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Archive für September 2011
Nur noch 23 Tage bis zur Spiel
27.9.2011 von Thomas.
Nur noch etwas mehr als drei Wochen bis zur Spiel und es sind gerade mal etwas mehr als 600 Neuheiten angekündigt.
Meine Bewertungskriterien: 4 (Pflichtkauf), 3 (sehr interessantes Spiel, auf jedenfall intensiv anschauen), 2 (hört sich interessant an, wenn nichts dazwischen kommt, werde ich mir das Spiel anschauen), 1 (wenn noch Zeit ist, werde ich einen Blick riskieren) und 0 (vielleicht ergibt sich ja nach der Spiel eine Testmöglichkeit).
Sake & Samurai (Albe Pavo):
Möglichst viel Trinken war nicht nur das Motto auf unseren Feten Ende der 80er Jahre, auch beim neuen Spiel von Albe Pavo gewinnt der Spieler, der am Spielende möglichst viel Sake(marker) “gesammelt” hat. Was sich jetzt erst einmal nach einem gemütlichen Saufgelage anhört, wird durch die Lektüre der Regel (Download hier) relativiert. Wie im richtigen Leben beeinflußt Alkoholkonsum die eigenen Fähigkeiten. Schon einmal versucht, besoffen mit einem Katana eine Melone zu teilen?
Da man auch die anderen Spieler attackieren kann bzw. sich gegen sie verteidigen muss, sollte der Alkoholkonsum gezielt erfolgen, denn Überleben sollte man auch noch. Auch bei Sake & Samurai trifft man die inzwischen so beliebten Multifunktionskarten, ob sich diese Mechanik auch bei der Reisweinvernichtung bewährt, bleibt abzuwarten. Obwohl Albe Pavo ein kleiner ausländischer Verlag ist, bin ich trotzdem ein wenig zurückhaltender (Bewertung: 2), da der Funke erst einmal nicht so richtig übergesprungen ist.
Uskoci (Amalgam):
Für den deutschen Markt ist der Name des Verlages sicherlich nicht unbedingt verkaufsfördernd
, trotzdem kann Amalgam bei mir zumindestens schon einmal einen kleinen Pluspunkt verzeichnen: ich habe noch kein Spiel eines kroatischen Verlages. Uskoci ist ein Kartenspiel mit verwandschaftlichen Beziehungen zu Black Jack (Verlagsangabe) und geringem Regelaufwand. Die Spieler versuchen genau 25 Punkte mit ihren Karten zu sammeln und gleichzeitig die anderen Spielern daran zu hindern, dieses Ziel zu erreichen. Das alles hört sich nach einem möglichen netten Absacker an. Das und die Tatsache der weißen Fläche auf meiner Sammlungslandkarte führen zu einer 3er Bewertung für die Messe.
TieBreaker (Bezier Games):
Bereits die Idee zum Startspieler aus dem selben Haus gefiel mir gut, auch wenn ich unser Exemplar immer zu Hause vergesse. Den TieBreaker benötigen wir eigentlich nicht wirklich, da ich auch mit geteilten Siegen gut leben kann.
Aber als kleiner Nerd Geek Spielesammler Thomas werde ich wahrscheinlich nicht daran vorbeigehen können, ohne mir ein Exemplar zu sichern. Schaun mer mal (Bewertung: 2).
Alba Longa (Quined Games):
Wenn einem reine Workerplacement-Spiele zu langweilig werden, packt man als Verlag ein paar Würfel dazu. Früher bei den “Experten” und Glückhassern als Teufelszeug gebrandmarkt, sind diese Fortuna Werkzeuge spätestens seit Troyes und Burgen von Burgund von vielen Spielern begnadigt worden. Im ganz frühen Mittelalter (6. Jh.) betätigen sich fünf italienische Städte (die Spieler) beim Wettkampf “bauen und vermehren”. Neben Händlern, Arbeitern, Farmern und Priestern sollten aber auch Soldaten in die Planung einbezogen werden, denn ab und zu gibt es einen auf die”Glocke”.
Das alles hört sich erstmal nicht schlecht an. Da Quined Games jedoch mit Huch kooperiert und ich nach dem Lesen der Regel (hier) nicht von einem absoluten Highlight (Top 5 der Spiel 2011) ausgehe, steht dieses Spiel nicht in der Test Priorität ganz oben (Bewertung: 2).
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Nur noch 31 Tage bis zur Spiel 2011
19.9.2011 von Thomas.
Dieses Jahr kann man ja gespannt sein, wie die zusätzliche Halle 7 angenommen wird und ob man Veränderungen bei den Besucherströmen feststellen kann. Meine Bewertungskriterien: 4 (Pflichtkauf), 3 (sehr interessantes Spiel, auf jedenfall intensiv anschauen), 2 (hört sich interessant an, wenn nichts dazwischen kommt, werde ich mir das Spiel anschauen), 1 (wenn noch Zeit ist, werde ich einen Blick riskieren) und 0 (vielleicht ergibt sich ja nach der Spiel eine Testmöglichkeit).
Santiago de Cuba (eggertspiele):
Nicht nur das Cover von Michael Menzel erinnert an Cuba, trotzdem ist dieser Spin-off kein einfallsloser Abklatsch des Originals. Ähnlich wie bei vielen Gerdts Spielen laufen wir einen Aktions-Rundkurs und müssen zahlen, wenn wir mehr Schritte gehen wollen. Vor einiger Zeit hatte ich die Möglichkeit mit Peter Eggert den Prototypen zu testen. Mir hat er gut gefallen, deshalb bin ich gespannt, wie das endgültige Spiel aussieht und was noch geändert wurde. Da jetzt eggertspiele mit Pegasus kooperiert, sollte die Verfügbarkeit auch weiterhin kein Problem darstellen, aus diesem Grund müßte ich mir den Titel nicht unbedingt auf der Messe anschauen, werde es aber wahrscheinlich doch machen (Bewertung: 2).
Kingdom Builder (Queen Games):
Wenn es einen Verlag gibt, bei dem ich die Vertriebspolitik nicht verstehe bzw. die mich auch schon mehrmals verärgert hat, dann ist es die vom Troisdorfer Verlag. Dies hat dazu geführt, dass ein Spiel von Queen Games bedeutend besser sein muß als vergleichbare Spiele anderer Verlage, damit es bei uns in den Schrank kommt. Mit Donald X. Vaccarino den Autor eines der erfolgreichsten Spiele der letzten 5 Jahre (Dominion) im Programm zu haben, ist sicherlich kein Nachteil für die Qualifikation “rein in unseren Schrank”.
Bei Kingdom Builder versuchen die Spieler ein Reich aufzubauen, das möglichst viel Geld am Spielende generiert. Da für jede Partie eine (wahrscheinlich) neue Kombination von drei Wertungskarten gezogen wwird, soll dies für genügend Abwechslung sorgen. Das Spiel hört sich relativ einfach an, was sicherlich kein Nachteil ist, wenn das Spielgefühl dazu passt. Da mir auch die bisher veröffentlichten Bilder gut gefallen haben, werde ich auf der Messe einen genaueren Blick riskieren (Bewertung: 2).
Tournay (Pearl Games):
Das Erstlingswerk (Troyes) dieses belgischen Verlages gefällt mir spielerisch richtig gut und hat nach meiner Meinung auch verdient beim deutschen Spielepreis einen Platz unter den ersten 10 abgeräumt. Sind zwei Werke eigentlich schon eine Stilrichtung? Die Grafik ist jedenfalls im selben “Stil” wie Troyes, was für mir persönlich eine schöne Abwechslung darstellt. Nicht falsch verstehen, ich mag auch die Menzel Illustrationen, aber ab und zu Ecken und Kanten finde ich auch sehr schön. Spielerisch wurden die Würfel weg rationalisiert, mist keine Ausreden mehr
, dafür gibt es jetzt mehr Karten. Eine gewisse Verwandtschaft finde ich auch bei Spielen nicht schlecht, solange die Eigenständigkeit groß genug ist. Da die Belgier nach diesem Erstlingswerk bei mir erst einmal einen Bonus haben, werde ich das Spiel aller Voraussicht nach blind kaufen (Bewertung: 4), hoffentlich werde ich nicht enttäuscht.
Tschak! (GameWorks):
Kleine Kartenspiele kommen nach meinem Geschmack auch ohne Thema aus, trotzdem ist ein Thema mit schönen/interessanten Illustrationen ein Kaufanreiz für mich, zumindestens wenn auch der Spielspass stimmt. Bei Tschak! kommt ein Stichspiel im klassischen Fantasy Gewand daher. Die Spieler versuchen schlagfertige Helden(gruppen) nach und nach auszulegen um möglichst wertvolle Schätze einzusacken. Der Kniff bei diesem Spiel: nach jeder Runde wechseln die Kartenhände zum nächsten Spieler, so dass jeder Spiel jedes Set in den Dungeon-Turm führen darf. Das alles hört sich für einen möglichen Absacker nicht schlecht an, da werde ich auf der Spiel doch mal in den Turm steigen (Bewertung: 2).
Biruda (AF Games):
Bei kleinen ausländischen Verlagen bin ich ja zu oft nachsichtig, wenn es um die Spielqualität geht. Da dieses Jahr die Anzahl der ausländischen und/oder Kleinverlage zumindestens gefühlt stark angestiegen ist, muß ich dieses Jahr strenger sein. Noch mehr testen/intensiv anschauen und weniger blind kaufen. AF Games ist ein mir bisher unbekannter griechischer Verlag, der mit Biruda ein weiteres Städtebauspiel in den Kampf um die Käufer schickt. Prinzipiell mag ich ja Sim City Städtebauspiele, was mich ein wenig stören könnte, ist das destruktive Element. Ich möchte aufbauen nicht zerstören.
Ob ich hier auf der Suche nach einer Perle eines kleinen Verlages fündig werde, keine Ahnung, aber ich werde es mir auf jedenfall anschauen (Bewertung: 3).
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Coney Island (Argentum Verlag) - ab in den Vergnügungspark
16.9.2011 von Thomas.
Aufgrund meiner guten Kontakte zum Verlag habe ich auch dieses Jahr das Vergnügen, die Essen-Neuheit von Argentum als Erster genauer vorzustellen. Nach vielen Testpartien habe ich natürlich auch eine (positive) Meinung zu diesem Spiel. Jedoch sollten die Leser dieses Berichts berücksichtigen, dass ich sicherlich in diesem Fall ein “wenig” befangen bin.
Deshalb überlasse ich es lieber anderen, Coney Island eine Wertungsnote zu geben.
ab auf die Insel
Dieses neue Taktikspiel von Michael Schacht ist für 2 bis 4 Spieler und dauert zwischen 30 und 60 Minuten. Die Grafik ist wie in den letzten Jahren bei Argentum üblich von Dennis Lohausen gestaltet (weitere Illustrationen von ihm 2011 für z.B. eggertspiele, Amigo, Hans im Glück, Schmidt und Pegasus). Neben einer deutschen Regel ist auch eine englische Version enthalten. Zur Messe (ggf. direkt danach) werden auch eine französische und niederländische Version zum Download zur Verfügung stehen. Im Vergleich zu Hansa Teutonica und insbesondere zu First Train to Nürnberg fällt bei Coney Island der Einstieg in die erste Partie leichter, so dass auch reine Familienspiel-Spieler (wahrscheinlich jedoch mit Erklärbär
) an diesem Vergnügungspark ihren Spass haben (können). Trotz der geringeren Einstiegshürde und der familientauglichen Grafik bietet Coney Island verschiedene Möglichkeiten und Strategien, um erfolgreich zu sein, die in der gesamten Breite dann doch eher von erfahreneren Spielern entdeckt werden. Ein kleiner Tipp von mir: schaut genau, was eure Gegner so “veranstalten”.
eine Spielsituation, da fehlt aber noch der Sack
Das Thema:
Wie der Titel und die Covergrafik vermuten lässt, verschlägt es uns thematisch in einen der Vergnügungsparks der Halbinsel New Yorks und zeitlich in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts. Jeder Spieler ist Mitglied eines Schaustellerclans, der gemeinsam versucht einen möglichst große Aufmerksamkeit erregenden Vergnügungspark aufzubauen. Aus diesem Grund werden nicht nur eigene Schausteller (z.B. Ballonverkäufer oder Wahrsagerin) engagiert, auch gemeinsame Großprojekte (z.B. Achterbahn oder Geisterbahn) sollen können gebaut werden.
Großprojekte in vier verschiedenen Größen
Das Spielziel:
Trotz der teilweise “gemeinsamen” (hierzu später mehr) Bauprojekte ist Coney Island definitiv kein kooperatives Spiel.
Der Spieler der zum Spielende die meisten Siegpunkte Aufmerksamkeitspunkte gesammelt hat, gewinnt das Spiel.
es geht doch immer um Geld Punkte
Der Spielaufbau:
Die Spieler erhalten ein Spielertableau, auf dem sie ihre neun Schaustellerplättchen platzieren, zwei Geld und einen zufälligen Baustein. Die Zählsteine der Spieler kommen auf die Zahl fünf der Kramerschen Wertungsleiste. Die Zeitungsplättchen (mit 1-3 Aufmerksamkeitspunkten) werden nach ihren beiden Farben getrennt gemischt und dann aufeinander gestapelt. Die Großbauprojekte werden nach Punkten absteigend nach ihrer Größe getrennt gestapelt. Vier Baufeldtafeln (zufällig gezogen) werden auf den farblich hervorgehobenen Baufeldern platziert und die restlichen acht Tafeln werden ebenso wie das Geld und die fünf Personentafeln neben den Spielplan gelegt. Der Startspieler erhält den Sack mit den Rohstoffen und los geht es.
das Spielmaterial auf einem Blick …
… und die neun Schaustellerplättchen einer Spielerfarbe im Detail
Der Spielablauf:
Der Spielzug des aktiven Spielers besteht aus zwei Phasen. In der Einkommensphase erhält der Spieler abhängig von seinen “gebauten” Schaustellerplättchen Aufmerksamkeitspunkte, Geld und Rohstoffe. Da das erste Feld jedes Schaustellerwagens auf den Spielertableaus immer frei bleibt, gibt es ein Grundeinkommen: ein Punkt, ein Geld und ein zufällig gezogener Rohstoff. Baut der Spieler eines der Schaustellerplättchen erhöht sich automatisch das Einkommen für die nächste Runde um das abgebildete Symbol des freigewordenen Feldes. Insgesamt gibt es fünf verschiedene Einkommenssymbole: ein Geld, ein Punkt, ein zufälliger Rohstoff, ein ausgesuchter Rohstoff und eine Aktion ein zweites mal durchführen.
das Spielertableau: in diesem Fall komplett “geräumt”
Damit Coney Island nicht zu einem ich-sammle-ganz-viele-Rohstoffe-und-mache-dann-den-Monsterzug Spiel wird, gibt es eine Maximum-Regel von fünf Geld und fünf Rohstoffen, die zu jedem Zeitpunkt eines Zuges eingehalten werden muss. Man darf zwar weitere Rohstoffe ziehen, z.B. um die Verteilung der beiden Rohstofffarben zu verändern, muß dann aber sofort (also bevor man eine Aktion macht) wieder auf fünf Rohstoffe reduzieren.
Sammeln ohne Ende - nicht auf Coney Island
Danach folgt die Aktionsphase, in der normalerweise jede mögliche Aktion maximal einmal durchgeführt werden kann (Ausnahme: man kann eines der Symbole “Aktion erneut durchführen” nutzen). Es gibt zwei Arten von Aktionen. Die drei Hauptaktionen stehen jedem Spieler in jedem Zug zur Verfügung.
die drei Hauptaktionen
Bei der ersten Aktionsmöglichkeit kann der Spieler eine neue Baufeldtafel auf ein Baufeld des Spielbrettes angrenzend zu bereits liegenden Baufeldtafeln platzieren. Dies kostet abhängig vom Baufeld ein oder zwei Geld. Danach erhält dieser Spieler sofort die abgebildete Belohnung auf dem gerade genutzten Baufeld, z.B. nichts
, einen zufälligen Rohstoff, zwei Punkte oder die Erlaubnis, eine beliebige Aktion in diesem Zug erneut durchzuführen.
es gibt Baufeldtafeln mit drei und mit vier Bauplätzen
auf dem Schild stehen die Kosten, in der Mitte die Belohnung
hier bekommt man keinen Sack Zement, hier gibt es gar nichts
Die zweite Hauptaktion ist, dass der Spieler für ein bis drei Rohstoffe eines seiner Schaustellerplättchen auf einen freien Bauplatz einer Baufeldtafel platzieren kann. Sollte dadurch ein 4er Quadrat eigener Schaustellerplättchen auf dem Spielplan entstehen, erhält man sofort zwei Punkte. Sollte dieses Quadrat auch immer noch zu Beginn des nächsten eigenen Zuges bestehen, erhält man weitere zwei Punkte.
in einer 2er Partie spielt man mit zwei Farben
Die letzte Hauptaktion ermöglicht den Bau von Großprojekten. Abhängig von der Größe des geplanten Projektes müssen ein bis vier Schaustellerplättchen (müssen nicht die eigenen sein) überbaut werden. Dies kostet zwei bis fünf vorgegebene Rohstoffe (abhängig von der Größe). Zu beachten sind hier die Farbenvorgaben des geplanten Großprojektes beim Überbauen der Schaustellerplättchen, z.B. nur eine Farbe, mindestens zwei Farben oder genau zwei Farben.
die benötigten Rohstoffe stehen links, die Bauvorgabe in der Mitte und die Punkte rechts
Der aktive Spieler erhält die auf dem Großprojekt abgebildeten Punkte der linken violetten Tafel. Zusätzlich erhält jeder Spieler für jedes überbaute eigene Schaustellerplättchen abhängig von der Art ein bis drei Siegpunkte. Die überbauten Schaustellerplättchen erhalten die entsprechenden Spieler zurück und müssen diese wieder auf dem eigenen Tableau platzieren. Dies beeinflusst das Einkommen der betroffenen Spieler für die nächste Runde. Für zugedeckte Symbole erhält man kein Einkommen!
dies wurde von blau gebaut und …
… hier die passende Abrechnung dazu
Zusätzlich gibt es fünf Nebenaktionen, für die jeweils auch eine eigene Personentafel existiert. Nur der Spieler, der gerade diese entsprechende Tafel vor sich liegen hat, darf die jeweilige Aktion durchführen. Entweder liegt die gewünschte Tafel und damit auch die Aktionsmöglichkeit (aus einer der Runden zuvor) bereits vor dem Spieler oder aber er kauft sich diese Tafel für zwei Geld (keine Aktion!) und legt sie vor sich ab. Dies ist jederzeit während der eigenen Aktionsphase möglich. Das Geld bekommt immer die Bank, auch wenn man die Tafel einem Spieler wegkauft.
für die Nebenaktionen braucht man Geld
Die fünf Nebenaktionen sind schnell erklärt. Sie ermöglichen den einmaligen Tausch von Rohstoffen (Rot-> Weiß und umgekehrt), von einem Geld in einen zufälligen Rohstoff oder einem Aufmerksamkeitspunkt in einen zufälligen Rohstoff, den Kauf zweier Aufmerksamkeitspunkte für ein Geld oder den Tausch von einem beliebigen Rohstoff in eine Zeitung (am Spielende 1-3 Siegpunkte, oder einmalige Abgabe und dafür eine Aktion erneut durchführen).
drei plus …
Es gibt insgesamt acht Aktionsmöglichkeiten, die in beliebiger Reihenfolge durchgeführt werden können. Da es insgesamt auch noch drei Möglichkeiten gibt, sich Doppelzüge zu verdienen (Einkommen, 2x die Belohnung für Bautafel legen und Abgabe eines Zeitungsplättchens), hat ein Spieler theoretisch die Möglichkeit bis zu 12 Aktionen durchzuführen. Das muss gut geplant werden. Aber ich kann versprechen: Das wird aber kein Spieler jemals erleben, außer alle Mitspieler halten einen Dauerschlaf.
Im Normalfall fällt die Anzahl der Aktionen eines Spielers deutlich geringer aus.
damit darf man eine Aktion erneut durchführen
Das Spielende:
Es gibt vier mögliche Endbedingungen: 1.) Ein Spieler hat zu irgendeinem Zeitpunkt 60 oder mehr Punkte. 2.) Der allgemeine Vorrat an Zeitungsplättchen ist aufgebraucht. 3.) Es gibt im Vorrat nur noch eine Größe von Großbauprojekten. 4.) Alle Baufeldtafeln sind auf dem Spielplan platziert und es gibt nur noch acht oder weniger freie Bauplätze für Schaustellerplättchen.
eine der vier Spielendbedingungen
In jedem Fall wird die aktuelle Runde zu Ende gespielt, so dass alle Mitspieler gleich oft am Zug waren. Bei der Endwertung werden von den bisher gesammelten Punkten pro auf dem Spielplan verbliebenen eigenen Schaustellerplättchen (unabhängig von der Art) zwei Punkte abgezogen. Dann erhalten die Spieler noch die Punkte für die gesammelten und nicht für eine erneute Aktion eingesetzten Zeitungsplättchen (jeweils 1-3) Punkte. Nun muss der Sieger die Mitspieler in den nächsten Vergnügungspark einladen.
wie im realen Leben können Zeitungen sehr mächtig sein, hier sind es 9 P.
Das Spiel für zwei und drei Spieler:
In der Vollbesetzung (vier Spieler) wird das gesamte Material benötigt. Im Spiel zu dritt werden die Anzahl der Baufeldtafeln und der Zeitungsplättchen angepasst. Dies gilt auch für das Spiel zu zweit, jedoch gibt es für diese Besetzung noch eine größere Veränderung. Damit das Spielgefühl sich nicht zu sehr ändert, hat jeder Spieler auf seinem Tableau zwei Farben von Schaustellerplättchen abwechselnd platziert. Die Menge der Plättchen bleibt jedoch unverändert. Durch diese Anpassung bleiben die Regeln und auch die strategischen Möglichkeiten des Überbauens (fast) unverändert.
Spielertableau zum Start einer 3er/4er und …
… einer 2er Partie
Strategische Möglichkeiten und das Spielgefühl:
Die Züge der Spieler sind i.d.R. sehr unterschiedlich. In manchen Zügen nimmt man nur das Einkommen entgegen und spart. Andere Züge dagegen müssen, aufgrund der Maximalregel von fünf (Geld und Rohstoffe) auf der einen und der Möglichkeit, Belohnungen, Plättchen und Personentafeln direkt einsetzen zu können auf der anderen Seite, genau geplant werden.
Einkommensbeispiel; wann brauche ich viel und wann reduziere ich es
Die Entscheidungen bei Coney Island sind vielfältig. Bis wann sollte ich versuchen mein Einkommen zu maximieren und ab wann ist es besser die eigenen Schaustellerplättchen durch Überbauen wieder vom Spielbrett zu entfernen, da sie Minuspunkte am Spielende bringen? Wie lange kann ich meinen eigenen Plan kompromisslos durchsetzen und ab wann muss ich auf das Spiel meiner Konkurrenten reagieren?
der Startspielerbutton, nicht vom Ende überraschen lassen
Wie bei vielen Spielen kann man auch bei Coney Island einfach vor sich hin spielen, dann darf man sich jedoch nicht wundern, wenn man ähnlich wie bei Hansa Teutonica mit dieser Spielweise auf die Nase fällt. Die Nebenaktion Werbejunge (ein Geld gegen zwei Aufmerksamkeitspunkte tauschen) ist stark? Natürlich, wenn man diese Personentafel rundenlang vor demselben Mitspieler liegen lässt, ohne etwas dagegen zu tun. Dies gilt übrigens für jede der fünf Personentafeln.
Der Mitspieler erhält zu viel Einkommen. Wie wäre es denn mal mit einem Großprojekt, das drei seiner Schaustellerplättchen zurück auf sein Tableau schickt. Zwar erhält auch er Punkte dafür, aber gerade in den ersten zwei Dritteln des Spiels kann ein stark verringertes Einkommen einen zu stark aufspielenden Konkurrenten schön einbremsen.
Zum Ende des Spiels kann es auch sehr effektiv sein, das Überbauen der gegnerischen Schaustellerplättchen zu erschweren (Stichworte: Überbauregeln der oben liegenden Großbauprojekte, noch verfügbare Großprojekte).
gerade die beiden 1er “Großgebäude” können auch gemein sein
Nicht nur das damit verhindert wird, dass der Spieler so weitere Siegpunkte generiert, auch die jeweils zwei Minuspunkte zum Spielende können ein Spiel entscheiden. Gerade das Platzieren der Schaustellerplättchen hat großen Einfluss auf den eigenen Spielverlauf und den der Mitspieler und stellt somit ein wichtiges taktisches Element für eine erfolgreiche eigene Partie dar.
der Spielplan
Diese drei Beispiele sollen nur kurz andeuten, wie viele taktische Möglichkeiten vorhanden sind und wie sehr das Spiel durch die Interaktion der Spieler untereinander lebt. Man sollte sich nicht durch die nette Grafik täuschen lassen, Coney Island ist ein forderndes Taktikspiel, bei dem man auf die Akionen und Gegebenheiten der Mitspieler reagieren sollte. Durch die kurze Spielzeit ist eine sofortige Revanche kein Problem, und ermöglicht den Spielern sofort aus ihren Fehlern zu lernen und eine neue Taktik, da gibt es einige
, auszuprobieren.
die Schachtelrückseite
Da die Druckdaten diese Woche rausgegangen sind, es wird übrigens in Deutschland produziert, sollte Coney Island auf jeden Fall auf der Spiel 2011 am Argentum Stand in Halle 5 Stand 64 verfügbar sein. In den kommenden Wochen wird es auf spielen-geht-immer weitere Aktionen/Informationen rund um Coney Island geben. Lasst euch mal überraschen. ![]()
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Nur noch 39 Tage bis zur Spiel 2011
11.9.2011 von Thomas.
Trotz aller Unkenrufe nach Konsolidierung im Spielemarkt buhlen immer mehr neue Verlage um die Aufmerksamkeit der Spieler. Somit wird es auch immer schwerer, den Überblick über die ganzen Neuheiten zu behalten. Meine Bewertungskriterien: 4 (Pflichtkauf), 3 (sehr interessantes Spiel, auf jedenfall intensiv anschauen), 2 (hört sich interessant an, wenn nichts dazwischen kommt, werde ich mir das Spiel anschauen), 1 (wenn noch Zeit ist, werde ich einen Blick riskieren) und 0 (vielleicht ergibt sich ja nach der Spiel eine Testmöglichkeit).
Puerto Rico Jubiläumsedition (alea):
Hier geht es nicht um die Frage, ob Puerto Rico ein sehr gutes Spiel ist. Diese Frage kann ich für mich mit einem lauten Ja beantworten. Die eigentliche Frage lautet: brauche ich ein besondere Puerto Rico Version? Dies ist einer der seltenen Momente in meinem Leben, wo ich mit voller Überzeugung behaupten kann: Ich bin Spieler kein Sammler. Es ist für mich und alle die mich kennen wahrscheinlich überraschend, aber ich spüre keinen Drang eine weitere Version dieses modernen Klassikers zu kaufen (Bewertung: 0). Jetzt muß ich nur noch auf der Messe durchhalten.
Ninjutsu (University Games):
Eine Verwandtschaft mit Stratego kann man nicht wirklich verleugnen. Dem Klassiker wurde jedoch nicht nur ein neues Thema (japanische Ninja) verpaßt, auch weitere zusätzliche Elemente (z.B. Aktionskarten und Würfel) gewährleisten eine Eigenständigkeit dieses Titels. Da ich bei 2er Spielen bedeutend kritischer bin, warte ich meistens ab, ob sich ein solcher Titel in der Spielerschaft durchsetzt. Das ist zwar “gemein”, aber damit fahre ich eigentlich ganz gut. Außerdem haben wir ja noch das Original Stratego, da kann ich die Messe ganz entspannt abwarten (Bewertung: 0).
Querdenker Deluxe (University Games):
Hier handelt es sich um eine modernisierte Neuauflage dieses Wissens-/Ratespiel von 1988. Bis zu 20 Hinweise werden nach und nach abgerufen, umso früher ein Spieler das Rätsel (Wer, Was oder Wo bin ich) löst, umso mehr Punkte kassiert er. Wir haben es in den 90ern sehr gerne gespielt und auch heute würde ich zu einer Partie nicht nein sagen. Da wir aber mit Querdenker und 20 Questions bereits zwei Versionen dieses Spiels in unserer Sammlung haben, sind wir mehr als gut versorgt (Bewertung: 0).
Suche die Unterschiede (University Games):
Wer kennt nicht die Suchbilder aus der Zeitung/Zeitschrift. Zwei fast identische Bilder: finde die kleinen Unterschiede? Ich nutze nicht das kostenlose Angebot, warum sollte ich dafür bezahlen (Bewertung: 0).
Drum Roll (Artipia Games):
Die Internationalität der Essener Messe wird immer größer. Bisher fehlt in unserer Spielesammlung noch ein Titel eines griechischen Verlages, mit Drum Roll besteht jetzt für mich die Möglichkeit diese Lücke zu schließen. Nach dem Studium der deutschen Regel (hier) finde ich zwar das Thema (Zirkus um 1900) interessant, jedoch hat das eigentliche Spiel (typisches Worker-Placement) mich noch nicht wirklich neugierig gemacht. Da natürlich ein neuer dazu griechischer Verlag bei mir auch ein wenig Welpenschutz genießt, werde ich mir das Spiel wohl auf der Messe anschauen (Bewertung: 2).
Age of Steam Erweiterungen (AoS Team):
Age of Steam ist eines meiner Top 20 Spiele, trotzdem spiele ich es leider nicht besonders oft. Da wir bereits ein paar Erweiterungen in unserer Sammlung haben, bin ich in diesem Fall sehr entspannt. Die beiden Erweiterungen Cyclades und Greece sollen 25 Euro kosten und sind stark limitiert (100 Sets in Essen). Im sehr unwahrscheinlichen Fall, daß mein Budget noch nicht großartig belastet wurde, ich noch Zeit habe und auch noch Exemplare verfügbar sind, werde ich mal in Halle 10 vorbeischauen (Bewertung: 1).
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01.09. - 04.09. Spieletreff im Münsterland (2)
8.9.2011 von Thomas.
In den Samstag starteten wir mit einer 4er Partie Nofretete (Matagot). Da wir den Titel schon lange nicht mehr gespielt hatten, mußten wir zur Erklärung doch in die Regel schauen. Trotz zweier Neulinge am Tisch mußte ich mich mit dem letzten Platz zufrieden geben (99, 97, 91 und 86 Punkte). Uns gefällt dieses Spiel immer noch richtig gut, auch wenn ich bei unseren beiden Mitspielern keine Begeisterung feststellen konnte.
nicht wirklich gut gespielt
Martin Wallace geht ja fast immer, also konnte ich dem Angebot zu einer Partie London nicht widerstehen. Da ich schon mehrere Partien London hinter mir hatte, durfte ich dem Neuling das Spiel erklären. Zum Start lief es gefühlt richtig gut, leider konnte ich diese gute Ausgangsposition nicht erfolgreich in Punkte transformieren. Aus diesem Grund mußte ich mich zum zweitenmal hintereinander als erfahrenster Spieler am Tisch mit dem letzten Platz zufrieden geben (59, 45 und 44 Punkte).
gut angefangen stark nachgelassen
Da ich beim erstenmal Ruhm für Rom nicht wirklich verstanden hatte, war ich froh in zwei weiteren Partien das Spiel besser kennen zu lernen. Die Gärten versorgten mich in der Mitte der Partie mit 10 Klienten, so dass selbst ich mich nicht gegen einen Sieg wehren konnte (44, 34 und 22 Punkte). Die zweite Partie lief dann wieder anders ab, als die beiden Partien zuvor. Da kaum Arbeiter bzw. Patrone gespielt wurden, war diesmal die Auswahl der Karten in der Mitte sehr groß. Obwohl das Spiel länger dauerte, wurde ich mit nur 12 Punkten sogar 2.. Da ein Teilnehmer der Veranstaltung noch ein OVP Exemplar von Ruhm für Rom dabei hatte, konnte ich für einen sehr guten Preis diese Lücke in unserer Sammlung schließen.
Klientel satt dank Gärten
Mit Quarriors! kam nun bei uns eine weitere Neuheit als 4er auf den Tisch. Die Kurzbeschreibung “Dominion mit Würfeln” trifft den Kern des Spiels ganz gut. Würfeln, neue Würfel kaufen und/oder Monster auf den gerade gewürfelten 6-Seitern aktivieren. Das ist auch zu viert schnell gespielt und macht Spass, trotzdem gefällt mir Dominion zumindestens nach dieser ersten Partie noch besser. Das Spiel verlief sehr knapp, aber auch mein letztes Monster konnte eine Runde durchhalten und erkämpfte mir so den Sieg (14, 11, 10 und 5 Punkte).
Quarriors! mit Plastikschüsselchen Erweiterung
Da ich die Zeit zu einer Kartenspiel Verabredung noch überbrücken mußte, beteiligte ich mich gerne an einer für mich ersten Partie Rat a tat Cat, ok Biberbande hatte ich schon auf meiner Playlist. Tja, Karten ein wenig tauschen dazu Glück beim ziehen und dann den geringsten Kartenwert bei den eigenen vier verdeckten Karten aufweisen. Es tat nicht weh und ich würde es zur Not auch nochmal mitspielen, mehr aber auch nicht.
keine Schachtel für unsere Sammlung
Den Samstag Abend beschlossen wir dann mit einer 5er Partie Mü. Auch dieses Kartenspiel kannte ich bisher nicht (das mehr schon) und das war sicherlich eine Bildungslücke. Gerade Partner-Kartenspiele (hier mit wechselnden Partnern) spiele ich sehr gerne und dieser Titel gehört bereits nach diesem ersten Test für mich zu der Oberklasse dieser Kategorie. Leider muß ich noch etwas trainieren, da ich mich doch beim erstenmal ziemlich dämlich anstellte. So ist es natürlich kein Wunder, dass für mich der letzte Platz von Anfang an reserviert war, und ich enttäuschte auch nicht.
Reizen muß man lernen
Da uns allen die Partie Brass so gut gefallen hatte, starteten wir mit einer Revanche in den Sonntag. Bei manchen Partien hat man von Anfang an das Gefühl um den Sieg mitzuspielen. Die Kanalbaurunde lief sehr gut für mich. Punktetechnisch mit dabei, für die zweite Wertung bereits die meisten Punkte und damit auch die meisten Startmöglichkeiten auf dem Spielbrett, das meiste Geld und dazu Startspieler für die Eisenbahnrunde, das konnte eigentlich nicht schiefgehen. Nur Kartenpech verhinderte einen persönlichen Punkterekord aber nicht den ungefährdeten Sieg (136, 123, 108 und 106 Punkte).
für rot sah es diesmal gut aus
Dann bekam ich noch die Chance, den letzten Titel auf meiner “Das möchte ich auf dem Wochenende ausprobieren” Liste zu testen. Bei Miss Lupun … versuchen die Spieler durch das Legen von eigenen Zahlenplättchen und das Verwenden fremder Zahlenplättchen mathematische Aufgaben zu erfüllen. In mancher Runde hatte es etwas von Schiffe versenken, da oft nach der ersten Legerunde (von sechs) bereits viele der Aufgaben unmöglich gemacht wurden. Mir hat es ganz gut gefallen, auch wenn ein Mitspieler den klaren Sieg erringen konnte.
Mathe sollte man schon mögen
Den Abschluss dieser Spielereise bildete dann eine Partie Tichu. Eigentlich spielten mein Partner und ich hervorragend, leider wurden wir von meiner Frau und ihrem Spielpartner bombentechnisch absolut dominiert, was soll man da schon machen.
Insgesamt haben mir die vier Tage hervorragend gefallen. Die Zimmer waren einfach aber mit einem schönen Bad ausgestattet und sehr sauber. Auch das Essen konnte diesen guten Standard halten, es muß nicht immer ein Hotel sein um sich rundum wohl zu fühlen. Die Mitspieler waren durchgehend sehr nett, so dass alle Partien sehr viel Spass gemacht haben. Die von uns allen mitgebrachten Spiele haben für eine sehr große Auswahl gesorgt, und auch viele neue Spiele konnten ausprobiert werden. Ich hoffe wir haben uns nicht allzu sehr daneben benommen, so dass wir auch nächstes Jahr wieder an dieser Veranstaltung teilnehmen dürfen.
viele Spiele und …
noch mehr Spiele
dazu ein sehr schöner Spielraum
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01.09. - 04.09. Spieletreff im Münsterland (1)
8.9.2011 von Thomas.
Da ich mitten in der Essenvorbereitung stecke, fällt dieser Bericht etwas kürzer als gewohnt aus. Zum erstenmal hatten wir die Gelegenheit an diesem Spieletreff teilzunehmen. Im Gegensatz zu vielen anderen Spielereisen, ist diese Veranstaltung nicht öffentlich. Die beiden Initiatoren suchen sich die Teilnehmer aus und laden sie für diese Veranstaltung persönlich ein.
Wie so oft waren wir am Donnerstag gegen 13:00 als Erste bei einer Spieleveranstaltung vor Ort. Glücklicherweise dauerte es nicht lange, bis auch der Organisator eintraf, so dass wir mit einer 3er Partie Hansa Teutonica in das verlängerte Wochenende starteten. Obwohl ich es länger nicht mehr gespielt hatte, konnte ich doch mit einer Drei-Aktionen-Verdräng-Taktik einen relativ ungefährdeten Sieg (68, 50 und 46 Punkte) davontragen. Auch die 5 Aktionen des Mitspielers konnten mich nicht davon abhalten.
drei Aktionen reichten für einen ungefährdeten Sieg
In der selben Besetzung kam dann mit Pantheon ein Spiel auf den Tisch, das ich richtig klasse aber auch ganz schrecklich finde. Diesmal lief es ganz gut, trotzdem konnte mich meine Frau überraschen und fing mich mit nur zwei Säulen noch ab (82, 80 und 73 Punkte). Ob es von uns so geschickt war, den Veranstalter nicht einmal gewinnen zu lassen?
Sieg mit nur zwei Säulen, Respekt
Nach und nach trudelten weitere Spieler ein, so dass jetzt an mehreren Tischen gespielt wurde. In einer neuen Besetzung kam jetzt Thurn und Taxis auf den Tisch. Da bei uns allen die letzte Partie schon ein paar Spinnweben aufweisen konnten, verzichteten wir auf eine Erweiterung. Im Gegensatz zur RegVor im Februar lief es diesmal richtig gut, und ich konnte die Partie relativ klar für mich entscheiden (28, 21, 17 und 13 Punkte).
Thurn und Taxis: ab und zu gerne von mir gespielt
Jetzt wurde es Zeit für mein erstes unbekanntes Spiel des Wochenendes: Ruhm für Rom. Diese Lookout Neuheit (in den USA 2005 erschienen) nutzt den zur Zeit beliebten Mechanismus, dass ein und dieselbe Karte verschiedene Funktionen im Spiel übernimmt (hier: Gebäude, Rohstoffe, Personen und Siegpunkte). In dieser ersten Partie wußte ich noch nicht wirklich, was ich da tue. Insbesondere da das Ende sehr plötzlich durch den Bau eines Gebäudes kam. Es sollte aber nicht meine letzte Partie dieses Kartenspiels auf dieser Spielereise sein.
Ruhm für Rom: keine Ahnung was ich da tue
Da wir vier von unserer letzten Partie Brass in Bilstein bereits zusammen saßen, wurde es Zeit unsere geplante Revanche durchzuführen. Der dienstälteste Spieler am Tisch ließ sich sehr früh abhängen, falsche Karten und suboptimale Entscheidungen.
Aber auch ich konnte den ungefährdeten Sieg nicht verhindern und mußte mich mit dem 2. Platz abfinden. Selten eine Partie erlebt, wo jede Platzierung so eindeutig war (151, 126, 107 und 74 Punkte).
zurecht 10 Punkte von mir bei BGG
Nach einer Partie Tichu (1030 zu 870) beschloß ich den Abend mit einer 4er Partie Burgen von Burgund. Auch mit diesem alea Spiel verbindet mich fast schon eine Hass-Liebe. Ein hervorragendes Spiel aber es schont meine Nerven nicht unbedingt und in seltenen Fällen haßt mich das Spiel sogar.
Diesmal lief es von Anfang an nicht wirklich und ich wechselte von einer Strategie zur anderen. Obwohl ich mir insgesamt vier (davon drei große) Bonuskärtchen sichern konnte, mußte ich bis zum Schluß für mein Minimalziel - 200 Punkte - kämpfen. Dies schaffte ich dann zwar auch, aber den vierten Platz konnte ich nicht verhindern (265,232, 220 und 212 Punkte).
Tja, keine Ahnung warum ich Vierter wurde
Den zweiten Tag begannen wir mit einer 3er Partie Star Trek Expeditions. Auch dieses Mal hat mir das kooperative Star Trek Spiel gut gefallen. Insbesondere wenn Freunde der Serie(n) am Tisch zusammen sitzen, kann dieser Titel seine Stärken ausspielen. Da wir bisher nur auf der einfachsten Stufe gespielt haben und wir bisher immer gewinnen konnten, werden wir zur Abwechslung beim nächstenmal eine Schwierigkeitsstufe hochschalten. Da bereits eine Kartenerweiterung angekündigt ist, sollte damit der Widerspielreiz für weitere Partien gesichert sein.
bei den Figuren kann ein Star Trek Fan nicht nein sagen
Reiner + Star Trek für mich passt das gut
Diesmal hatten wir beide die Chance auch mal Qwirkle Cubes auszuprobieren. In der selben Besetzung zogen wir Würfel aus dem Beutel und versuchten analog zum Spiel des Jahres möglichst viele Punkte zu sammeln. Durch den Würfelmechanismus (man darf vor dem eigenen Zug erneut würfeln) verändert sich das Spielgefühl in größerem Maße, so dass man ruhig beide Titel in seiner Sammlung haben kann. Qwirkle Hasser werden jedoch nicht unbedingt bekehrt, da es dann doch zu viele Gemeinsamkeiten gibt. Knapp mußte ich mich mit dem dritten Platz zufrieden geben (134, 114 und 113 Punkte). Das Spiel habe ich mir sofort bei einem “Amerika-Spezialisten” bestellt, da nicht bekannt ist, wann und auch wie das Spiel in Deutschland erscheint. Das Original ist eine schöne kleine Box.
muß ich haben, fast identische Regeln aber verändertes Spielgefühl
Weiter ging es jetzt zu fünft in den Weltraum. Escape from the Aliens in Outer Space habe ich mir auf der Spiel 2010 blind gekauft und seitdem noch nicht gespielt. Schämen sollte ich mich. Das Spiel ist ganz nett, aber vom Spielspass nichts überragendes. Trotzdem würde ich mir diese Mischung aus Schiffe versenken und Scotland Yard erneut kaufen, da ich ein solches Spiel gerne in unserer Sammlung habe. Die Aliens hatten es auf der gespielten Karte einfacher, so dass ich als letzter Mensch auch irgendwann erwischt wurde.
als Mensch leider keine Chance
Mit King of Tokyo kam danach ein ganz neuer Titel auf den Tisch. Richard Garfield serviert hier ein ungewöhnliches Spiel. Wer wütet mit seinem Monster am erfolgreichsten in Tokyo und überlebt auch noch dieses Spektakel. Man sollte auf jedenfall ein Faible für Spaßspiele mit ungewöhnlichem Setting haben. Ich konnte mein Monster nicht erfolgreich in Tokyo wüten lassen und schied als Erster aus. Da ich nicht wirklich fit war, begab ich mich erstmal auf unser Zimmer.
OK, er hat mehr Haare auf dem Kopf
Als mich meine Frau jedoch informierte, dass eine Partie Villen des Wahnsinns (OT Mansions of Madness) starten sollte, “mußte” ich natürlich in den Spielraum zurückkehren, da ich es unbedingt testen wollte. Aufgrund eines hervorragenden Spielleiters der auch immer gleichzeitig im Spiel das Böse verkörpert, entwickelte sich eine sehr spaßige Partie mit Gruselfaktor. Keine Ahnung wieso, aber ich suchte mir die Rolle des dumpen Schlägers/Gangsters aus. Als der Endkampf begann, waren wir uns einig, dass ich kurz vor dem Ausgang eine Tür blockiere, um dem Monsterhund dann den letzten Rest zu geben. Er wurde jedoch von Opa, Ordensschwester und Mädchen aufgehalten und im letzten Moment getötet. Schön, wenn man nicht gebraucht wird.
Gangster sind auch nicht mehr das, was sie mal waren
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Nur noch 45 Tage bis zur Spiel 2011
5.9.2011 von Thomas.
Nach unserem Spielewochenende im Münsterland (Bericht folgt), auf dem wir bereits ein paar Neuheiten aus der Essen-Liste spielen konnten, geht es weiter mit der Essen-Vorschau. Meine Bewertungskriterien: 4 (Pflichtkauf), 3 (sehr interessantes Spiel, auf jedenfall intensiv anschauen), 2 (hört sich interessant an, wenn nichts dazwischen kommt, werde ich mir das Spiel anschauen), 1 (wenn noch Zeit ist, werde ich einen Blick riskieren) und 0 (vielleicht ergibt sich ja nach der Spiel eine Testmöglichkeit).
A Few Acres of Snow (Treefrog):
Bei Spielen die schon ein ganzes Stück vor Essen verfügbar sind, gibt es den Vorteil, das man bereits auf Noten und Meinungen aus dem Netz / aus Zeitschriften zurückgreifen kann. Die Tendenz auf BGG, und wir reden hier inzwischen von immerhin 480 Noten, ist mit 8,26 sehr positiv. Auch in den Foren wird es fast durchweg gelobt. Bei diesem 2er “Deckbau-Wargame” versuchen die beiden Spieler entweder Großbritanien oder Frankreich in Nordamerika vor 150 Jahren zum Sieg zu verhelfen. Normalerweise mache ich um Wargames eher einen großen Bogen und reine 2er Spiele müssen sowieso einen feinmaschigeren Filter durchlaufen. Ja, sowas gibt es bei mir wirklich. Als ich jetzt auf dem Spielewochenende ein Exemplar in Aktion gesehen habe, kribbelte es dann schon ein wenig bei mir. Was für A Few Acres of Snow spricht: die Spielzeit von ca. 60 Minuten, zwar engliche Kartentexte aber deutsche Regel, der Mechanismus, Martin Wallace und mein Sammeltrieb von Treefrog Spielen. Deshalb werde ich mir das Spiel in Essen genau anschauen (Bewertung: 3), und vielleicht trifft man sich ja in der Schlange am Donnerstag, denn die ersten 100 Käufer bekommen noch ein Exemplar der Limited Edition.
Age of Industry: Japan und Minnesota (Treefrog):
Wie bereits beim Erscheinen des Grundspiels Age of Industry angekündigt, erscheint jetzt die erste Erweiterung zu diesem “Brass light”. Bis vor zwei Monaten hätte mich nur mein Sammeltrieb zu einem Kauf dieser Erweiterung verleiten können. Das Original Brass gefällt mir besser als der Nachfolger, aber auch Age of Industry ist für mich ein richtig gutes Spiel. In den letzten zwei Jahren ist Brass jedoch nicht mehr auf den Tisch gekommen, deshalb hätte das Grundspiel als Variationsmöglichkeit absolut ausgereicht. Da meine Frau und ich aber auf den letzten beiden Spielereisen drei außergewöhnlich spaßige Partien Brass gespielt haben, ist die Chance, auch mal Age of Industry als Variation zu spielen, stark angestiegen. Aus diesem Grund kann ich meiner Sammelleidenschaft in diesem Fall bedenkenlos nachgeben (Bewertung: 4).
Ostfriesisches Schafe-Schubsen (H@LL9000):
Manchmal hat ein Verlag vor Essen das Glück, mich mit seiner Spielankündigung in einer schwachen Minute auf dem falschen Fuß zu erwischen. Taktisches Fun-Spiel + limitiert auf 500 + Selbstkostenpreis = unüberlegte Vorbestellung. Ob das Spiel was taugt, keine Ahnung, ich weiß noch nicht einmal um was es bei diesem Spiel geht. Analog zu den amerikanischen Stunt-Sendungen (don’t try this at home) kann ich meinen Lesern nur empfehlen, macht mir das bitte nicht nach.
Meine Hoffnung ist jetzt, daß Leute die selber gerne spielen, nicht einen absoluten Bockmist zu ihrem 10jährigen Jubiläum veröffentlichen.
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