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Archiv der Kategorie Veranstaltungen
Nach der Spiel ist vor der Spiel
29.10.2009 von Thomas.
Mittwoch:
Dieses Jahr konnte ich zum erstenmal bereits Mittwoch in die Messehallen. Um Viertel vor neun kam ich auf dem Parkplatz an. Habe kurz alles in meinen von allen zu Recht gehassten Hackenporsche (großer Trolley) gepackt und ab zum Eingang. In den Hallen war zu diesem Zeitpunkt eine Mischung von Ruhe und Chaos angesagt. Es war mal sehr interessant zu sehen, wieviele Arbeiten in den Tagen vorher und am Donnerstag Morgen vor Eröffnung erledigt werden müssen, um die weltgrößte Brett- und Kartenspielmesse in der bekannten Form stattfinden zu lassen.
der letzte Anstrich vor dem Ansturm
Gerade in den Hallen mit den großen Ständen (10-12 und 5) war die Betriebsamkeit bereits am Mittwochmorgen sehr groß. An den Ständen wurde geschraubt, angestrichen und überall standen schon die Paletten mit den Schätzen und Gurken.
Trotz der anliefernden Autos und der Handwerker war in den Hallen immer noch eine gewisse Ruhe (vor dem Sturm) zu spüren. In den Hallen mit den kleineren Verlagen (9 und 4) waren viele Stände noch gar nicht existent.
Halle 4 am Mittwochmorgen noch ziemlich verwaist
Da Klaus sich nicht sicher war, ob er es rechtzeitig zur Neuheitenshow schaffen würde, hatte ich sicherheitshalber ein Hansa Teutonica dabei. So konnte ich um kurz vor 10 das Spiel auf der Neuheitenshow aufbauen. In den Jahren zuvor hatte ich diese Ausstellung immer ignoriert. Zumindestens am Mittwoch kann man dort mit den Verlegern bzw. Autoren sehr gut quatschen. Außerdem kann man dort während der gesamten Tage in Ruhe Fotos von den Neuheiten machen.
die Neuheitenshow - gut für einen schnellen (nicht kompletten) Überblick
Am Nachmittag lief ich dann wieder durch die Hallen. Inzwischen waren auch in den Hallen 4 und 9 mehrere Verlage in ihre Vorbereitungen vertieft. Dies wurde immer wieder von Käufern unterbrochen, die bereits Mittwoch ihre Spielesammlung ergänzen wollten. Auch ich hatte nicht umsonst einen Trolley dabei. Insgesamt wanderten so 13 Spiele in unser kleines Auto, so dass für die nächsten Tage der Kofferraum ausreichen sollte.
später konnte man auch hier schon einkaufen
Donnerstag:
Am Donnerstag war ich dann mit meiner Frau wieder gegen Viertel vor 9 in den “heiligen” Hallen angekommen. In Erinnerung an die Spiel 2008 (da war der Donnerstag sehr leer) hatte ich erneut meinen Trolley dabei. Leider hatte ich nicht an die Herbstferien gedacht. Mit meiner sehr lieben verständnisvollen Frau im Schlepptau walzte ich durch die Hallen. Bereits um 10:10 (dank der Angebote von Heidelberger, dazu an anderer Stelle mehr) waren unser Trolley und zwei weitere große Tüten voll. Also wollte ich zum Auto und diese dort abladen. Da aber der gesamte Eingangsbereich hermetisch durch Menschenkörper abgeriegelt war, gönnten wir uns im absolut leeren Gastrobereich Tee und Brötchen.
das nennt man wohl gut besucht
Nach 20 Minuten fand ich eine Lücke in der Verteidigung, machte jedoch den großen Fehler den Trolley erneut mit reinzunehmen. Um 11:30 trafen wir uns dann am Argentum Stand mit Kerstin und Detlef. Von da an versuchten wir gemeinsam potentielle Kaufkandidaten Probe zu spielen, scheiterten jedoch am Besucherandrang. So blieb uns nichts anderes übrig als Spiele blind zu kaufen und Spiele auszuprobieren, die die meisten Besucher (zu Recht?) nicht auf ihren Listen hatten.
mancher Blindkauf war von Anfang an geplant
Eigentlich wollten wir am koreanischen Stand Gemblo Red Stone ausprobieren. Wie so oft auf der Spiel 2009 waren den Tischen jeweils ein bestimmtes Spiel zugeteilt. An dieser Regel wurde auch nicht gerüttelt. Damit wir endlich mal zum Spielen kamen, ließen wir uns Peeper (Verlag: Joen) von einer jungen Frau erklären, die leider selber die Regel nur sehr ungenügend kannte. Gottseidank dauerte das Spiel nicht sehr lange, trotzdem verzichteten wir auf eine weitere Partie.
Peeper - mit den richtigen Regeln vielleicht ganz gut
Nach einer Runde durch Halle 4 spielten wir dann am selben Stand Gemblo Red Stone. Da wir Gemblo schon haben, wollten wir natürlich wissen, ob der Kauf dieser Variante für uns interessant ist. Die zusätzlichen Elemente (die Karten) wurden von uns überhaupt nicht genutzt, wir haben nur die roten Punktesteine gesammelt. Eigentlich spielten wir eine Partie Gemblo, die Dany mit - 6 Punkten gewinnen konnte. Damit war unsere Frage beantwortet und wir verließen ohne neues Spiel den Stand.
Gemblo Red Stone - bei uns blieben die Karten ungenutzt
Nachdem wir an mindestens 1.000 besetzten Spieltischen vorbeikamen, fanden wir einen unbesetzten Tisch, wir hätten gewarnt sein sollen.
Das Haus Anubis ist ein ganz einfaches Lauf-/Sammelspiel zu einer gerade in Deutschland angelaufenen (Sender: Nick) und in den Benelux Staaten sehr erfolreichen Kinder TV-Sendung. Wir sind natürlich nicht die Zielgruppe, aber wir fanden das Spiel extrem langweilig. Detlef stieg bereits in der dritten Runde aus, wir anderen waren froh, dass Dany das Spiel beenden konnte. Für absolute Nichtspieler und gleichzeitig Fans der Serie mag das Spiel interessant sein, alle anderen rate ich: Finger weg.
Das Haus Anubis - nein danke
Jürgen Aden hatten wir während einer Spielereise kennen gelernt und haben seitdem häufig in Bilstein, Willingen und Oberhof zusammen gespielt. Aus diesem Grund wollten wir unbedingt das erste veröffentlichte Spiel von ihm auf der Messe spielen. Winkelzüge bei RomBol erschienen, ist ein nettes taktisches Legespiel mit schönem Material (Holz). Ziel ist es möglichst viele Ecken zu besetzen, und dabei zum Schluss mit seinem Stein als Oberster auf möglichst hohen Türmen platziert zu sein. Detlef (rote Steine) konnte das 4er Spiel mit zwei Ecken für sich entscheiden.
meine grünen Steine spielten sehr schwach
Um 16:30 hatten wir dann einen Interview-Termin mit Donald X. Vaccarino dem Autor von Dominion. Er ist sehr nett aber auch ein wenig zurückhaltend und mag sicherlich nicht den großen Rummel. In unserer kleinen 5er Runde war er jedoch nach kurzer Anfangsphase sehr gesprächig und versorgte uns mit vielen interessanten Informationen. Da mein Englisch nicht so gut ist, wird es ein wenig dauern (abschreiben des Tonbandes), bis das Interview erst in Englisch und dann später auf Deutsch auf unserer Seite erscheint.
Als letztes Spiel kam am Piatnik Stand Callisto auf den Tisch. Bei diesem Blokus Verwandten bilden Säulen den Ausgangspunkt für die eigenen Steine. Nach meiner Meinung braucht man dieses Spiel wirklich nicht, denn Blokus und auch Gemblo waren vorher da und sind für mich auch einfach besser. Tja Reiner, wird mal wieder Zeit für ein richtig gutes eigenständiges Spiel.
Danach gingen wir zu unserem Auto und verstauten noch 3-4 Spiele. Zuhause angekommen zählte ich von einem Spielbox Thread aufgeschreckt noch schnell bei den Spielen das Material nach, wo die Ersatzbeschaffung nach der Messe schwierig werden könnte. Alles komplett, der Puls ging wieder runter.
nicht alle Verwandten sollte man ins Haus lassen
Freitag:
Da ich der Meinung war, dass heute kaum Käufe erfolgen würden, und ich nach der Enge von Donnerstag keine Lust mehr auf Balanceübungen hatte, blieb der Trolley zu Hause. Um auch mal Spiele von der möglichen Kaufliste zu spielen, trafen wir uns um kurz vor 10 Uhr am AEG Stand (Alderac Entertainment Group). Bei diesem Verlag gab es mehrere Spiele, die sich interessant anhöhrten. Neben zwei Dominion Verwandten hatte Infinite City unser Interesse geweckt.
Infinite City - ein Legespiel, dem noch ein wenig Feinschliff gut getan hätte
Nach einer kurzen Erklärung begannen wir mit unserer 5er Partie (es hatte sich ein Gast dazugesellt). Infinite City ist ein Legespiel mit interessanten Ansätzen. Leider ist das Spiel sehr glückslastig und zumindestens zu fünft kaum steuerbar. Der Funke sprang nicht über, trotzdem würde ich es erneut spielen. Dany und ich konnten bei dem Städtebau einen geteilten ersten Platz erreichen. Gekauft hat es keiner von uns, auch wenn ich sicherlich am Ende der Messe 3-4 schlechtere Spiele erworben haben werde. Wir wollten am Stand zwar weitere Spiele testen, dafür war es aber zu voll.
Thunderstone - hierzu kamen wir leider nicht mehr
Mit ein wenig Glück wurde, als wir vorbeikamen, ein Tisch am DDD Stand frei. Seidenstraße ist nach zwei Kartenspielen das erste Brettspiel dieses Verlages. Durch Kartenmehrheiten und ein geschicktes bewegen der Karawanen versuchen die Spieler möglichst viele und unterschiedliche Steine zu sammeln. Das Spiel ist OK, es spielt sich gut, ist aber auch nichts besonderes. Ein weiteres Spiel, das ich ohne Kaufaktion von meiner Liste streichen konnte.
solides Spiel - da gibt es viele schlechtere Spiele
Irgendwie fanden wir keinen weiteren Tisch, so manövrierten wir uns durch Halle 4. Dort entdeckten wir eine Würfelwiese mit vielen rot gepunkteten Würfeln und der Autor uns. Da konnten wir auch nicht mehr zurück. Also auf in den “Kampf auf der Bleichwiese” (heißt wirklich so). Jeder Spieler hat eine bestimmte Anzahl Würfel und versucht diese als erste los zu werden. Bei einer 1 kommt der Würfel automatisch ganz raus, andere Zahlen (2-6) dürfen auf der Wiese liegen bleiben, solange diese Zahl noch nicht auf der Wiese liegt. Ganz einfaches Spiel, nichts für uns, aber wahrscheinlich etwas für Nichtspieler in der Kneipe => ein Bier pro übrig gebliebenem Würfel
das Spiel mit dem coolsten Namen auf der Spiel 2009
Auch das nächste Spiel könnte die selbe Zielgruppe ansprechen. Beer & Pretzels ist ein Geschicklichkeitsspiel, bei dem die Spieler versuchen möglichst viel eigenes Laugengebäck! unabgedeckt zu platzieren und dabei die gegnerischen Gebäckstücke zu verdecken. Das ist schon alles, wieder ein Spiel, was nicht in unserer Spielesammlung landet. Mitspielen würde ich es zur Not schon; zwei, drei Bier würden die Wahrscheinlichkeit erhöhen.
eine weitere Partie nur mit Alkohol
In Halle 10 ließen wir uns bei Isensee das neue Spiel “Das Labyrinth des Minotaurus”erklären. Das Spiel ist in drei Phasen geteilt: 1. Baumaterial sammeln und Punkte machen, 2. Labyrinth bauen und Punkte machen sowie 3. Schätze platzieren, einsammeln und damit Punkte machen. Das Spiel ist ganz nett, da wir aber noch zwei ungespielte Isensee Spiel im Schrank stehen haben, blieb mein Kauf aus. Positiv hervorzuheben ist die Qualität und Menge des Materials für 9,00 Euro.
Phase 1: Baumaterial besorgen
Das Highlight des Tages war für mich Tumblin Dice ein paar Stände weiter. Neben den vielen guten taktischen und strategischen Spielen ist es schön auch ein paar gute Geschicklichtsspiele in der Sammlung zu haben. Die Spieler schnippen Würfel mit dem Ziel, sie möglichst punkteträchtig auf dem Brett zu platzieren. Wir spielten auf einem kleinen Brett, daneben gibt es aber auch ein größeres Brett. Dany konnte die Partie für sich entscheiden, und wir merkten uns den Stand vor, obwohl ich dieses Spiel vor der Messe gar nicht auf dem Schirm hatte.
auf der Messe die kleine Version gespielt, aber die große (siehe Bild) gekauft
Dann trafen wir am Stand von Ghenos Games Kathrin und Peter Nos die gerade eine Partie Strada Romana beendeten. Da wir das Spiel als möglichen Kauf auf der Liste hatten, nutzten wir die Gelegenheit zum eigenen Probespiel. Kerstin gewann das Spiel mit 27 Punkten. Uns gefiel das Spiel ganz gut, trotzdem reichte es nicht für einen Kauf, dafür war es dann nicht gut genug bzw. bot nichts Besonderes. Das ist aber ein Spiel, dass ich zu einem späteren Zeitpunkt gerne noch mal ausprobieren würde, vielleicht ändert sich dann meine Meinung.
Stau im alten Rom
Das letzte Spiel am Freitag für uns war Caterpillar - Age of Tank am koreanischen “Pavillion”. Wir spielten es nur kurz an. Abgedrehte Story, hat nicht jeder und ganz interessant => Pflichtkauf.
Zusammen mit Seven Hills im Paket konnte ich noch vier Euro Rabatt aushandeln, also ein echter Schnapper. Um 18:45 hatte ich mich mit Klaus am Argentum Stand für den weiteren Abend verabredet. Bis dahin erledigten wir noch ein paar Einkäufe (z.B. das große Tumblin Dice Brett und zwei weitere Spiele aus der 20 Euro “Kollektion”von Heidelberger), die ich noch schnell zum Auto brachte. Danach trennten sich unsere Wege und ich traf mich mit Klaus am Stand.
solarbetriebene Panzer von einem koreanischen Verlag => Pflichtkauf
Mit der U-Bahn fuhren wir zum Saalbau, wo der alljährliche Spiel des Jahres Spieleabend stattfinden sollte. Nach ein paar Problemen bei der Anmeldung fanden wir dann doch Einlass. Nach und nach trafen weitere Gäste ein, bis schließlich eine sehr illustre Gesellschaft aus Verlagschefs (-mitarbeitern), Autoren, Illustratoren, der Spiel des Jahres Jury und Pressevertretern den Raum füllte. Nach einer längeren Rede und dem Essen wurde an den meisten Tischen gespielt. Da wir nicht so lange bleiben konnten, beschränkte ich mich auf interessante Gespräche. Kurz vor 22 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Parkplatz und dann zurück nach Leverkusen.
Samstag:
In den letzten zwei Jahren stand immer ein Besuch bei Japon Brand auf unserer Liste. Dieses Jahr wollten wir direkt am Samstag um 10:00 ihre Spiele ausprobieren. Leider war das für uns interessanteste Spiel Parade bereits komplett (inkl. Vorführexemplar) ausverkauft. Tja, das ist einer der Gründe, warum ich immer so viele Spiele kaufe. Die Angst etwas zu verpassen bzw. nicht mehr zu bekommen. Da war die Bestätigung für mein Kaufverhalten, wurde auch Zeit.
Wir “spurteten” durch die Hallen 4 und 6 nach Halle 9 und hatten Glück, dass am Heidelberger Stand noch ein Tisch mit Darwinci frei war.
Parade, hätte ich es mal am Donnerstag gekauft
Dieses Spiel von LudoArt war eines der letzten auf meiner Kaufliste. Das Spiel ist nicht schlecht, hat einen interessanten Versteigerungsmechanismus, bietet für den Preis sehr schönes Material und hat ein frisches unverbrauchtes Thema. Man muss es nicht unbedingt haben, aber vielleicht werde ich es mir später doch zulegen. Da ich gesundheitlich nicht voll auf der Höhe war, kam mir unser Standardprogramm für den Messesamstag sehr entgegen. Ein wenig durch die Messehallen schlendern (insb. auch durch Halle 6 und
und Leute treffen, um sich zu unterhalten.
Darwinci - vielleicht wäre es am Donnerstag ein Kauf gewesen
Natürlich waren auch dieses Jahr insbesondere in Halle 6 einige Fans von Serien und Live-Rollenspieler kostümiert unterwegs. Durch meine Besuche auf der RPC und bei Conquest of Mythodea war ich diesmal nicht so überrascht wie sonst. Trotzdem freue ich mich immer wieder, die Verkleidungen zu sehen und durch die Halle 6 mit den Ständen der Live-Rollenspieler zu schlendern. Dies gibt der Spiel ein ganz besonderes Flair, das ich nicht missen möchte. Es gibt eine junge verkleidete Frau, die immer mit einer Puppe (Abbild von ihr) auf dem Arm rumläuft. Ich sehe sie jedesmal am Donnerstag Morgen und denke immer, tja da sind wir wieder.
auch das gehört zur Spiel - Live Rollenspiel Equipment
Am Stand von Goliath fand dann unsere letzte Testpartie der Spiel 2009 statt. Rätselhefte sind ja überhaupt nicht mein Fall, bei Gitterrätsel suchen jedoch alle gemeinsam ein Wort im Buchstabendurcheinander. Mir hat es gar nicht so schlecht gefallen und ich könnte mir vorstellen, dass bei dem einen oder anderen Rätselfreund mit nicht so großer Spieleerfahrung Gitterrätsel richtig gut ankommt.
Gitterrätsel - gar nicht so schlimm wie ich vermutete
Danach schlenderten wir noch zu den verschiedenen Scout-Aktionen (Hall, BGG und Fairplay) und tätigten die letzten 2-3 Einkäufe. Um 17:00 war dann für uns beide Schluss. Wir verabschiedeten uns von Kerstin und Detlef und gingen zu unserem Auto. Wieder einmal war die Messe ein absolutes Highlight trotz des einen oder anderen Störfaktors. Im folgenden werde ich noch ein wenig über meine allgemeinen Gedanken zur Spiel schreiben und einen kleinen persönlichen Blick zur Spiel 2010 werfen.
noch ein letzter Blick
Heidelberger und andere:
Neben der bereits aus dem letzten Jahr bekannten “Resterampe” in Halle 9 gab es diesmal wegen des 20jährigen Geburtstages von Heidelberger einen zusätzlichen Bereich mit 20 Euro Angeboten. Bei diesem Thema habe ich persönlich zwei Blickwinkel. Natürlich habe ich als Spieler und Käufer zugeschlagen und mich sehr gefreut. So habe ich für 20 Euro Spiele gekauft, die entweder ganz neu waren und deswegen für diesen Preis einen Super Schnapper darstellten (Steam und Rise of Empires), oder aber Spiele, die ich nur aufgrund des günstigen Preises gekauft habe (Marvel Heroes und Runebound Second Edition). Auch an der “Resterampe” konnte ich nicht nein sagen (für je 7,50 Euro: Herr der Ringe - Schlachtfelder und Dolmengötter).
Insbesondere die Angebote in der 20 Euro Ecke (eigentlich eine Gerade
) waren teilweise außergewöhnlich: neben Steam und Rise of Empires z.B. auch Agricola, Kingsburg und Tannhäuser. Aber wenn ich das jetzt aus dem anderen Blickwinkel (Spielebranche im allgemeinen) betrachte, ist bei mir schon ein gewisses Störgefühl vorhanden. Natürlich sind die Käufer begeistert, aber wer will dann noch Spiele zum Normalpreis kaufen, und wie verärgert sind die Leute, die diese Spiele kurz vorher (insbesondere bei Neuheiten) für 40 oder mehr Euro gekauft haben. Die anderen Händler auf der Messe waren sicherlich auch nicht begeistert. Wie fühlt sich ein Verlag, der ein Spiel von 2008 noch selber als Neuheit vorstellt und es wird bei Heidelberger auf der Resterampe für 5 oder 7,50 Euro (Preis weiss ich nicht mehr genau, den Namen des Spiels nenne ich extra nicht) verramscht.
Entweder weiss der Verlag über die Angebote seiner Spiele Bescheid, und kann oder will nichts dagegen tun, oder aber es wird nicht mit dem Verlag abgesprochen. Bei Sutter’s Mill lief es auch für den einen oder anderen Käufer blöd. Dieses Spiel wurde erst für 20 Euro angeboten, um dann am Samstag auf der “Resterampe” für 10 Euro angeboten zu werden. Vielleicht hat aber auch keiner das Spiel für 20 Euro gekauft, denn zu diesem Preis schien es ja kein Renner zu sein. Für 2010 ist abzuwarten, ob diese Super 20 Euro Aktion nur ein Geburtstags Highlight bleibt, oder aber Heidelberger an dem sicherlich erfolgreichen Verkauf Geschmack gefunden hat.
Jedenfalls gibt es bei mir schon jetzt bei dem einen oder anderen Spiel den Gedanken, hm das bekomme ich im nächsten Jahr zum halben Preis. Sollten die Angebote (nicht nur bei Heidelberger in diesem Jahr) immer zahlreicher und der Abstand zum Erscheinungstermin immer kürzer werden, könnte das bei mir und vielen anderen Käufern zu einer verstärkten Schnäppchen-Mentalität wie in anderen Wirtschaftsbereichen führen. Denn auch ich bin nur ein Mensch, der Kauf-Verführungen nicht permanent widerstehen kann.
Dies würde jedoch das Bestreben, Spiele als Kulturgut zu etablieren, untergraben, da es die Spiele zu Dingen degradieren würde, bei denen es nur noch auf den Preis ankommt.
Kuschelig 2009:
Ein wenig hatte ich das Gefühl, dass dies das heimliche Motto der Spiel 2009 war. Gerade am Donnerstag aber auch an den anderen Tagen (Fr. und Sa.) war es an vielen Stellen (insbesondere Hallen 9-12 und 5) extrem eng und es ging teilweise nicht mehr weiter. Dieses Jahr gab es wieder einen Aussteller-Rekord und auch die Besucherzahlen waren sehr hoch. Da stellt sich natürlich die Frage, inwieweit 2010 hier vielleicht ein wenig für Entspannung gesorgt werden kann. Auch im nächsten Jahr sind wieder in NRW Herbstferien, somit wird es das Problem wieder geben.
manchmal war es (fast) zu voll
Eine weitere Halle mit Entzerrung der anderen Hallen und ggf. weiteren Spielmöglichkeiten wären sicherlich sehr erfreulich. Ob dies finanziell und organisatorisch möglich ist, bzw. überhaupt im Interesse der verantwortlichen Messeveranstalter liegt, kann natürlich nur von ihnen beantwortet werden. I have a dream … , in 5 Jahren findet die Spiel in allen Messehallen statt, dauert 1,5 Wochen und ich habe im Lotto gewonnen und fahre mit einem Transporter hin.
Erklärbären:
Diesmal kann ich über die Qualität nicht soviel sagen, da wir gerade bei den großen Verlagen nichts getestet haben. Bei unseren Testspielen war die gesamte Bandbreite vertreten, von einem gut z.B. bei Strada Romana und Seidenstrasse bis zu einem hat sie die Regel schon mal gelesen? bei Peeper am koreanischen Stand. Was mich nur wirklich gewundert hat, war der Amigo Stand. Am Donnerstag vor Öffnung der Tore kam ich gerade bei der Einschwörung der Erklärbären bei Amigo vorbei. Nun ja Bären sah ich keine, ich hatte eher das Gefühl, das hier eine Veranstaltung für Nachwuchsmodels stattfand. (Wie ich gerade aus einem Kommentar erfahren habe, waren die hübschen Frauen in der Mehrzahl für die CCG Tische eingeteilt, bei den klassischen Brettspielen gab es die ganz “normalen” Erklärbären).
am Amigo Stand nur hübsche junge Frauen
Es ist wahrscheinllich ein Vorurteil, mich würde es aber wundern, wenn mehr als 30% von den jungen Frauen gerne freiwillig an Karten- und Brettspielen in der Freizeit teilnehmen. Ich wußte gar nicht, dass unsere Branche soviele Gemeinsamkeiten mit der Autoindustrie hat. Nicht das sich im nächsten Jahr halbnackte Messebabes auf überdimensionalen Spieleschachteln räkeln.
Mir persönlich wäre es lieber, wenn die Verlage, wie auch bisher, ihre Mitarbeiter nach der Fähigkeit, Spiele zu erklären, aussuchen würden. Dann habe ich auch nichts dagegen, wenn der eine oder andere wirklich wie ein Bär aussieht.
Reiner Knizia:
Schon in den letzten Jahren war der Name dieses Autors bei vielen Verlagen in der Neuheitenliste zu finden. Selber gespielt auf der Messe 2009 habe ich nur den Blokus Verwandten bei Piatnik. Richtig überrascht war ich jedoch, als ich seinen Namen zusammen mit Peter Burley auf der neuesten Take it easy Variante Take it Higher! entdeckte. Wie läuft das eigentlich ab? Meldet sich Herr Knizia, Peter ich hab da was für dich oder fragt Herr Burley bei Herrn Knizia an, ich habe noch gar kein Knizia bei mir im Verlagsprogramm. Da wird es wohl mal Zeit für ein Interview. Vielleicht kann ich ihm dann auch entlocken, wann er mal wieder einen richtigen Knaller in der Gewichtsklasse von Samurai, Euphrat und Tigris oder Einfach Genial herausbringt.
Reiner Knizia als Co-Autor
Meine Ziele 2009 und 2010:
Wie vielleicht der eine oder andere gelesen hat (hier) , gab es bei mir in den letzten Wochen eine Zielentwicklung, bei der zum Schluss nach Beendigung meines Beitrages eine sehr “maßvolle” Zielsetzung heraus kam. Es kann ja nicht so schwierig sein unter der letztjährigen Zahl zu bleiben (59 Spiele und Erweiterungen). Leider hatte ich nicht mit den Angeboten (z.B. Heidelberger) auf der einen und den geringen Testmöglichkeiten (volle Hallen plus wenig Geduld = selber Schuld) auf der anderen Seite gerechnet. Kurze Rede langer Sinn mit 62 habe ich mein Ziel nur knapp nicht geschafft. Da kann ich eigentlich mit mir zufrieden sein.
das berühmte Gästebett - jetzt wieder voll …
Für das nächste Jahr habe ich mir vorgenommen mehr zu testen, wirklich nur Klein- und Auslandsverlage zu betrachten und insgesamt weniger Spiele zu kaufen. Das klappt diesmal bestimmt. Darüber hinaus würde ich gerne weitere Gespräche und Treffen mit den vielen netten Menschen in der Spieleszene wahrnehmen, dazu müsste ich jedoch auch den Sonntag fahren, da ich mich sonst bei anderen Aktivitäten auf der Messe einschränken müsste. Das wichtigste Ziel aber bleibt gesund zu bleiben, um die Messe wirklich genießen zu können.
Deshalb wünsche ich allen Lesern bis zur nächsten Spiel Gesundheit und viel Spass bei Euren Spieleaktivitäten.
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Spiel 2009 in Essen - Fotos vom Donnerstag
22.10.2009 von Thomas.
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Spiel 2009 in Essen - Fotos vom Mittwoch
21.10.2009 von Thomas.
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Conquest of Mythodea 2009 - ein Tag wie kein anderer
11.8.2009 von Thomas.
Nach der RPC 2009 in Köln hatte ich mir vorgenommen, noch dieses Jahr den beiden großen LARP-Veranstaltungen in Deutschland einen Besuch abzustatten. Leider hatte es beim Drachenfest nicht gepasst (Termin, etc.), deshalb war meine Freude umso größer, dass dem Besuch vom Conquest of Mythodea nichts entgegen stand.
Am Donnerstag (06.08.2009) fuhr ich gegen 7:30 aus unserer Garage und begab mich kurz danach auf die A1 in den ferienbedingt kastrierten Berufsverkehr. Da auf der A1 und der A2 wie so oft Baustellen satt angesagt war, und mir mein Rotenplaner für die letzten 50 Kilometer eine Landstrassenfahrt hinter einem LKW eingeplant hatte
, erreichte ich erst nach gute drei Stunden mein Ziel: Rittergut Brokeloh bei Hannover.
Das Angebot an Stellflächen für Autos ist in diesem kleinen Ort hervorragend, da 3-4 sehr große Parkplätze für die Teilnehmer und Besucher des LARPs zur Verfügung stehen. Somit konnte ich meinen Wagen relativ schnell abstellen. Die Helfer an den verschiedenen Checkpoints leiteten mich dann unfallfrei zum Headquarter, wo mich nach kurzer Zeit Sina als Pressesprecherin empfing.
Parkplätze sind genug vorhanden
In einem sehr netten Gespräch konnte Sie mir bereits einen ersten Eindruck über die Größe der Veranstaltung geben. Auf einem ca. 60 Hektar großen Areal leben/spielen 6200 Teilnehmer (Stand Donnerstag), darunter sind 1000 Nichtspielercharaktere (NSC) die (teilweise) nach Vorgabe der Spielleitung agieren und somit die Geschichte von Mythodea maßgeblich beeinflussen. 2009 stehen den Spielern ca. 1000 Plot Stränge (Haupt- und Nebenplots unterschiedlicher Größe) zum (an)spielen zur Verfügung.
60 Hektar Spielfläche
Von den über 6000 Teilnehmern sollen ca. 10% aus dem Ausland zu diesem größten Live Rollenspiel der Welt kommen (hauptsächlich Europa, aber z.B. auch aus den USA), mein Eindruck am Abend: es ist ein größerer Anteil. Darüber hinaus nehmen 300 Schausteller, Sänger, Händler etc. teil, die sich zum größten Teil im Bereich der Stadt (ein besonderer Bereich in Mythodea) niedergelassen haben.
in der Stadt kann man es sich gut gehen lassen
Insgesamt ca. 300 zumeist ehrenamtliche Helfer sorgen für den reibunglosen Ablauf dieser Riesenveranstaltung. Als Organisatoren, Spielleiter etc. sind sie mit ihren abhängig von Aufgabe und Hierarchieebene unterschiedlich farbigen Conquest T-Shirts sehr gut auf dem Gelände zu erkennen. Gerade gute Organisation und Sicherheit haben sich die Veranstalter auf ihre Fahnen geschrieben.
der organisatorische Aufwand ist groß
So hat z.B. die Feuerwehr das Gelände (Zelte, Holzaufbauten etc.) überprüft und ist während der Veranstaltung immer am Rande des Geländes präsent. Die Johanniter haben zwei Standorte auf dem Gelände, wo die Teilnehmer medizinische Hilfe bekommen. Bei den großen Kämpfen/Schlachten sind i.d.R. immer Spielleiter vor Ort, die auf die Einhaltung der Regeln und die Sicherheit der Teilnehmer achten. Natürlich gibt es, wie bei Rollenspielen üblich, ein größeres Regelwerk, das die verschiedenen Aspekte des Spiels (Kampf, einsetzbare Waffen, das Aussehen der NSC, Zusammenleben, etc.) reguliert.
sanitäre Anlagen sind wichtig
Auf dem Gelände sind an verschiedenen Stellen mobile Toiletten und Duschen untergebracht, so dass auch die sanitären Bedürfnisse der Teilnehmer nicht zu kurz kommen. Eine Besonderheit dieses LARPs ist die Kids Town. Hier können Kinder unter Aufsicht von Erziehern Klein Mythodea nachspielen, so dass sich auch Eltern mal ungebunden über das Gelände bewegen können.
Dies ist eine tolle Idee und ermöglicht auch Familien hervorragend an dieser Veranstaltung teilzunehmen.
für Kinder gibt es die Kids Town, Erzieher inklusive
Eine weitere Besonderheit von Conquest of Mythodea (und den zwei kleineren Mythodea Veranstaltungen) ist das Konzept des Kampagnenspiels. Seit dem Start 2003 wird eine fortlaufende Geschichte “geschrieben”, so dass jedes neue Jahr auf das Geschehen der vorangegangenen Jahre aufbaut. Die Spieler und NSC sind Teil einer fortlaufenden großen Geschichte, dies könnte ein guter Grund für den Erfolg dieser Riesenveranstaltung sein (Vermutung eines Laiens
).
jetzt konnte es losgehen
Nach unserem Gespräch ging ich als erstes die paar Schritte zur großen (Zelt)Stadt, in der die Händler Ausrüstungsgegenstände, Waffen, Schmuck, Essen und Trinken etc. anbieten. Dieser Bereich ist neutral und es sind keine Kämpfe erlaubt (genau wie im Zeltbereich der Lager), so dass man hier auf die unterschiedlichsten Charaktere trifft.
gegen 11 Uhr ist in der Stadt noch nicht soviel los
Da ich weder Hunger noch Durst hatte und bei meiner Kleidung fantasytechnisch sowieso Hopfen und Malz verloren war, machte ich nur kurz ein paar erste Fotos der Stadt. Sehr nett war auch ein von Bäumen abgetrennter, kleiner aber sehr gemütlicher Bereich mit ein paar Ständen, der fast wie ein kleiner eigener Marktplatz wirkte.
ein kleiner durch Bäume abgetrennter Bereich der Stadt
60 Hektar hört sich ja bereits nicht so klein an. Wie groß das wirklich ist, fand ich dann in den nächsten drei Stunden heraus
, als ich mir das gesamte Gebiet mit allen Lagern und sonstigen Bereichen ausgiebig anschaute. Als erstes streifte ich durch die Lager der Söldner und der NSCs, wobei sich das letztere durch anscheinend nicht so strenge Ambiente Regeln bei der Zeltauswahl bzw. “Einrichtungsgegenstände” auszeichnete, wie bei den andern Lagern von Conquest of Mythodea.
das Zeltlager der NSC
Danach besuchte ich die anderen Lager/Einrichtungen (Feuer, Grosses Heer, Neutral, Erde, Luft, Magie, Wasser, Orks und die Kids Town), die über das gesamte Areal verteilt sind. Die Lager haben i.d.R. einen Palisaden-Eingangsbereich aus Holz mit einem aufwendigen Tor, durch das die aktiven Spieler eintreten müssen. Dahinter gibt es einen kleinen freien Bereich, wo ggf. auch ein kleines Scharmützel stattfinden kann, bevor die Zelte (Wohnbereich) des Lagers anfangen.
aufwendige Eingangsbereiche zu den verschiedenen Lagern
In den Lagern selber nutzten zur Mittagszeit einige Teilnehmer den Schutz/Schatten der Zelte, um sich auszuruhen, gesellig beieinander zu sitzen und etwas zu trinken (i.d.R. kein Alkohol), zu grillen und zu musizieren. Das entspanntere Verhalten war natürlich auch dem Wetter geschuldet. Bei 31°C und keinem Wölkchen am Himmel können sich die wenigsten Menschen ohne Pause bewegen. So wurden auch die verschiedenen Schattenplätze unter Bäumen rege von den Teilnehmern für Pausen genutzt.
musizieren im Schutz des Zeltes
Das Gelände für Conquest of Mythodea hat mich richtig begeistert. Große Wiesen, auf denen sich die verschiedenen Lager befinden, bieten zusätzlich große Freiflächen für Kämpfe und Schlachten. Die verschiedenen Wiesen sind von Bäumen/Kleinwäldern/Wald umgeben, die natürliche Abgrenzungen der Flächen voneinander bilden. Insgesamt unterstützt das Gelände sehr gut die Geschichte der verschiedenen Lager, da hier mehrere voneinander getrennte Gebiete existieren.
von Bäumen gesäumte Wege als natürliche Abtrennung der Gebiete
Kurz vor Ende meines Rundgangs gelangte ich in das Ork-Lager. Drei “entkleidete” Orks erzählten von dem Problem aufwendige (Latex-)Verkleidung vs. hohe Temperaturen. Das war natürlich auch der Grund dafür, dass in diesem Lager gegen 14:00 nicht alle in voller Montur herumliefen. Trotzdem gab es bereits einige beeindruckende Verkleidungen zu bewundern. Als ich das Lager verließ, wurde ich Zeuge eines ersten Scharmützels, da sich ein paar sehr Mutige zu nah an das Ork-Lager heranwagten.
Übermut tut selten gut, insbesondere in der Nähe von Orks
Nach der kurzen Beobachtung einer Beerdigungszeremonie auf dem Friedhof in der Nähe des Magie Lagers bewegte ich mich über die große Freifläche zwischen den Lagern Magie, Wasser und Ork. Bevor ich mich versah, stand ich genau dort, wo eine kleine Schlacht stattfinden sollte.
Ich konnte mich gerade noch aus dem Mittelpunkt an den Wassergraben? des Wasser Lagers verziehen. Es war ziemlich beeindruckend, welche Dynamik sich entwickelte. Aus allen Richtungen kamen Krieger aus verschiedenen Fraktionen zusammen.
mittendrin statt nur dabei, konnte ich gerade noch vermeiden
Nach meinem sehr bescheidenen Mythodea-Wissen, hatten sich dort kurz aber heftig unter anderem Orks und Kämpfer aus dem Wasser Lager die “Meinung gesagt”. So plötzlich es anfing, so schnell ging es auch zu Ende und es kehrte wieder Ruhe auf der großen Fläche ein.
die Kämpfer kehren zurück in das Wasser Lager
An der Fläche vor dem Luftlager kam ich während des Tages häufiger vorbei. Dort übten immer wieder verschiedene unterschiedlich große Gruppierungen Schlachtformationen. Irgendwann verweilte ich ein wenig länger und schaute dem Treiben ein wenig zu. Besonders interessant war eine kleine Gruppe von teilw. älteren Männern, deren Chef lautstark in Englisch die Formationsbefehle über die Wiese brüllte. Kurz vor meinem Weiterzug machten sie jedoch den Fehler, sich mit einer viel größeren Gruppe anzulegen. Aber auch schnell laufen konnten sie sehr gut.
Formation - Fahne schützen
Bevor ich in das nächste Gebiet (Wiese vor dem Erde Lager) gehen konnte, musste ich ein wenig in die Büsche springen, da ich wieder mitten zwischen zwei Parteien stand, die sich gerade entschieden hatten, ihre Differenzen aus dem Weg zu räumen. Diesmal war es glaube ich auf der einen Seite eine Vereinigung verschiedener NSCs (Schwarzes Eis + Untotes Fleisch) und auf der anderen Seite unterschiedliche Spielergruppierungen, die anscheinend gerade vorbeikamen.
um ein Haar hätte ich meine Kamera als Waffe einstzen müssen
Als ich mich gerade wieder am Rand der große Wiese (mit der Stadt) befand, sah ich einen 6er Trupp junger Frauen in weißen Gewändern mit violetten Accessoires am Feuer Lager vorbeiziehen. Auf der RPC hatte ich bereits mitbekommen, dass die NSC Gruppe Viinshar - die Töchter der Leere eine besondere und wichtige Rolle in Mythodea spielen. Und ja, diese jungen Frauen beeindrucken durch ihr Äußeres und ihr Auftreten nicht nur einen Live-Rollenspiel-Novizen wie mich, auch vielen Teilnehmern war die Bewunderung und der Respekt vor der Rolle ins Gesicht geschrieben.
sehr beeindruckend: Viinshar - die Töchter der Leere
Das wird bestimmt interessant, dachte ich mir, also heftete ich mich an die Fersen der Viinshar mit ihrer sehr ausdrucksstarken Anführerin. Den ersten Stop legten sie beim Magie Lager ein. Hier konnte ich durch die Bretter (das Tor war geschlossen) eine Verhandlung der beiden Anführer beobachten, anscheinend einigten sie sich (meine unbedeutende Einschätzung
). Nach kurzer Zeit zogen sie weiter, wieder zurück zum Feuer Lager.
hier konnte man sich anscheinend einigen
Hier das selbe Prozedere, Aufregung, Tor zu und Verhandlung. Also blieb mir wieder nur die Beobachtung durch die Bretter. Da ich aber auch keine passende Kleidung anhatte, war das auch gut so. Irgend etwas lief hier jedoch anders, der ebenfalls beeindruckende Anführer dieses Lagers ließ sich nicht einschüchtern, sondern ging plötzlich in den Angriff über.
erst sah es auch hier nach friedlichen Verhandlungen aus …
… aber die Stimmung änderte sich schlagartig
Eine imposante (nicht die Größe, sondern das Aussehen) blonde Jeanne D’Arc Kopie warf sich in die Schlacht. Plötzlich setzte die Anführerin der Viinshar einen Zauber ein, so dass alle bis auf den Anführer des Lagers erstarrten. Danach war der Kampf auch schon wieder zu Ende und die Stille konnte jetzt unbehelligt das Lager verlassen.
eine Frau wehrt sich
Wie bei (fast) allen wichtigen Auftritten von NSCs und großen Kämpfen war auch hier mindestens ein Spielleiter vor Ort, der die Einhaltung der Regeln, Ermittlung des Kampfergebnisses etc. überwachte bzw. für Fragen zur Verfügung stand. Da die meisten Conquest Mitarbeiter über Funk miteinander verbunden sind, können Probleme, Ergebnisse und Ereignisse sofort weitergegeben bzw. geklärt werden. Dies ist ein weiterer Baustein der, zumindestens empfand ich das als außenstehender Beobachter, sehr guten Organisation dieser Riesenveranstaltung.
Conquest Mitarbeiter sind (fast) immer vor Ort
Leider hatte mich dieser Conquest so in seinen Bann gezogen, dass ich weder an die Versorgung noch an den Schutz meines Körpers gedacht hatte. Tja, erstmal bin ich zum Johanniter Zelt gegangen, um dort meinen heftigen Sonnenbrand auf beiden Unterarmen versorgen zu lassen. Danach bin ich dann in die Stadt eingefallen um mir mehrere Flaschen Drachenblu … ähm Apfelschorle reinzuziehen. Mein erstes Getränk nahm ich stilecht aus einem Steinbecher in einer Taverne in Form eines Schiffes zu mir. Danach holte ich meine Getränke “am Strand”.
das Black Pearl - die etwas andere “Strandkneipe”
Als nächstes lief ich durch die Stadt auf der Suche nach etwas Eßbarem, konnte mich aber erst nicht entscheiden. Meine Wahl fiel dann auf einen Barbarenspieß, der eigentlich sehr interessant schmeckte, leider konnte ich ihn wegen Zahnschmerzen nicht so wirklich genießen.
fettig aber lecker
Danach schaute ich mir in Ruhe zuerst in der Stadt und dann im Schatten
die Spieler und die NSCs in ihren teilweise außergewöhnlichen Verkleidungen an. Die Bandbreite und der Einfallsreichtum der dargestellten Figuren ist riesig. Es gibt extrem aufwendige filmreife Verkleidungen aber auch einfache trotzdem sehr reizvolle Outfits. Es müssen nicht unbedingt Rüstungen für an die 1.000 Euro sein, es sollte halt nur zur Rolle und zum gesamten Ambiente passen.
eine große Bandbreite von Outfits …
… von klassisch
… bis sehr außergewöhnlich,
von düster …
… bis farbenfroh
Im Gegensatz zu den Spielern gibt es bei den NSCs anscheinend strengere Kleidungsrichtlinien, da diese in der Geschichte auch eine homogenere Gruppe darstellen. Bei den Spielern gibt es viele kleine und große Gruppierungen, die alle unterschiedlich aussehen. Vieles ist möglich, von aufwendigen Latexverkleidungen der Orks über fette Rüstungen der Soldaten bis zu grazilen Elfen. Die Fantasy Welt gibt viele Beispiele und das Angebot an Händlern mit entsprechendem Waren ist groß.
beeindruckender Auftritt in der Gruppe …
… und als Einzelperson
Nur bei den Waffen sind die Vorschriften aus Sicherheitsgründen strenger. Diese sollten z.B. am Headquarter auf ihre Tauglichkeit für den LARP Kampf überpüft werden. Es soll sich ja niemand real bei den vielen Kämpfen und Schlachten verletzen.
Nach ein paar kurzen Gesprächen und etwas Erholung im Schatten konnte ich ein paar erste Eindrücke zu Papier bringen. Auch wenn es vielleicht anders rübergekommen ist, Conquest of Mythodea besteht nicht die ganze Zeit nur aus Kämpfen. Ich hatte das Gefühl, dass hier das gemeinschaftliche Erleben im Vordergrund steht. Für viele Spieler/NSCs sind die Kämpfe ein wichtiger Bestandteil, es gibt aber auch viele Teilnehmer, die an den Kämpfen überhaupt nicht teilnehmen, sondern einfach nur für 4-5 Tage Spass haben an dem Eintauchen in diese Fantasy Welt.
kämpfen ist nicht alles
Die Leute treffen sich, halten ein Schwätzchen, essen, trinken und haben einfach Spass miteinander. Jeder macht das, wozu er Lust hat. Nur als NSC sollte man Interesse haben, die Geschichte zu prägen, an Schlachten teilzunehmen und den Anweisungen der Spielleiter zu folgen, da man zwar weniger als NSC bezahlen muss, dafür aber auch ein fester Bestandteil der Geschichte wird.
für NSC-Spieler gibt es Kleidungsrichtlinien
Es ist wirklich klasse, das so viele Leute aus unterschiedlichen Ländern gemeinsam und insbesondere friedlich ihre Freizeit miteinander teilen und genießen. Natürlich besteht für anfällige Menschen die Gefahr, sehr tief in die Welten der verschiedenen LARP-Veranstaltungen einzutauchen und den Bezug zur realen Welt aus den Augen zu verlieren. Im Gegensatz zu Spielen wie World of Warcraft sehe ich hier jedoch eine geringere Gefahr, da es hier immer den direkten Kontakt zu Menschen und nicht den anonymen Kontakt über den Computer gibt.
Kontakte mit realen Menschen in einer Fantasy Welt
Da ich einen netten Tipp erhalten hatte, dass noch etwas großes zwischen Stadt und Feuer Lager passieren würde, blieb ich im Schatten der Bäume am Rand der Wiese sitzen. Mir waren schon vorher die Aktivitäten am Rande aufgefallen. Verschiedene Spielergruppen sammelten sich in anderen Gebieten, Kameras und Lautsprecher wurden am Rand der großen Wiese intalliert und Wasserbehälter in den Graben in der Mitte der Wiese abgeworfen.
wo geht es hin?
Um ca. 18:20 ging es los. Ich fühlte mich ein wenig an einen bzw. drei meiner Lieblingsfilme erinnert
. Hunderte NSCs (Schwarzes Eis + Untotes Fleisch) marschierten beeindruckend auf der Freifläche in großen Gruppen unter lauten Schreien auf. Dies war sehr beeindruckend und um die Wiese sammelten sich die unbeteiligten Schaulustigen. Dann ging das Tor im Feuer Lager auf und die ersten 100 Gegner sammelten sich gegenüber den NSCs. Weitere Kämpfer aus den anderen Lagern gesellten sich zu den “Feuer Kämpfern”.
beeindruckender Aufmarsch vor Minas Tiri … vor dem Feuer Lager
Nach und nach füllte sich die Freifläche bis eine ähnlich große Gruppe an Kriegern dem schwarzen Eis / untoten Fleisch gegenüberstand. Jetzt betrat ein Obermotz (da verließ mich mein Wissen über Mythodea) der “Bösen” die Bühne und sprach mit tiefer bedrohlicher Stimme zu seinen Kämpfern.
Kämpfer des Feuer Lagers machen sich bereit
Dann brach der Kampf los. Ich verlor ein wenig den Überblick und wurde immer wieder von dem pulsierenden Kampf überrascht und in den Schatten der Stadt gedrängt. Kampfphasen und Pausen wechselten sich unter der lauten Stimme des Anführers ab.
der Kampf hat begonnen
Da auch nach einer Stunde noch kein Ende abzusehen war, machte ich mich langsam auf den Weg, da mir nach dem anstrengenden Tag noch drei Stunden Rückfahrt bevorstand. Obwohl ich nicht bis zum Ende bleiben konnte, war diese Schlacht ein beeindruckendes Endes eines tollen, interessanten Tages.
das Ende der Schlacht konnte ich nicht mehr abwarten
Bereits auf der RPC war ich von den Live-Rollenspielern beeindruckt, dieser Tag übertraf meine Erwartungen jedoch um Längen. Menschen die mich gut kennen, wissen das ich mich schnell für neue Themen (insbesondere aus dem Spielebereich) begeistern kann, aber selbst für meine Verhältnisse hat mir dieser Tag trotz der Anstrengungen außergewöhnlich viel Spass gemacht.
eine Pause im Schatten, das hätte ich häufiger tun sollen
Natürlich habe ich vieles nur angekratzt und meine Bewertungen sind sehr oberflächlich aus der Sicht eines Ahnungslosen im Bereich Live-Rollenspiel. Inwieweit die Organisation und die Stimmung wirklich hervorragend ist, die sanitären Einrichtungen ausreichend sind, die Plots Spass machen und die Geschichte über Jahre fesselt, können die erfahrenen Live-Rollenspieler viel besser beurteilen.
Unzufriedenheit sieht anders aus
Aber vielleicht gibt es im kommenden Jahr, wenn meine Frau dazu Lust hat, eine Neuauflage meines Besuches. Dann berichte ich über alle Tage und auch mitten aus dem Leben eines Kämpfers in Mythodea.
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FeenCon 2009 in Bonn - Bad Godesberg
15.7.2009 von Thomas.
Die Gilde der Fantasy-Rollenspieler veranstaltete am 11. und 12. Juli zum 20ten Mal die Feencon. Durch Zufall hatte ich im hiveworld einen Flyer gesehen, zusätzlich hatte mich eine Freundin auf diese Veranstaltung hingewiesen. Da wir erst am Nachmittag etwas vorhatten, entschlossen wir uns kurzfristig am Sonntag Morgen nach Bad Godesberg zu fahren. Nach ein paar Umwegen kamen wir am Veranstaltungsort an. Überraschenderweise waren gegenüber der Stadthalle noch einige kostenlose Parkplätze frei.
immer hereinspaziert - FeenCon in der Stadthalle
Der Preis war mit 5 Euro pro Person überraschend günstig. Da die RPC in Köln noch gar nicht solange her ist, drängt sich natürlich ein Vergleich mit dieser Veranstaltung gerade zu auf. Dies wäre jedoch unfair, die FeenCon kann und will auch gar keine “kleine” RPC sein. Hier steht das eigentliche (Rollen)Spielen noch viel mehr im Vordergrund, dies sah man auch an den vielen angekündigten Spielrunden am schwarzen Brett.
nicht nur viele Demorunden sondern auch Workshops und Lesungen
scheint alles gut organisiert zu sein
Aus diesem Grund gab es auch mehrere Bereiche, in denen sich die verschiedenen Spielgruppen durch die sehr unterschiedlichen Welten spielten. Zwar war das Wetter ziemlich schlecht, trotzdem gab es auch einen Außenbereich für die Spielgruppen.
die meisten Gruppen saßen drinnen, aber ein paar Wetterresistente …
eine Hälfte des großen Spielbereichs im Keller
weiterer Raum direkt hinter dem Eingang und ein geschützter Außenbereich
Was aufgrund der Veranstaltungsausrichtung bedeutend kleiner ausfiel, war der kostümlastige Bereich der Live-Rollenspiele und der Werbung für Rollenspielsysteme. Gerade das war für mich als absoluter Rollenspiel Laie sehr faszinierend auf der RPC gewesen war.
aufwendige Verkleidungen gab es nur sehr wenige zu bestaunen
Trotzdem gab es auf der Wiese hinter der Stadthalle einen großen LARP-Außenbereich. Ohne wirklich Ahnung zu haben, hatte ich das Gefühl, das hier mehr das zwischenmenschliche in einer mittelalterlichen /Fantasy Umgebung zählt, als große Geschichten zu spielen und Teil eines Abenteuers zu sein. Sehr ursprünglich aber auch sehr sympathisch.
der LARP-Außenbereich - sehr angenehm mit eher leisen Tönen
Neben den reinen Spielbereichen gab es zusätzlich das Foyer, den kleinen Saal (Heidelberger) und den großen Saal. Auch hier konnte natürlich gespielt werden, darüber hinaus konnten sich sich die Besucher an den meisten Ständen über die verschiedenen Spielwelten/Spiele informieren bzw. Bücher, Spiele, “Ausrüstungsgegenstände” etc. einkaufen.
spielen, informieren und einkaufen - der FeenCon Dreikampf
der große Saal
Neben den klassischen Rollenspielen gab es auch Brett- und Kartenspiele zu sehen. Es konnten Spiele unterschiedlicher Verlage (Pegasus, Heidelberger, Truant, Eagle Games, Krimsus und Ulisses) getestet werden. Somit war auch mein “Spezialbereich” gut auf dieser Con vertreten.
Pegasus - nicht nur mit Pandemie am Start
Im Wald da sind die Räuber von Krimsus - leider keine laufenden Partien
Battlestar Galactica von Heidelberger
zumindestens ein großer Papp-Pöppel war schon da
Aber nicht nur mit klassischen Brett- und Kartenspielen konnte man sich eindecken. Händler aber auch “Informanten” aus den unterschiedlichsten Bereichen gab es in den nicht überfüllten Räumen zu entdecken. So waren neben den Rollenspielsystemen z.B. auch Tabletop (so sah es jedenfalls aus) und mein absoluter Lieblingsstand “Playmobil-Seeschlachten” vertreten.
Live-Rollenspiel Utensilien
Tabletop - da bin ich mir jetzt nicht mehr so sicher
schöne Sachen, nicht nur für Live-Rollenspieler
“Flieht, ihr Narren”
die Werbung für Spielsysteme war “leiser” als bei der RPC
coole Idee - “Playmobil- Seeschlachten”
Natürlich hat mich vor Monaten die RPC mit den ganzen verkleideten Live-Rollenspielern und “Werbefiguren” der verschiedenen Spielsysteme in ihren Bann gezogen. Für jemanden wie mich, der nur mal schauen will und keine Ahnung hat, ist die RPC sicherlich interessanter, da sie einfach “plakativer” und “lauter” ist. Bei der FeenCon stelle ich mir (als absoluter Outsider) das eher vor wie bei einem Familientreffen oder Treffen mit alten Freunden. Es ist alles ein wenig kleiner und weniger spektakulär, aber man kommt immer wieder sehr gerne hierhin, da man sich hier einfach wohlfühlt, denn hier steht die Gemeinsamkeit im Vordergrund.
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Feierlichkeiten im Spielbrett in Köln
9.5.2009 von Klaus.
25 Stunden spielen – 25 Jahre Spielbrett
Selbst um 03:00 in der Nacht konnte man noch 15 Menschen antreffen, die ihrer großen Begeisterung für das Brettspiel (und an diesem Abend auch für das Spielbrett) frönten. In den Stunden zuvor wurde an mehreren Tisch gleichzeitig verschiedenste Spiele ausprobiert, selbst ein Stehtisch musste für eine Partie Ubongo herhalten. Das Spielbrett platzte fast aus allen Nähten.
Gestartet wurden die Feierlichkeiten am Freitag den 24. April um 17 Uhr. Jede volle Stunde wurde ein Spiel, das in der neu eröffneten Ludothek ausgeliehen werden kann, vorgestellt und direkt ausprobiert.
Es folgen ein paar visuelle Eindrücke zu den ungezählten Spielerunden :
Zug um Zug, das zweite Spiel des Abends im neu eröffneten Antiquariat
Small World, eines der gefragtesten Spiele der Feierlichkeiten
Valdora
MOW, das meist verkaufte Spiel der Feierlichkeiten
Eine Partie Dice Town mit Kosmos- und Amigo-Mitarbeitern, die auch mal nur spielen wollen
Der Mitternachtsstunde entsprechend eine Partie Mitternachtsparty
Auch 2er Spiele waren gefragt: die Taktikperle Aronda
Heimvorteil: Wind River aus dem Kölner Argentum Verlag
Gambit 7 kann und musste sogar auf einem Stehtisch gespielt werden
Haste Bock: keine Frage, es ist ja erst 2:00
Trivial Pursuit zu 2t in der neu eröffneten Ludothek: braucht sogar weniger Platz als ein Stehtisch bietet
ein äußerst vielversprechender Prototyp des Argentum Verlags
Looping Louie am Freitag Abend von Kindern gespielt
Looping Louie um 5:00 von Vielspielern, die durchgemacht haben, gespielt
Snow Tails in der Originalausgabe zum Frühstück
Genial Spezial
Bombay
Wie auf ein paar Bildern bereits angedeutet, wurden an diesem Abend ein neu gestaltetes Antiquariat und eine Ludothek eröffnet .
verspielte Decke des Antiquariats
so einfach geht`s
ein Teil des Ludothekbestands
Nach 25 Stunden spielen konnte am Samstag den 25. April um 18:00 ein positives Fazit gezogen werden: Das Angebot, viele verschiedene Spiele austesten zu können, wurde sehr ausgiebig angenommen, einige haben sogar die ganze Nacht durchgespielt. Einer weiteren Nacht der Spiele steht somit nichts im Wege.
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