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Archiv der Kategorie Brettspiele
Nur noch 23 Tage bis zur Spiel
27.9.2011 von Thomas.
Nur noch etwas mehr als drei Wochen bis zur Spiel und es sind gerade mal etwas mehr als 600 Neuheiten angekündigt.
Meine Bewertungskriterien: 4 (Pflichtkauf), 3 (sehr interessantes Spiel, auf jedenfall intensiv anschauen), 2 (hört sich interessant an, wenn nichts dazwischen kommt, werde ich mir das Spiel anschauen), 1 (wenn noch Zeit ist, werde ich einen Blick riskieren) und 0 (vielleicht ergibt sich ja nach der Spiel eine Testmöglichkeit).
Sake & Samurai (Albe Pavo):
Möglichst viel Trinken war nicht nur das Motto auf unseren Feten Ende der 80er Jahre, auch beim neuen Spiel von Albe Pavo gewinnt der Spieler, der am Spielende möglichst viel Sake(marker) “gesammelt” hat. Was sich jetzt erst einmal nach einem gemütlichen Saufgelage anhört, wird durch die Lektüre der Regel (Download hier) relativiert. Wie im richtigen Leben beeinflußt Alkoholkonsum die eigenen Fähigkeiten. Schon einmal versucht, besoffen mit einem Katana eine Melone zu teilen?
Da man auch die anderen Spieler attackieren kann bzw. sich gegen sie verteidigen muss, sollte der Alkoholkonsum gezielt erfolgen, denn Überleben sollte man auch noch. Auch bei Sake & Samurai trifft man die inzwischen so beliebten Multifunktionskarten, ob sich diese Mechanik auch bei der Reisweinvernichtung bewährt, bleibt abzuwarten. Obwohl Albe Pavo ein kleiner ausländischer Verlag ist, bin ich trotzdem ein wenig zurückhaltender (Bewertung: 2), da der Funke erst einmal nicht so richtig übergesprungen ist.
Uskoci (Amalgam):
Für den deutschen Markt ist der Name des Verlages sicherlich nicht unbedingt verkaufsfördernd
, trotzdem kann Amalgam bei mir zumindestens schon einmal einen kleinen Pluspunkt verzeichnen: ich habe noch kein Spiel eines kroatischen Verlages. Uskoci ist ein Kartenspiel mit verwandschaftlichen Beziehungen zu Black Jack (Verlagsangabe) und geringem Regelaufwand. Die Spieler versuchen genau 25 Punkte mit ihren Karten zu sammeln und gleichzeitig die anderen Spielern daran zu hindern, dieses Ziel zu erreichen. Das alles hört sich nach einem möglichen netten Absacker an. Das und die Tatsache der weißen Fläche auf meiner Sammlungslandkarte führen zu einer 3er Bewertung für die Messe.
TieBreaker (Bezier Games):
Bereits die Idee zum Startspieler aus dem selben Haus gefiel mir gut, auch wenn ich unser Exemplar immer zu Hause vergesse. Den TieBreaker benötigen wir eigentlich nicht wirklich, da ich auch mit geteilten Siegen gut leben kann.
Aber als kleiner Nerd Geek Spielesammler Thomas werde ich wahrscheinlich nicht daran vorbeigehen können, ohne mir ein Exemplar zu sichern. Schaun mer mal (Bewertung: 2).
Alba Longa (Quined Games):
Wenn einem reine Workerplacement-Spiele zu langweilig werden, packt man als Verlag ein paar Würfel dazu. Früher bei den “Experten” und Glückhassern als Teufelszeug gebrandmarkt, sind diese Fortuna Werkzeuge spätestens seit Troyes und Burgen von Burgund von vielen Spielern begnadigt worden. Im ganz frühen Mittelalter (6. Jh.) betätigen sich fünf italienische Städte (die Spieler) beim Wettkampf “bauen und vermehren”. Neben Händlern, Arbeitern, Farmern und Priestern sollten aber auch Soldaten in die Planung einbezogen werden, denn ab und zu gibt es einen auf die”Glocke”.
Das alles hört sich erstmal nicht schlecht an. Da Quined Games jedoch mit Huch kooperiert und ich nach dem Lesen der Regel (hier) nicht von einem absoluten Highlight (Top 5 der Spiel 2011) ausgehe, steht dieses Spiel nicht in der Test Priorität ganz oben (Bewertung: 2).
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Nur noch 31 Tage bis zur Spiel 2011
19.9.2011 von Thomas.
Dieses Jahr kann man ja gespannt sein, wie die zusätzliche Halle 7 angenommen wird und ob man Veränderungen bei den Besucherströmen feststellen kann. Meine Bewertungskriterien: 4 (Pflichtkauf), 3 (sehr interessantes Spiel, auf jedenfall intensiv anschauen), 2 (hört sich interessant an, wenn nichts dazwischen kommt, werde ich mir das Spiel anschauen), 1 (wenn noch Zeit ist, werde ich einen Blick riskieren) und 0 (vielleicht ergibt sich ja nach der Spiel eine Testmöglichkeit).
Santiago de Cuba (eggertspiele):
Nicht nur das Cover von Michael Menzel erinnert an Cuba, trotzdem ist dieser Spin-off kein einfallsloser Abklatsch des Originals. Ähnlich wie bei vielen Gerdts Spielen laufen wir einen Aktions-Rundkurs und müssen zahlen, wenn wir mehr Schritte gehen wollen. Vor einiger Zeit hatte ich die Möglichkeit mit Peter Eggert den Prototypen zu testen. Mir hat er gut gefallen, deshalb bin ich gespannt, wie das endgültige Spiel aussieht und was noch geändert wurde. Da jetzt eggertspiele mit Pegasus kooperiert, sollte die Verfügbarkeit auch weiterhin kein Problem darstellen, aus diesem Grund müßte ich mir den Titel nicht unbedingt auf der Messe anschauen, werde es aber wahrscheinlich doch machen (Bewertung: 2).
Kingdom Builder (Queen Games):
Wenn es einen Verlag gibt, bei dem ich die Vertriebspolitik nicht verstehe bzw. die mich auch schon mehrmals verärgert hat, dann ist es die vom Troisdorfer Verlag. Dies hat dazu geführt, dass ein Spiel von Queen Games bedeutend besser sein muß als vergleichbare Spiele anderer Verlage, damit es bei uns in den Schrank kommt. Mit Donald X. Vaccarino den Autor eines der erfolgreichsten Spiele der letzten 5 Jahre (Dominion) im Programm zu haben, ist sicherlich kein Nachteil für die Qualifikation “rein in unseren Schrank”.
Bei Kingdom Builder versuchen die Spieler ein Reich aufzubauen, das möglichst viel Geld am Spielende generiert. Da für jede Partie eine (wahrscheinlich) neue Kombination von drei Wertungskarten gezogen wwird, soll dies für genügend Abwechslung sorgen. Das Spiel hört sich relativ einfach an, was sicherlich kein Nachteil ist, wenn das Spielgefühl dazu passt. Da mir auch die bisher veröffentlichten Bilder gut gefallen haben, werde ich auf der Messe einen genaueren Blick riskieren (Bewertung: 2).
Tournay (Pearl Games):
Das Erstlingswerk (Troyes) dieses belgischen Verlages gefällt mir spielerisch richtig gut und hat nach meiner Meinung auch verdient beim deutschen Spielepreis einen Platz unter den ersten 10 abgeräumt. Sind zwei Werke eigentlich schon eine Stilrichtung? Die Grafik ist jedenfalls im selben “Stil” wie Troyes, was für mir persönlich eine schöne Abwechslung darstellt. Nicht falsch verstehen, ich mag auch die Menzel Illustrationen, aber ab und zu Ecken und Kanten finde ich auch sehr schön. Spielerisch wurden die Würfel weg rationalisiert, mist keine Ausreden mehr
, dafür gibt es jetzt mehr Karten. Eine gewisse Verwandtschaft finde ich auch bei Spielen nicht schlecht, solange die Eigenständigkeit groß genug ist. Da die Belgier nach diesem Erstlingswerk bei mir erst einmal einen Bonus haben, werde ich das Spiel aller Voraussicht nach blind kaufen (Bewertung: 4), hoffentlich werde ich nicht enttäuscht.
Tschak! (GameWorks):
Kleine Kartenspiele kommen nach meinem Geschmack auch ohne Thema aus, trotzdem ist ein Thema mit schönen/interessanten Illustrationen ein Kaufanreiz für mich, zumindestens wenn auch der Spielspass stimmt. Bei Tschak! kommt ein Stichspiel im klassischen Fantasy Gewand daher. Die Spieler versuchen schlagfertige Helden(gruppen) nach und nach auszulegen um möglichst wertvolle Schätze einzusacken. Der Kniff bei diesem Spiel: nach jeder Runde wechseln die Kartenhände zum nächsten Spieler, so dass jeder Spiel jedes Set in den Dungeon-Turm führen darf. Das alles hört sich für einen möglichen Absacker nicht schlecht an, da werde ich auf der Spiel doch mal in den Turm steigen (Bewertung: 2).
Biruda (AF Games):
Bei kleinen ausländischen Verlagen bin ich ja zu oft nachsichtig, wenn es um die Spielqualität geht. Da dieses Jahr die Anzahl der ausländischen und/oder Kleinverlage zumindestens gefühlt stark angestiegen ist, muß ich dieses Jahr strenger sein. Noch mehr testen/intensiv anschauen und weniger blind kaufen. AF Games ist ein mir bisher unbekannter griechischer Verlag, der mit Biruda ein weiteres Städtebauspiel in den Kampf um die Käufer schickt. Prinzipiell mag ich ja Sim City Städtebauspiele, was mich ein wenig stören könnte, ist das destruktive Element. Ich möchte aufbauen nicht zerstören.
Ob ich hier auf der Suche nach einer Perle eines kleinen Verlages fündig werde, keine Ahnung, aber ich werde es mir auf jedenfall anschauen (Bewertung: 3).
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Coney Island (Argentum Verlag) - ab in den Vergnügungspark
16.9.2011 von Thomas.
Aufgrund meiner guten Kontakte zum Verlag habe ich auch dieses Jahr das Vergnügen, die Essen-Neuheit von Argentum als Erster genauer vorzustellen. Nach vielen Testpartien habe ich natürlich auch eine (positive) Meinung zu diesem Spiel. Jedoch sollten die Leser dieses Berichts berücksichtigen, dass ich sicherlich in diesem Fall ein “wenig” befangen bin.
Deshalb überlasse ich es lieber anderen, Coney Island eine Wertungsnote zu geben.
ab auf die Insel
Dieses neue Taktikspiel von Michael Schacht ist für 2 bis 4 Spieler und dauert zwischen 30 und 60 Minuten. Die Grafik ist wie in den letzten Jahren bei Argentum üblich von Dennis Lohausen gestaltet (weitere Illustrationen von ihm 2011 für z.B. eggertspiele, Amigo, Hans im Glück, Schmidt und Pegasus). Neben einer deutschen Regel ist auch eine englische Version enthalten. Zur Messe (ggf. direkt danach) werden auch eine französische und niederländische Version zum Download zur Verfügung stehen. Im Vergleich zu Hansa Teutonica und insbesondere zu First Train to Nürnberg fällt bei Coney Island der Einstieg in die erste Partie leichter, so dass auch reine Familienspiel-Spieler (wahrscheinlich jedoch mit Erklärbär
) an diesem Vergnügungspark ihren Spass haben (können). Trotz der geringeren Einstiegshürde und der familientauglichen Grafik bietet Coney Island verschiedene Möglichkeiten und Strategien, um erfolgreich zu sein, die in der gesamten Breite dann doch eher von erfahreneren Spielern entdeckt werden. Ein kleiner Tipp von mir: schaut genau, was eure Gegner so “veranstalten”.
eine Spielsituation, da fehlt aber noch der Sack
Das Thema:
Wie der Titel und die Covergrafik vermuten lässt, verschlägt es uns thematisch in einen der Vergnügungsparks der Halbinsel New Yorks und zeitlich in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts. Jeder Spieler ist Mitglied eines Schaustellerclans, der gemeinsam versucht einen möglichst große Aufmerksamkeit erregenden Vergnügungspark aufzubauen. Aus diesem Grund werden nicht nur eigene Schausteller (z.B. Ballonverkäufer oder Wahrsagerin) engagiert, auch gemeinsame Großprojekte (z.B. Achterbahn oder Geisterbahn) sollen können gebaut werden.
Großprojekte in vier verschiedenen Größen
Das Spielziel:
Trotz der teilweise “gemeinsamen” (hierzu später mehr) Bauprojekte ist Coney Island definitiv kein kooperatives Spiel.
Der Spieler der zum Spielende die meisten Siegpunkte Aufmerksamkeitspunkte gesammelt hat, gewinnt das Spiel.
es geht doch immer um Geld Punkte
Der Spielaufbau:
Die Spieler erhalten ein Spielertableau, auf dem sie ihre neun Schaustellerplättchen platzieren, zwei Geld und einen zufälligen Baustein. Die Zählsteine der Spieler kommen auf die Zahl fünf der Kramerschen Wertungsleiste. Die Zeitungsplättchen (mit 1-3 Aufmerksamkeitspunkten) werden nach ihren beiden Farben getrennt gemischt und dann aufeinander gestapelt. Die Großbauprojekte werden nach Punkten absteigend nach ihrer Größe getrennt gestapelt. Vier Baufeldtafeln (zufällig gezogen) werden auf den farblich hervorgehobenen Baufeldern platziert und die restlichen acht Tafeln werden ebenso wie das Geld und die fünf Personentafeln neben den Spielplan gelegt. Der Startspieler erhält den Sack mit den Rohstoffen und los geht es.
das Spielmaterial auf einem Blick …
… und die neun Schaustellerplättchen einer Spielerfarbe im Detail
Der Spielablauf:
Der Spielzug des aktiven Spielers besteht aus zwei Phasen. In der Einkommensphase erhält der Spieler abhängig von seinen “gebauten” Schaustellerplättchen Aufmerksamkeitspunkte, Geld und Rohstoffe. Da das erste Feld jedes Schaustellerwagens auf den Spielertableaus immer frei bleibt, gibt es ein Grundeinkommen: ein Punkt, ein Geld und ein zufällig gezogener Rohstoff. Baut der Spieler eines der Schaustellerplättchen erhöht sich automatisch das Einkommen für die nächste Runde um das abgebildete Symbol des freigewordenen Feldes. Insgesamt gibt es fünf verschiedene Einkommenssymbole: ein Geld, ein Punkt, ein zufälliger Rohstoff, ein ausgesuchter Rohstoff und eine Aktion ein zweites mal durchführen.
das Spielertableau: in diesem Fall komplett “geräumt”
Damit Coney Island nicht zu einem ich-sammle-ganz-viele-Rohstoffe-und-mache-dann-den-Monsterzug Spiel wird, gibt es eine Maximum-Regel von fünf Geld und fünf Rohstoffen, die zu jedem Zeitpunkt eines Zuges eingehalten werden muss. Man darf zwar weitere Rohstoffe ziehen, z.B. um die Verteilung der beiden Rohstofffarben zu verändern, muß dann aber sofort (also bevor man eine Aktion macht) wieder auf fünf Rohstoffe reduzieren.
Sammeln ohne Ende - nicht auf Coney Island
Danach folgt die Aktionsphase, in der normalerweise jede mögliche Aktion maximal einmal durchgeführt werden kann (Ausnahme: man kann eines der Symbole “Aktion erneut durchführen” nutzen). Es gibt zwei Arten von Aktionen. Die drei Hauptaktionen stehen jedem Spieler in jedem Zug zur Verfügung.
die drei Hauptaktionen
Bei der ersten Aktionsmöglichkeit kann der Spieler eine neue Baufeldtafel auf ein Baufeld des Spielbrettes angrenzend zu bereits liegenden Baufeldtafeln platzieren. Dies kostet abhängig vom Baufeld ein oder zwei Geld. Danach erhält dieser Spieler sofort die abgebildete Belohnung auf dem gerade genutzten Baufeld, z.B. nichts
, einen zufälligen Rohstoff, zwei Punkte oder die Erlaubnis, eine beliebige Aktion in diesem Zug erneut durchzuführen.
es gibt Baufeldtafeln mit drei und mit vier Bauplätzen
auf dem Schild stehen die Kosten, in der Mitte die Belohnung
hier bekommt man keinen Sack Zement, hier gibt es gar nichts
Die zweite Hauptaktion ist, dass der Spieler für ein bis drei Rohstoffe eines seiner Schaustellerplättchen auf einen freien Bauplatz einer Baufeldtafel platzieren kann. Sollte dadurch ein 4er Quadrat eigener Schaustellerplättchen auf dem Spielplan entstehen, erhält man sofort zwei Punkte. Sollte dieses Quadrat auch immer noch zu Beginn des nächsten eigenen Zuges bestehen, erhält man weitere zwei Punkte.
in einer 2er Partie spielt man mit zwei Farben
Die letzte Hauptaktion ermöglicht den Bau von Großprojekten. Abhängig von der Größe des geplanten Projektes müssen ein bis vier Schaustellerplättchen (müssen nicht die eigenen sein) überbaut werden. Dies kostet zwei bis fünf vorgegebene Rohstoffe (abhängig von der Größe). Zu beachten sind hier die Farbenvorgaben des geplanten Großprojektes beim Überbauen der Schaustellerplättchen, z.B. nur eine Farbe, mindestens zwei Farben oder genau zwei Farben.
die benötigten Rohstoffe stehen links, die Bauvorgabe in der Mitte und die Punkte rechts
Der aktive Spieler erhält die auf dem Großprojekt abgebildeten Punkte der linken violetten Tafel. Zusätzlich erhält jeder Spieler für jedes überbaute eigene Schaustellerplättchen abhängig von der Art ein bis drei Siegpunkte. Die überbauten Schaustellerplättchen erhalten die entsprechenden Spieler zurück und müssen diese wieder auf dem eigenen Tableau platzieren. Dies beeinflusst das Einkommen der betroffenen Spieler für die nächste Runde. Für zugedeckte Symbole erhält man kein Einkommen!
dies wurde von blau gebaut und …
… hier die passende Abrechnung dazu
Zusätzlich gibt es fünf Nebenaktionen, für die jeweils auch eine eigene Personentafel existiert. Nur der Spieler, der gerade diese entsprechende Tafel vor sich liegen hat, darf die jeweilige Aktion durchführen. Entweder liegt die gewünschte Tafel und damit auch die Aktionsmöglichkeit (aus einer der Runden zuvor) bereits vor dem Spieler oder aber er kauft sich diese Tafel für zwei Geld (keine Aktion!) und legt sie vor sich ab. Dies ist jederzeit während der eigenen Aktionsphase möglich. Das Geld bekommt immer die Bank, auch wenn man die Tafel einem Spieler wegkauft.
für die Nebenaktionen braucht man Geld
Die fünf Nebenaktionen sind schnell erklärt. Sie ermöglichen den einmaligen Tausch von Rohstoffen (Rot-> Weiß und umgekehrt), von einem Geld in einen zufälligen Rohstoff oder einem Aufmerksamkeitspunkt in einen zufälligen Rohstoff, den Kauf zweier Aufmerksamkeitspunkte für ein Geld oder den Tausch von einem beliebigen Rohstoff in eine Zeitung (am Spielende 1-3 Siegpunkte, oder einmalige Abgabe und dafür eine Aktion erneut durchführen).
drei plus …
Es gibt insgesamt acht Aktionsmöglichkeiten, die in beliebiger Reihenfolge durchgeführt werden können. Da es insgesamt auch noch drei Möglichkeiten gibt, sich Doppelzüge zu verdienen (Einkommen, 2x die Belohnung für Bautafel legen und Abgabe eines Zeitungsplättchens), hat ein Spieler theoretisch die Möglichkeit bis zu 12 Aktionen durchzuführen. Das muss gut geplant werden. Aber ich kann versprechen: Das wird aber kein Spieler jemals erleben, außer alle Mitspieler halten einen Dauerschlaf.
Im Normalfall fällt die Anzahl der Aktionen eines Spielers deutlich geringer aus.
damit darf man eine Aktion erneut durchführen
Das Spielende:
Es gibt vier mögliche Endbedingungen: 1.) Ein Spieler hat zu irgendeinem Zeitpunkt 60 oder mehr Punkte. 2.) Der allgemeine Vorrat an Zeitungsplättchen ist aufgebraucht. 3.) Es gibt im Vorrat nur noch eine Größe von Großbauprojekten. 4.) Alle Baufeldtafeln sind auf dem Spielplan platziert und es gibt nur noch acht oder weniger freie Bauplätze für Schaustellerplättchen.
eine der vier Spielendbedingungen
In jedem Fall wird die aktuelle Runde zu Ende gespielt, so dass alle Mitspieler gleich oft am Zug waren. Bei der Endwertung werden von den bisher gesammelten Punkten pro auf dem Spielplan verbliebenen eigenen Schaustellerplättchen (unabhängig von der Art) zwei Punkte abgezogen. Dann erhalten die Spieler noch die Punkte für die gesammelten und nicht für eine erneute Aktion eingesetzten Zeitungsplättchen (jeweils 1-3) Punkte. Nun muss der Sieger die Mitspieler in den nächsten Vergnügungspark einladen.
wie im realen Leben können Zeitungen sehr mächtig sein, hier sind es 9 P.
Das Spiel für zwei und drei Spieler:
In der Vollbesetzung (vier Spieler) wird das gesamte Material benötigt. Im Spiel zu dritt werden die Anzahl der Baufeldtafeln und der Zeitungsplättchen angepasst. Dies gilt auch für das Spiel zu zweit, jedoch gibt es für diese Besetzung noch eine größere Veränderung. Damit das Spielgefühl sich nicht zu sehr ändert, hat jeder Spieler auf seinem Tableau zwei Farben von Schaustellerplättchen abwechselnd platziert. Die Menge der Plättchen bleibt jedoch unverändert. Durch diese Anpassung bleiben die Regeln und auch die strategischen Möglichkeiten des Überbauens (fast) unverändert.
Spielertableau zum Start einer 3er/4er und …
… einer 2er Partie
Strategische Möglichkeiten und das Spielgefühl:
Die Züge der Spieler sind i.d.R. sehr unterschiedlich. In manchen Zügen nimmt man nur das Einkommen entgegen und spart. Andere Züge dagegen müssen, aufgrund der Maximalregel von fünf (Geld und Rohstoffe) auf der einen und der Möglichkeit, Belohnungen, Plättchen und Personentafeln direkt einsetzen zu können auf der anderen Seite, genau geplant werden.
Einkommensbeispiel; wann brauche ich viel und wann reduziere ich es
Die Entscheidungen bei Coney Island sind vielfältig. Bis wann sollte ich versuchen mein Einkommen zu maximieren und ab wann ist es besser die eigenen Schaustellerplättchen durch Überbauen wieder vom Spielbrett zu entfernen, da sie Minuspunkte am Spielende bringen? Wie lange kann ich meinen eigenen Plan kompromisslos durchsetzen und ab wann muss ich auf das Spiel meiner Konkurrenten reagieren?
der Startspielerbutton, nicht vom Ende überraschen lassen
Wie bei vielen Spielen kann man auch bei Coney Island einfach vor sich hin spielen, dann darf man sich jedoch nicht wundern, wenn man ähnlich wie bei Hansa Teutonica mit dieser Spielweise auf die Nase fällt. Die Nebenaktion Werbejunge (ein Geld gegen zwei Aufmerksamkeitspunkte tauschen) ist stark? Natürlich, wenn man diese Personentafel rundenlang vor demselben Mitspieler liegen lässt, ohne etwas dagegen zu tun. Dies gilt übrigens für jede der fünf Personentafeln.
Der Mitspieler erhält zu viel Einkommen. Wie wäre es denn mal mit einem Großprojekt, das drei seiner Schaustellerplättchen zurück auf sein Tableau schickt. Zwar erhält auch er Punkte dafür, aber gerade in den ersten zwei Dritteln des Spiels kann ein stark verringertes Einkommen einen zu stark aufspielenden Konkurrenten schön einbremsen.
Zum Ende des Spiels kann es auch sehr effektiv sein, das Überbauen der gegnerischen Schaustellerplättchen zu erschweren (Stichworte: Überbauregeln der oben liegenden Großbauprojekte, noch verfügbare Großprojekte).
gerade die beiden 1er “Großgebäude” können auch gemein sein
Nicht nur das damit verhindert wird, dass der Spieler so weitere Siegpunkte generiert, auch die jeweils zwei Minuspunkte zum Spielende können ein Spiel entscheiden. Gerade das Platzieren der Schaustellerplättchen hat großen Einfluss auf den eigenen Spielverlauf und den der Mitspieler und stellt somit ein wichtiges taktisches Element für eine erfolgreiche eigene Partie dar.
der Spielplan
Diese drei Beispiele sollen nur kurz andeuten, wie viele taktische Möglichkeiten vorhanden sind und wie sehr das Spiel durch die Interaktion der Spieler untereinander lebt. Man sollte sich nicht durch die nette Grafik täuschen lassen, Coney Island ist ein forderndes Taktikspiel, bei dem man auf die Akionen und Gegebenheiten der Mitspieler reagieren sollte. Durch die kurze Spielzeit ist eine sofortige Revanche kein Problem, und ermöglicht den Spielern sofort aus ihren Fehlern zu lernen und eine neue Taktik, da gibt es einige
, auszuprobieren.
die Schachtelrückseite
Da die Druckdaten diese Woche rausgegangen sind, es wird übrigens in Deutschland produziert, sollte Coney Island auf jeden Fall auf der Spiel 2011 am Argentum Stand in Halle 5 Stand 64 verfügbar sein. In den kommenden Wochen wird es auf spielen-geht-immer weitere Aktionen/Informationen rund um Coney Island geben. Lasst euch mal überraschen. ![]()
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Nur noch 39 Tage bis zur Spiel 2011
11.9.2011 von Thomas.
Trotz aller Unkenrufe nach Konsolidierung im Spielemarkt buhlen immer mehr neue Verlage um die Aufmerksamkeit der Spieler. Somit wird es auch immer schwerer, den Überblick über die ganzen Neuheiten zu behalten. Meine Bewertungskriterien: 4 (Pflichtkauf), 3 (sehr interessantes Spiel, auf jedenfall intensiv anschauen), 2 (hört sich interessant an, wenn nichts dazwischen kommt, werde ich mir das Spiel anschauen), 1 (wenn noch Zeit ist, werde ich einen Blick riskieren) und 0 (vielleicht ergibt sich ja nach der Spiel eine Testmöglichkeit).
Puerto Rico Jubiläumsedition (alea):
Hier geht es nicht um die Frage, ob Puerto Rico ein sehr gutes Spiel ist. Diese Frage kann ich für mich mit einem lauten Ja beantworten. Die eigentliche Frage lautet: brauche ich ein besondere Puerto Rico Version? Dies ist einer der seltenen Momente in meinem Leben, wo ich mit voller Überzeugung behaupten kann: Ich bin Spieler kein Sammler. Es ist für mich und alle die mich kennen wahrscheinlich überraschend, aber ich spüre keinen Drang eine weitere Version dieses modernen Klassikers zu kaufen (Bewertung: 0). Jetzt muß ich nur noch auf der Messe durchhalten.
Ninjutsu (University Games):
Eine Verwandtschaft mit Stratego kann man nicht wirklich verleugnen. Dem Klassiker wurde jedoch nicht nur ein neues Thema (japanische Ninja) verpaßt, auch weitere zusätzliche Elemente (z.B. Aktionskarten und Würfel) gewährleisten eine Eigenständigkeit dieses Titels. Da ich bei 2er Spielen bedeutend kritischer bin, warte ich meistens ab, ob sich ein solcher Titel in der Spielerschaft durchsetzt. Das ist zwar “gemein”, aber damit fahre ich eigentlich ganz gut. Außerdem haben wir ja noch das Original Stratego, da kann ich die Messe ganz entspannt abwarten (Bewertung: 0).
Querdenker Deluxe (University Games):
Hier handelt es sich um eine modernisierte Neuauflage dieses Wissens-/Ratespiel von 1988. Bis zu 20 Hinweise werden nach und nach abgerufen, umso früher ein Spieler das Rätsel (Wer, Was oder Wo bin ich) löst, umso mehr Punkte kassiert er. Wir haben es in den 90ern sehr gerne gespielt und auch heute würde ich zu einer Partie nicht nein sagen. Da wir aber mit Querdenker und 20 Questions bereits zwei Versionen dieses Spiels in unserer Sammlung haben, sind wir mehr als gut versorgt (Bewertung: 0).
Suche die Unterschiede (University Games):
Wer kennt nicht die Suchbilder aus der Zeitung/Zeitschrift. Zwei fast identische Bilder: finde die kleinen Unterschiede? Ich nutze nicht das kostenlose Angebot, warum sollte ich dafür bezahlen (Bewertung: 0).
Drum Roll (Artipia Games):
Die Internationalität der Essener Messe wird immer größer. Bisher fehlt in unserer Spielesammlung noch ein Titel eines griechischen Verlages, mit Drum Roll besteht jetzt für mich die Möglichkeit diese Lücke zu schließen. Nach dem Studium der deutschen Regel (hier) finde ich zwar das Thema (Zirkus um 1900) interessant, jedoch hat das eigentliche Spiel (typisches Worker-Placement) mich noch nicht wirklich neugierig gemacht. Da natürlich ein neuer dazu griechischer Verlag bei mir auch ein wenig Welpenschutz genießt, werde ich mir das Spiel wohl auf der Messe anschauen (Bewertung: 2).
Age of Steam Erweiterungen (AoS Team):
Age of Steam ist eines meiner Top 20 Spiele, trotzdem spiele ich es leider nicht besonders oft. Da wir bereits ein paar Erweiterungen in unserer Sammlung haben, bin ich in diesem Fall sehr entspannt. Die beiden Erweiterungen Cyclades und Greece sollen 25 Euro kosten und sind stark limitiert (100 Sets in Essen). Im sehr unwahrscheinlichen Fall, daß mein Budget noch nicht großartig belastet wurde, ich noch Zeit habe und auch noch Exemplare verfügbar sind, werde ich mal in Halle 10 vorbeischauen (Bewertung: 1).
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Nur noch 45 Tage bis zur Spiel 2011
5.9.2011 von Thomas.
Nach unserem Spielewochenende im Münsterland (Bericht folgt), auf dem wir bereits ein paar Neuheiten aus der Essen-Liste spielen konnten, geht es weiter mit der Essen-Vorschau. Meine Bewertungskriterien: 4 (Pflichtkauf), 3 (sehr interessantes Spiel, auf jedenfall intensiv anschauen), 2 (hört sich interessant an, wenn nichts dazwischen kommt, werde ich mir das Spiel anschauen), 1 (wenn noch Zeit ist, werde ich einen Blick riskieren) und 0 (vielleicht ergibt sich ja nach der Spiel eine Testmöglichkeit).
A Few Acres of Snow (Treefrog):
Bei Spielen die schon ein ganzes Stück vor Essen verfügbar sind, gibt es den Vorteil, das man bereits auf Noten und Meinungen aus dem Netz / aus Zeitschriften zurückgreifen kann. Die Tendenz auf BGG, und wir reden hier inzwischen von immerhin 480 Noten, ist mit 8,26 sehr positiv. Auch in den Foren wird es fast durchweg gelobt. Bei diesem 2er “Deckbau-Wargame” versuchen die beiden Spieler entweder Großbritanien oder Frankreich in Nordamerika vor 150 Jahren zum Sieg zu verhelfen. Normalerweise mache ich um Wargames eher einen großen Bogen und reine 2er Spiele müssen sowieso einen feinmaschigeren Filter durchlaufen. Ja, sowas gibt es bei mir wirklich. Als ich jetzt auf dem Spielewochenende ein Exemplar in Aktion gesehen habe, kribbelte es dann schon ein wenig bei mir. Was für A Few Acres of Snow spricht: die Spielzeit von ca. 60 Minuten, zwar engliche Kartentexte aber deutsche Regel, der Mechanismus, Martin Wallace und mein Sammeltrieb von Treefrog Spielen. Deshalb werde ich mir das Spiel in Essen genau anschauen (Bewertung: 3), und vielleicht trifft man sich ja in der Schlange am Donnerstag, denn die ersten 100 Käufer bekommen noch ein Exemplar der Limited Edition.
Age of Industry: Japan und Minnesota (Treefrog):
Wie bereits beim Erscheinen des Grundspiels Age of Industry angekündigt, erscheint jetzt die erste Erweiterung zu diesem “Brass light”. Bis vor zwei Monaten hätte mich nur mein Sammeltrieb zu einem Kauf dieser Erweiterung verleiten können. Das Original Brass gefällt mir besser als der Nachfolger, aber auch Age of Industry ist für mich ein richtig gutes Spiel. In den letzten zwei Jahren ist Brass jedoch nicht mehr auf den Tisch gekommen, deshalb hätte das Grundspiel als Variationsmöglichkeit absolut ausgereicht. Da meine Frau und ich aber auf den letzten beiden Spielereisen drei außergewöhnlich spaßige Partien Brass gespielt haben, ist die Chance, auch mal Age of Industry als Variation zu spielen, stark angestiegen. Aus diesem Grund kann ich meiner Sammelleidenschaft in diesem Fall bedenkenlos nachgeben (Bewertung: 4).
Ostfriesisches Schafe-Schubsen (H@LL9000):
Manchmal hat ein Verlag vor Essen das Glück, mich mit seiner Spielankündigung in einer schwachen Minute auf dem falschen Fuß zu erwischen. Taktisches Fun-Spiel + limitiert auf 500 + Selbstkostenpreis = unüberlegte Vorbestellung. Ob das Spiel was taugt, keine Ahnung, ich weiß noch nicht einmal um was es bei diesem Spiel geht. Analog zu den amerikanischen Stunt-Sendungen (don’t try this at home) kann ich meinen Lesern nur empfehlen, macht mir das bitte nicht nach.
Meine Hoffnung ist jetzt, daß Leute die selber gerne spielen, nicht einen absoluten Bockmist zu ihrem 10jährigen Jubiläum veröffentlichen.
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Nur noch 56 Tage bis zur Spiel 2011
25.8.2011 von Thomas.
Endlich habe ich auch meine erste Preorder rausgeschickt, d.h. die Messevorbereitung ist jetzt auf Stufe gelb angelangt. Glücklicherweise wird Stufe rot - absolute Panik etwas zu übersehen/verpassen - erfahrungsgemäß erst zwei Wochen vor der Messe erreicht.
Meine Bewertungskriterien: 4 (Pflichtkauf), 3 (sehr interessantes Spiel, auf jedenfall intensiv anschauen), 2 (hört sich interessant an, wenn nichts dazwischen kommt, werde ich mir das Spiel anschauen), 1 (wenn noch Zeit ist, werde ich einen Blick riskieren) und 0 (vielleicht ergibt sich ja nach der Spiel eine Testmöglichkeit).
23 (Amigo):
Bei Kartenspielen mit kurzer Spielzeit sehe ich einen gewisse(n) Ärgerfaktor/Schadenfreude als eine reizvolle Komponente (z.B. Pingu Party oder 6 nimmt!) an. Deshalb bin ich auch immer auf der Suche nach weiteren Titeln, viel Platz nehmen sie ja auch nicht weg.
Die Kurzbeschreibung auf der einen oder anderen Spieleseite (”Auch
die lieben Mitspieler machen einem gerne einen Strich durch die Rechnung.”) ließ bei mir die Hoffnung aufkommen, dass ich mit diesem Kartenablegespiel einen weiteren Vertreter dieser Gattung gefunden habe. Nach dem Studium der kurzen Regel (Download auf dieser Seite unten rechts) bin ich mir nicht mehr ganz so sicher, da muß erstmal eine Testpartie her. Sollte ich auf der Spiel noch Zeit haben (eher unwahrscheinlich), werde ich einen Blick riskieren (Bewertung: 1), ansonsten sicherlich in den 2-3 Monaten nach der Messe.
Carré (Amigo):
Legespiele sind eher die Domäne meiner Frau, aber auch mich kann man mit “guten” Vertretern dieses Genres begeistern. Bei diesem Titel versuchen bis zu 4 Spieler möglichst schnell den eigenen Vorrat der unterschiedlich großen namensgebenden Carrés auf der eigenen Spieltafel zu platzieren. Soweit so gut, was mich jedoch stutzig macht, sind die weiteren Details der Regel (Download auf dieser Seite unten rechts). Was ich platzieren kann, wird ausgewürfelt und zusätzlich können die Mitspieler mir auch noch bereits platzierte Teile wieder entfernen und ich kann mich nicht dagegen wehren. Natürlich sind Geschmäcker unterschiedlich, aber destruktive glücksabhängige Legespiele sind nicht unbedingt mein Fall. Vielleicht werde ich diesen Titel mal testen aber sicherlich nicht auf der Spiel (Bewertung: 0).
Friesematententen - Set 2 und Hol’s der Geier (Amigo):
Da ich noch nicht einmal das erste Set von Friesematenten besitze noch getestet habe, ist die Bewertung: 0 schnell vergeben. Mit Hol’s der Geier bringt Amigo eine Neuauflage eines Alex Randolphs Kartenspiel Klassikers heraus. Ich muß gestehen, dass ich es bisher noch nicht gespielt habe. Da ich aber vor Jahren die Ravensburger Ausgabe für einen Euro auf dem Trödelmarkt gekauft habe, muß ich zumindestens einkaufstechnisch nicht aktiv werden.
Die Brücke am Rio D’Oro (Amigo):
Neben den ganzen Kartenspielen bringt Amigo auch immer wieder größere Spiele heraus. Rio D’Oro ist ein einfaches Laufspiel mit einem 3D-Aufbau (die namensgebende Brücke). Mit bis zu drei Würfeln bestimmen die Spieler ihre jeweiligen Zugmöglichkeiten. Über die kurze Brücke mit teilweise angeknacksten Brettern in die Schatzhöhle und mit bis zu drei Schätzen zurück ins Lager. Ab und zu bei den Mitspielern einen Schatz “ausleihen” oder vielleicht den Mitspieler in den Abgrund (familiengerecht ins Lager zurück) schupsen, das mag für Familien interessant sein, mich hat die Lektüre der Regel (Download auf dieser Seite unten rechts) eher gelangweilt. Vielleicht irre ich mich, aber diese Brücke möchte ich nicht überqueren (Bewertung: 0).
The City (Amigo):
Manche Autoren haben sich durch einen oder mehrere Titel meine erhöhte Aufmerksamkeit verdient. Tom Lehmann hat dies mit seinem Geniestreich (meine kleine unbedeutende Meinung) Race for the Galaxy geschafft. Beim Lesen der Regel (Download auf dieser Seite unten rechts) fühlte ich mich auch entfernt an RftG erinnert. Das ganze ist regeltechnisch viel einfacher gestaltet und thematisch vielleicht für deutsche Spieler besser verdaulich in den Städtebau verlegt worden. Aber auch hier versuchen die Spieler synergetische Kartenauslagen zu erstellen. Natürlich muß ein Spiel erstmal gespielt werden, aber mein Interesse ist geweckt (Bewertung: 2). Sollte die Qualität stimmen, werde ich neben RftG und San Juan einen Platz im Spieleschrank für einen dritten noch einfacheren Titel mit dieser Mechanik freiräumen.
Milton Keynes (Alnstar):
Man muß sich schon wundern, aber jedes Jahr wollen weitere neue Verlage ein Stück vom (sehr begrenzten) Kuchen abhaben. Milton Keynes ist das erste Spiel dieses britischen Verlages. Die Spieler versuchen durch den Kauf von Land und den Bau von Gebäuden ihr Einkommen zu steigern, bzw. Siegpunkte zu erringen. Eine halbe Stunde habe ich versucht, die englische Regel (Link) zu verstehen, was mir in den meisten Fällen auch gut gelingt. Hier bin ich jedoch gescheitert. Das Handling scheint darüber hinaus sehr umständlich zu sein. Die bisher wenigen Kommentare auf BGG bestätigen meine Probleme mit der Regel und den Verdacht von Handling Probleme. Da so ein erster ungetesteter Eindruck natürlich täuschen kann, gibt es Aufgrund des Erstlingsbonuses für einen kleinen ausländischen Verlag eine 1,5 von mir. Mal schauen, ob es auf der Spiel verfügbar ist.
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Nur noch 58 Tage bis zur Spiel 2011
23.8.2011 von Thomas.
Die größeren Verlage insbesondere aus Deutschland haben es bei mir erfahrungsgemäß auf der Spiel schwerer meine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, da ihre Verfügbarkeit bei den anschließenden Spielereisen und auch im Handel i.d.R. kein Problem darstellt. Es gibt einfach zu viele Titel von kleineren Verlagen, viele aus dem Ausland, denen ich auf der Spiel eine höhere Priorität zugestehe, auch bei gleicher oder geringer zu erwartenden Spielqualität. Trotzdem gibt es immer wieder Spiele, die ich auch von größeren Verlagen bereits auf der Messe kaufe: z.B. Diamonds Club. Diese “Ausgabe” beginne ich aber mit einem Spiel aus den USA, von dem bisher noch keine deutsche Version angekündigt wurde. Meine Bewertungskriterien: 4 (Pflichtkauf), 3 (sehr interessantes Spiel, auf jedenfall intensiv anschauen), 2 (hört sich interessant an, wenn nichts dazwischen kommt, werde ich mir das Spiel anschauen), 1 (wenn noch Zeit ist, werde ich einen Blick riskieren) und 0 (vielleicht ergibt sich ja nach der Spiel eine Testmöglichkeit).
Quarriors! (Wizkids):
Wir nehmen Dominion und ersetzen einen Teil der Karten durch Würfel, das hört sich doch für mich als Kurzbeschreibung für Quarrior! doch schon einmal sehr spannend an. Deshalb sprechen die Schöpfer des Spiels auch in Anlehnung an Dominion (Deck Building Game) von einem Dice Building Game. Zwar sehe ich die ganzen Nachfolger von Dominion eher kritisch, aber diese Variation der Mechanik müßte schon sehr viel falsch machen, dass es mir nicht gefällt. Ein Problem könnte die Verfügbarkeit auf der Spiel darstellen, ansonsten werde ich mir das Spiel auf jedenfall anschauen (Bewertung: 3) und möchte auch einen Blindkauf ggf. sogar vor der Messe nicht ausschließen. (interessanter Peep findet ihr hier) (deutsche Regel)
Rette die Million! (Ravensburger):
Was für eine “Überraschung”, da kommt zu einer Fernsehsendung ein Brettspiel heraus, diesmal ein Quizspiel. Dies geschieht ja bereits seit mindestens 40 Jahre. Ich kann mich da an Dalli Dalli (laut BGG 1973) erinnern, das ich Ende der Siebziger bei einem meiner Cousins spielen durfte. Seitdem habe ich mich spielerisch (hoffentlich) weiterentwickelt. Quizspiele kommen nur sehr selten auf den Tisch und da haben wir bereits viele gute und spaßige Vertreter in unserem Schrank. Deshalb kann ich mich auch ganz entspannt zurücklehnen und Rette die Million! eine 0 zuordnen. Sollte sich zu meiner Überraschung dieses Spiel doch noch als absolutes Highlight entpuppen, werde ich es nach der Messe mitbekommen, versprochen.
Das verrückte Labyrinth - Elektronisches Brettspiel (Ravensburger):
Wenn man einen Nachfolger eines erfolgreiches Brettspiels herausbringen möchte ggf. sogar mit ein wenig Elektronik, wenn holt man sich da ins Boot, natürlich den Reiner.
Das Labyrinth der Meister habe ich ein paar Mal mit meiner Frau gespielt und ich hatte in keiner Partie auch nur den Hauch einer Chance. Verlieren ist für mich ja eigentlich kein Problem, aber überhaupt keine Chance, das tut dann schon ein wenig weh. Tja, deshalb bewerte ich das Spiel zur Überraschung aller mit einer 0, denn ich brauche keine Neuauflage meiner Niederlagenserie. Sollte meine Frau das Spiel entdecken, könnte es dann schon zu einer Testpartie kommen, freiwillig werde ich es jedoch nicht vorschlagen.
Scotland Yard Swiss Edition (Ravensburger):
Das Original habe ich in den Achtzigern eine zeitlang sehr gerne gespielt. Vielleicht gerade weil ich als Mr. X sehr erfolgreich war.
Dieser Nachfolger spielt in der Schweiz und bringt landestypisch ein paar Variationen (z.B. Skier) ins Spiel. Wenn ich mich recht entsinne, habe ich am Anfang des Jahres sogar einen frühen Prototypen gespielt. Auf der Messe werde ich sicherlich keine Zeit für einen Blick finden (Bewertung: 0), aber nach der Spiel möchte ich eine nostalgische Partie auf einer der Spielereisen nicht ausschließen.
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Nur noch 67 Tage bis zur Spiel 2011
14.8.2011 von Thomas.
Weiter geht es mit meiner persönlichen Essen-Vorschau. Meine Bewertungskriterien: 4 (Pflichtkauf), 3 (sehr interessantes Spiel, auf jedenfall intensiv anschauen), 2 (hört sich interessant an, wenn nichts dazwischen kommt, werde ich mir das Spiel anschauen), 1 (wenn noch Zeit ist, werde ich einen Blick riskieren) und 0 (vielleicht ergibt sich ja nach der Spiel eine Testmöglichkeit).
Talat (Huch! & friends):
Abstrakte Spiele (Ausnahme Einfach Genial) gehören sicherlich nicht zu meinen absoluten Lieblingsspielen, aber ab und zu spiele ich sie gerne und meistens sehen sie auch noch sehr ansprechend aus. Die Idee, auf zwei Brettern gleichzeitig zu spielen, jedoch pro eigenem Zug immer nur eine Figur auf einem der beiden Bretter zu bewegen, finde ich sehr interessant. Inwieweit der eigentliche Zugmechanismus spannend ist, muß von mir erst noch getestet werden, da Talat definitiv nicht die Kriterien für einen Blindkauf erfüllt. Aufgrund der beschränkten Spieleranzahl (2-3) ist ein Test auf den Spielereisen nach der Messe noch nicht sicher, deshalb werde ich ggf. bereits auf der Spiel einen Blick riskieren (Bewertung: 1).
Dungeon Fighter (Cranio Creations):
Auf dem Heidelberger Burgevent gab es eine Essen Neuheit deren Testpartien besonders viele Emotionen bei den Spielern hervorrufte. Dungeon Fighter ist ein sehr ungewöhnliches kooperatives Fantasy Fun Spiel mit Würfeln. Monster müssen besiegt werden, indem die Spieler Würfel auf eine Zielscheibe werfen, aber erst müssen sie immer den Umweg über die Tischplatte nehmen. Dies ist abhängig von den Monstern und Gegenständen jedoch unterschiedlich schwer, da muß man vor dem Wurf auch schon mal eine Pirouette drehen. Das ganze hört sich nach einem sehr ungewöhnlichen Spiel an, gerade dafür habe ich häufig einen Spontankauf übrig.
Ob es mir wirklich gefällt, kann ich nur schwer abschätzen, aber ein “Pflichtblick” (Bewertung: 3) ist es für mich auf jedenfall.
Mystery Rummy Fall 4: Al Capone (Pegasus Spiele):
Neben Grimoire ist die amerikanische Originalausgabe dieses Spiels das teuerste kleine Kartenspiel in unserer Sammlung. Da wir absolute Fans der Mystery Rummy Serie sind, haben wir uns neben den Originalversionen auch immer noch die deutsche Version von Pegasus gekauft. Da für mich der vierte Teil (gerade in der Teamversion) auch der beste Teil ist, werden wir sicherlich hier auch wieder zuschlagen (Bewertung: 4). Sollte man jedoch nichts mit den bisherigen Mystery Rummy Teilen anfangen können, wird sich dies wahrscheinlich auch mit dem vierten Teil nicht ändern.
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Bilstein: Juli 2011 - Teil 2
6.8.2011 von Thomas.
In den Samstag starteten wir mit einer Partie Blockers, der Neuauflage von Uptown. Zu fünft legten wir die abstrakten Plättchen so, dass möglichst wenige eigene Gebiete entstanden. Durch die neue Regel (die Bedeutung von “geschlagenen” gegnerischen Plättchen wurde aufgewertet) hat für mich dieses Legespiel noch ein wenig an Qualität gewonnen, auch wenn für mich das Optimum eine vierer Besetzung ist. Immerhin reichte es für einen geteilten zweiten Platz (4, 5, 5, 6 und 7 Gebiete).
zu fünft wird es früh voll
Es wurde mal wieder Zeit, ein wenig unter die Landwirte zu gehen. Nein, nicht Agricola sondern Loyang kam nun als 4er auf den Tisch. Auch wenn das dritte große Rosenberg Spiel nicht die überschwenglichen Kritiken erhalten hat wie die beiden Vorgänger, gefällt mir es zu zweit und zu viert richtig gut, da die Wartezeit bei erfahrenen Spielern sehr gering ausfällt. Von Anfang an lief es richtig gut, trotzdem konnte ich mich nicht wirklich von meiner Frau absetzen. Da spielt man ca. 90 Minuten um einen absoluten Gleichstand zu erzielen (18 + 4, 18 + 4, 17 + 6 und 16 + 3). Gut das wir für den Spass spielen.
Dann kam mal wieder 7 Wonders mit der Leader Erweiterung - diesmal in voller Besetzung - auf den Tisch. Im Gegensatz zu meinen ersten Partien kann ich jetzt eigentlich immer den letzten Platz vermeiden und spiele häufiger auch um den Sieg mit. Wie so oft kam bei mir eine Mischstrategie mit vielen Rohstoffen zur Anwendung und ich konnte mir auch einen guten zweiten Platz sichern (72, 65, 60, 55, 55, 53 und 52 Punkte). Die Siegerin hatte den Geld-Leader und auch die passende Gilde, so dass sie bei ihrer Geldstrategie pro ein Geld auch einen Siegpunkt erzielen konnte. Konsequent gespielt kann das richtig erfolgreich sein.
wie fast immer bei mir: Rohstoffe satt
Dann konnten wir uns nicht wirklich auf ein Spiel einigen, so dass mit Employee of the Months ein mir und außer dem Besitzer auch allen anderen unbekanntes Spiel auf den Tisch kam. Wer mich kennt, weiß, dass ich sehr pflegeleicht bei der Spieleauswahl bin. Es gibt kaum ein Titel der für mich ein No-Go darstellt. Employee of the Months hat es dagegen fast auf meine Miniliste geschafft. Ich spiele wirklich gerne einfache Spiel, aber so etwas belangloses ist mir nur selten untergekommen und so war auch die Reaktion meiner Mitspieler nicht überraschend. Obwohl ich mich ein Drittel der Spielzeit umziehen war - meine Flasche Wasser entdeckte ihre Verwandtschaft zu einem Springbrunnen - konnte ich trotzdem einen geteilten Sieg einfahren. Soviel dazu.
ich muss nicht jedes Spiel haben
Auch dann dauerte die Einigung auf ein Spiel etwas länger. Ein Veto hier, ein Veto da, tja ich bin anscheinend wirklich unproblematisch.
Geeinigt haben wir uns dann auf Kaigan. Mein bisheriger Klassenbucheintrag zu diesem Spiel: Ungespielter Blindkauf der Spiel 2010. Wenn man sich vom Papierplan nicht abschrecken lässt, erhält man nach meinem ersten Eindruck, ein kurzweiligesTaktikspiel, das beim Kartenverteilmechanismus ein wenig an Zooloretto erinnert, mit einem bisher selten eingesetzten Thema: Das alte Japan soll kartographiert werden. Zwar wußte ich in der ersten Partie noch nicht 100%ig, was ich tue, trotzdem reichte es erneut für einen geteilten ersten Platz.
ein wenig Zocken gehört bei Kaigan auch dazu
Als nächstes wartete dann wieder das Mittelalter auf uns -wurde ja auch mal wieder Zeit.
Firenze von Pegasus ist sicherlich ein gutes Spiel, aber ich habe noch keinen kompletten Zugang zu diesem Spiel gefunden. Trotzdem spiele ich es gerne mit und inzwischen verstehe ich auch, dass die negativen Karten für den Spielablauf absolut notwendig sind. Bei unserer Partie wußte eigentlich nur die einzige Frau am Tisch, was sie so tut. Somit konnte ich mir immerhin noch einen zweiten Platz sichern (56, 37, 34 und 32 Punkte), der Einäugige unter den Blinden.
zu diesem Spiel sollte ich mal einen Leitfaden lesen: Firenze für Dummies
Den Abschluss des Samstags bildete fast schon traditionell eine Partie Outpost. Zu siebt bauten wir verschiedene Fabriken und boten auf die Ausbaukarten. Diesmal hatten wir auch einen Neuling am Tisch, der leider absolut überfordert war. Es ist nicht so, dass wir nicht alle mal unsere erste Partie hatten, dies ist in dieser extremen Form jedoch noch nie passiert. Für mich war die Partie absolut OK, hey das ist Outpost. Aber ich merkte schon, dass viel weniger gelacht wurde als sonst. Jedes Spiel ist auch abhängig von den Mitspielern - wie wahr. Ich setzte diesmal auf Titanfabriken und wurde Dritter (87, 80, 76, 63, 61, 51 und 40 Punkte). Leider erreichte ich nicht mein Standardziel in diesem Spiel: Mindestens eine der drei letzten Ausbaukarten kaufen. Die Siegerin schaffte es diesmal über eine sehr gut funktionierende Data Library Strategie.
voll auf Titan
Diesmal konnten wir auch noch am Sonntag vor Ort spielen, da wir nicht wie bei den letzten beiden Male früher abreisten mußten. Bei der Neuauflage von Code 777 können jetzt 5 Spieler mitraten und wir schöpften das Potential voll aus. Wir spielten auf zwei richtige Codes. Eine Mispielerin beendete das Spiel so schnell, dass außer ihr niemand einen richtigen Rateversuch verbuchen konnte.
fast zu schnell für ein Foto
Mit Artus von alea konnte ich in meinen beiden ersten beiden Partien nicht wirklich etwas anfangen. Irgendwie spielte ich so vor mich hin und mehr war da nicht. Vielleicht liegt es daran, dass ich bei alea immer etwas großes taktisches bzw. strategisches erwarte. Das kann und will Artus gar nicht bieten. Es ist ein nettes Laufspiel, das in der fortgeschrittenen Version auch ein wenig Vorausplanung belohnt. Es ist zwar für mich immer noch kein Highlight, aber inzwischen habe ich mit diesem Spiel meinen Frieden geschlossen. Dies liegt aber nicht daran, dass ich diese Partie für mich entscheiden konnte (129, 117, 109 und 84 Punkte).
Nach einer weiteren Partie 7 Wonders diesmal als 5er (dritter Platz) kam erneut Burgen von Burgund auf den Tisch. In meinen ersten 3-4 Partien konnte ich nie über 200 Punkte holen. Inzwischen halte ich selbst 300 Punkte in einem optimalen Spiel für nicht unmöglich. Diesmal bekam ich das Tableau mit der 6er Wiese zugelost. Zusammen mit dem gelben Plättchen “+1 für die Wiesenwertung” muss man eine solche Ausgangsposition im Auge behalten, ansonsten ist diese Kombi schon fast zu stark. Hätte ich das letzte passende Tierplättchen auch noch bekommen, wären es nochmal 15 Punkte mehr geworde. Aber auch so war ich mit meiner Punktzahl und dem ersten Platz sehr zufrieden (269, 248, 239 und 219 Punkte).
einmal Hühner bitte zum fast perfekten Spiel
Die Spielereise beendeten wir mit einer Partie alea iacta est. Tja, eigentlich hätte Artus bei mir einen einfacheren Start haben müssen. Denn bereits dieses Spiel hat bewiesen, das es auch schon einmal etwas einfacheres von alea sein darf. Kein Highlight, aber man kann es locker runterspielen und es bleibt auch noch Zeit um sich ein wenig zu unterhalten -ein guter Absacker. Ich holte mir konsequent diese “Glücksplättchen” und konnte mich damit knapp durchsetzen (42, 41, 39 und 38 Punkte).
wir würfeln uns durch Rom
Das verlängerte Wochenende hat mir wieder sehr gut gefallen. Wie erwartet, wurden in den vier Tage die unterschiedlichsten Spiele auf den Tischen gesichtet. Deshalb zum Schluss ein paar Bilder von Partien ohne meine Beteiligung:
Strasbourg

Olympos
Alien Frontiers
Le Havre
Bazaar
Avanti
McMulti
Pfeffersäcke
Mylady und die Musketiere
Fresko inkl. Erweiterung
Kreml
Caylus Magna Carta
und für Bilstein typisch, viele Partien Tichu
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Bilstein: Juli 2011 - Teil 1
3.8.2011 von Thomas.
Am letzten Wochenende war es mal wieder so weit. Bilstein rufte eine kleine aber feine Spielerschar in das Hotel Faerber-Luig. Diesmal sollten sich bis zu 20 Spieler im sehr großzügigen Spielraum tummeln. Gerade der Termin im Juli hat seinen besonderen Reiz. Man(n) muß sich natürlich nicht von den Neuheiten im April (Nürnberg) und im November (Essen) unter Druck setzen lassen. Aber das sie da sind, kann man nicht wegdiskutieren und dann möchte ich sie auch spielen.
Der Termin im Juli dagegen ist bei mir von einer entspannten “Schaun mer mal, was wir spielen” Stimmung geprägt.
Spiele satt, nicht nur vom Organisator …
Natürlich hatte der Organisator wieder ein größeres Paket von Spielen bereitgestellt, das durch noch mehr Spiele der Teilnehmer ergänzt wurde. Zusätzlich ist es Tradition (OK, ich glaube es war das zweite Mal), dass es bei der Juli Veranstaltung zusätzlich immer noch ein Themenspezial gibt. Diesmal (Thema Diamanten) gab es nicht nur eine kleine thematische Spieleauswahl, Gregor hatte zusätzlich auch noch ein passendes Metaspiel (Schachern) im Gepäck. Dazu aber später mehr.
… sondern auch von den Spielern zur Verfügung gestellt
Mein spielerischer Einstieg bestand aus einer Pause. Da wir zuerst fünf waren und ich aufgrund meiner ausklingenden Bronchitis im Zusammenspiel mit der Autofahrt noch ein wenig in den Seilen hing, unterstützte ich die vier Mitspieler der aller ersten Partie (Qwirkle) mit meinen natürlich fachkundigen Kommentaren. Mit 51st State als 4er Partie startete dann auch ich spielerisch in das Wochende. Ein wenig spröde und fummelig, Grafik und Thema sind sowieso immer Geschmacksache, kommt es daher und hat mich auch beim zweitenmal richtig gut unterhalten. Da ich meine Frau “gewinnen ließ”
, besteht eine sehr große Chance, dass dieses Spiel demnächst auch bei uns im Spieleschrank zu finden ist.
51st State - ein möglicher Kauf
Danach kamen mit Take it or leave it und Uluru zwei Vertreter der einfacheren Kost auf den Tisch. OK, bei Uluru würde sicherlich der eine oder andere widersprechen. Immerhin konnte ich Uluru geteilt gewinnen und auch beim Würfel raffen konnte ich einen guten zweiten Platz ergattern. Auch bei solchen Spielen zeigt sich der Könner.
Irgendwie war das Wochenende für meine Verhältnisse sowieso außergewöhnlich, da Fortuna mir doch den einen oder anderen Sieg schenkte.
Kartenglück mit Würfeln kombiniert
Danach spielten wir meine beiden absoluten Lieblingsspiele in der Kategorie Aufbau-Kartenspiel in 30 Minuten. Als erstes begaben wir uns direkt zweimal hintereinander in die unendlichen Weiten des Weltraums: Race for the Galaxy mit allen drei Erweiterungen aber ohne Übernahme. Die erste Partie lief wie von alleine und ich konnte mit der Militärstrategie sehr klar gewinnen (74, 47, 42, 35 und 32 Punkte). Auch wenn die zweite Partie gar nicht so gut lief, konnte ich ich auch diese ebenso deutlich für mich entscheiden (53, 31, 30, 24, 24 Punkte). Wie gesagt, ein(e) Sahnetag Sahnewochenende.
das sah schon mal schlechter aus
Den Tag beendeten wir mit einer Partie 7 Wonders inkl. der nach meiner Meinung sehr gelungenen Erweiterung Leaders. Bei diesem wirklich hervorragenden Spiel kann ich nur sehr selten glänzen, so dass ein guter dritter Platz fast genau meinem Erwartungswert entspricht (77, 61, 60, 58, 51 Punkte).
Wir starteten mit einer Partie Settlers of Amerika (amerikanische Siedler Variante) in den Freitag. Meine letzte Partie Siedler …? Keine Ahnung, da gab es aber bestimmt noch keinen Euro, so schließt sich der Kreis.
Deshalb bekam ich erstmal eine kurzes Update der Siedler Grundregeln. Die Partie hat mir ganz gut gefallen. Die Idee des nach Westen ziehen wurde durch den stetigen Verlust einiger Rohstoffelder im Osten interessant umgesetzt. Die Tatsache, dass man nicht mehr eingebaut werden kann, meine Siedler Treks können überall hinziehen, gefiel mir gut. Auch wenn ich das Spiel gewinnen konnte, machte mich das nicht so richtig glücklich, da ich hier ein Problem sehe. Meinen Vorsprung durch die schnelle Entwicklung in den Osten mit 3 Siedlungen konnte niemand mehr aufholen. So stand eigentlich der Sieger nach einer halben Stunde fest, obwohl wir noch eine volle Stunde Spielzeit vor uns hatten. Das kann schon sehr unbefriedigend für die Spieler sein, die so früh abgeschlagen sind.
blaue Siedlungen erobern sehr früh den Westen
Eigentlich gehe ich davon aus, dass 7 Wonders auch den deutschen Spielepreis erhält. Sollte aber überraschenderweise die Wahl auf Burgen von Burgund (liebevoll BuBu genannt) fallen, könnte ich auch damit sehr gut leben. Zu viert würfelten wir in der selben Besetzung um die Sechseck Plättchen. Teilweise war meine Spannung so groß, das ich den Tisch verlassen mußte. Vielleicht lag es aber auch daran, das eine Mitspielerin ihre kompletten Züge kommentierte.
Jedenfalls konnte ich mit einer großen Wiese und dem Plättchen +1 Siegpunkt bei Herdenwertung genügend Punkte für den Sieg sammeln (254, 232, 215 und 197 Punkte).
da lachten die Hühner
Mit Brass kam dann für mich schon das letzte Spiel des Tages auf den Tisch, da ich mich bereits um 22:00 ins Bett verabschiedete. Wir alle hatten schon ein paar Partien dieses hervorragenden Spiels auf dem Buckel, leider nicht in den letzten 12 Monaten. So duften wir nach ca. 30 Minuten die Partie neu starten, wer sollte sich auch merken, dass man für die Entwicklung Eisen benötigt.
Die Partie war sehr spannend. Im letzten Zug wollte eine Mitspielerin nichts mehr machen, aber da bekam sie den Hinweis von einem anderen Mitspieler, dass sie doch für zwei Karten (bei leerem Markt) noch eine Zeche überbauen könnte. Tja wem die Punkte wegnehmen, am besten dem Tippgeber. Genau diese drei Punkte fehlten ihm dann, um mich noch vom ersten Platz zu verdrängen (127, 125, 117 und 104 Punkte). Man könnte jetzt sagen, das wäre ein geschenkter Sieg. Da der 2. jedoch ein kaum zu besiegender hervorragender Spieler ist, freute ich mich trotzdem
, auch wenn ich meinen Sieg erst gar nicht realisierte.
Anfang September gibt es eine Revanche
Drei Spiele an einem Tag, ok es gibt auch dreimal Buffet
, sind schon sehr wenig. Zwischen 11:00 und 18:00 gab es jedoch auch noch das Metaspiel Schachern. In der ersten Phase versuchten alle Spieler als Einzelkämpfer möglichst viele Informationen über die Wertigkeiten der fünf verschiedenen Edelsteine zu erhalten bzw. nach diesen Informationen die Edelsteine zu tauschen.
die Auswertung ist gar nicht so einfach

Nach einer gewissen Zeit wurden wir dann zu 3er Teams zusammengefasst, und gemeinsam wurden die bisherigen Ergebnisse optimiert. Obwohl wir im Gegensatz zu anderen Teams unsere “Arbeit” nach fünf Minuten abgaben, konnten wir uns trotzdem einen guten zweiten Platz (bei fünf Teams) erspielen. Hätten wir mal so lange überlegt wie die anderen Teams.
Meine Frau bekam als Mitglied im Siegerteam ein Flowerpower, über das wir uns sehr freuten. Danke an dieser Stelle nochmal an Gregor, der diesen zusätzlichen Aufwand in Kauf nahm, um uns mal wieder etwas neues zu präsentieren.
eine schöne Überraschung
Den Rest gibt es dann im 2. Teil.
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