit Take it or leave it und Uluru zwei Vertreter der einfacheren Kost auf den Tisch. OK, bei Uluru würde sicherlich der eine oder andere widersprechen. Immerhin konnte ich Uluru geteilt gewinnen und auch beim Würfel raffen konnte ich einen guten zweiten Platz ergattern. Auch bei solchen Spielen zeigt sich der Könner.
Irgendwie war das Wochenende für meine Verhältnisse sowieso außergewöhnlich, da Fortuna mir doch den einen oder anderen Sieg schenkte.
Kartenglück mit Würfeln kombiniert
Danach spielten wir meine beiden absoluten Lieblingsspiele in der Kategorie Aufbau-Kartenspiel in 30 Minuten. Als erstes begaben wir uns direkt zweimal hintereinander in die unendlichen Weiten des Weltraums: Race for the Galaxy mit allen drei Erweiterungen aber ohne Übernahme. Die erste Partie lief wie von alleine und ich konnte mit der Militärstrategie sehr klar gewinnen (74, 47, 42, 35 und 32 Punkte). Auch wenn die zweite Partie gar nicht so gut lief, konnte ich ich auch diese ebenso deutlich für mich entscheiden (53, 31, 30, 24, 24 Punkte). Wie gesagt, ein(e) Sahnetag Sahnewochenende.
das sah schon mal schlechter aus
Den Tag beendeten wir mit einer Partie 7 Wonders inkl. der nach meiner Meinung sehr gelungenen Erweiterung Leaders. Bei diesem wirklich hervorragenden Spiel kann ich nur sehr selten glänzen, so dass ein guter dritter Platz fast genau meinem Erwartungswert entspricht (77, 61, 60, 58, 51 Punkte).
Wir starteten mit einer Partie Settlers of Amerika (amerikanische Siedler Variante) in den Freitag. Meine letzte Partie Siedler …? Keine Ahnung, da gab es aber bestimmt noch keinen Euro, so schließt sich der Kreis.
Deshalb bekam ich erstmal eine kurzes Update der Siedler Grundregeln. Die Partie hat mir ganz gut gefallen. Die Idee des nach Westen ziehen wurde durch den stetigen Verlust einiger Rohstoffelder im Osten interessant umgesetzt. Die Tatsache, dass man nicht mehr eingebaut werden kann, meine Siedler Treks können überall hinziehen, gefiel mir gut. Auch wenn ich das Spiel gewinnen konnte, machte mich das nicht so richtig glücklich, da ich hier ein Problem sehe. Meinen Vorsprung durch die schnelle Entwicklung in den Osten mit 3 Siedlungen konnte niemand mehr aufholen. So stand eigentlich der Sieger nach einer halben Stunde fest, obwohl wir noch eine volle Stunde Spielzeit vor uns hatten. Das kann schon sehr unbefriedigend für die Spieler sein, die so früh abgeschlagen sind.
blaue Siedlungen erobern sehr früh den Westen
Eigentlich gehe ich davon aus, dass 7 Wonders auch den deutschen Spielepreis erhält. Sollte aber überraschenderweise die Wahl auf Burgen von Burgund (liebevoll BuBu genannt) fallen, könnte ich auch damit sehr gut leben. Zu viert würfelten wir in der selben Besetzung um die Sechseck Plättchen. Teilweise war meine Spannung so groß, das ich den Tisch verlassen mußte. Vielleicht lag es aber auch daran, das eine Mitspielerin ihre kompletten Züge kommentierte.
Jedenfalls konnte ich mit einer großen Wiese und dem Plättchen +1 Siegpunkt bei Herdenwertung genügend Punkte für den Sieg sammeln (254, 232, 215 und 197 Punkte).
da lachten die Hühner
Mit Brass kam dann für mich schon das letzte Spiel des Tages auf den Tisch, da ich mich bereits um 22:00 ins Bett verabschiedete. Wir alle hatten schon ein paar Partien dieses hervorragenden Spiels auf dem Buckel, leider nicht in den letzten 12 Monaten. So duften wir nach ca. 30 Minuten die Partie neu starten, wer sollte sich auch merken, dass man für die Entwicklung Eisen benötigt.
Die Partie war sehr spannend. Im letzten Zug wollte eine Mitspielerin nichts mehr machen, aber da bekam sie den Hinweis von einem anderen Mitspieler, dass sie doch für zwei Karten (bei leerem Markt) noch eine Zeche überbauen könnte. Tja wem die Punkte wegnehmen, am besten dem Tippgeber. Genau diese drei Punkte fehlten ihm dann, um mich noch vom ersten Platz zu verdrängen (127, 125, 117 und 104 Punkte). Man könnte jetzt sagen, das wäre ein geschenkter Sieg. Da der 2. jedoch ein kaum zu besiegender hervorragender Spieler ist, freute ich mich trotzdem
, auch wenn ich meinen Sieg erst gar nicht realisierte.
Anfang September gibt es eine Revanche
Drei Spiele an einem Tag, ok es gibt auch dreimal Buffet
, sind schon sehr wenig. Zwischen 11:00 und 18:00 gab es jedoch auch noch das Metaspiel Schachern. In der ersten Phase versuchten alle Spieler als Einzelkämpfer möglichst viele Informationen über die Wertigkeiten der fünf verschiedenen Edelsteine zu erhalten bzw. nach diesen Informationen die Edelsteine zu tauschen.
die Auswertung ist gar nicht so einfach

Nach einer gewissen Zeit wurden wir dann zu 3er Teams zusammengefasst, und gemeinsam wurden die bisherigen Ergebnisse optimiert. Obwohl wir im Gegensatz zu anderen Teams unsere “Arbeit” nach fünf Minuten abgaben, konnten wir uns trotzdem einen guten zweiten Platz (bei fünf Teams) erspielen. Hätten wir mal so lange überlegt wie die anderen Teams.
Meine Frau bekam als Mitglied im Siegerteam ein Flowerpower, über das wir uns sehr freuten. Danke an dieser Stelle nochmal an Gregor, der diesen zusätzlichen Aufwand in Kauf nahm, um uns mal wieder etwas neues zu präsentieren.
eine schöne Überraschung
Den Rest gibt es dann im 2. Teil.
Geschrieben in Spielereisen, Brettspiele | Keine Kommentare »
Nur noch 86 Tage bis zur Spiel 2011
26.7.2011 von Thomas.
Noch kommen die Informationen zu den Neuheiten in kleinen Portionen, aber ich befürchte denke, dass sich das bald ändern wird. Meine Bewertungskriterien: 4 (Pflichtkauf), 3 (sehr interessantes Spiel, auf jedenfall intensiv anschauen), 2 (hört sich interessant an, wenn nichts dazwischen kommt, werde ich mir das Spiel anschauen), 1 (wenn noch Zeit ist, werde ich einen Blick riskieren) und 0 (vielleicht ergibt sich ja nach der Spiel eine Testmöglichkeit).
Flirt: Verliebt, verlobt - wer heiratet? (SpielSpass):
Dieses Spiel gibt mir also die Aufgabe andere Menschen als meine Frau “anzuflirten”. Vielleicht war meine Erziehung zu konservativ oder aber ich bin einfach zu schüchtern, ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass mir so etwas in einem Spiel Spass bereitet.
OK, wenn ich 18 wäre und solo und mit einer Horde hübscher Frauen ohne Partner, aber in einem Spiel könnte ich es mir trotzdem nicht vorstellen (Bewertung: 0, und auch kein Test nach der Spiel). Einer der Autoren soll übrigens Wolfgang Kramer heißen, ob das ein neuer Autor mit dem selben Namen ist?
Wer weiß mehr (SpielSpass):
… ich jedenfalls nicht, auch wenn ich ganz gerne ab und zu an einer Partie Wissensspiel teilnehme. Die Beschreibung hört sich ein wenig nach Outburst an. In einer begrenzten Zeit möglichst viele Begriffe (ok, es gibt keine vorgegebenen Begriffe) zu einem Oberthema aufzählen und das in einem Team. Im Gegensatz zum Klassiker bieten sich hier die Teams gegenseitig hoch. Wer sich die höchste Zahl an passenden Begriffen zutraut, muß jetzt auch noch die Zahl erreichen, sonst gibt es nur Punkte für die anderen Teams. Auf der Messe werde ich bei der ganzen Konkurrenz an Spielen sehr wahrscheinlich keine Zeit finden, einen Blick zu riskieren (Bewertung: 0). Auch wenn der Verlag bisher mit seinen Titeln für mich uninteressant war, werde ich mich in den Wochen nach der Messe nicht gegen einen Test wehren. Könnte mit den richtigen Mitspielern doch ganz lustig sein.
Drei Spiele von der Süddeutschen Zeitung:
Nicht das wir schon genug Spielverlage hätten, jetzt fühlen sich auch noch Zeitungsverlage zu Höherem berufen.
Die Beschreibungen der Spiele - Ein Mann. Ein Spiel. (Marcel-André Casasola Merkle), Open End (Peter Wichmann) und Zefix!-Memo - hören sich jetzt nicht nach meinem persönlichen Pflichtprogramm an (dreimal 0 ist 0 lalala). Für Zefix!-Memo (Memoryspiel mit bayrischen Schimpfwörtern und Flüchen!) und Open End (kommunikatives Spiel - Schlagzeilen müssen vervollständigt werden) gilt mein Desinteresse wohl auch für nach der Messe. Beim dritten Spiel im Bunde habe ich nicht verstanden, wie das Spiel eigentlich ablaufen soll, deshalb werde ich nach der Spiel vielleicht mal einen Blick riskieren.
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Nur noch 90 Tage bis zur Spiel 2011
22.7.2011 von Thomas.
Bisher bin ich ja noch sehr entspannt, immerhin habe ich noch kein Spiel vorbestellt. Muss ich mir jetzt Sorgen machen?
Meine Bewertungskriterien: 4 (Pflichtkauf), 3 (sehr interessantes Spiel, auf jedenfall intensiv anschauen), 2 (hört sich interessant an, wenn nichts dazwischen kommt, werde ich mir das Spiel anschauen), 1 (wenn noch Zeit ist, werde ich einen Blick riskieren) und 0 (vielleicht ergibt sich ja nach der Spiel eine Testmöglichkeit).
Risiko Evolution (Hasbro / Vertrieb Heidelberger!!!):
Es ist schon sehr ungewöhnlich, wenn ein Branchenriese wie Hasbro mit eigenem Vertrieb sich für ein bestimmtes Spiel einen Vertriebspartner ins Boot holt. Das macht sicherlich nicht nur mich neugierig. Eine Risiko Variante wo nachfolgende Partien durch die Ergebnisse bisheriger Partien beeinflußt werden. Jede Partie neue Aufkleber und Karten, muß ich mir da demnächst Risiko Booster kaufen?
Nun ja, das hört sich interessant an, ein Spiel das lebt und jedes Exemplar wird durch die Taten der Spieler einzigartig. Wieviel davon ist Werbeenthusiasmus und wieviel davon zeigt sich wirklich in den Partien? Aber ein absolut innovatives Spiel von Hasbro, da bleibe ich erstmal skeptisch. Sollte ich es nicht auf der Spiel schaffen, werde ich mir es auf jedenfall in den Wochen danach anschauen (Bewertung: 1).
Gyges (Gigamic):
Dieses abstrakte 2er Taktikspiel ist ursprünglich bei Jactalea erschienen. Bei dieser Art von Spielen bin ich immer hin und her gerissen. Zum einen mag ich das schöne abstrakte und haptisch ansprechende Spieledesign solcher Titel. So was kann man sich einfach auch schön hinstellen. Zum anderen bleibt es da aber auch in der Regel stehen, da wir bereits einige dieser Titel in unserer Sammlung haben und dieses Genre nicht zu meinen Favoriten gehört. Wenn wir wenigstens Platz hätten, alle diese schönen Spiele “auszustellen”. Da sind mir kleinere kompaktere Vertreter (z.B. von HiKu Spiele) lieber, für die findet man immer noch einen Platz. Da es reine 2er Spiele sowieso schwerer haben, uns für einen Kauf zu überzeugen, ja ja wir sind unfair
, ist die Wahrscheinlichkeit nur knapp über null, dass ich mir diesen Titel auf der Spiel anschaue.
Miss Lupun und das Geheimnis der Zahlen (Winning Moves):
Zahlen-Plättchen jeweils von 0 bis 9 müssen auf dem 4×6 Felder großen Spielbrett so platziert werden, dass man die eigenen drei Aufgabenkarten (z.B. A3 - A2 = A1) erfüllt. Das hört sich erstmal nicht so spannend an, aber vielleicht ergibt sich in der Partie selber eine spaßige Eigendynamik (Schadenfreude?) Da ich für unseren Spieletreff immer auch auf der Suche nach guten einfachen Spielen mit einer höheren Spieleranzahl (hier bis 6 Spieler) bin, werde ich mir ggf. diesen Titel bereits auf der Spiel anschauen (Bewertung: 1). Lange wird so eine Partie schon nicht dauern. ![]()
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Nur noch 99 Tage bis zur Spiel 2011
13.7.2011 von Thomas.
Ein magischer Moment, die Zahl der Tage bis zur Spiel ist nur noch zweistellig - endlich.
Galaxy Trucker - 2. Erweiterung (CGE):
Galaxy Trucker hat mir richtig gut gefallen und ich habe es kurz nach seinem Erscheinen auch 4-5 mal gespielt. Leider bin ich in den letzten 24 Monaten nicht mehr dazu gekommen, dieses Highlight erneut auf den Tisch zu bringen. Aus diesem Grund liegt auch noch die erste (Große) Erweiterung ungespielt bei uns im Schrank. Da ich eigentlich dem Erweiterungswahn abgeschworen habe, werde ich nur noch Erweiterungen kaufen, wo ich bereits alles vorhandene mindestens einmal gespielt habe. Natürlich gibt es wie immer eine kleine Ausnahme, sollte es ein finanziell sehr interessantes Bundle Angebot mit den beiden neuen Titeln geben, werde ich mir es noch mal überlegen (Bewertung: 1).
7 Wonders - Leaders (Repos):
Hier kann ich nicht besonders viel zu schreiben. Super Spiel, intelligent erweitert, Pflichtkauf, schon im Schrank.
Neuheiten Winsome Games:
Mit der Nachricht “Nachschub für Eisenbahner” beginnt für mich immer die heiße Phase der Spielvorbereitung. Nicht das ich mich wirklich für die Winsome Neuheiten interessieren würde, aber in diesem Moment wird mein Vorbestellungsradar angestellt, man will ja nichts verpassen.
Diese Neuheiten jedoch lassen mich immer kalt. Natürlich mag ich Eisenbahn Spiele und wir haben auch das eine oder andere (auch ungespielt) zu Hause im Schrank, aber in diesen Momenten merke ich, dass ich nicht wirklich ein Sammler bin. Es sollte zumindestens die Chance bestehen, dass wir das alles auch spielen, was ich so anschleppe.
Korsaren der Karibik (Pegasus, deutsche Ausgabe von Merchants and Marauders):
Bereits letztes Jahr wollte ich mir die amerikanische Ausgabe von Z-Man Games kaufen. Seit ein paar Tagen steht die deutsche Version von Pegasus im Laden und sie ist schwer.
Von der Spielzeit her (3-4 Stunden) ist es schon ein kleiner Brocken, deswegen weiss ich nicht, ob ich so einfach Mitspieler für diesen Titel begeistern kann. Da ich aber schon am PC Pirates geliebt habe, werde ich hier wohl nicht nein sagen können. Vorsichtig bewerte ich das Spiel mal mit einer 3 (sehr interessantes Spiel), mich würde es aber auch nicht wundern, wenn ich mein Budget für die Spiel nicht vorab schon entlasten würde.
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Sommerfest 10.07.2011 im Engelshof - die wollen doch nur spielen
12.7.2011 von Thomas.
Vor ein paar Monaten hatten wir unsere Teilnahme an diesem Event zugesagt. Ich war ziemlich gespannt, da ich nicht wußte, was uns erwarten würde. Gut eine halbe Stunde vor Beginn (14:00) der Veranstaltung, trudelten wir beide im Engelshof ein. Etwas ab vom Schuss eine Treppe hinauf war unser Domizil für diesen Nachmittag, wo wir unseren Freitags Spieletreff und Spiele vorstellen konnten und natürlich auch diese erklären wollten. Schnell füllte sich der Innenhof mit Leuten, die es sich auf den vielen Bänken vor der Bühne bequem machten. Das Wetter war sehr angenehm, die Getränke waren kühl und die meisten Kinder waren noch sehr jung. Da waren die Eltern sicherlich froh, dass sie einfach mal in Ruhe mit Gleichgesinnten quatschen konnten und die Kinder im Innenhof im Blick hatten.
Regen hätte geholfen
Dies alles waren keine guten Voraussetzungen für ein große Inanspruchnahme unseres Angebotes. So saßen wir sechs mit ca. 70 Spielen in einem Raum mit sieben Tischen und ein wenig Wärme
und warteten. Aber nicht lange, wir waren ja immerhin zum spielen da. Also beschäftigten wir uns alleine mit den vielen Titeln, die fast ausschließlich dem Anlass entsprechend zu den sehr einfachen bis anspruchsvollen Familienspielen gehörten. Als erstes begaben wir uns in die “Welt der Kölner - das Quiz”. Als Leverkusener auch spielbar ist es für Nicht-Rheinländer sicherlich zu schwierig. Dann spielten wir eine destruktive 3er Partie Qwirkle - bloss keine Vorlage, und ja mir gefällt das Spiel des Jahres gut (ich bin allergisch gegen Teer und Federn
).
Weiter ging es mit Level X, was ich noch nicht kannte. Das Spiel ist ok, aber in dieser Kategorie schnelle Würfelspiele gibt es für mich viele bessere Kandidaten (z.B. Can’t Stop, Extra! oder Roll through the Ages). Plötzlich stand der erste “Gast” in unserem Raum, der mal etwas schnelles zwischendurch spielen wollte. Wir entschieden uns für Finito, schnell erklärt, schnell gespielt und ihm gut gefallen, ein Widersehen an einem Freitag nicht ausgeschlossen. Dann waren wir wieder alleine, und es kam mit Cafe International ein älteres Spiel des Jahres auf den Tisch. Da ich es länger nicht gespielt hatte, mußte ich mich in den ersten fünf Minuten erstmal orientieren. Dadurch ist natürlich auch meine klare Niederlage zu erklären.
Sicherlich ist dieser Titel heute kein Highlight mehr, aber im Gegensatz zu vielen anderen Titeln der 80er ist Cafe International für mich immer noch ein absolut spielbarer Titel.
Level X - eines von vielen
In den letzten 90 Minuten der Veranstaltung (es ging bis 18:00) verirrten sich dann doch noch einige Spielinteressierte die Treppe hinauf. Somit konnten wir dann doch noch unserer Hauptaufgabe an diesem Tag nachgehen. An der der Titelauswahl erkennt man, das es insbesondere jüngere Gäste waren: z.B. Didi Dotter (mehrmals von mir erklärt und auch mitgespielt
), Burg Appenzell, Qwirkle, Fits und Tumblin Dice. Bei zwei Partien konnten wir vielleicht auch weitere Besucher für unseren Spieletreff aktivieren. Als wir die Spiele zusammenräumten, kamen weitere Interessierte in den Raum. Irgendwie hätte die Veranstaltung für uns länger dauern können. denn als das Bühnenprogramm endete, stieg das Interesse an den sonstigen Angeboten.
im Hintergrund unsere Gäste Nummer zwei und drei
Nun ja, dies war unsere erste Veranstaltung dieser Art im Engelshof. Im Sommer werden wir wahrscheinlich so etwas nicht wiederholen, aber gerade im Winter könnte es vielleicht wieder eine solches Angebot geben. Das Interesse war sichtbar, aber nur Spielverrückte verbringen den Nachmittag bei diesem Wetter in Räumen. ![]()
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Heidelberger Burgevent Stahleck 2011 - nur noch 114 Tage bis zur Spiel 2011 - Teil 2
27.6.2011 von Thomas.
Auch dieses Jahr werde ich die Neuerscheinungen von Essen 2011 und der 3-4 Monate davor für mich bewerten (mein Leitfaden für die Spiel): 4 (Pflichtkauf), 3 (sehr interessantes Spiel, auf jedenfall intensiv anschauen), 2 (hört sich interessant an, wenn nichts dazwischen kommt, werde ich mir das Spiel anschauen), 1 (wahrscheinlich uninteressant, wenn noch Zeit ist, werde ich einen Blick riskieren) und 0 (vielleicht ergibt sich ja nach der Spiel eine Testmöglichkeit). Diese Bewertungen sind natürlich oft nicht fundiert, da normalerweise Testpartien fehlen und ich mir die Anhaltspunkte aus den Regeln und den anderen bekannten Informationsquellen ziehe. Deshalb können sich die Bewertungen auch durch weitere Informationen schnell verändern. Aber irgendwie muß ich ja vorfiltern, um die Masse an Neuheiten auf der Spiel zu bewältigen. Also seit meine Gäste, wenn ich wieder versuche nicht zu viele Spiele in Essen zu kaufen.
Natürlich konnte ich der Versuchung nicht widerstehen, auf dem Heidelberger Event (siehe erster Teil) einige Prototypen zu testen, und bin froh, dass hinter meinen ersten Bewertungen für Essen 2011 jeweils auch eine Testpartie steht.
Ora et Labora (Uwe Rosenberg, Lookout?)
Direkt das erste Spiel auf dem Burgtreff das wir ausprobieren konnten, war das neue große Rosenberg Spiel, das in Essen 2011, ich denke mal bei Lookout, erscheinen soll. Unser Erklärbär war noch etwas schläfrig, trotzdem bemühte er sich, dieses relativ komplexe Spiel in einem Guss und dazu noch verständlich zu erklären. Dabei kam uns zu Gute, dass wir alle bereits Le Havre kannten. Man sieht schon eine gewisse Verwandtschaft zu diesem für mich hervorragenden Spiel, aber auch Agricolaelemente schauen schon mal um die Ecke.
Die Systematik der Gebäude (Kosten, Siegpunkte und Nutzen) und auch deren Darstellung erschließt sich für Le Havre “Eingeweihte” sehr schnell. Kommen wir jetzt aber zu den kleinen und großen Unterschieden zu Le Havre (Agricola).
ein weiterer “großer Rosenberg”
Im Gegensatz zu dem Hafenspiel hat jeder Spieler (ähnlich wie bei Agricola) sein eigenes Gebietstableau, auf dem der Spieler nach und nach seine Siedlung mit Gebäuden ausbaut. Dieses Tableau kann durch weitere Tableaus in der Größe aber auch in den Gebietsarten ergänzt werden. Zwar gab es bereits bei Agricola gewisse Bebauungsregeln, bei Ora gibt es jedoch Gebäude, die nur auf einer bestimmten Geländeart gebaut werden können. Zusätzlich ist jetzt auch die Ermittlung des Siegpunktwertes der einzelnen Gebäude komplexer und insbesondere von den Siedlungsplättchen beeinflußt. Der Ertrag der Grundproduktion (z.B. Stein, Lehm, Getreide) ist abhängig vom Verhalten der Mitspieler. Wurden alle Gebäude dieses Typs im Spiel (z.B. Lehmhügel oder Bauernhof) lange nicht mehr genutzt, so ist ihr Ertrag besonders hoch. Hat gerade in der selben Runde jedoch jemand genau den angepeilten Gebäudetyp genutzt, ist der Ertrag gleich null.
da braucht man schon ein wenig Platz
Dies ist nicht der einzige Punkt, wo sich Spieler gegenseitig beeinflußen. Nur weil man ein Gebäude bei sich auf dem Tableau gebaut hat, heißt es nicht, dass man es nur selber nutzen kann. Die Mitspieler können mit Geld dafür sorgen, dass man selber eine eigene Figur (insgesamt hat man drei) auf ein eigenes Gebäude setzt, jedoch dieser Mitspieler dann dieses Gebäude nutzt. Genau wie bei Le Havre können bereits besetzte Gebäude nicht mit einer weiteren Figur genutzt werden. Die Anzahl der gespielten Runden stehen erneut fest, aber man muß diesmal nicht ernähren.
Mehrmals im Spiel kommen neue Gebäudearten in die Auslage und können ab dann gebaut werden. Dies ist auch der Zeitpunkt ein Siedlungsplättchen aus dem eigenen Vorrat auf das Tableau zu bringen.
meine eigene Siedlung mit erster Gebietserweiterung
Unsere Partie haben wir mit einem Schnelleinstieg begonnen: ein paar Waren und ich glaube mit drei zusätzlichen Startgebäuden auf dem Tableau. Nach 90 Minuten haben wir dann die Partie zufrieden abgebrochen, da unsere beiden Spielpartner (4er Partie) zum Mitagessen wollten, Schwächlinge.
Das ich Agricola und insbesondere auch Le Havre mit Höchstnoten bewerte, zeigt natürlich meine Grundeinstellung zu dieser Art von Spielen. Aber Ora et Labora hat mich auch nicht enttäuscht. Trotz der Gemeinsamkeiten mit den beiden Vorgängern sind genügend neue Element enthalten, das sich dieses Aufbauspiel eigenständig präsentiert. Natürlich sollte der herausgebende Verlag seine Arbeit auch noch gut verrichten (z.B. Übersichtlichkeit damit man die Möglichkeiten, Gebäude bei den Mitspielern zu nutzen, gut erkennt), für mich persönlich vergebe ich aber jetzt schon eine 4 (Pflichtkauf).
Diluvium (Placenta Games)
Dieses Spiel wird wahrscheinlich erst nächstes Jahr erscheinen. Trotzdem wollten wir die Chance, den Nachfolger von Florenza zu testen, nutzen. Auch wenn mir bei einem Spiel das Thema erst mal egal ist, kann man mir auch mit ungewöhnlichen Themen “eine Freude machen”. OK, das hört sich jetzt vielleicht ein wenig nach Widerspruch an, aber so “chaotisch” bin ich halt.
Somit war ich vom Thema des Spiels, wir bauen gemeinsam an der Arche und retten möglichst viele Tierpärchen, direkt angetan. Spielerisch ist es ein typisches Workerplacement Spiel jedoch mit weiteren Elementen (z.B. Tauschen und Legespielelemente), die dieses Spiel nach meinem ersten Eindruck sehr eigenständig wirken lässt. Aufmerksam Gelegenheiten nutzen oder z.B. im Legepart Unachtsamkeiten der Mitspieler “bestrafen”, da steckt schon einiges in der Arche an Planung. Zusätzlich sollte man auch immer ein Auge auf die Bonusplätchen haben.
das Aktionstableau mit den 7 Optionen im Vordergrund
Jedenfalls hat uns der Genre-Mix in dieser ersten Partie gut gefallen, auch wenn der Autor mit seinem Sieg natürlich ein absolutes NoGo begangen hat.
Sicherlich muß nach meinem Geschmack noch an der einen oder anderen Schraube ein wenig gedreht werden, z.B. ist mir die “Akquirierung” der Tierplätchen noch zu zufällig für ein solches Spiel, so dass bei uns in den letzten Runden nur ungern neue Tiere ins Spiel gebracht wurden (nicht verschiffte Tiere bringen Minuspunkte und nur Pärchen können verschifft werden). Auch bin ich mir noch nicht ganz sicher, ob alle spielzerstörenden Extremstrategien bereits regeltechnisch verhindert werden. Besonders wichtig wird bei diesem Spiel eine übersichtliche (Tier)Grafik sein, da wir bei den Tauschvorgängen nicht immer die passenden Gegenstücke bei unseren Mitspielern erkannten. Aber wenn der Feinschliff bei Diluvium seinen Namen verdient und das Thema beibehalten wird, steht einem Kauf von meiner Seite im nächsten Jahr nichts im Weg.
später im Spiel sieht man schon die ersten besetzten Gehege
Puerto Rico - das Würfelspiel (alea)
Ob und wann dieses Spiel erscheint, steht (wahrscheinlich) noch nicht fest, so dass sich am Spiel noch einiges verändern kann. Im Gegensatz z.B. zu Burgen von Burgund muß ich mich vor dem eigenen Würfelwurf entscheiden, welche Aktion und somit neutrale(n) Würfel ich wähle, erst dann darf ich meine eigenen Würfel werfen. Viele Elemente der Mutter aller komplexen Eurogames sind auch hier (bisher) enthalten. Da ich mir aber sicher bin, dass hier noch einiges geändert wird, und dass muß es nach meinem Empfinden auch, werde ich nicht weiter auf das Spiel eingehen. Ich hoffe nur, das mögliche Endprodukt gefällt mir, denn es wird eine Nummer haben und irgendwie setzt mich das immer unter Handlungsdruck.
Last Will (CGE)
Dieser Titel ist eine von drei Neuheiten (Dungeon Petz und Galaxy Trucker 2nd Expansion) für Essen 2011. Wie nicht gerade überraschend, ist das Thema dieses Spiels wie so oft bei CGE eher ungewöhnlich. Ähnlich wie bei Mankomania (1965) und MAD (1979 USA) versuchen die Spieler möglichst schnell Pleite zu gehen, da sie nur dann die große Erbschaft des reichen Erbonkels für sich verbuchen können. Zu diesem Zweck versuchen die Spieler sich aus den fünf verschiedenen Arten von Karten (z.B. Gebäudekarten, Helferkarten) möglichst gute Kartenkombinationen herauszusuchen und auszuspielen, d.h. Kombinationen die das Geld schmelzen lassen wie Eis in der Sonne. Hier ein kleines Beispiel. Es gibt Häuser, da lohnt es sich gar nichts zu tun, da sie immens an Wert verlieren. Bei anderen Häusern kann es von Vorteil sein, zusätzlich das Haus mit einem Koch und zwei Pferden zu besetzen (drei entsprechend Helferkarten ausspielen), da dann der Unterhalt das Vermögen sehr schnell auffrißt.
weg mit der Kohle
Jede Runde beginnt mit der Verteilung von Paketen aus einer bestimmten Anzahl neuer verdeckter Karten, ein oder zwei Aktionssteinen (hiermit können Aktionen auf dem Hauptspielbrett durchgeführt oder dort ausliegende Karten genommen werden) und einer unterschiedlichen Zahl Aktionspunkte zum Ausspielen der Handkarten bzw. Nutzen der bereits liegenden Karten. Ein Handkartenlimit von zwei am Ende der Runde verhindert ein blindes Horten der verschiedenen Kartensorten. Unsere Partie konnte meine Frau durch zwei ausgedehnte kostspielige Saufgelage gewinnen.
Ich muße mich mit dem letzten Platz zufrieden geben, da ich es noch nicht einmal geschafft hatte ins Minus zu kommen. Zu dritt haben wir nur ca. 35 Minuten gespielt, aber ähnlich wie bei 7 Wonders dauert die Erklärung ein wenig länger als bei einer solch kurzen Spielzeit zu erwarten ist.
die Grafik wird noch komplett überarbeitet
Jedenfalls hat uns dieses Spiel sehr gut gefallen. Das ungewöhnliche Thema, die Suche nach “lohnenden” Kartenkombinationen dazu ein wenig Taktik bzw. Ausnutzung der Gegebenheiten und das alles bei einer sehr kurzen Spieldauer haben uns überzeugt. Zwar sehe ich die kleine Gefahr eines geringeren Wiederspielreizes (die kleine Angst hatte ich aber auch schon bei 7 Wonders), da uns aber beiden das Spiel so gut gefallen hat und ich ja nicht nur drei Titel auf der Spiel kaufen möchte,
erhält es von mir die persönliche Bewertung 4 Pflichtkauf.
Dungeon Petz (CGE)
Tja, wenn man schon das Thema von Last Will ungewöhnlich findet, wie sieht das dann erst bei Dungeon Petz aus? Die Imps aus Dungeon Lords haben sich selbständig gemacht. Irgend woher müssen ja auch die ganzen Monster zur Bewachung der Dungeons herkommen. Genau hier setzt das Geschäftsmodell der Imps und somit auch der Spieler an. Ziel des Spiels ist es möglichst erfolgreich kleine Monster Babys hochzupeppeln, die zum einen Wettbewerbe (z.b. wer hat den größten Appetit?) gewinnen und möglichst auch besonders hoch von den Lords mit Siegpunkten bezahlt werden. Natürlich muß man immer aufpassen, das mit einem tollen Thema nicht spielerische Mängel “übertüncht” werden.
für Dungeon Petz braucht man wohl einen größeren Tisch
Im Prinzip ist Dungeon Petz ein klassisches Workerplacement Spiel. Zu diesem Zweck werden die eigenen Imps (zum Start hat man 6 Stück) verdeckt hinter einem Sichtschirm auf eine beliebige Anzahl Arbeitsgruppen verteilt und ggf. mit Gold noch aufgewertet (zählt wie ein Imp). Dann darf als erster der Spieler mit der größten Arbeitsgruppe diese Imps auf den großen Spielplan schicken und eine Aktion wählen. So werden nach und nach ggf. reihum (bei gleicher Anzahl) die Arbeitsgruppen der Mitspieler auf die Aktionsmöglichkeiten verteilt. Aber auch Impsgruppen die nicht mehr eingesetzt werden können bzw. sollen, sind noch sehr hilfreich, da sie den Mist aus den Ställen beseitigen oder aber als Spielpartner bzw. Bewachung für die Baby-Monster eingesetzt werden können.
hier werden die Imp-Gruppen zusammen gestellt
Die Aktionsmöglichkeiten auf dem Spielbrett sind vielfältig: Baby Monster und Käfige kaufen, Käfige verbessern, mächtige Sonder Items und Nahrung besorgen, weitere Imps rekrutieren, Wettbewerbe beeinflußen, Schlaftrank brauen und den Siegpunktpreis für die eigenen Monster verbessern. Umso älter die Monster werden, umso mehr Karten müssen für ihre Bedürfnisse ausgespielt werden und umso größer ist die Gefahr, dass sie unzufrieden werden. Da man immer nur eine Karte mehr hat, als man ausspielen muß, und diese erst nach den Aktionen auf dem Spielbrett bekommt, gehört auch ein wenig Glück dazu, dass einem die Monster nicht scharenweise davon laufen.
ein wenig Kartenglück sollte man für eine erfolgreiche Partie haben
Thematisch hat mir Dungeon Petz sehr gut gefallen aber auch spielerisch war unsere 4er Partie (110 Minuten Spielzeit) spaßig, wir hatten aber auch sehr nette Mitspieler. Mir gefällt der Nachfolger zumindestens nach der ersten Partie besser als Dungeon Lords (OK, ich bin aber auch kein absoluter Fan dieses Spiels), denn hier habe ich nicht das Gefühl komplett aus einer Partie rausfliegen zu können. Zwar bin ich mir noch nicht endgültig sicher, ob ich nicht doch ein wenig vom putzigen Thema beeinflußt werde, aber eine 3 (sehr interessantes Spiel) bekommt Dungeon Petz von mir auf jedenfall.
mein erstes Baby-Monster
Gegen 22:30 war es dann soweit, und wir brachen etwas müde in Richtung Köln/Leverkusen auf. Das Burgevent hat uns jedenfalls richtig Spass gemacht. Gut organisiert, nette entspannte Mitspieler, viele Autoten und Verlagsvertreter mit denen man interessante Gespräche führen konnte und viele gute Prototypen, was will der Spielbegeisterte mehr. Vielleicht ergibt sich ja auch nächstes Jahr die Möglichkeit für eine Teilnahme (wenn möglich dann alle drei Tage), mich würde es jedenfalls sehr freuen.
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Heidelberger Burgevent Stahleck 2011 - nur noch 114 Tage bis zur Spiel 2011 - Teil 1
26.6.2011 von Thomas.
Jedes Jahr im November bin ich mir sicher, ein Fieber endgültig bekämpft zu haben: das heimtückische Essen-Fieber! Aber irgendwann Ende Juni Anfang Juli ist es soweit: ein erster schüchterner Gedanke an die kommende Spiel entsteht in meinem Kopf. Der Auslöser ist immer sehr unterschiedlich. Dieses Jahr hatte uns Klaus gefragt, ob wir nicht Lust hätten, mit ihm zusammen an der jährlich stattfindenden Heidelberger Veranstaltung auf Burg Stahleck (Motto dieses Jahr: Last Man Gaming) teilzunehmen.
Aufgrund von zeitlichen Beschränkungen entschieden wir uns für den Status Tagesgast am Samstag. Die Veranstaltung begann bereits am Freitag um 14:00 und endete mit dem “großen Rausschmiss” am Sonntag um 16:00. Das besondere an diesem Burgevent ist die Möglichkeit, neben neuen Spielen aus dem Heidelberger Vertriebsfundus auch sehr viele Prototypen testen zu können. Viele davon erscheinen bereits zur Spiel 2011. Also machten wir uns am Samstag bereits um 8:00 auf den Weg und holten unterwegs noch Klaus in Köln ab. Wie nicht anders zu erwarten, waren die Strassen wie leergefegt, so dass wir um kurz nach 10:00 am Ziel (Jugendherberge Burg Stahleck) ankamen. Schnell den Wagen auf dem Parkplatz an der Strasse abgestellt und dann den kleinen Weg runter zur Burg.
da waren es nur noch ein paar Meter
hier könnte man viele Spiele lagern
Blick von der Terrasse in der Abenddämmerung
Die Lokation ist einfach Klasse. Bereits aus der öffentlichen Toilette im Keller hat man einen schöneren Ausblick als aus manch einem Fünf Sterne Hotel.
Unabhängig von der Veranstaltung hätte ich hier auch gerne einfach nur auf der Terrasse gesessen und etwas getrunken, einfach klasse. Von der Größe der Veranstaltung war ich dann doch etwas überrascht, aus irgend einem Grund hatte ich eher mit einem kleineren Rahmen gerechnet. Aber bei den ganzen anwesenden Autoren, Vertretern der verschiedenen Verlage und den Pressevertretern war es kein Wunder, das an diesem Samstag über 200 Spielbegeisterte in fünf Räumen der Burg die Tische mit Spielen “belagerten”. Wie sagte einer der Teilnehmer so schön: Das ist ja wie in Essen, zwar ohne Einkaufsmöglichkeit aber dafür auch nicht so voll und man kann deshalb auch jedes Spiel wirklich ausprobieren.
du kommst hier net rein - nur mit Einladung
der größte von fünf Spielräumen
cliquenabend war auch vor Ort, gibt es da bald neue Videos?
Eine Riesenauswahl der (aktuellen) Spiele aus dem Heidelberger Vertrieb und von Heidelberger selber waren in den Regalen hinter dem Infostand untergebracht und konnten jederzeit ausgeliehen werden. Zumindestens am Samstag dominierten auf den Spieltischen jedoch die vielen verschiedenen Prototypen. Obwohl eigentlich bei den Anwesenden die Neugier und Bereitschaft zum Ausprobieren dieser neuen kommenden Spiele sicherlich nicht gefördert werden müßte, hat sich Heidelberger ein Belohnungssystem für das Testen der Prototypen ausgedacht. Die Belohnungen konnte man am Sonntag abholen, deshalb gab es für uns “nur” den Spass.
Programm oder freies Spiel …
… alles war gut von den Heidelbergern organisiert.
Hier mal eine Auswahl der Prototypen vor Ort (bestimmt der eine oder andere mit Arbeitstitel und nicht bei jedem Spiel steht die Veröffentlichung schon fest): Grüner Wohnen (Chili), Aquiliea (Zoch), Expedition Sumatra Dadu Dadu (Igramoon), Das letzte Bankett (Gameheads), Unter Geiern - Die Geisterstadt (Gameheads), Colony (alea), Meltdown (Cwali), Coach (Cwali), Mondrian (Cwali), Müll (MESABoardgames), Aqua (MESABoardgames), Sieben Punkt (Cyril Bucher), Prater (Roland Goslar/Matthias Prinz), Nordmark (Goslar/Prinz), Ninja Clans (Jürgen Mayer), Shanghai Trader (Peter Dell), Lunar (Cranio Creations), Magisches Knobeln (Lutz Stepponat), Venetiae (Post Scriptum), Castles (Post Scriptum), Feengalopp (Claus Kuderna), Auf der Suche nach dem steinernen Wächter (Claus Kuderna), Agricola: Die Höhlenbauern (Uwe Rosenberg), Fishing for compliments (Uwe Rosenberg), Agrarspiel 1 und Agrarspiel 2 (Uwe Rosenberg), Upon a Salty Ocean (Giochix), …
… Vintage (MESABoardgames),
Pimp my Park (Cranio Creations),
Dungeon Fighter (Cranio Creations),
Antike für 2 (PD Verlag),
Francis Drake (alea),
Nova Roma (Arbeitstitel, Argentum),
La Motte (Karl-Heinz Thiemann),
die drei Cwali Neuheiten
Karlchen (Zoch),
Tournay (Pearl Games),
Palmyra (PD Verlag),
011 (Scribabs),
Arcanum (La Scarabizo),
Galaxy Trucker 2nd Expansion (CGE)
Im zweiten Teil fange ich mit Hilfe meine Testspiele auf der Burg wieder mit meiner Essenvorschau an. Folgende Spiele haben wir in einer Testpartie unter die Lupe genommen: Ora et Labora (Uwe Rosenberg), Diluvium (Placenta Games), Puerto Rico - das Würfelspiel (Alea), Last Will (CGE), Dungeon Petz (CGE) und ab in die Tonne (Cwali). Natürlich fehlt auch noch das Fazit für diese Veranstaltung. Bis später.
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