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Archiv der Kategorie Spielereisen
Bilstein Juli 2010 - Teil 3
4.8.2010 von Thomas.
Am Samstag wird in Bilstein i.d.R. Outpost gespielt immer das absolute Highlight der Spielereise. Da diesmal einige Mitspieler unserer Standardrunde und noch viel wichtiger ein Outpost fehlte
, war ich gespannt was der Tag für eine Alternative anbieten würde, dazu aber später mehr.
Die Frage nach einer 2. diesmal komplett richtigen Partie Reef Encounter beantwortete ich sofort mit Ja. Diesmal als 4er begaben wir uns direkt nach dem Frühstück ins Meer. Zu Beginn des Spiels nahm ich mir vor einen Rush zu versuchen, möglichst schnell alle meine 4 Krabben bzw. Korallen mit meinem Papageifisch zu fressen. Dies gelang auch ganz gut, leider war die Nachziehauslage nicht immer mein Freund. Zwar beendete ich das Spiel auch nach rekordverdächtigen 60 Minuten und überraschte damit meine Mitspieler, trotzdem reichte es nur zu einem dritten Platz. Diese Partie hat mir noch besser gefallen und ich werde wohl Reef Encounter für das nächste Bilstein Wochenende einpacken.
zu schnelles Essen, verdirbt den Magen
Dann kam für zwei 4er Partien erneut Race for the Galaxy (inkl. drei Erweiterungen) auf den Tisch. Irgendwie lief es wieder nicht so richtig für mich, so dass ich mir jeweils nur den dritten Platz mit schwacher Punkteausbeute (28 bzw. 33) sichern konnte. Tja, so langsam muß ich mir wohl den Spruch zu Herzen nehmen: du spielst es gerne, dann lern es auch.
Race for the Galaxy gehört für mich sicherlich zu den fünf besten Spielen der letzten vier Jahre, kein Wunder dass ich von diesem schnellen abwechslungsreichen Spiel inzwischen über 70 eigene Partien zählen kann.
eigentlich sah es in dieser Partie ganz gut aus …
Beim Mittagessen verabredete mich meine Frau zu einer 5er Partie Le Havre, dass ließ ich natürlich gerne mit mir machen. Da war also das große Spiel des Wochenendes. Sicherlich kann man unsere Kult-8er-Partie Outpost nicht mit einem anderen Spiel ersetzen, aber über Le Havre freute ich mich genauso, ist ja immerhin auch eines meiner 10er Spiele (BGG). Erst hatte ich das Gefühl die Partie läuft gar nicht, dann bis 2/3 des Spiels sah es eigentlich gut aus, und dann überraschte mich eine Mitspielerin mit einem Zug, der meine komplette Planung über die Reling warf.
Le Havre mit der Xenos-Aufbewahrungs-Erweiterung
Da ich bei meiner Strategie kaum Gebäude baue, ist sie leider sehr anfällig gegenüber “Störaktionen” der Mitspieler. Gelingt sie dagegen, erzielt sie oft hohe Punktzahlen (im 5er Spiel z.B. über 170 Punkte). Da ich aber viel zu spät Stahl und somit genügend Schiffe (leider nur ein Stahlschiff) bekam, konnte ich auch nur einmal im letzten Zug verschiffen. Somit wurde ich verdient mit einer zweistelligen Punktzahl Letzter (119, 119, 113, 111 und 87 Punkte).
leider mußte ich auch auf Eisenschiffe zurückgreifen, das konnte nichts werden
Nach dem Abendessen starteten wir mit einer weiteren Race for the Galaxy Partie in den Abend. Da diesmal meine Militärstrategie (inkl. Prestigepunkte) gut lief, konnte ich diesmal einen knappen Sieg davontragen (57, 55 und 46 Punkte), endlich. Danach begann der etwas “seichtere” Teil des Abends, da jetzt eine unerfahrene Spielerin an unseren Tisch kam, was aber nach der Partie Le Havre absolut OK war.
Gregor, der Veranstalter, hatte zusätzlich zu der “normalen” Spieleauswahl einen Themenbereich Weltreise (Spiele zu unterschiedlichen Orten der Welt) mit modernen Klassikern zusammengestellt. Aus diesem Fundus hielten wir Europa Tour für eine gute Wahl. Unsere Partien liefen beide gleich ab, ich puzzelte mich bis zur Hälfte der Strecke und Holger beendete das Spiel, irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt.
Danach spielten wir noch eine Partie Don Quixote, meine anfängliche Führung konnte ich leider nicht verteidigen. Diese Nürnberg-Neuheit von Pegasus ist für mich ein sehr guter Vertreter der Starter-/Absacker-/Übergangs- Spiele.
da sind noch ein paar Schiffe zu viel in meiner Route
Um die Zeit bis zum letzten “Durchmischen” des Abends zu überbrücken, spielten wir zwei Partien Hai-Alarm. Hier handelt es sich um ein sehr einfaches (es gibt nur Hai und Delphin Karten) Bluff Kartenspiel, dass sicherlich seine Fans findet, ich gehöre (bisher) nicht dazu. Die 5er Partien waren für mich nicht besonders aufregend, deshalb hielt sich für mich der Spielspass in Grenzen. Ich kann noch nicht mal sagen, wer die Spiele gewonnen hat, aber ich glaube, dass ich es nicht war.
ein Hai und ein Delphin, und jetzt …
Überraschenderweise wollten meine neuen vier Mitspieler zu späterer Uhrzeit noch etwas längeres spielen, so dass noch eine Partie Hansa Teutonica anstand. Da ich durch meine vielen Testpartien des Prototypen sicherlich nicht zu den Anfängern gehöre und meine Mitspieler eher unerfahren in diesem Spiel waren, spielte ich weniger auf Sieg, sondern suchte mir ein Ziel, das ich bisher noch nie erreicht hatte: 20 Punkte in meinem Zug bei nur drei zur Verfügung stehenden Aktionen (ich rede nicht von Netzwerkpunkten). Tja, wer weiss es, wer weiss es … Jedenfalls schaffte ich es zur Verwunderung meiner Mitspieler, dies reichte immerhin zum geteilten ersten Platz (44, 44, 40, 38 und 25 Punkte). Als Absacker kam jetzt noch Numeri auf den Tisch.
auch nach unzähligen Partien immer wieder gern
Da ich mich am Sonntag nicht so richtig wohl fühlte, wollte ich einen plötzlichen Aufbruch ermöglichen. Deshalb spielte ich mit meiner Frau eine 2er Partie Loyang. Bei mir lief es schon nicht schlecht, aber meine Frau legte einen beängstigenden Start hin. Leider ging ihr in letzten vier Runden ein wenig die Luft aus, bei mir dagegen lief es weiter sehr gut. Deshalb konnte ich die Partie schließlich mit einem Rekordergebnis für mich (18 Punkte + 15 Geld) beenden.
mir gefällt Loyang sehr gut, auch wenn nicht jeder diese Meinung teilt
Für das letzte Spiel in Bilstein Juli 2010 wählten wir eine 6er Partie Dog (zwei 3er Teams). Dieses Spiel kommt bei BGG nicht so besonders gut weg, dies kann ich mir nur damit erklären, dass die schlechten Bewertungen aufgrund der falschen Mitspieler entstanden sind. In Bilstein kommt dieses Teamspiel dagegen sehr gut an, wir lieben es aber auch uns gegenseitig zu foppen und zu ärgern. Nach einer “heldenhaften” Aufholjagd mussten wir uns dann doch 12:11 geschlagen geben. Ein würdiges Abschiedsspiel, da freut man sich doch direkt auf Bilstein im November 2010.
unser Team (schwarz, rot und gelb) spielte erst später wirklich mit
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Bilstein Juli 2010 - Teil 2
3.8.2010 von Thomas.
Während des Frühstücks am Freitag hatten wir uns für eine Lernrunde Race for the Galaxy verabredet, so dass wir diesmal nur das Grundspiel auspackten. Dieses nach meiner Meinung hervorragende Spiel hat nur ein Problem. Das selber Erarbeiten der Regel ist ziemlich mühselig, da man im ersten Moment von der großen Anzahl an verschiedenen Piktogrammen verschreckt wird. Deshalb ist es immer von Vorteil, wenn man das Spiel erklärt bekommt. Zwar wurde der Neuling letzter, aber das Ergebnis viel knapp aus (35, 32, 32 und 25 Punkte).
die Schachtel des Urahns immer mit auf dem Tisch
Danach hatte ich das Glück an einer 3er Partie Reef Encounter teilzunehmen. Dieses bereits etwas ältere Spiel (Erstauflage 2004) von Richard Breese steht auch bei uns im Schrank und ich wollte es immer schon mal ausprobieren. Da die letzte Partie bei meinen beiden Mitspielern auch schon Staub angesetzt hatte, gab es eine Erklärung mit zur Hilfenahme der grausam geschriebenen Regel. Dabei wurde ein Punkt übersehen, dass unsere Partie ein wenig beschleunigte. Dies änderte aber nichts am Spielablauf.
kurz nach Beginn der Partie - wo kann man am besten Korallen züchten?
Insgesamt hat mir diese erste Partie gut gefallen. Die Spielzeit war für das Gebotene absolut angemessen, das ungewöhnliche Thema wurde gut umgesetzt und das Spiel selber hat richtig Spass gemacht. Irgendwie vergass ich genug Korallen zu fressen und wurde letzter (24, 22 und 20 Punkte).
fast jedes Teil 2x ist eher suboptimal
Für den Weg vom Korallenriff nach Hamburg muß man manchmal nur die Spieleschachtel wechseln. Die Speicherstadt ist ein kurzweiliges taktisches Spiel bei dem man besonders auf sein sehr knappes Geld achten muss. Der Kaufmechanismus ist sehr pfiffig und ermöglicht einige taktische Überlegungen. Die 4er Partie lief eigentlich für mich zu Beginn ganz gut. Leider konnte ich die ersten verlorenen “Brandpunkte” nicht aufholen, so daß ich nur Dritter wurde.
mir gehört leider der kleinere Geldstapel im Vordergrund, nicht der dahinter
Als nächstes kam mit Uruk - Wiege der Zivilisation ein Kartenspiel auf den Tisch, das auf meiner Haben-wir-muß-ich-aber-noch-ausprobieren-Liste mit ganz oben stand. Zu meiner Überraschung steckt in dieser kleinen Schachtel ein größeres Spiel als man im Normalfall erwarten würde. Diese erste sehr knappe 4er Partie (23, 23, 21 und 21 Punkte) hat mir richtig gut gefallen. Das Spiel scheint viele verschiedene strategische Möglichkeiten zu bieten, wenn sich das bestätigen sollte, könnten einige weitere Partien folgen.
auch 6 Karten in der Auslage haben nicht zum Sieg gereicht
Vor dem Abendessen begannen wir noch eine 6er Partie Wie verhext! mit der Schatzkisten Erweiterung. So begeistert wie der eine oder andere Mitspieler bin ich von diesem alea Spiel nicht, aber das Spiel macht Spass und ich würde es immer wieder mitspielen. Die Zusatzkarten bringen ein nettes weiteres Element jedoch auch ein Glückselemt in das Spiel, da die Karten doch sehr unterschiedlich stark sind. Da sich meine rechte Nachbarin als That Guy des Spieletreffs betätigte,
war ich froh als das Spiel zu Ende war. Es sollte das einzige Spiel mit ihr in Bilstein bleiben, zumindestens das Metagame gewann ich.
die Papierzettel gehören nicht zur Erweiterung
Nach dem Abendessen stand Prototypen testen für Pegasus auf dem “Speiseplan”. Das erste Exemplar war ein sehr einfaches Kartenspiel. Nach der Partie erarbeiteten wir einen Verbesserungsvorschlag, da das Spiel zu frustrierend sein konnte und ratet mal wen es so erwischte.
Das zweite war ein einfaches taktisches Legespiel, das mir bedeutend besser gefallen hat. Hier stellt sich nur die Frage, kann es bei der Masse der Spiele herausragen? Danach ging es um das Titel-Brainstorming für ein Spiel, das es bereits in den Veröffentlichungspool geschafft hat. Hier klingte ich mich nach kurzer Zeit aus, um den typischen Absacker von Bilstein zu spielen, Tichu.
Ich hatte das Glück, mit Wilhelm einen wirklich guten Teampartner zu haben, der meine Defizite ausgleichen konnte. Ja ich weiss, mit guten Karten kann man häufiger Tichu ansagen.
In der ersten Partie bekamen wir absolute Sahnekarten, so dass wir diese mit 1050 zu 450 für uns entscheiden konnten. Danach spielten wir bis 2 Uhr morgens die 2. Partie. Hier ging es jedoch nach einer klaren Führung von uns zu Beginn hin und her, wobei die mehrmaligen 3er Treppchen hintereinander von Wilhelm das Spiel entschieden (1035 zu 865).
rechts gerade, links ungerade oder doch umgekehrt?
In dieser Partie gab es auch eines der besten Spiele überhaupt in meinem bisherigen Tichu-Leben. Ich sagte Tichu an, und mein Gegner links vor mir auch. Super, dachte ich, da sag ich schon mal Tichu an … Lustigerweise wurde mein Partner mit mehreren Zwillingen hintereinander fertig obwohl ich nur noch eine Karte hatte. Lieber beide reinreissen, bevor die Gegner ihr Tichu durchbringen und wir in die Röhre schauen. Da meine letzte Karte jedoch besser war als die vorletzte Einzelkarte des 2. “Tichumelders” konnten wir sogar einen Doppelsieg verbuchen. +100 zu -100 ist schon ziemlich verrückt. Damit konnte ich gut ins Bett gehen. ![]()
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Bilstein Juli 2010 - Teil 1
2.8.2010 von Thomas.
Wieder einmal trafen sich in Bilstein ein paar “Unverbesserliche”, die selbst im Hochsommer vier Tage lang nur Pöppel, Karten und Würfel sehen wollen. Doch wir hatten Glück, vom Sommer fehlte jede Spur. Regen und 20°C sind für mich das perfekte Spielewetter, da kann man das schlechte Gewissen mit der Lupe suchen. Eine weitere positive Nachricht: unser Bett hatte neue Matratzen, da klappte es dann auch wieder mit dem Schlaf. Im Sommer ist das Treffen immer sehr familiär, diesmal waren wir insgesamt 17 Spieler.
Wie (fast) immer waren wir um kurz nach eins als erste im Hotel, kurz danach kamen aber auch Anke und Gregor an, so dass wir beim Entladen der Spiele helfen konnten. Nach der Ankunft eines fünften Spielers begannen wir eine Partie Chinatown. Somit konnte ich wieder einmal ein Spiel aus unserer Sammlung kennen lernen.
Dieses Verhandlungs-/Legespiel hat mir zumindestens im ersten Spiel gut gefallen. Der Glücksfaktor scheint jedoch ziemlich groß zu sein, dass muß man akzeptieren oder ein anderes Spiel aussuchen. So mußte bei uns die Gewinnerin gar nicht soviel tauschen. Ich wurde mit 102 T Zweiter (122, 102, 94, 91 und 79).
rot war nicht zu stoppen, das richtige zu ziehen ist von Vorteil
Als nächstes kam bei uns in der selben Besetzung Times von Hexagames auf den Tisch. Auch dieses Spiel kannte ich bisher nicht, nur dass wir es auch nicht in unserer Sammlung haben. Da Wissensspiele sowieso nicht mein Lieblingsgenre ist, kann ich dies auch nach der ersten Partie verkraften. Zuerst spielten wir aufgrund der Regelerklärung eine viel leichtere Variante. In den letzten Runden korrigierten wir das durch die Hilfe anderer Spieler, jetzt bekam auch das Anzweifeln eine größere Bedeutung.
gelbe Karten können schon mal nerven, insbesondere wenn man nicht anzweifelt
Dieses Spiel nahm den Trend der letzten 3-4 Jahre vorweg, Wissensspiele zu produzieren, bei dem das eigen Wissen nicht ganz so wichtig ist, bzw. man mit Halbwissen auch recht erfolgreich sein kann. Mit ein wenig Kartenglück zieht man hauptsächlich rosa Karten (hier muß man nur das Jahrhundert wissen bzw. erraten) und hat es dann ein wenig einfacher. Wenn man jetzt auch noch das Glück hat, dass sich die Mitspieler ab und zu gegenseitig “eliminieren”, gewinnt man auch ohne großes Wissen die eine oder andere Runde. Bei Times würde ich jederzeit wieder mitspielen, es aber wahrscheinlich nicht selber vorschlagen, auch wenn ich diese Partie für mich entscheiden konnte.
blau ging in Führung und gab diese auch nicht mehr ab
Als letztes Spiel in dieser Bestzung kam jetzt vor dem Abendessen passend Heckmeck Barbecue auf den Tisch. Das Originalspiel gehört nicht zu meinen Favoriten und wir besitzen es nur, weil es diese lustige Mini-Version in der Metallbox gibt. Durch die Veränderungen gefällt mir die neue Version minimal besser. Über ein Ok ich spiele mit, dauert ja nicht lange, kommt jedoch auch diese Version nicht hinaus. Die Partie konnte ich für mich entscheiden (8, 7, 6, 4 und 3). Langsam sollte ich mir Gedanken machen. Spiele die ich sehr mag gewinne ich viel seltener.
bei uns gab es Schnecken ohne Ende
Nach dem Essen, das diesmal sehr lange dauerte (man hatte sich länger nicht gesehen, da hat man viel zu erzählen), begann ich mit zwei 6er Partien Race for the Galaxy den Abend. Wir setzten alle drei Erweiterungen ein, verzichteten jedoch auf Übernahmen, da dies noch keiner gespielt hatte. Holger konnte die erste Partie ganz klar mit einer Militärstrategie + Zielkarten für sich entscheiden (71, 53, 48, 45, 31 (ich) und 28 Punkte). Ich dagegen bin anscheinend nur mit einer Militärstrategie erfolgreich, was anderes kann ich nicht.
In der 2. Partie versuchte ich über Prestigepunkte (ein neues Element der 3. Erweiterung) zu glänzen. Leider verausgabte ich mich beim Ausspielen einer Karte, so dass ich am Spielende nur 6 Karten vor mir liegen hatte. Überrachenderweise reichte dies für einen vierten Platz, man sollte zumindestens die Möglichkeit Prestigepunkte zu erhalten nicht vernachlässigen. Erneut gewann Holger ganz klar (66, 42, 42, 33, 28 und 24 Punkte). Erst war ich ja skeptisch, ob wir die dritte Erweiterung überhaupt kaufen sollen, jetzt steht sie ganz ober auf unserem Einkaufszettel.
beide Partien liefen eher suboptimal
Danach spielten wir zu viert a la carte. Dieses Spiel gehört sicherlich in die top ten der Spiele, die am meisten von ihrem Spielmaterial “leben”. Den Spielspass finde ich persönlich nüchtern betrachtet nicht besonders hoch, aufgrund des Materials habe ich jedoch nichts dagegen, dass dieses Spiel ab und zu (1-2 im Jahr) auf den Tisch kommt. Schönes Spielmaterial kann ein Spiel wirklich aufwerten. Als (spielerischer) Koch bin ich anscheinend nicht zu gebrauchen, denn ich wurde letzter.
toller Herd, schlechter Koch
Als letzes Spiel des Abends kam jetzt bei uns noch Numeri auf den Tisch. Man würfelt, denkt ein wenig und klickert so vor sich hin. Sicherlich ist der Glücksanteil hoch, trotzdem kann man das Spielgeschehen beeinflußen. Dies alles macht für mich Numeri zu einer guten Wahl als Absacker. Die Ergebnsisspanne war diesmal sehr groß (150, 35, 24 und -6). Danach verabschiedeten wir uns von den verbliebenen Spielern und gingen zufrieden ins Bett.
Numeri - altes Spiel in neuer Optik
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Bilstein März 2010 - Sonntag 28.03.2010 und ein kleines Fazit
4.4.2010 von Thomas.
Am Sonntag verteilt sich die Abfahrt der “Spielverrückten” von nach dem Frühstück bis ca 17:00. Da wir es nicht so weit nach Hause haben, konnten wir auch den Sonntag bist fast zum letzten Moment auskosten. Beim Frühstück hatte ich mitbekommen, daß Michael Schacht am letzten Tag noch ein paar seiner Prototypen testen wollte. Besonders spannend finde ich Protypen testen immer bei bisher verlagslosen Spielen. Dies galt für beide Spiele die ich im Laufe des Morgens testen sollte, aus diesem Grund verzichtete ich auch auf Fotos.
Beim ersten Prototypen handelte es sich um ein strategisches Aufbauspiel thematisch angesiedelt im alten Rom. Das Spiel hat mir in der 4er Partie gut gefallen. Es bietet bei einer relativ kurzen Spielzeit (unter einer Stunde) eine Reihe von strategischen Möglichkeiten. Der 2. Prototyp war ein Handelsspiel in der Südsee. Neben taktischen Erwägungen gehört zum Spiel auch ein wenig Zockermentalität. Wenn das Gedächtnis auch noch gut funktioniert um so besser. Dieser Prototyp war ganz gut, auch wenn mir der erste Prototyp bedeutend besser gefiel. Für den dritten Prototypen - Industrya, erscheint bald bei Ystari - überließ ich dann anderen das Spielbrett.
Industrya - nicht nur eine Neuauflage, enthält auch neue Elemente
Das letzte Spiel in Bilstein für uns war dann eine 3er Partie Egizia. Mir gefällt das Spiel richtig gut, viele Möglichkeiten und trotzdem (im Normalfall
) ein flüssiger Spielablauf. Zwar bin ich ein absoluter aus dem Bauch Herausspieler, bei Egizia sind die beiden letzten Partien trotzdem fast identisch abgelaufen. Die ersten 2-3 Runden nur Punkte über die Kartenrückgabe machen, dadurch mindestens bis Runde 4 immer die erste Wahl haben, um dann mit den vielen “eingesammelten” Arbeitern (inkl. Nahrung) und Steine in den letzten 2-3 Runden möglichst viel zu bauen und die Karten zu erfüllen. Auch diesmal konnte ich das Spiel relativ klar für mich entscheiden (128 zu 108 und 102 Punkte).
von meiner “Spielkunst” war selbst das Spielbrett geblendet
Dieses Bilstein Wochenende gefiel mir sehr gut, und gehört für mich zu meinen Top 5 Bilstein Wochenenden, die ich bisher mitmachen durfte. Dafür gibt es nur wenige rationale Erklärungen, da eigentlich die Voraussetzungen immer sehr gut sind. Gestört haben mich diesmal nur der Zwang zur Verabschiedung und meine extrem durchgelegene Matratze, ja ja ich weiss, mein Gewicht von einer halben Tonne ist daran Schuld.
Das Essen ist immer gut in Bilstein, diesmal gefiel es mir noch besser. Dies galt auch für die Stimmung.
An diesem Spieletreff nahmen knapp unter 30 Spieler teil, was für das März Wochenende eine gute Teilnehmerzahl ist. Dies hatte den Vorteil, dass wir im großen Saal unsere Zelte aufschlagen konnten. Da dort im November auch schon 50-60 Spieler waren, kann man sich vorstellen, dass wir genug Platz hatten.
ein Teil des Spielraums, viel Platz für (fast) jede Spielbrett Größe
Die vorhandene Spieleauswahl war ingesamt wieder sehr groß, auch wenn im Bereich sehr zeitintensive Spiele nur “harmlose” Exemplare (z.B. Through the Ages) vorhanden waren.
auch die Teilnehmer brachten reichlich Spiele mit
Aufgrund der hohen Anzahl von Nürnberg Neuheiten vor Ort, war diesmal der Anteil an nicht so zeitintensiven Partien (bis zu 1,5 Stunden) höher als sonst. Hier eine kleine Auswahl von Spielen dieser Kategorie, die ich nicht in Bilstein gespielt habe, in Bildern:
Seeland von Ravensburger
Fresco von Queen Games
Wampum von Pegasus Spiele
Arcana - deutsche Version von Pegasus Spiele
Hotel Samoa
Level X von Schmidt Spiele
und Tüüt! Tüüt!, die deutsche Version von Beep! Beep! von Pegasus
Natürlich wurden auch andere Spiele (”ältere” Spiele und “anspruchsvollere” Strategiespiele) auf den Tischen gesichtet. Auch hier eine kleine Auswahl der von mir in Bilstein nicht gespielten Vertretern:
Last train to Wensleydale
Steam Barons
Hansa Teutonica
Race for the Galaxy in der “passenden” San Juan Box
und Agricola
Insgesamt muß man sagen, dass sich der Trend aus Essen 2009 fortsetzte. Zumindestens in Bilstein gab es kein wirklich dominierendes Spiel, wie z.B. Agricola oder Dominion bei ihrem Erscheinen. In meiner Wahrnehmung habe ich Fresco am häufigsten auf den Spieltischen entdeckt. Auch scheint es bei (fast) allen Spielern gut bis sehr gut angekommen zu sein, ich freue mich auf meine erste Partie.
Überraschend war für mich die Tatsache, dass bis auf eine Partie Dominion komplett durch Abwesenheit glänzte. Ist hier der “Hype” schon vorbei oder war es einfach nur Zufall bzw. der Tatsache geschuldet, dass es so viele Neuheiten gab. Der Juli wird hier ggf. Aufschluss geben. Auch moderne Klassiker hatten es diesmal schwer. Wahrgenommen habe ich hier nur eine Partie Puerto Rico, unsere Partie Outpost und einige Partien Tichu
. Immerhin ist Bilstein bekannt für seine nächtlichen Tichu Partien.
Jedenfalls freue ich mich wieder auf unseren nächsten Bilstein Aufenthalt, und bin froh, dass uns da Samstag Nacht keine Stunde gestohlen wird.
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Bilstein März 2010 - Samstag 27.03.2010
1.4.2010 von Thomas.
Im Laufe des Jahres sammeln sich immer wieder Spiele an, die man unbedingt aus dem Nicht-Gespielt-Schrank “entfernen” will. Battlestar stand in dieser Liste ganz oben, so dass ich das Angebot von Kathrin, direkt nach dem Frühstück eine Anfänger-Runde zu starten, gerne annahm. Schnell hatten sich weitere vier Mispieler eingefunden, so daß wir zu sechst in den Weltraum starteten. Nach der ersten Partie war ich richtig begeistert. Obwohl diese bis weit nach dem Mitagessen dauerte, gab es nach meinem Empfinden keine Längen, sondern ich wurde von Anfang bis Ende hervorragend unterhalten. Auch gerade durch eine sehr gute Regelerklärung bzw. Einführung von Kathrin (das-spielen.de) fiel uns der Einstieg trotz der langen Regel (30 Seiten) sehr leicht.
Die Mechanismen und die Story ergaben bei uns eine atmosphärisch dichte und sehr spannende Partie. Sehr passend war auch die Tatsache, dass der Moralanzeiger sofort nach unten ging, als sich der erste Zylon outete. Ich bekam als einziger bereits direkt zu Beginn des Spiels eine Zylonen Karte, blieb aber lange im Verborgenen und unterstützte die Menschen. Erst als letzter (dritter) Spieler gab ich mich als Blechbüchse Zylon zu erkennen. Knapp konnten wir dann doch noch das Ruder an uns reißen, und wir verhinderten die Flucht der Menschen. Hoffentlich folgen in den nächsten Monaten weitere Partien.
schönes Material, spannende dichte Atmosphäre, super Mitspieler - einfach nur klasse
Danach teilten wir uns in zwei 3er Gruppen auf. An unseren Tisch kam jetzt “Die Tore der Welt” zum Einsatz, ein weitere Vertreter aus unserem Nicht-Gespielt-Schrank. Bereits die Säulen der Erde war ein sehr gutes Spiel, trotzdem konnte ich mit dem ersten Spiel zu einem Ken Follett Roman nicht so viel anfangen. Die Tore der Welt gefällt mir dagegen zumindestens nach der ersten Partie sehr gut. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass mir dieses Spiel aufgrund der größeren “Freiheiten” einfach besser liegt. Trotz meiner Niederlage (53, 51 und 46 Punkte) freue ich mich schon auf die nächste Partie. Das Beste daran ist, dass sich schon wieder ein Spiel aus unserem Nicht-Gespielt-Schrank als richtig gutes Spiel erwiesen hat, da kann ja Essen 2010 kommen.
eine schöne Grafik ist nicht alles, stört aber auch nicht
Aller guten Dinge sind drei. Als letztes Spiel aus unserem viel zu vollen “Spezial-Schrank”kam Caligula als 3er auf den Tisch. Im Gegensatz zu den beiden Spielen zuvor konnte dieses thematisch im alten Rom angesiedelte Spiel mich in der ersten Partie nicht überzeugen. Zwar hat es interessante Mechanismen, so dass man es eigentlich besser bewerten möchte, aber im Gesamteindruck fühlt sich Caligula nicht “rund” an (zu wenige Punkte werden verteilt, Verteidigung des eigenen Anführers uninteressant, etc.). Zumindestens wir hatten das Gefühl, dass hier die Chance für ein gutes Spiel verpasst wurde. Somit endete das Spiel unbefriedigend mit einem sehr knappen Ergebnis (7, 7 und 6 Punkte). Aufgrund des schlechteren Tiebreakers (2:1) wurde ich Zweiter.
Vielleicht besser zu fünft …
Da wir uns für das absolute Highlight bereits verabredet hatten, mußten ein paar von uns die Zeit bis dahin überbrücken. Alea Iacta Est habe ich inzwischen über 15 mal gespielt und es macht mir immer wieder Spass. Bei vielen “Spiele-Profis” kommt es nicht so gut an. Mich stört aber der hohe Glücksanteil nicht. Es spielt sich flott und in der richtigen Runde, die das Spiel nicht allzu ernst nimmt, ist es ein guter Starter/Überbrücker/Absacker. Die Partie lief sehr gut für mich, so dass ich mit 48 Punkten (zu 44, 41, 35 und 33) gewinnen konnte.
sicherlich kein absolutes Highlight, aber immer wieder gerne
Dann war es soweit. Der heilige Gral von Bilstein wurde aufgebaut. Die Aufregung war bei (fast) allen Beteiligten zu spüren, also schnell ein Weizen zur Beruhigung besorgt.
Outpost als 8er Partie ist für mich mit diesen Mitspielern (und nur dann!) das beste Spiel der Welt. In Willingen habe ich eine 8er Partie gesehen, die ganz still vor dem Brett saß und nicht lachte. In diesem Fall gäbe es mindestens 100 Spiele die ich lieber spielen würde.
Bei uns wird geärgert, aufgezogen und schallend gemeinsam gelacht. Strategien analysiert, der Würfel angefeuert und die Mitspieler beim Rechnen gestört. Gestöhnt bei 1er Ore und triumphierend mit zwei 10er Wasser in der 2. Runde eine Wasserfabrik und ein Arbeiter bezahlt. Außenstehende können unseren Spass oft nicht nachvollziehen, aber glaubt mir, den haben wir .
Diesmal war es ein ziemlich knappes Ergebnis (76, 73, 70, 68, 65, 50, 48 und 44 Punkte). Mit meinem dritten Platz, erreicht durch eine Mono Titan-Strategie, bin ich sehr zufrieden. Tja, wären die anderen nicht so müde gewesen, ich hätte um 01:30 gerne eine weitere Partie gestartet.
nicht Original, dafür aber besser ausgestattet
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Bilstein März 2010 - Freitag 26.03.2010
31.3.2010 von Thomas.
In der ersten Nacht schlief ich trotz einer suboptimalen Matratze sehr gut, so dass ich voller Tatendrang in den Freitag startete. Asteroyds war da genau das richtige Kaliber für einen so ausgeschlafenen Spieler wie mich.
Als Kurzbeschreibung: RoboRally trifft auf das alte Computerspiel Asteroids. Die Spieler versuchen in der von uns gespielten Variante vier sich bewegende Sternentore zu passieren. Im Gegensatz zu RoboRally sind hier nicht die Mitspieler das Problem sondern die sich ebenfalls bewegenden Asteroiden, die sich auch noch unterschiedlich verhalten.
das Chaos macht größtenteils den Spielspass aus
Vor der eigentlichen Raumschiffprogrammierung werden drei Würfel geworfen, die die zukünftige Bewegung aller Asteroiden und Tore vorgeben. Innerhalb von 50 Sekunden müssen dann die Spieler auf ihren “Kontrollpulten” die nächsten sechs (ggf. sieben) Spielzüge ihrer Raumschiffe vorausplanen. Erst dann bewegen sich die Asteroiden und anschließend die Raumschiffe. Für den sich das chaotisch anhört, liegt da gar nicht so falsch
. Wir haben jedenfalls in unserer 5 Partie sehr gelacht, obwohl wir die Planungsphase schon zeittechnisch ein wenig entschärft hatten. Trotz meiner “überragenden” Flugfähigkeiten mußte ich mich mit einem dreifach belegten dritten sprich letzten Platz zufrieden geben.
hier wird ein Raumschiff gesteuert
Als nächstes kam erneut ein Rennspiel als 5er auf den Tisch, nur das wir diesmal auf das weltliche Verkehrsmittel Fahrrad umstiegen. Obwohl Velo City eine relativ kurze Regel enthält, bietet dieses Würfelspiel doch ein paar taktische Möglichkeiten. Da gerade die Energy Drinks eine wichtige Rolle spielen, würde es mich nicht wundern, wenn es demnächst eine Red Bull Edition geben würde.
Obwohl es nach meinem ersten Eindruck kein schlechtes Spielist , konnte es mich nicht in der ersten Partie absolut überzeugen. Dabei hat es den Vorteil, dass man es mit 3 bis 7 Personen spielen kann. Da wir nur den Sieger ermittelten, kann ich meinen Platz leider nicht mitteilen, gut so.
Fahrradkuriere werden durch Energy Drinks schneller - Fiktion?
Ab und zu freue ich mich, wenn ein Deduktionsspiel auf den Tisch kommt. Dies war auch bei Mystery Express von Days of Wonder der Fall. Schon das Material konnte überzeugen und nach der ersten Runde galt dies auch für das Spiel. Nach gefühlten vier Stunden (es waren so ca. 2,5 bis 3 Stunden) bzw. 4 oder 5 Runden (habe ich wohl verdrängt) waren wir alle von Mystery Express enttäuscht. Das Spiel dauert viel zu lange und wir hatten das Gefühl zu wenig Einfluss auf das Ergebnis zu haben. Da spiele ich doch lieber Klassiker wie Inkognito oder Cluedo. Als es dann endlich zu Ende war, konnte sich Dany durch einen Tiebreaker durchsetzen.
mit diesen Figuren bewegen wir uns durch den Zug und suchen nach Hinweisen
Ich mag Essen (auch die Stadt
, zumindestens im Oktober) und Stichspiele. In “Zu viele Köche” verbinden sich die beiden Elemente, aber ist es auch schmackhaft? Zumindestens die erste Partie war kurzweilig und gefiel mir , auch wenn das Spiel kein Highlight ist. Durch das Festlegen des eigenen Ziels in Form des Ausspielens einer Zielkarte ändern sich die Konkurrenzverhältnisse in jeder Runde. Mal ist es einfacher, mal schwerer natürlich immer abhängig auch von den eigenen Karten. Ich wurde nur knapp geschlagen Zweiter (23, 22, 15, 14 und 6 Punkte).
eine Runde Gemüse für mich
Was ist die Steigerung von 6 nimmt? Genau 11 nimmt. Unsere nächste Partie sollte zeigen, ob dies auch für den Spielspass gilt. Nach dieser Partie lautet meine Antwort: nein. 6 nimmt bietet das größere Chaos und ist für mich einfach nur fun. 11 nimmt dagegen ist planbarer (insbesondere ab der Mitte einer Runde), dadurch verliert es einiges von diesem Funfaktor. Trotzdem hat mir dieser Nachfolger ganz gut gefallen und ich würde sofort wieder mitspielen, und das obwohl ich abgeschlagen Letzter wurde.
wieder einmal Hornochsen …
Nach dem Abendessen wurde es wieder mal Zeit für ein paar größere Spiele. Den Anfang machte eine 4er Partie Revolution von Pegasus (deutsche Ausgabe). Spiele bei denen verdeckt auf Aktionen, Waren etc. geboten werden muß, ist nicht jedermanns (in diesem Fall Frau) Sache, da man auch häufiger leer ausgeht. Mir dagegen liegen solche Art von Spielen, da ich i.d.R, die Mitspieler gut einschätzen kann. Diese Partie lief deshalb nicht überraschend sehr gut für mich, und ich konnte einen klaren Sieg erzielen (212, 149, 115 zu 48 Punkte). Revolution gefällt mir ganz gut (ich mag aber die amerikanische Version lieber), auch wenn ich sicherlich nur ab und zu Lust auf eine Partie habe. Zumindestens auf zwei meiner drei Mitspielerinnen müßte ich jedoch bei weiteren Partien verzichten.
das sind mal Sichtschirme - deutsche Version von Revolution
Danach mischten sich die Tische neu und ich nutzte die Gelegenheit zu einer ersten Partie Automobile. Martin Wallace ist sicherlich zur Zeit einer der beliebtesten Autoren für anspruchsvolle Strategiespiele der zwei bis drei Stunden Klasse. Auch in diesem Spiel verbindet er neue und bekannte Mechanismen zu einem für mich sehr guten Spiel. Natürlich sollte man ein Faible für Wirtschaftsspiele und das dazugehörige Rechnen haben. Darüber hinaus hatte ich das Glück, in einer Runde zu spielen, deren Teilnehmer das Rechnen und Überlegen nicht übertrieben und ähnlich wie ich auch das eine oder andere aus dem Bauch heraus entschieden.
Während des Spiels hatte ich keine Ahnung wie das Ergebnis aussehen würde, da selbst in der letzten Runde vor der Auto Produktion das Geld bei allen sehr knapp war. Entschieden wurde das Spiel zum Schluß durch das Ziehen des einen Plättchens für die Nachfrage der Luxus Autos. Alles außer einer zwei bedeutete, dass ich auch noch meinen 2. Luxuswagen hätte verkaufen können und den Sieg davon getragen hätte. Would be, could be, should be are the loosers best friend
, wie ein Freund von mir immer zu sagen pflegt. Somit wurde ich zweiter in dieser sehr spannenden Partie (4.240, 4.080, 4.040 und 3.210 Dollar).
mal ein Thema was nicht so häufig anzutreffen ist
Als letztes Spiel kam mit Vasco da Gama ein eher untypischer Absacker auf den Tisch. Nach mehreren Partien gefällt mir das Spiel von What’s your game immer noch sehr gut. Gerade zu viert kann der Wettstreit um den bestmöglichen Zugriff auf Schiffe, Mannschaft, Geld und Personen bei gleichzeitiger Berücksichtigung der Aktionsreihenfolge sehr fordernd sein. Sicherlich ist 24 Uhr nicht die ideale Zeit zum Start einer solchen Partie, so dass der eine oder andere Spielfehler auftrat. Da sich diese aber gut verteilten
, gab es ein knappes Rennen um den Sieg, bei dem ich als dritter in den Hafen einlief (75, 69, 64 und 49 Punkte).
für mich eines der Highlights von der Spiel 2009
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Bilstein März 2010 - Donnerstag 25.03.2010
30.3.2010 von Thomas.
Neues Jahr, erster Bilstein Termin und ich habe richtig Lust darüber zu berichten. Endlich hat auch für mich und Spielen-geht-immer das neue Jahr richtig angefangen.
Der Start zu einem verlängerten Bilstein Wochenende hat bei uns inzwischen schon gewisse traditionelle Züge entwickelt. Um ca. 13 Uhr am Hotel ankommen, kurz alles im Zimmer auspacken, dann im Auto zum Nachbarort fahren, im “Stammrestaurant” einen Salat essen, dem Spieladen dieses Ortes zwecks Schnäppchensuche einen kleinen Besuch abstatten und auf der Rückfahrt zum Hotel verhindern, dass einem die Vorfreude die Luft zum atmen nimmt. OK, bei mir war es diesmal wohl eher die ausklingende Bronchitis.
Diesmal hatte sich bereits eine erste 4er Truppe gefunden, als wir im Spielraum ankamen, so dass wir uns erstmal die vom Veranstalter zur Verfügung gestellten Spiele anschauten. Wie immer war die Auswahl groß. Nur “Freakspiele” und längere Strategiespiele (ab 3 Stunden) waren diesmal (erstmal) nicht vorhanden, es fehlten aber auch noch die Kisten der Spieler, die i.d.R. solche kleinen Lücken ausgleichen.
ein kleiner Teil der am Wochenende zur Verfügung stehenden Spiele
Um die Wartezeit auf die Ankunft der nächsten Teilnehmer zu überbrücken, starteten wir als 2er Partie mit einer Nürnberg Neuheit in den Spieletreff. Keltis - das Orakel ist das neueste Kniz… ähm Spiel des Jahres 2008 Familienmitglied. In dieser eigenständigen Version arbeiten sich unsere Spielfiguren kreisförmig in das Zentrum. Es gibt bekannte und neue Punkte- bzw. Aktionsmöglichkeiten, so daß das “Thema” noch weiter variiert wird. Die Partie konnte ich mit 100 zu 85 für mich entscheiden.
5 Spielsteine auf den rotmarkierten Zentrumsflächen: das Spiel ist aus
Neue Mitspieler trafen ein, so dass wir uns nun als 4er Besetzung einer weiteren Nürnberg Neuheit stellten. Don Quixote von Pegasus ist ein Legespiel mit verwandtschaftlichen Verhältnissen zu Take it Easy und zu Cities, diesmal jedoch in einem mittelalterlichen Gewand. Im Gegensatz zu den beiden erstgenannten Spielen wird bei Don Quixote immer der Platz für das nächste Plättchen vorgegeben, man hat jedoch (fast) immer eine Auswahl an Plättchen für diese Platzierung. Die Partie konnte ich sehr knapp gewinnen (73 zu 72, 71 und 66 Punkte).
die Landesverteidigungsregel hatten wir leider falsch verstanden
Danach spielten wir eine weitere Partie Keltis - das Orakel diesmal aber als 4er. Im Gegensatz zu vielen anderen Spielern fand ich schon Keltis nicht so schlecht. Mit Erweiterung ist es für mich sogar ein gutes Spiel. Das Orakel liegt bewertungstechnisch für mich nach zwei Partien zwischen Keltis mit und ohne Erweiterung. Ich würde es sofort wieder mitspielen, zur Zeit ist aber kein Kauf geplant. Diesmal konnte meine Frau den Spieß umdrehen und gewann vor mir mit 54 zu 52, 48 und 36 Punkten. Auch in dieser Partie nutzten wir eine Option zum Punktesammeln fast gar nicht …
… eine neue Option Punkte zu machen: die Orakelfigur
Sultan von Queen Games ist ein kleines Zockerspiel das in Essen 2009 vorgestellt wurde. Ich mag auch diese Art der Spiele, aber bei unserer ersten Partie wollte der Funke nicht überspringen. Einfache kurze Regeln sind gut, trotzdem sollte ein Spiel Spass machen. Den konnte ich in der ersten Partie nur im Ansatz entdecken, dies hatte nichts mit meinem Abschneiden zu tun :-). Bieten mit verdeckten Karten auf Edelsteine, hört sich langweilig an … Auch den drei anderen Mitspielern gefiel das Spiel nach meinem Eindruck nicht besonders gut. Kerstin konnte die Partie ganz klar für sich entscheiden (65, 48, 41 und meine 39 Punkte).
der Sultan und die Edelsteine, kein Titel für mich
Das nächstes Spiel des Tages könnte man mit Knizia meets Packeis am Pol beschreiben. Zum Original wurden jedoch weitere Elemente (verschiedene Punktemöglichkeiten, Tunnel und Wege, Lager und zwei Jahreszeiten) hinzugefügt, so dass man es sicherlich als absolut eigenständig bezeichnen kann. Die erste Partie gefiel mir ganz gut, jedoch werden hier erst weitere Partien zeigen, ob das Spiel noch zulegen kann (Kauf!) oder ob es im Spiele-Nirvana endet. Vielleicht hat es ja das Potenzial, als mittelschweres (?) Familienspiel auf die Empfehlungsliste Spiel des Jahres 2010 zu kommen. Unsere Partie konnte ich knapp mit 104 zu 101, 94 und 85 Punkten gewinnen.
hier werden Waffen gesammelt und Mammuts gejagt
Samarkand (- Wege zum Reichtum) von Queen Games ist keine Neuauflage des 1980 bei Schmidt erschienenen Spiels von Sid Sackson. Bei diesem Spiel von Peters und Wu versuchen die Freunde des anspruchsvolleren Familienspiels möglichst viele Waren mit Karawanen einzusammeln und gewinnbringend in (mehrere!) Kaufmannsfamilien einzuheiraten. Das Spiel gehört für mich nach der ersten Partie in die sehr große Kategorie nettes Spiel, würde ich in vielen Situationen mitspielen aber nicht (zum vollen Preis) kaufen. Anscheinend war ich nicht attraktiv genug um bei den erfolgreichsten Familien eine Chance zu haben :-), so mußte ich mich mit dem 3. Platz zufrieden geben (60, 57, 48 und 32 Punkte).
der Mann mit den drei Familien
Havanna von eggertspiele hat nicht nur die “Hauptstadt-Verbindung” zu Cuba, auch grafisch zeigt sich die Verwandtschaft. Spielerisch dagegen gibt es kaum Gemeinsamkeiten, so dass diese Nähe eher zu Irritationen führen kann. Für mich ist Havanna sicherlich kein Highlight, aber es ist nett und spielt sich sehr flott. Meine Mitspielerinnen waren teilw. eher enttäuscht von der cubanischen Hauptstadt. Ich konnte bei der Partie nur den dritten Platz erreichen, trotzdem muß ich mir für weitere Partien wohl neue Mitspieler suchen.
… und von wem ist die Grafik?
Danach waren wir nur noch zu dritt und traten erneut gegen Windmühlen an. Gerade als Starter, Überbrücker und Absacker mag ich solche Legespiele sehr gerne. Don Quixote hat mich auch in der 2. Partie nicht enttäuscht. Es varriert den bekannten Mechanismus auf eine interessante und spassbringende Weise. Natürlich sollte man Legespiele mögen, dann aber kann ich zumindestens einen Blick auf dieses Spiel empfehlen. Jedenfalls landete dieses Spiel als erstes auf meinen Bilstein-Einkaufszettel. Für mich lief diese Partie nicht so gut und ich mußte mich mit dem letzten Platz begnügen (71, 61 und 60 Punkte).
die Windmühlen dürfen natürlich nicht fehlen
Das letzte Spiel des Abends war Schweinebande von Stefan Dorra. Nach der Partie war ich ein wenig überrascht, dass dieses doch sehr einfache Familienspiel beim Hans im Glück Verlag erschienen ist. Nicht nur die Mechanismen auch die Grafik entsprechen nicht dem von mir wahrgenommenen Bild eines Hans im Glück Spiels. In dieser ersten Partie konnte mich das Spiel nicht wirklich überzeugen, die Partie tat aber auch nicht weh. Mit einem Punkt Rückstand konnte ich mir einen 2. Platz sichern.
nach der ersten Partie keine Sauerei, aber auch kein freudiges Quicken
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Willingen 2009 - Donnerstag 19.11.2009
2.12.2009 von Thomas.
Da wir am Morgen noch ein paar Probleme mit der Telekom lösen mußten, hatten bereits an allen Tischen Partien angefangen. Also testeten wir diesmal Vor den Toren von Loyang als 2er Spiel. Wie nicht anders zu erwarten, funktionierte das Spiel auch in dieser Besetzung sehr gut, schließlich ist das 4er Spiel ein die Partner wechselndes 2×2er Spiel. Pflanzen auf verschiedenen Feldern anbauen und die Kunden bedienen, gefiel uns auch in dieser Partie wieder sehr gut. Ob das Spielkonzept jedoch auch bei der Langzeitmotivation punktet, müssen weitere Partien zeigen. Dany konnte die Partie mit 18 zu 17 Punkten gewinnen.
Loyang - ein gutes 2er Spiel
Passend zum Start der nächsten Partie gesellte sich Jürgen an unseren Tisch, so dass wir Krysis als 3er testen konnten. Das Spiel hat ein eher ungewöhnliches Thema (Bergbau meets Fantasy), das ganz interessant umgesetzt wird. Ich weiss nicht, ob ich nach einer Probepartie das Spiel auch gekauft hätte. Es ist zumindestens nach der ersten Partie für mich die Kategorie OK, mitspielen ja, vorschlagen vielleicht (Bewertungsrange 1,5 bis 3 Sterne). Dany konnt diese Partie knapp für sich entscheiden (57, 54 und 53 Punkte).
greife ich an oder bringe ich meine eigenen Steine in Sicherheit
In der selben Besetzung testeten wir dann die Essen 2009 Neuheit von Ystari - Assyria. Die Spieler führen jeweils einen Stamm im Zweistromland und bauen Hütten und Zikkurate. Es gibt verschiedene Punktemöglichkeiten, den Vorwurf, den ich in Bilstein hörte, es wären zuviele Möglichkeiten, kann ich jedoch (erstmal) nicht teilen. Uns hat das Spiel gut gefallen und es werden sicherlich weitere Partien folgen (Bewertungsrange 2,5 bis 3,5 Sterne). Die Partie lief für mich sehr gut und ich konnte mit 113 Punkten zu 96 bzw. 85 gewinnen.
Holzhütten im Zweistromland
Im Anschluss landete zum drittenmal in Willingen Vasco da Gama auf meinem Spieletisch. Mit Stephan war ein Spieler am Tisch, der das Spiel zwar gut fand, aber nicht in Begeisterung ausbrach. Mir dagegen gefiel es wieder sehr gut und es gehört für mich bisher zu den Top Spielen des Essen Jahrgangs 2009. Kerstin konnte das Spiel mit 81 zu 75 bzw. 65 Punkten für sich entscheiden.
sehr guten Eindruck bestätigt
Dann war die Stunde von Dominion gekommen. Erst zu viert (zwei Partien Seaside Deck 2) und später dann zu dritt (eine Partie Seaside Deck 3 und eine Partie Dominion Random) mischten wir uns durch die verschiedenen Karten. Seaside bringt wieder ein paar interessante neue Karten bzw. Mechanismen in das Spiel (z.B. Karten die zwei Runden “wirken”). Da ich aber Intrige noch nicht oft gespielt habe, kann ich mit dem Kauf noch ein wenig warten. Von den vier Versuchen konnte ich zumindestens die erste Seaside Partie für mich entscheiden.
bei Dominion wird es jetzt auch naß
Den letzten Abend ließen wir dann mit zwei unserer All Time Team Favourites ausklingen. Lange Zeit konnten wir Männer die Tichu Partie ausgeglichen gestalten. Erst mit einem Doppelsieg und anschließend zwei gewonnenen Tichus konnten die Frauen doch noch relativ klar mit 1055 zu 745 gewinnen. Bei der anschließenden Dog Partie konnten wir uns revanchieren und ließen den Mädels, auch aufgrund fehlenden Kartenglücks auf ihrer Seite, keine Chance.
die schönste Dog Version
Wieder einmal hat uns Willingen gut gefallen. Zwar ist man zu Hause nach dieser Woche ein wenig kaputt, aber spätestens 1,5 Wochen später freut man sich schon wieder, dass man die Bestätigung für das kommende Jahr unterschrieben an das Hotel zurück geschickt hat. ![]()
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Willingen 2009 - Mittwoch 18.11.2009
2.12.2009 von Thomas.
Am Mittwoch hatte ich als erstes die Gelegenheit ein Spiel auszuprobieren, das schon länger auf meiner “Muss-ich-unbedingt-ausprobieren-Liste” stand. Das Geschicklichkeitsspiel Crokinole (entfernt verwandt mit Carrom) ist besonders in Nordamerika weit verbreitet. In Deutschland ist das Spiel relativ unbekannt, das kann aber auch am hohen Preis liegen (über 100 Euro). Wir spielten die 2×2 Teamvariante. Zusammen mit dem Halbprofi Fabian konnte ich mich doch sehr klar gegen unsere Gegner durchsetzen. Den drei Mitspielern und mir hat Crokinole sehr gut gefallen (Bewertungsrange 3 bis 4,5 Sterne; unser Bewertungsschema), vielleicht liegt ja zu Weihnachten bei uns ein rundes “Stück Holz” unter dem Weihnachtsbaum.
Geschicklichkeit ist Trumpf
Da ich eine typische Sport-Couch-Potato bin und mir auch sehr gerne amerikanische Sportarten anschaue, hatte ich in Essen beim Titel Basket Boss blind zugegriffen. In einer 3er Partie testeten wir unsere Fähigkeiten unter dem Korb. Das Spiel fand ich absolut OK (1,5 bis 3 Sterne). Wenn ich es nicht schon hätte, würde ich es mir wahrscheinlich nicht kaufen, aber ich bereue den Kauf auch nicht. Das Thema wird nett umgesetzt und die Spielzeit ist angemessen kurz. Fabian scheiterte mit der “Bayern-Taktik”, erst möglichst viel Geld scheffeln um dann “blind” möglichst teuer alle Spieler zu kaufen. Mit seiner Truppe konnte er einfach keinen Meistertitel erringen. Knapp vor Detlef konnte ich das Spiel gewinnen (40, 39 und 31 Punkte).
mit Dirk Schrempf (kein Fehler) im Team, musste es doch klappen
In der selben Besetzung versuchten wir uns dann an einer Kartenversion eines Knizia Klassikers. Im Gegensatz zu Samurai wird es die Kartenversion sehr wahrscheinlich nicht in die Top 100 von BGG schaffen, denn bei uns kam das Spiel nicht gut an (meine Bewertungsrange 0,5 bis 2 Sterne). Dafür muss sich zumindestens bei mir ein Spiel schon wirklich anstrengen.
Die Partie hatte keinen Spannungsbogen, irgendwie spielten wir ein wenig lustlos vor uns hin und plötzlich gab es einen Gewinner (Fabian). Das Spiel funktioniert aber zumindestens uns hat es keinen Spass gemacht.
für mich definitiv kein Kauf, und das heißt was
Als nächstes kam mit Hansa Teutonica ein mir sehr gut bekanntes Spiel auf den Tisch. Da ich der einzige war, der es kannte, erklärte ich es den anderen drei (mit Uwe war ein neuer Mitspieler an den Tisch gekommen). Die anderen Spieler schlugen sich in ihrer Partie sehr gut. Ich dagegen mußte mich erstmal an die neue Grafik gewöhnen, da ich bisher immer nur den Prototypen gespielt hatte. Nach einer sehr engen Partie konnte Detlef knapp vor mir gewinnen (47, 46, 41 und 34 Punkte).
meine erste Partie des fertigen Spiels
Wieder zu dritt (diesmal mit Detlef und Jürgen) spielten wir dann ein wenig mit der Eisenbahn. In diesem Jahr kam mit Steam eine überarbeitete Version von Age of Steam heraus. Die Veränderungen im Grundspiel haben den Spielablauf ein wenig gestrafft, verkürzen so etwas die Spielzeit und vereinfachen insgesamt den Einstieg. So wird z.B. nicht mehr um den Startspieler geboten, sondern die gewählte Aktion eine Runde zuvor bestimmt die Spielerreihenfolge automatisch in der aktuellen Runde. Die Partie selber lief für mich ganz locker ab. Jürgen und Detlef behinderten sich gegenseitig und ließen mich in Ruhe zum Sieg “puzzeln” (74, 61 und 56 Punkte). Die Veränderungen (z.B. neue Güter bei Warennachschub/Urbanisierung bedingt auswählbar) und die neue Grafik gefallen mir sehr gut, so dass sich auch diese Version ggf. bald in meinem Spieleolymp wiederfindet (Bewertungsrange 4 bis 5 Sterne). Steam das bessere Age of Steam?
blau durfte ungestört bauen
Das nächste Spiel ist ein absoluter Abräumer von 2007. Neu hierzu gibt es jetzt die erste große Erweiterung - Agricola: Die Moorbauern. In einer 5er Partie stellten wir uns den neuen Herausforderungen (Moor- und Waldflächen, benötigte Brennwerte, neue Karten etc.). Wie so oft bei Agricola lief bei mir die Partie sehr wechselhaft. In der Mitte der Partie hatte ich mich schon emotional auf dem letzten Platz einzementiert, doch dann war das Ende für mich sehr überraschend. Hinter Kerstin konnte ich mir den 2. Platz sichern (33, 31, 30, 24 und 16 Punkte). Ob diese Erweiterung für mich wirklich ein Zugewinn ist, oder aber eines der besten Spiele der letzten Jahre für meinen Geschmack unnötig aufbläht, müssen weitere Partien aufklären (Bewertungsrange 3,5 bis 5 Sterne).
Moor oder nicht Moor, dass ist hier die Frage
Zwischendurch stellten sich Fabian und der kleine Steinschubser der Revanche bei Crokinole. Diesmal spielte das Damenteam (Kerstin und Dany) von Anfang an sehr konzentriert. Die Führung in den vier Runden ging hin und her. Zum Schluss hatten wir jedoch das Nachsehen. Egal wir hatten die erste Partie mit größerem Abstand gewonnen. OK das ist ein bißchen kindisch, aber egal, man(n) braucht immer eine Ausrede, bzw. es ist eine Kunst eine Niederlage in einen Sieg zu reden (Politiker haben in dieser Disziplin das höchste Level erreicht
).
Tagessieg trotz Niederlage
Da Mein Name ist Hase Elch nicht besonders teuer war und auch von Vlaada stammt, hatte ich es im Bundle mit den beiden anderen Neuheiten von CGE gekauft. Zu sechst, nein zu fünft (Jürgen wollte sich das nicht antun) stellten wir uns diesem Spiel. Ich habe kein Problem mich bei einem Spiel zum Affen zu machen, dann möchte ich aber auch Spass dabei haben, und den hatte keiner von uns. Für die nächste Partie heißt es für mich nicht 3-6 Spieler sondern 3-6 Promille, aber vielleicht tut es ja nur beim erstenmal weh (Bewertungsrange 0 bis 1,5 Sterne). Das Spiel wurde auch gewonnen, ich weiss nur nicht mehr von wem.
unsere Gesichter erspare ich dem Leser
Danach spielten wir noch zwei richtig gute Absacker. Bei Dixit waren wieder die Einwortchampions unterwegs :-). Diesmal ließ uns Fabian keine Chance und konnte sich mit 18 Punkten durchsetzen. Das letzte Spiel des Abends war dann mal wieder Tumblin-Dice in voller Besetzung als 6er Partie. Diesmal war es richtig knapp. Jürgen konnte sich vor Dany und mir durchsetzen (207, 205, 199, 177, 120 und 109).
Dixi(t) - viel besser als sein Name
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Willingen 2009 - Dienstag 17.11.2009
30.11.2009 von Thomas.
Die Pokernacht hatte doch ein wenig zu lange gedauert, so dass ich am Dienstag Morgen etwas in den Seilen hing. Da Schwächeln nach der Spiel in Essen nicht geht, es sind einfach zu viele Neuheiten, starteten wir direkt mit einer weiteren längeren Neuheit in den Tag. Der letzte Teil der “Ernte-Trilogie”, Vor den Toren von Loyang, hat natürlich einen großen Rucksack zu tragen. Nicht nur aus diesem Grund war ich sehr auf die Qualität dieses Spiels gespannt. Zu viert erarbeiteten wir uns die Regel. Das Endergebnis war, aufgrund des Wertungsmechanismus auch nicht anders zu erwarten, sehr knapp. Andre konnte aufgrund des ersten Tiebreakers mit 18 Punkten vor Jürgen gewinnen (18, 18, 17 und 16 Punkte).
auch hier muss Ernten gelernt sein
Bei der ersten Partie gefiel mir Loyang richtig gut (Bewertungsrange 3 bis 4 Sterne, unser Bewertungsschema). Zwar bin ich mir ziemlich sicher, dass es für mich nicht an die beiden Vorgänger (beides 5 Sterne) Agricola und Le Havre herankommt, aber es ist trotz der Verwandtschaft sehr eigenständig und kam auch bei meinen Mitspielern gut an. Gerade der Mechanismus mit dem wechselnden Spielpartner in einer 4er Partie gefiel mir sehr gut. Zwar ist jede Runde für sich hauptsächlich ein 2 mal 2 Personenspiel (verkürzt die Gesamtspielzeit), aber gerade der Versuch den ggf. richtigen Partner für die eigenen Helferkarten zu bekommen, ist ein weiterer interessanter Mechanismus, der jedoch nur in der 4er Partie zum Einsatz kommt.
bei Loyang sollte man die Kunden nicht verärgern
Dann waren wir nur noch zu dritt und spielten einen weiteren Prototypen. Diesmal war es ein Legespiel, von dem wir drei verschiedene Varianten spielten. Da meine Frau Legespiele sehr gerne spielt, das Spiel schon sehr weit war und uns auch Spass gemacht, hätten wir ein fertiges Spiel sofort gekauft.
Als nächstes kam ein Spiel mit Lokalkolorit unserer Nachbarstadt auf den Tisch. Colonia von Queen Games braucht auf jedenfall einen etwas größeren Spieltisch, da das zusammensteckbare Spielbrett einiges an Platz benötigt. Nach der ersten Partie ist Colonia für mich ein typischer Vertreter von “ich würde es immer mitspielen, aber nicht unbedingt vorschlagen” (Bewertungsrange 1,5 bis 3 Sterne). Kölner die gerne anspruchsvolle aber doch sehr lineare Familienspiele mögen, sollten sich Colonia natürlich anschauen.
Unsere Partie konnte Andre mit 28 Punkten gewinnen. Nun ja, hier war leider für mich nur der letzte Platz reserviert.
in 7 Tagen durch Köln
Irgendwie hatte mich die Partie “gestresst”, so dass ich mit heftigen Kopfschmerzen mir erstmal eine längere Auszeit nahm und eine ganze Zeit an verschieden Spieltischen zuschaute. Als ich gegen 23 Uhr ein Angebot zu einer Absacker Partie Puerto Rico, ein weiteres Spiel mit der Höchstwertung von 5 Sternen, bekam, konnte ich nicht nein sagen. Mit 45 Minuten (inkl. Auf- und Abbau) war es wirklich eine sehr flotte 4er Partie. Mit 46 Punkten konnte ich mir, nur knapp geschlagen (47, 46, 39 und 36 Punkte), einen guten 2. Platz sichern.
eine so schnelle Partie, dass ich nur noch den Abbau fotografieren konnte
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