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Archiv der Kategorie Magic - The Gathering

Die deutschen Magic Meisterschaften in Iserlohn

An diesem Wochenende fanden in Iserlohn die jährlichen Nationals statt. In den Jahren zuvor war mir die Fahrt nach Aschaffenburg immer zu weit gewesen. Aber eine gute Stunde Fahrt konnte natürlich nicht mehr als Ausrede herhalten, so machte ich mich am Donnerstag mit einem bereits qualifizierten Nachwuchspieler aus dem hiveworld auf den Weg nach Iserlohn. Da ich nur schlecht die Staugefahr einschätzen konnte und ich auf jedenfall den ersten Last-Qualifier um 9 Uhr mitspielen wollte, fuhren wir bereits um 7 Uhr vom Bahnhof Leverkusen-Mitte los. Natürlich kamen wir sehr gut durch und bereits um kurz vor 8 stellte ich meinen Wagen auf dem noch fast leeren Parkplatz ab.

Das war irgendwie doch ein wenig früh, so dass wir uns erstmal auf die Suche nach Frühstück den Berg runter zum Bahnhof bewegten. Iserlohn ist übrigens zumindestens an dieser Stelle ziemlich hügelig, was ich auf dem Weg zur Parkhalle (Veranstaltungsort) schnaufend feststellen mußte. Nach und nach trudelten weitere Spieler und dabei auch aus meinem Stammladen bekannte Gesichter vor der Halle ein. Natürlich drehten sich fast alle Gespräche um Magic. Gegen 9 durften wir dann auch in die Halle. Da die meisten von uns - ich natürlich auch - noch nicht für die deutsche Meisterschaft qualifiziert waren, stellten wir uns in die Schlange für die Anmeldung zu den verschiedenen Last Qualifier Turnieren an. Ich entschied mich in meinem ersten Versuch für ein Turnier im Standard Format.

endlich raus aus der Schlange …

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… und in die noch fast leere Halle hinein

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Die Last Qualifier laufen immer gleich ab. Man kann sich für ein Turnier anmelden und hat dabei die verschiedensten Formate (z.B. Legacy, Draft, Sealed) zur Auswahl. In dem Moment wo sich 31 weitere Spieler für dieses Format entschieden haben, geht es sofort los. Da auch die eigentlichen Meisterschaften im Standard Format (und dazu am 2. Tag Draft) abgehalten werden, sind die meisten Last Qualifier Standard Turniere. So mußte ich nicht lange warten und mein erster Qualifier (auch insgesamt der erste) wurde mit den Paarungen ausgerufen. Um sich für die deutsche Meisterschaft zu qualifizieren, muß man Last (wo)man Standing spielen, also 5 Runden gewinnen und als Sieger des Turniers übrig bleiben. Das sollte doch kein Problem sein. :-)

an diesem Tisch sollte meine (Standard) Siegesserie starten

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Ich trat natürlich (wahrscheinlich als Einziger in allen Qualifikationsturnieren) mit meinen weiß-grünen Verbündeten (Allies) an. So war mein Gegner auch ziemlich überrascht, als ich den ersten Ally ausspielte. Da macht man sich so viele Gedanken über das Metagame, welche Decks werden wohl besonders oft gespielt auf diesem Turnier und wie kann ich gegen diese bestehen, und dann kommt jemand wie ich und spielt ein absolutes Random Deck. :-) Das erste Spiel gegen sein Artefakt Tempered Steel Deck hätte ich auch beinahe gewonnen, wenn ich nicht überlesen hätte, das aus seinem Schrein auch Artefakte (Myr Token) “geboren” und somit vom Tempered Steel gepumpt werden. Irgendwie hatte ich weiße Soldaten Token im Hinterkopf, das wäre aber auch total schlecht in seinem Deck gewesen, deshalb hätte ich schon stutzig werden sollen.

ein Random Foto :-)

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Im zweiten Spiel überrannten meine Allies einfach seine Artefakte. Das eigentliche Problem war jedoch, das in meinem Sideboard (”Ersatzbank”) bis Mittwoch 23:00 noch zweimal die richtige Antwort (Schleichende Korrosion) enthalten war, ich diese dann aber für nicht eingesetzte “Einblicke des Jägers” austauschte, weil ich mir sicher war, nicht viele Artefakte zu Gesicht zu bekommen. :-) Im dritten Spiel hätte ich aber genau diese Karte gebraucht, denn sein Start mit Mox, Memnite, Vault Skirge, Signal Pest und 2x Steel Overseer war für meine “Warum-nehme-ich-eigentlich-keinen-Mulligan Hand” einfach zu schnell. Sicherlich wäre ich schon gerne noch zwei Runden weiter gekommen, ab da gab es immerhin Boosterpreise, aber ich war ja hauptsächlich zum Draften gekommen. Also ging ich schnell zum Anmeldestand und meldete mich für den zweiten Draft Last Qualifier (laufende Nummer 7) an.

hier hätte ich mein Standarddeck verbessern können

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Obwohl jetzt viele Spieler in Turnieren gebunden waren, mußte ich auch hier nicht lange warten. Natürlich hatte ich die Hoffnung in meinen Boostern jeweils eine wertvolle Bombe (extrem spielstarke Karte) aufzumachen. Dieser Wunsch wurde leider nicht erfüllt, trotzdem war ich mit meinem schwarz roten Deck (Highlights: Blood Ogre, Incinerate, Volcanic Dragon, Flameblast Dragon, Shock, Doom Blade und Royal Assassin) zufrieden. In der ersten Partie konnte ich mich gegen ein blau-weißes Bärendeck inkl. Sun Titan 2:1 durchsetzen. Mein Goblin Tunneler war gegen seine Illusionen einfach zu stark. :-)

In der zweiten Runde spielte ich dann bereits gegen einen richtig guten Spieler. Sein Deck war zwar nicht überragend, konnte mich aber immer wieder unter Druck setzen. 2x Vampire Outcasts + 2x Lawkeeper und Oblivion Ring waren im ersten Spiel einfach zu viel für mich. Im zweiten Spiel lief es eigentlich noch schlechter, da ich meine Bomben und Removals nicht zog und seine Kombination aus Throne of Empires und Onyx Mage für mich nicht zu handeln war. Obwohl ich nicht den Top 8 Draft erreichte und auch nichts von Wert aus den Boostern mit nach Hause nehmen konnte, war ich nach diesem Draft doch zufrieden. Sofort lief ich wieder zum Anmeldestand und trug mich in die Liste für den nächsten Draft Last Qualifier ein.

jetzt war der Saal schon gut gefüllt

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Die Parkhalle war mit ca. 300 - 400 Magicspielern darunter ca. 5-10 Frauen, jetzt richtig gut gefüllt und überall wurde gespielt, getauscht und gefachsimpelt. Diesmal dauerte es jedoch einige Zeit, bis ”mein” Turnier die Zahl 32 Spieler erreicht hatte. Aus diesem Grund nutzte ich die Gelegenheit erstmal für eine Stärkung im gastronomischen Bereich (Theke) der Halle. Die Preise für Essen und Trinken waren insgesamt ausgesprochen günstig und die Qualität war OK. Danach schlenderte ich ein wenig durch die Halle und schaute dem einen oder anderen Kölner über die Schulter. Besonders interessant waren die Spiele vom Christopher mit seinem Artefakt Kontrolle Deck. Irgendwann wurde dann doch der Last Qualifier Nummer 13 aufgerufen.

Im ersten Booster konnte ich mir als First Pick mit Angelic Destiny direkt eine Bombe, die auch noch etwas Wert ist, einverleiben. Da ich mit Spirit Mantle noch eine weitere gute Aura picken konnte und im dritten Booster meine bisherigen Farben weiß und blau eher schwach vertreten waren, entschied ich mich noch kurzfristig für einen Grün Splash für zweimal Sacred Wolf und Trollhide. Gerade der Spielzug, eine der drei guten Auren auf Sacred Wolf, sollte meine Gegner noch zur Verzweifelung bringen. Insgesamt fand ich mein Deck OK aber mit Luft nach oben (Highlights: MindControl, Beltower Sphinx, Angelic Destiny und Gideon’s Lawkeeper).

der Nachteil wenn man weit kommt => Aufmerksamkeit

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In der ersten Runde durfte ich gegen ein schwarz rotes Deck ran. Im ersten Spiel kam das Timely Reinforcements und danach das MindControl zur richtigen Zeit, um das bereits verloren geglaubte Spiel noch zu drehen. Im zweiten Spiel konnte mich selbst ein früher doppelter Royal Assassin nicht stoppen, denn ich antwortete mit Angelic Destiny auf Sacred Wolf. Hätte ich direkt gesehen, dass mein selbstgebauter 7/5 Engel nicht nur fliegen kann sondern neben hexproof auch Erstschlag hat, wäre das Spiel noch schneller vorbei gewesen, da ich so erst auf mein MindControl wartete, um seinen 6/6 Drachen zu übernehmen. Bei einer guten Boardposition kann man auch schon einmal schlecht spielen. :-)

In der zweiten Runde durfte ich gegen ein blau weißes Deck ran. Die Komposition aus Angelic Destiny auf Sacred Wolf führte zu einer Aufgabe meines Gegners mit noch 13 Leben. Im zweiten Spiel war er so schnell bzw. ich so langsam, dass ich einfach keine Chance hatte. Im entscheidenen Spiel ging es lange hin und her, so dass mir der Azure Mage diesmal einen großen Sack Kartenvorteil bescherte. Den entscheidenen Treffer ermöglichte mir diesmal jedoch Frost Breath, da ich so seine beiden Crumbling Colossus tappen und den letzten Schaden durchdrücken konnte.

Sollte ich etwa doch noch hier spielen?

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Dann mußte ich mir erstmal eine Belehrung von oben herab anhören, dass man in M12 nicht dreifarbig draften könnte (ich hatte immerhin zwei Ponder und Glacial Fortress) und dass das total schlecht wäre. Hm, mich wundert nur, dass er bei seinem ganzen Wissen ein so schlechtes Deck gedraftet hatte. Ich weiß ja, dass ich nicht besonders gut spiele und vielleicht bin ich ja zu altmodisch, aber wenn ich gerade verloren habe, gratuliere ich meinem Gegner und halte es mit Dieter Nuhr (Einfach mal die Fresse halten). :-)

Tja und somit war ich nun im Final Draft dieses Last Qualifiers. Irgendwie hatte mir der Zug Aura auf Hexproof Kreatur so gut gefallen, dass ich nun den Versuch startete dies konsequent zu forcieren. Das Endergebnis gefiel mir eigentlich auch ziemlich gut: sieben Hexproof Kreaturen (der Elf, der Wolf und der blaue Flieger), leider nur zwei Trollhide als einzige Auren, zweimal Titanic Growth, Overrun, Arachnus Spinner mit 2x Netz und Azure Mage. Dazu noch weitere solide Kreaturen und zweimal Manabeschleunigung (Llanowar Elves und Birds of Paradise). Ein wenig hatte ich sogar die Hoffnung noch eine Runde weiter zu kommen.

Was dann jedoch geschah, gehört zu den dunkelsten Kapitel meiner bisherigen Magic Geschichte. Normalerweise gelte ich eher als viel zu vorsichtig, aber diesmal lief ich absolut Amok. Hätte ich langsamer und überlegter gespielt, hätte ich meinen Gegner mit seinem nicht gerade überragenden Deck vielleicht sogar schlagen können. So waren die beiden Spiele bereits nach 15 Minuten beendet und mein Gegner konnte sich über das Freilos mit Beinen aus Leverkusen freuen. Wer mich kennt, weiß das ich Magic just for fun spiele und auch Niederlagen ziemlich gut wegstecke. Diesmal war ich jedoch so frustriert über meinen spielerischen Gesamtaussetzer, das ich wutentbrannt mit meinen zwei Preisboostern die Halle verließ und mir noch auf der Fahrt vornahm, nie wieder Magic zu spielen.

Jetzt nach gut vier Tagen interessiert mich mein “Gedanken-Geschwätz” von Donnerstag nicht mehr. Natürlich werde ich weiter Magic spielen, wer sollte sonst die Magic-Gemeinde mit seinen ganzen Fehlern unterhalten. :-) Mir hat der Tag in Iserlohn sehr gut gefallen, und ich werde auch nächstes Jahr, wenn es zeitlich passt, wieder zum Last Qualifier Tag fahren.

Donnerstag 07.04.2011 - it’s Magic

Nachdem ich am letzten Donnerstag für das Algemeinwohl auf meinen wöchentlichen Draft verzichtete, da wir sonst einen 9er Draft gehabt hätten, wollte ich diesmal unbedingt spielen. Tja und was soll ich sagen, wieder waren wir 9 Spieler, die sich die Karten zuschieben wollten. Mir war es diesmal egal, also ran an die Booster. Als erstes fing wieder die normale Diskussion an: Buhu in Scars sind ja keine wertvollen Karten, lasst uns doch Tripple Besieged draften. Am Anfang habe ich mich darüber immer aufgeregt, da ich zumindestens in den ersten Drafts das von Wizard vorgesehene Format spielen wollte. Inzwischen ist es mir egal. Ich frage mich nur, ob diese Leute auch beim Kinobesuch überlegen, kann ich die gebrauchte Kinokarte noch gewinnbringend auf KKM (Kinokartenmarkt :-) ) verkaufen? Mir geht es um 3 bis 4 Stunden Spass, da sind 10 Euro absolut OK. Immerhin durfte nach längerer Diskussion doch noch ein Scars Booster mitspielen.

Die ersten vier Booster waren extrem leer, so dass meine ersten Picks nichts gutes erwarten ließen: Septic Rats, Morbid Plunder, Strandwalker und Brass Squire. On the road to 0:4. Dann kam jedoch der Pick, der das ganze doch noch ändern sollte: Hellkite Igniter. Immerhin eine Limited Bombe, da könnte rot frei sein. Außerdem konnte ich noch jeweils ein(en) Blisterstick Shaman, Ogre Resister und Burn the Impure einsammeln. Im zweiten Booster machte ich dann mit Hero of Oxid Ridge eine farblich passende Bombe auf. Weitere gute rote Karten folgten und mit zwei Viridian Emissary und einem späten Fangren Marauder war auch die zweite Farbe gefunden.

Im Scars Booster wurde es dann ganz wild. Der Anfang war eher bescheiden, dann kam aber als 9. Pick Turn to Slag, als 10. Oxidda Scrapmelter und als 11. Barrage Ogre. Da wußte ich es endgültig, auch ich kann mich beim Draft mal für die richtige Farbe entscheiden. Hier mein Deck: 7 Forest, 10 Mountains, Hellkite Igniter, Hero of Oxid Ridge, 2 Blisterstick Shaman, Turn to Slag, 2 Burn the Impure, Into the Core, Ogre Resister, Barrage Ogre, Oxidda Scrapmelter, Acid Web Spider, Fangren Marauder, 2 Viridian Emissary, Molder Beast, Perilous Myr, Strandwalker, 2 Spin Engine, Tangle Hulk, Tumble Magnet und Wall of Tanglecord. Relevante Sideboardkarten: Flameborn Hellion, 3 Kuldotha Ringleader, Panic Spellbomb, Pistus Strike, Metallic Mastery und Ezuri’s Archer.

Im ersten Match durfte ich gegen meinen rechten Draft-Nachbarn ran. Er hatte ein, sagen wir es mal nett, suboptimales Weiß-(schwarz, wenn ich mich richtig erinnere)-grünes Infektdeck “zusammengestellt”. Putrefax und zwei Priests of Norn stellten die größte Bedrohung in seinem Deck dar. Meine vielen Removals plus die Qualität meiner Kreaturen waren einfach zu gut für das Deck meines Gegners. Somit konnte ich nicht gerade überraschend, das Match mit 2:0 für mich entscheiden, und das obwohl ich das 2. Spiel mit sieben Ländern auf der Hand beendete. Das 2. Match durfte ich gegen ein weiß-grünes Deck bestreiten. Da konnten mich in beiden Spielen auch je zwei Soul Parry! nicht aufhalten. Was er sonst so spielte? Keine Ahnung. :-) Also wieder 2:0.

Im dritten Match durfte ich gegen den einzigen weiteren Rot-Drafter an unserem Tisch antreten. Er konnte ebenfalls einige Removals einsacken (z.B. 3x Burn the Impure) und spielte im Gegensatz zu mir dazu weiß. Auch er stand bis zu diesem Match 2:0, jedoch fehlten ihm die Bomben in seinem Deck. Überraschenderweise (oder aber auch nicht) spielte bei mir nicht einer der beiden roten Bomben die Hauptrolle, sondern in beiden Spielen zeigte der Fangren Marauder seine Stärke gegen Nicht-Infekt-Decks. Beide Spiele liefen ziemlich glatt ab, da mir der Marauder immer wieder ein wenig Leben schenkte. Somit stand ich für mich überraschend mit 3:0 im Draft “Endspiel”. Da sieht man wieder einmal, Magic hat einen nicht unerheblichen Glücksanteil. :-)

Das letzte Match durfte ich dann gegen ein blau-schwarz-weißes Deck mit sehr vielen guten Karten (z.B. Carnifex Demon und Quicksilver Gargantuan) spielen, das leider auch noch von einem guten Spieler pilotiert wurde. Das erste Spiel ging hin und her. Als ich seinen Carnifex Demon mit Turn to Slag abrüsten konnte, drehte sich das Spiel endgültig zu meinen Gunsten. Leider reichte mir dieser Sieg anscheinend, da ich weder meine beiden Karten gegen seine Flieger (Pistus Strike und Ezuri’s Archer) boardete noch wirklich konzentriert weiter spielte. Die beiden Zuschauer schüttelten zumindestens bei Spiel 2 und 3 immer wieder ihre Köpfe, waren wohl nicht alles optimale Züge. :-) Irgendwie ließ mich aber auch mein Deck ein wenig im Stich, so daß seine vielen Removals und im zweiten Spiel Inkmoth Nexus und im dritten Spiel Carnifex Demon für mich nicht zu besiegen waren, für jemand anderes vielleicht schon. :-)

Mit dem Ergebnis von 3:1 war ich natürlich trotzdem zufrieden. Dies war immerhin mein bis dahin bester Besieged Draft. Auch die “Preisausschüttung” konnte sich sehen lassen: Green Sun’s Zenith, Phyrexian Revoker,  Kemba und Myr Welder.

Magic - PreRelease Mirrodin Besieged 29.01.2011

Viermal im Jahr kommt für Magic eine neue Edition heraus. Also stand ich mal wieder um 9:40 an diesem Samstag als erster vor dem hiveworld in Köln, wie es sich für die erste Edition des Jahres gehört bei gefühlten minus 15 Grad. Wahrscheinlich bin ich einer der wenigen Spieler für die Scars of Mirrodin als Draft Edition noch nicht ausgelutscht ist, trotzdem freute ich mich natürlich auch auf die neue Edition. Kurz vor 10 wurde die Tür geöffnet und die kleine Traube enterte mit mir an der Spitze die Theke.

Bin ich gut oder böse?

Im Gegensatz zu bisherigen Editionen mußte ich mich jetzt für eine Seite entscheiden. Wizard hatte sich für das PreRelease etwas neues einfallen lassen. Neben den drei Boostern Scars of Mirrodin erhielt man abhängig von der eigenen Entscheidung entweder drei Booster von der Phyrexian oder der Mirran Fraktion. Tja, die Story dahinter kenne ich jetzt nicht, aber irgendwie haben sich diese beiden Fraktionen auf Mirrodin richtig lieb. :-) Mir persönlich ist es ja egal wer gewinnt, jedoch hatte ich im Netz gelesen, dass wahrscheinlich die Decks der Mirran Fraktion ausgeglichener sind, dafür die Phyrexian Seite die schlechtesten aber auch die besten Decks (wenn man Glück hat) stellen wird. Da ich ja jede Partie mit der grauen Leyline “Schutz vor gutem Spiel” beginne, ist natürlich Glück das einzige was mich zum Erfolg zwingen kann. Also entschied ich mich für die dunkle Seite der Macht und packte die Phyrexian Promo Glissa in meinen Ordner.

Nach und nach kamen die ganzen mir bekannten und wenige unbekannte Spieler in den Laden, so dass die Schlange am Tresen eine ganze Zeit gut gefüttert wurde. Neben uns “normalen” Spielern nehmen immer wieder auch bekanntere Spieler diese Möglichkeit war (diesmal z.B. auch der erste deutsche Pro Tour Sieger). Wie eigentlich immer bei den PreReleases der letzten Editionen war das hiveworld gegen 11 Uhr bis auf den letzten Platz gefüllt, so dass das Turnier mit insgesamt 64 Spielern beginnen konnte. 34 davon hatten sich für Phyrexian entschieden, die Schlacht um Mirrodin konnte beginnen.

 10:25 - das hiveworld ist bereits gut gefüllt

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“Geld” oder spielstarkes Deck?

Tja, die Hofnung stirbt natürlich immer zu letzt, aber sie stirbt. Wie bei den letzten drei PreReleases konnte ich nicht (ganz) zufrieden sein. Werttechnisch war es ein Schuss in den Ofen, meine Rares: Entfernte Erinnerungen, magnetische Mine, Knochenhort, Kupferlinienschlucht, Schleifuhr, Silberrüstung und Infektionsmaschine (Foil). Noch nicht einmal ein Memnite wollte den Wert des Haufens retten. :-) Da ich mich ja bereits für Phyrexian entschieden hatte und immer noch mit den Ausläufern einer Bronchitis kämpfte, war die Entscheidung auf Infekt zu setzen vorgegeben. Ich machte zwar genug Infekter auf, leider fehlten mir ein paar frühe Beater, Removals und die eine oder andere Bombe.

Schließlich entschied ich mich für eine schwarz-grüne Variante des Infekt-Decks. Die Highlights: Infektionsmaschine, Silberrüstung (leider zu klobig), Hautschmelzer (in jedem Deck gut), Virulente Wunde, Seuchenstachler, Fäulniswitwe, Palladiummyr, Fleischfressender Bold, Tel-Jilad-Gefallener, Schinderhülle, Ungezähmte Macht und Trigon der Wut. Da gibt es doch bessere Decks, und genau so eins hätte ich für ein erfolgreiches Turnier benötigt. Drei gute weiße Infekter und ein rotes Removal mit Doppelrot blieben in meinem Sideboard.

Lasst die Spiele beginnen!

In der ersten Runde durfte ich gegen einen guten Spieler aus dem hiveworld antreten. Leider bekam ich hier direkt die Höchststrafe verpasst. Die erste Partie verlor ich gegen ein Nicht-Infekt-Phyrexian Deck. Für die zweite Partie boardete er komplett um, was nach einer ersten Niederlage schon ein wenig nervt, um mich dann mit einem O-Ton God-Draw in 5 oder 6 Runden mit seinem neuen schwarz-grünen Deck zu infizieren. Danach wiederholte er gefühlte 20x das Wort God-Draw. Hallo ich war dabei, Salz für meine Wunde brauche ich nicht. :-) Da war ich schonmal bedient.

In der nächsten Runde durfte ich gegen einen mir unbekannten Spieler antreten, der sicherlich vom Können her meinem ersten und dritten Gegner (dazu gleich mehr) nicht ganz das Wasser reichen konnte. Im Mirror setzte ich mich auch Dank von Länderproblemen meines Gegners in beiden Partien durch. Vielleicht habe ich ja ein wenig Glück in den nächsten Runden, und bekomme weiterhin Gegner auf Augenhöhe.

Tja, leider mußte ich dann gegen Andre aus dem hiveworld ran. In den vielen Partien bei diversen Turnieren (Sealed und insb. Draft) konnte ich mich bisher nur einmal durchsetzen. Für meinen Sieg in meiner Anfangsphase muß ich heute noch bezahlen :-) . Irgendwie liegt mir dieser Gegner nicht oder anders gesagt, er spielt einfach zu gut für mich. Nach der ersten Niederlage boardete ich Kamikaze like mit weiß eine neue Farbe ein, und versuchte es nun mit der Luftunterstützung. Endergebnis 0:2. In allen sechs Spielen kam weder die Silberrüstung noch die Infektionsmaschine zum Einsatz. Für ein Infekt Deck war meine Wahl einfach viel zu langsam.

Tata, ein neues Format ist da

Bereits vor der dritten Runde hatte ich mir vorgenommen, bei einer Niederlage für die vierte Runde etwas ungewöhnliches zu bauen. Ein neues Format wurde am Samstag geboren: “Highlander Sealed”. Die Regeln sind sehr einfach. Es müssen mindestens 100 Karten gespielt werden, im Gegensatz zum Original dürfen aufgrund des kleinen Pools jedoch auch Karten mehrmals gespielt werden. Mein Deck war 104 Karten groß, ok mehr Hüllen hatte ich auch nicht dabei, und bestand aus allen spielbaren Karten mit Ausnahme von blau. Immerhin sollte es ja die nächste Runde gewinnen. :-)

 nicht nur ein kleiner Unterschied: Sealed vs. “Highlander Sealed”

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Glücklicherweise bekam ich in dieser Runde mit Ralf einen “alten” hiveworld Recken zugelost, ein entspanntes Spiel konnte beginnen. Die erste Partie hätte ich laut dem Judge, der natürlich dem Haufen interessiert zuschaute, bereits gewinnen können. In der zweiten Partie war mein Gegner Mana Screwed, dagegen zog ich mir alles rein was ich brauchte, so dass ich ihm auch den 10. Poison Counter “schenken” konnte. Da konnte selbst ich meinen Jubel nicht verbergen, der sich sonst aus Respekt vor dem Gegner eher zurückhält. Selbst vereinzelter Applaus konnte man im hiveworld vernehmen. OK, in der dritten Partie hatte ich keine Chance, da mir leider das 2. bzw. dritte grüne Mana fehlte.

Da ich noch nicht 100% fit war, reichten mir dann auch die vier Runden. Wieder einmal hat ein PreRelease im hiveworld richtig Spass gemacht. Nette Gegner, gute Organisation, leider wenig Kartenglück dafür aber wieder viel gelacht. Nebenbei noch ein neues Format erfunden und mich weiter den 1.500 Punkten von oben angenähert, ein perfekter Magic Samstag. :-) Die Schlacht gewann übrigens Phyrexian, da die ersten drei Plätze von Vertretern dieser Fraktion belegt wurden. Am 2. PreRelease im hiveworld (Start 18:00) nahmen dann erneut 41 Spieler teil, da kann man nur sagen, Magic ist tot. :-)

Magic gegen den Strom - Standard 07.01.2011

Da ich mein Ziel von 2.000 Ranglistenpunkten aufgegeben habe :-) , kann ich ja jetzt unbeschwert aufspielen. So habe ich mir vorgenommen, bei allen Constructed Turnieren mit für meine Gegner überraschenden Decks (Marke Eigenbau) anzutreten. Da ich an diesem Freitag nur wenig Zeit für Deckbau hatte, schnappte ich mir mein Naya Ally Deck, kürzte rot raus (ich wollte fast nur mit Standardländern spielen :-) ) und stellte mir ein überraschendes Sideboard zusammen.

9 Wälder, 13 Ebenen und 1 Sonnenblütenhain; 4 Kabira Evangel, 3 Talus Paladin, 4 Hada Freeblade, 4 Kazandu Blademaster, 4 Ondu Cleric, 4 Harabaz Druid, 4 Oran-Rief Survivalist, 4 Join the Ranks, 3 Eldrazi Monument, (leider nur) 2 Mimic Vat, 1 Overhelming Stampede.

Sideboard: 3 Ebenen, 4 Felidar Sovereign, 4 Luminarch Ascension, 3 Baneslayer Angel, 1 Iona, Shield of Emeria.

In meiner ersten Begegnung durfte ich mich mit Vampiren rumschlagen. Sehr gerne hätte ich das Gesicht von meinem Gegner fotografiert, als ich als erstes einen Oran-Rief legte. Mit einem sehr überraschten Gesicht kommentierte er: Ahh Allies. Tja das Metagame ist manchmal unberechenbar. :-) Da er jedoch meine ersten vier Verbündete mit Removals bzw. gekickten Gatekeeper entsorgen konnte, hatte ich in der ersten Runde keine Chance. Also mußte mein “überraschender” Sideboardplan ran: zwei Wälder, die drei Eldrazi Monumente und zwei Oran-Rief raus, drei Ebenen, drei Baneslayer und Iona dafür rein. Schaun mer mal.

Diesmal war mein Start besser. Durch Ondu Cleric (später auch in der Mimic Vat), Talus Paladin und weiteren Verbündeten konnte ich mich zwischenzeitlich auf knapp 60 Leben spielen. Kurzzeitig wurde es noch mal knapp, da ich keine er aber dafür mehrere seiner hochwertigen Kreaturen (Grave Titan, Vampire Nighthawk und Bloodwitch) legen konnte. Spätestens aber als ich seinen Grave Titan mit mehreren Verbündeten ohne Umweg direkt in meine zweite Mimic Vat beförderte, drehte sich das Spiel erneut. Jede Runde Leben über die eine und vier 2/2 Token über die andere Mimic Vat sind schon eine Ansage.

Die entscheidende Partie fing mein Gegner an, noch 5 Minuten zu spielen. Ich legte ein paar Verbündete, er kaum etwas. Mit Memoricide zog er meine beiden Mimic Vat aus dem Nachziehstapel heraus. Situation beim zweiten Extrazug: Er hatte 7 Leben, ich nur 4 kleine Verbündete (inkl. 1x “Mana-Mach-Ally”, drei Schaden machbar) und vier Länder liegen, er nur 5 Länder. Er überlegt etwas länger und sagte dann go, da er sich sein Consume the Meek anscheinend für den vierten Extrazug aufsparen wollte. Leider hatte ich alles für den Sieg auf der Hand. Land gelegt, die fünf Länder und den Harabaz Druid für vier weitere Mana getappt und ich legte Überraschung Iona, blokierte damit alle schwarzen Sprüche und sagte GO. Mein Gegner schaute ganz ungläubig und überlegte sicherlich noch zwei bis drei Minuten bis er mir gratulierte. Tja, da hat ja mein Sideboardplan funktioniert. :-)

Im der zweiten Runde durfe ich mich mit einem sehr schnellen Boros Deck auseinandersetzen. Die Geschichte ist sehr schnell erzählt. In der ersten und dritten Partie fing er an, in der Mitte hatte ich das Vergnügen. Genauso verteilten sich dann auch die Siege. Derjenige der anfing, war einfach zu schnell. Obwohl ich in der dritten Partie eine ziemlich gute Starthand hatte, zwangen mich zwei Goblin Guide und dann mehrere Burn Sprüche für meine Kreaturen in die Knie. Gesamtstand nach zwei Runden: 1:1.

In der dritten Begegnung spiele ich gegen Elfen, als Mono Grün. Da er (natürlich) keine Removals hatte, konnte ich meine Ally Armee jeweils ungestört entwickeln. Spätestens nach dem jeweils Talus Paladin zusammen mit Kabira Evangel lag, konnte ich immer mit Lebensverknüpfung und Schutz vor grün angreifen. In der ersten Partie hatte ich einen Ondu Cleric in der Mimic Vat für permanenten Nachschub von Verbündeten. Die zweite Partie ging dann so schnell vorbei, das bereits ein Angriff mit Schutz vor grün die Entscheidung brachte.

Danach droppte ich, da abends ja noch unser wöchentlicher Spieletreff im Engelshof anstand. 2:1 mit einem eigenkreierten Ally-deck, da war ich doch sehr zufrieden. Mal sehen was ich als nächstes aus dem Hut zaubere. Da ich leider höchstwahrscheinlich am kommenden Samstag nicht am Extended PTQ in Köln teilnehmen kann, werde ich meinen Plan, auf einem Extended/Legacy Turnier mit einem einfachen Standard Deck anzutreten, leider verschieben müssen. :-)

Magic, Thomas und ein perfider Plan

Da ich Magic erst im “hohen” Alter begonnen habe, es für mich aufgrund meiner weiteren Spielaktivitäten nie eine so große Rolle spielen kann wie für die meisten Magic-Spieler auf den Turnieren und ich deshalb nie über den Status eines motivierten Anfängers :-) hinauskommen werde, reifte schon in den letzten beiden Wochen in mir ein Plan für meine kurz- bzw. mittelfristige “Magic-Karriere”. Nach meinem sehr überraschenden Erfolgserlebnis im Dezember 2009 (Top 8 PTQ mit Drop :-) ) und einem Punktehöhenflug auf 1.770 (Ranglisten)Punkte mußte ich in den letzten Monaten einsehen, dass mein Ziel 2.000 Punkte zu erreichen, etwas utopisch war. :-) Gerade die Edition Scars of Mirrodin hat mir meine natürlichen Grenzen aufgezeigt.

Hier mein neuer Plan: Ich werde im Draft und Sealed neue Strategien verfolgen, im Standard eher ungewöhnliche Decks auswählen (mein Playset Jace 2.0 bleibt also zuhause) und im Extended vielleicht mit Standarddecks antreten. Das alles müßte meinen Fall (bin bereits unter 1.700 Punkte) noch beschleunigen. Mein Ziel ist es unter 1.500 Punkte zu kommen und dann zu den 500 schlechtesten Ranglistenspielern Deutschlands zu gehören (von ca. 13.000 gelisteten Spielern). Diesen Teil meines Planes könnte ich ja noch schaffen, problematischer wird es dann mit dem 2. Teil meines Plans.

Wenn ich dann unter 1.500 Punkte angekommen bin, möchte ich es erneut in die Top 8 eines großen Turniers (PTQ oder Grand Prix) schaffen. Wenn dann die ganzen Verlierer auf meinem Siegeszug auf ihre verlorenen Punkte schauen, werden sie sehr überrascht sein. :-) Zur Erklärung für alle Nicht-Magic-Spieler: Bei einer Niederlage verliert ein Spieler besonders viele Ranglistenpunkte, wenn der siegreiche Spieler bisher bedeutend weniger Punkte hatte. Wenn ich mir schon keinen Namen durch konstante Leistung in der Magic-Welt machen kann, dann trete ich ihnen wenigstens den Rasen kaputt überrasche ich die Pro-Spieler wo ich nur kann. :-)

Grand Prix Bochum 2010 - it’s Magic

Wenn schon mal im Umkreis von 80 km so eine Veranstaltung stattfindet, sollte ich doch die Gelegenheit nutzen, an so einem Grand Prix teilzunehmen. Also um 6:30 aufgestanden und mich um 7:00 auf die Autobahn Richtung Grönemeyer City gestürzt. Halb schlafend on the road wurde ich abrupt von einem roten Bliztlicht geweckt. Ich hoffe es wird nicht zu teuer. Am Veranstaltungsort wurde ich erst mal überrascht, immerhin hatte ich zwei Wochen keine Magic News gelesen. Da sich deutsche Politiker lieber um extrem strenge Glücksspielregeln bzw. um einen übertriebenen Jugendschutz kümmern, als sich die wirklich wichtigen Themen wie … (könnt ihr selber ausfüllen) vorzunehmen, dürfen die Veranstalter keine, wie in allen anderen Ländern üblich, Geldpreise ausschütten. Sowas ärgert mich, hatte aber immerhin für mich als Spieler mit Schutz vor Tag 2 den Vorteil, das ich mir das ganze für 15 Euro statt für 35 Euro anschauen konnte.

da war ich schon durch - Anmelden zur großen Show

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Da ich beim Anmeldeprozedere schon wieder fast eingeschlafen war, machte ich direkt den ersten SpielFehler des Tages. Nachdem ich bezahlt hatte, traf mich der “Goodieverteiler” auf dem total falschen Fuß. Ich hatte zur Auswahl zwei Booster oder eine glänzende Karte. Und was nimmt der Depp? Die Foil Jitte? Neeeiiiiinnn. Jedenfalls war die wertvollste Karte in den beiden Boostern Memnite, gute Entscheidung. Nochmal mit dem Kopf auf die Tischplatte schlag. Dann begab ich mich in den großen Spielsaal, der noch ziemlich leer war, trotzdem konnte man schon die ersten bekannten Gesichter aus dem hiveworld sehen.

die Ruhe vor dem Sturm

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Nach und nach füllten sich die Räumlichkeiten. Ein paar Bekannten hallo gesagt und dann raus zu den Kölner Rauchern. Als wir dann nach einiger Zeit wieder in den Spielraum kamen, sahen wir sofort das Problem, es waren einfach mehr Leute gekommen, als die Organisatoren eingeplant hatten. Dadurch verzögerte sich der Start ein wenig, bis wir dann endlich mit 1814 Teilnehmern die Booster aufreißen konnten. Da ein Grand Prix schon etwas “besseres” ist, strengte ich mich besonders an beim Eintragen des Pools in die Deckliste. Schön sauber schreiben, alles nochmal überprüfen und natürlich die Karten erst nach Farben und dann alphabetisch sortieren.

… und dann war der Sturm da

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Als ich dann von meinem gegenüber seinen “Kram” zum Check bekam, viel ich aus allen Wolken. Ich hatte mich schon gewundert, dass er so schnell mit dem Eintragen fertig war und dann die ganze Zeit telefonieren konnte. Aber wenn man das alles nur so unkollegial hinrotzt (Strichliste OK, keine Gesamtzahlen NA JA, nicht sortiert GEHT GAR NICHT), kann man sich dann auch seinem Statussymbol widmen. Zumindestens hatte er nichts vergessen. Dann noch zweimal den Pool nach links geschoben und da war er schon mein 10:0 bescheidener Pool. Ich hatte ja wenigstens das Sword und noch 2-3 Bomben aufgemacht. Mein endgültiger Pool war dann leider kein Autowin Deck, und sowas brauche ich, um einen Blumentopf gewinnen zu können.

84 Karten - Ja, viel Qualität - Nein

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Mit folgenden Karten wollte ich die Sitzreihen rocken:  Abuna Acolyte, 2x Ghalma’s Warden, 2x Revoke Existence, Sunspear Shikari, 7x Plains, Arc Trail, 2x Blade-Tribe Berserkers, Embersmith, Flameborn Hellion, Kuldotha Phoenix (der zeigte sich nie), Shatter, Vulshock Heartstoker, 9x Mountains, 2x Copper Myr, Etched Champion, Glint Hawk Idol, Iron Myr, Leaden Myr, Memnite, Origin Spellbomb, Rust Tick, Strider Harness und Tumble Magnet.

Im ersten Match spielte ich gegen einen Belgier. Gute 40 Minuten wollte der erste Durchgang zu keiner Entscheidung kommen. Dann legte mein Gegner Koth (hm, den Kommentar verkneife ich mir), und kurz danach war die erste Partie verloren. Dann wurde mein Gegner ziemlich “träge” trotzdem konnte ich ihn bis zu den Extrazügen auf zwei Leben runterhauen (inkl. Koth Beerdigung). Dann zog er aber von oben zwei 3/3 indestructible + vigilance Artefaktkreaturen, da kam ich nicht mehr durch. Thomas vs. Sonstige 0:1.

die Machtzentrale des Turniers

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Vor meinem zweiten Match war das Treiben neben mir viel interessanter. Ein hübsches Mädel sollte gegen einen ca. 18-20 jährigen schüchternen Jungen spielen. Und was packt der für Kartenhüllen aus. Spannung (siehe nächstes Foto). Das nennt man wohl Epic Fail, zumindestens mußte seiner Gegnerin und ich ziemlich lachen. Mein diesmal polnischer (?) Gegner schaffte es in beiden Partien pünktlich in Turn 5 die Wurmcoil Engine zu legen. Natürlich zog ich in beiden Partien keine meiner beiden Revoke Existence Karten. So konnte ich diesmal frühzeitig Duschen in den Vorraum gehen, denn die Luft bei knapp 2.000 Leuten in so einem Raum lässt gewisse Wünsche wie z.B. Sauerstoff offen.

solche neutralen Hüllen sind von Vorteil :-)

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 Die ersten beiden Matches hatte ich ja jeweils gegen eine richtige Bombe verloren, das ist OK. Im dritten Match kam es aber noch viel schlimmer. Beide Partien verlor ich ruckzuck gegen einen dreifarbigen Haufen (z.B. Doppelgrün Splash nur für Ezuri’s Brigad). Da ich mich bei diesem Turnier erfolgreich auf die 1.600 Punkte runtergekämpft hatte, konnte ich jetzt zufrieden beim Stand von 0:3 droppen. Danach schlenderte ich noch ein wenig durch den Vorraum, bis ich nach einer kurzen Verabschiedung in Richtung Leverkusen aufbrach.

hier konnte man sich Karten von den Künstlern signieren lassen

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und hier gab es Booster, Einzelkarten, Hüllen, etc.

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Natürlich hatte ich keine Chance, das war schon vorher klar. Aber es ist schon interessant an einem solchen großen Magic-Event teilzunehmen. Sicherlich ist das nichts, was ich jeden Monat mitmachen muss, denn dafür spielt bei mir Magic nur eine kleine Rolle in meinem Spielerleben. Aber 1x im Jahr kann ich mir sowas schon vorstellen. Jetzt freue ich mich erst recht wieder auf die Drafts im hiveworld, vielleicht kapiere ich auch irgendwann diese Edition.

Bevor ich es vergesse: Magic ist tot. :-)

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Donnerstag 12.08.2010 - it’s Magic

Da bei mir die letzten Drafts eher unspektakulär (i.d.R. 2:1 oder 1:2) abgelaufen sind, hatte ich nichts dazu geschrieben. Gestern im hiveworld habe ich es aber wieder geschafft, einen typischen Thomas Fehler hinzulegen. Ich hatte einen ordentlichen schwarz roten Haufen ohne besondere Stärken (immerhin 7 Removals) gedraftet. Direkt im ersten Match, ich glaube die 2. Partie, war es dann soweit. Ich hatte drei Kreaturen inkl. Gargoyle Sentinel (ein Artefakt) liegen. Das gegnerische Board war durch meine Removals “bereinigt”.

Um noch etwas mehr Druck zu machen, er hatte kein Massenremoval, spielte ich Manic Vandal aus. Ein 2/2 Bär der bei seinem Reinkommen ein Artefakt zerstört. Hm, mein Gegner hat kein Artefakt, egal soll ja nur mehr Druck machen, da kommt seine zusätzliche Fähigkeit halt nicht zum tragen. Gottseidank griff Kevin als Zuschauer in das Spiel ein, und gab mir den Hinweis, dass es ein “Muss” und kein “Kann” Effekt ist. Also schoss ich mit meiner neuen Kreatur meinen bereits liegenden stärkeren Gargoyle ab. Aber meine Devise lautet ja auch: 1:1 Tausch ist immer fair. :-)

Trotzdem konnte ich dieses Match mit 2:0 für mich entscheiden. Gegen zwei Flieger-Decks hatte ich dann jedoch keine Chance und verlor jeweils 0:2. Da bereits ein anderer Spieler gedroppt hatte, und ich kein Bock auf ein Freilos hatte, droppte ich ebenfalls nach der dritten Partie. Mal sehen was die Jungs für mich gepickt haben.

Magic - ein neues Format wurde geboren

Am Release Tag von Magic 2011 traf ich mich mit einer Freundin im hiveworld, um die Geburtsstunde des neuen Formates einzuläuten. OK, ich spiele erst seit 1,5 Jahren Magic und habe Köln magictechnisch noch nie verlassen. Also kann es gut sein, das unser Format längst ein alter Hut ist. Aber egal, machen wir es wie im Fernsehen und übertreiben maßlos. :-) Um 14:00 wurde also weltweit die erste von uns liebevoll genannte Display Battle gestartet. Wir beide öffneten unsere 36 Booster und fingen an die Karten nach den Farben zu sortieren.

Vorab hatten wir uns auf zwei Regeln geeinigt, die natürlich diskutiert werden können. Da wir in 36 Boostern genügend Kartenqualität erwarteten, einigten wir uns auf (mindestens) 60er Decks. Da ich bei Magic 2010 ein ziemlich krankes Display geöffnet hatte (7 Serra Angel), einigten wir uns auf die Constructed Regel, dass jede Nichtstandardlandkarte maximal 4x gespielt werden darf.

Bei der “Geldqualität” meines Pools konnte ich mich wirklich nicht beschweren (Highlights sicherlich Baneslayer und Primeval Titan). In weiß (trotz des B€ngels) und schwarz war die Kartenqualität relativ schwach. Rot wollte ich auf jedenfall spielen (4x Fireball, 4x Lightning Bolt, 2x Fire Servant und Ancient Hellkite). Bei Blau reizte mich natürlich das neu aufgelegte Mana Leak (4x). Dazu fanden weitere Counter, Mind Control, Foresee (2x) den Weg ins Deck.

Dann wurde ich gierig. Der Primeval Titan sollte auch noch irgendwie ins Deck. Also wurde es ein dreifarbiges Deck mit noch ein paar grünen Karten (Cultivate 2x, Mitotic Slime, Llanowar Elves 2x, Sylvan Ranger 3x und ein paar fette Viecher). Das Deck machte richtig Spass zu spielen. Insbesondere in den ersten drei Partien lief das Manafixing sehr rund. Primeval Titan in der vierten Runde ist insbesondere mit Fireball und Fire Servant sehr nett :-) . Danach lief das zweifarbige Deck (rot grün) meiner Kontrahentin besser, so dass wir schließlich beim Stand von 3:2 aufhörten.

Natürlich gab es unterschiedliche Reaktionen auf unser “neues Format”. Die einen bezeichneten es als Krösus Sealed, andere zeigten Interesse an einer Teilnahme bei einer Wiederholung des Formates. Sicherlich würde ich mir nicht nur für dieses Format ein Display kaufen. Sollten jedoch mehrere Spieler einen Displaykauf planen, ist es eine nette Abwechslung zu den sonstigen Formaten. Natürlich bin ich mir sicher, dass Christopher nichts gegen ein regelmäßig stattfindendes Turnier in diesem Format im hiveworld einzuwenden hat. :-)

24.04.2010 - ein Erlebnistag für Magic Freunde

Diesen Samstag pilgerten ca. 150 Magic-Spieler nach Köln-Deutz in die Fachhochschule. Das Hauptevent des Tages war der National Qualifier an dem insgesamt 132 Spieler und eine Spielerin teilnahmen.

… der große Raum füllte sich langsam …

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… zum Start des NQ wurden dann die Erwartungen aber noch übertroffen.

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Mit den 133 Teilnehmen war dies von den bisher stattgefundenen National Qualifiern 2010 der zweitgrößte (hinter Frankfurt).

Größe hat auch Nachteile :-) : wo ist mein Platz

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Obwohl ich bisher um Standard (generell um alle Constructed Formate) Turniere einen weiten Bogen gemacht habe, konnte ich mir dieses Highlight und gleichzeitiges “Heimspiel”, Christopher der Besitzer meines Stammladens hiveworld war der Veranstalter, nicht entgehen lassen. So war es auch nicht verwunderlich, dass ich sehr viele bekannte Gesichter begrüßen konnte.

ein großes Angebot an Einzelkarten für die letzten Deckänderungen

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Meine erste Partie mit meinem Bant-Deck (statt 4 Baneslayer nur 1 Baneslayer und 3 Thornlinge im MainDeck) mußte ich (nicht) zu meiner Überraschung gegen Jund antreten. Mein Gegner war nett und das Match mit einer knappen Niederlage OK. Danach war mein Standard Kommentar 0:1, Drop, Bier. Danach ging es mir wieder besser. :-) Standard ist einfach nicht mein Ding, da reicht ein Match pro Tag.

reihenweise konzentrierte Spieler

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Nach meinem Erstrunden-Drop blieb ich noch vier weitere Runden (von insgesamt neun Runden) vor Ort. Was mir auffiel: Jund war immer noch sehr dominant vertreten und der Baneslayer kostet zurecht 35 - 40 Euro. Fast jeder der nur ein wenig weiß spielte, legte früher oder später einen Geldengel in das “Kampfgebiet”. Was ich richtig peinlich fand: der Aufstand eines Spielers, dass der Judge doch Saproling Token besorgen sollte, da er die Würfel des Gegners nicht als Token akzeptieren würde => Nerd-Alarm.

Super-Spiel: Fog Effekte gegen rot Aggro, Jace gewinnt im 2. Extrazug :-)

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Natürlich komme ich auch der Chronisten Pflicht nach. Insgesamt haben sich 16 Spieler für die deutsche Meisterschaft qualifiziert darunter mindestens (ja, ja mein Namensgedächnis) drei Spieler (9. Manuel Faber, 10. Andre Luff und 16. Philip Fürste) aus dem hiveworld. Gewonnen hat diesen NQ Patrick Dickmann, an ihn und allen anderen Qualifiern einen Glückwunsch von mir.

Neben dem NQ gab es noch einige Sideevents. Bis zu meiner Abfahrt um 16:15 starteten zu verschiedenen Zeiten ein Grand Prix Trial (im Sealed Format) für Lyon, ein 8er Draft und das PreRelease. Neben bereits gedroppten Spielern aus dem NQ nahmen auch im NQ nicht aktive Spieler teil, so auch die 2. Frau des Tages. Hätte ich mehr Zeit gehabt, wäre das nach meinem Drop definitiv die Wahl für mich gewesen, da Limited (egal ob Sealed oder Draft) mein Format ist.

ob Sealed (hier beim Deckbau) …

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oder Draft, es wurde viel an Sideevents angeboten.

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Insgesamt fand ich das Event, trotz meiner Abneigung gegen Standard, sehr gelungen. Hohe Teilnehmerzahl, gute Organisation, passende Location mit ausreichend Platz und Pizza-Sammelbestellungen :-) zeigen, dass sich Magic Veranstaltungen in Köln nicht hinter Veranstaltungen im Rest der Republik verstecken müssen. Vielleicht sehen wir uns auf dem National Qualifier 2011 in Köln.

Samstag 17.04.2010 - PreRelease Aufstieg der Eldrazi

Am Samstag war das hiveworld wieder bis zum letzten Platz gefüllt. Mit begrenzten 64 Teilnehmern (über 90 wollten teilnehmen) starteten wir um 11:00 die neue Edition. Man merkte die Unsicherheit vieler Mitspieler, da es in den sechs Boostern doch sehr viel neues gab (Riesen Kreaturen, Levler, Totem Auren, …).  Da natürlich unerfahrenere Spieler (z.B. moi) noch größere Probleme haben, bei neuen Editionen die Spreu vom Weizen zu trennen, war ich bei meinem Deck (dreifarbig - Bant Levler) sehr unsicher.

Die erste Partie ging relativ klar mit 2:0 für mich aus. Die zweite Partie gegen eine der wenigen weiblichen Vertreter konnte ich ganz dramatisch im letzten Extrazug mit 2:1 für mich entscheiden. Dann drehte sich das Blatt mit 1:2. Trotz Niederlage mußte ich meinem Gegner den Tipp geben, daß man eine Hand mit 6 Ländern und der Rare Eldrazi Aura nicht hält. :-) Obwohl ich noch gute Chancen auf einen Top Ten Platz bzw. Preisboostern hatte, droppte ich. Immerhin begann ein Eldrazi Draft, den wollte ich nicht verpassen. OK, bei einem Stand von 3:0 …

Insgesamt nahmen 12 Spieler an diesem ersten Eldrazi Draft im hiveworld teil. Diesmal hatte ich ein schwarz weißes Deck mit vier Removals, schlechten Lvlern und einem unglaublichen Spoiler: Drana, Kalastria Bloodchief. Die Geschichte der Spiele ist schnell erzählt. In zwei Matches kam sie in beiden Spielen auf den Tisch - 2x 2:0 für mich. Im anderen Match kam sie kein mal auf den Tisch - 0:2. Immerhin wurde ich in meinem Pool 2. - Rarepick: Sarkhan und Drana.

Was mich besonders gefreut hat, ist der 1. Platz im ersten Sealed Turnier für Max, der ebenfalls eine Drana in seinem Deck begrüssen durfte. :-) Auf jedenfall bin ich auf die kommenden Drafts gespannt und ob sich viele Karten der neuen Edition in die Decks des National Qualifier (kommender Samstag in Köln) “reinschmuggeln”. Um ca. 18:00 startete dann ein weiteres PreRelease Turnier diesmal mit über 30 Spielern im hiveworld. Magic ist tot, lang lebe Magic.