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Archive für 25.8.2011

Nur noch 56 Tage bis zur Spiel 2011

Endlich habe ich auch meine erste Preorder rausgeschickt, d.h. die Messevorbereitung ist jetzt auf Stufe gelb angelangt. Glücklicherweise wird Stufe rot - absolute Panik etwas zu übersehen/verpassen - erfahrungsgemäß erst zwei Wochen vor der Messe erreicht. :-) Meine Bewertungskriterien: 4 (Pflichtkauf), 3 (sehr interessantes Spiel, auf jedenfall intensiv anschauen), 2 (hört sich interessant an, wenn nichts dazwischen kommt, werde ich mir das Spiel anschauen), 1 (wenn noch Zeit ist, werde ich einen Blick riskieren) und 0 (vielleicht ergibt sich ja nach der Spiel eine Testmöglichkeit).

23 (Amigo):

Bei Kartenspielen mit kurzer Spielzeit sehe ich einen gewisse(n) Ärgerfaktor/Schadenfreude als eine reizvolle Komponente (z.B. Pingu Party oder 6 nimmt!) an. Deshalb bin ich auch immer auf der Suche nach weiteren Titeln, viel Platz nehmen sie ja auch nicht weg. :-) Die Kurzbeschreibung auf der einen oder anderen Spieleseite (”Auch
die lieben Mitspieler machen einem gerne einen Strich durch die Rechnung.”) ließ bei mir die Hoffnung aufkommen, dass ich mit diesem Kartenablegespiel einen weiteren Vertreter dieser Gattung gefunden habe. Nach dem Studium der kurzen Regel (Download auf dieser Seite unten rechts) bin ich mir nicht mehr ganz so sicher, da muß erstmal eine Testpartie her. Sollte ich auf der Spiel noch Zeit haben (eher unwahrscheinlich), werde ich einen Blick riskieren (Bewertung: 1), ansonsten sicherlich in den 2-3 Monaten nach der Messe.

Carré (Amigo):

Legespiele sind eher die Domäne meiner Frau, aber auch mich kann man mit “guten” Vertretern dieses Genres begeistern. Bei diesem Titel versuchen bis zu 4 Spieler möglichst schnell den eigenen Vorrat der unterschiedlich großen namensgebenden Carrés auf der eigenen Spieltafel zu platzieren. Soweit so gut, was mich jedoch stutzig macht, sind die weiteren Details der Regel (Download auf dieser Seite unten rechts). Was ich platzieren kann, wird ausgewürfelt und zusätzlich können die Mitspieler mir auch noch bereits platzierte Teile wieder entfernen und ich kann mich nicht dagegen wehren. Natürlich sind Geschmäcker unterschiedlich, aber destruktive glücksabhängige Legespiele sind nicht unbedingt mein Fall. Vielleicht werde ich diesen Titel mal testen aber sicherlich nicht auf der Spiel (Bewertung: 0).

Friesematententen - Set 2 und Hol’s der Geier (Amigo):

Da ich noch nicht einmal das erste Set von Friesematenten besitze noch getestet habe, ist die Bewertung: 0 schnell vergeben. Mit Hol’s der Geier bringt Amigo eine Neuauflage eines Alex Randolphs Kartenspiel Klassikers heraus. Ich muß gestehen, dass ich es bisher noch nicht gespielt habe. Da ich aber vor Jahren die Ravensburger Ausgabe für einen Euro auf dem Trödelmarkt gekauft habe, muß ich zumindestens einkaufstechnisch nicht aktiv werden.

Die Brücke am Rio D’Oro (Amigo):

Neben den ganzen Kartenspielen bringt Amigo auch immer wieder größere Spiele heraus. Rio D’Oro ist ein einfaches Laufspiel mit einem 3D-Aufbau (die namensgebende Brücke). Mit bis zu drei Würfeln bestimmen die Spieler ihre jeweiligen Zugmöglichkeiten. Über die kurze Brücke mit teilweise angeknacksten Brettern in die Schatzhöhle und mit bis zu drei Schätzen zurück ins Lager. Ab und zu bei den Mitspielern einen Schatz “ausleihen” oder vielleicht den Mitspieler in den Abgrund (familiengerecht ins Lager zurück) schupsen, das mag für Familien interessant sein, mich hat die Lektüre der Regel (Download auf dieser Seite unten rechts) eher gelangweilt. Vielleicht irre ich mich, aber diese Brücke möchte ich nicht überqueren (Bewertung: 0).

The City (Amigo):

Manche Autoren haben sich durch einen oder mehrere Titel meine erhöhte Aufmerksamkeit verdient. Tom Lehmann hat dies mit seinem Geniestreich (meine kleine unbedeutende Meinung) Race for the Galaxy geschafft. Beim Lesen der Regel (Download auf dieser Seite unten rechts) fühlte ich mich auch entfernt an RftG erinnert. Das ganze ist regeltechnisch viel einfacher gestaltet und thematisch vielleicht für deutsche Spieler besser verdaulich in den Städtebau verlegt worden. Aber auch hier versuchen die Spieler synergetische Kartenauslagen zu erstellen. Natürlich muß ein Spiel erstmal gespielt werden, aber mein Interesse ist geweckt (Bewertung: 2). Sollte die Qualität stimmen, werde ich neben RftG und San Juan einen Platz im Spieleschrank für einen dritten noch einfacheren Titel mit dieser Mechanik freiräumen.

Milton Keynes (Alnstar):

Man muß sich schon wundern, aber jedes Jahr wollen weitere neue Verlage ein Stück vom (sehr begrenzten) Kuchen abhaben. Milton Keynes ist das erste Spiel dieses britischen Verlages. Die Spieler versuchen durch den Kauf von Land und den Bau von Gebäuden ihr Einkommen zu steigern, bzw. Siegpunkte zu erringen. Eine halbe Stunde habe ich versucht, die englische Regel (Link) zu verstehen, was mir in den meisten Fällen auch gut gelingt. Hier bin ich jedoch gescheitert. Das Handling scheint darüber hinaus sehr umständlich zu sein. Die bisher wenigen Kommentare auf BGG bestätigen meine Probleme mit der Regel und den Verdacht von Handling Probleme. Da so ein erster ungetesteter Eindruck natürlich täuschen kann, gibt es Aufgrund des Erstlingsbonuses für einen kleinen ausländischen Verlag eine 1,5 von mir. Mal schauen, ob es auf der Spiel verfügbar ist.

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