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Archive für 3.8.2011
Bilstein: Juli 2011 - Teil 1
3.8.2011 von Thomas.
Am letzten Wochenende war es mal wieder so weit. Bilstein rufte eine kleine aber feine Spielerschar in das Hotel Faerber-Luig. Diesmal sollten sich bis zu 20 Spieler im sehr großzügigen Spielraum tummeln. Gerade der Termin im Juli hat seinen besonderen Reiz. Man(n) muß sich natürlich nicht von den Neuheiten im April (Nürnberg) und im November (Essen) unter Druck setzen lassen. Aber das sie da sind, kann man nicht wegdiskutieren und dann möchte ich sie auch spielen.
Der Termin im Juli dagegen ist bei mir von einer entspannten “Schaun mer mal, was wir spielen” Stimmung geprägt.
Spiele satt, nicht nur vom Organisator …
Natürlich hatte der Organisator wieder ein größeres Paket von Spielen bereitgestellt, das durch noch mehr Spiele der Teilnehmer ergänzt wurde. Zusätzlich ist es Tradition (OK, ich glaube es war das zweite Mal), dass es bei der Juli Veranstaltung zusätzlich immer noch ein Themenspezial gibt. Diesmal (Thema Diamanten) gab es nicht nur eine kleine thematische Spieleauswahl, Gregor hatte zusätzlich auch noch ein passendes Metaspiel (Schachern) im Gepäck. Dazu aber später mehr.
… sondern auch von den Spielern zur Verfügung gestellt
Mein spielerischer Einstieg bestand aus einer Pause. Da wir zuerst fünf waren und ich aufgrund meiner ausklingenden Bronchitis im Zusammenspiel mit der Autofahrt noch ein wenig in den Seilen hing, unterstützte ich die vier Mitspieler der aller ersten Partie (Qwirkle) mit meinen natürlich fachkundigen Kommentaren. Mit 51st State als 4er Partie startete dann auch ich spielerisch in das Wochende. Ein wenig spröde und fummelig, Grafik und Thema sind sowieso immer Geschmacksache, kommt es daher und hat mich auch beim zweitenmal richtig gut unterhalten. Da ich meine Frau “gewinnen ließ”
, besteht eine sehr große Chance, dass dieses Spiel demnächst auch bei uns im Spieleschrank zu finden ist.
51st State - ein möglicher Kauf
Danach kamen mit Take it or leave it und Uluru zwei Vertreter der einfacheren Kost auf den Tisch. OK, bei Uluru würde sicherlich der eine oder andere widersprechen. Immerhin konnte ich Uluru geteilt gewinnen und auch beim Würfel raffen konnte ich einen guten zweiten Platz ergattern. Auch bei solchen Spielen zeigt sich der Könner.
Irgendwie war das Wochenende für meine Verhältnisse sowieso außergewöhnlich, da Fortuna mir doch den einen oder anderen Sieg schenkte.
Kartenglück mit Würfeln kombiniert
Danach spielten wir meine beiden absoluten Lieblingsspiele in der Kategorie Aufbau-Kartenspiel in 30 Minuten. Als erstes begaben wir uns direkt zweimal hintereinander in die unendlichen Weiten des Weltraums: Race for the Galaxy mit allen drei Erweiterungen aber ohne Übernahme. Die erste Partie lief wie von alleine und ich konnte mit der Militärstrategie sehr klar gewinnen (74, 47, 42, 35 und 32 Punkte). Auch wenn die zweite Partie gar nicht so gut lief, konnte ich ich auch diese ebenso deutlich für mich entscheiden (53, 31, 30, 24, 24 Punkte). Wie gesagt, ein(e) Sahnetag Sahnewochenende.
das sah schon mal schlechter aus
Den Tag beendeten wir mit einer Partie 7 Wonders inkl. der nach meiner Meinung sehr gelungenen Erweiterung Leaders. Bei diesem wirklich hervorragenden Spiel kann ich nur sehr selten glänzen, so dass ein guter dritter Platz fast genau meinem Erwartungswert entspricht (77, 61, 60, 58, 51 Punkte).
Wir starteten mit einer Partie Settlers of Amerika (amerikanische Siedler Variante) in den Freitag. Meine letzte Partie Siedler …? Keine Ahnung, da gab es aber bestimmt noch keinen Euro, so schließt sich der Kreis.
Deshalb bekam ich erstmal eine kurzes Update der Siedler Grundregeln. Die Partie hat mir ganz gut gefallen. Die Idee des nach Westen ziehen wurde durch den stetigen Verlust einiger Rohstoffelder im Osten interessant umgesetzt. Die Tatsache, dass man nicht mehr eingebaut werden kann, meine Siedler Treks können überall hinziehen, gefiel mir gut. Auch wenn ich das Spiel gewinnen konnte, machte mich das nicht so richtig glücklich, da ich hier ein Problem sehe. Meinen Vorsprung durch die schnelle Entwicklung in den Osten mit 3 Siedlungen konnte niemand mehr aufholen. So stand eigentlich der Sieger nach einer halben Stunde fest, obwohl wir noch eine volle Stunde Spielzeit vor uns hatten. Das kann schon sehr unbefriedigend für die Spieler sein, die so früh abgeschlagen sind.
blaue Siedlungen erobern sehr früh den Westen
Eigentlich gehe ich davon aus, dass 7 Wonders auch den deutschen Spielepreis erhält. Sollte aber überraschenderweise die Wahl auf Burgen von Burgund (liebevoll BuBu genannt) fallen, könnte ich auch damit sehr gut leben. Zu viert würfelten wir in der selben Besetzung um die Sechseck Plättchen. Teilweise war meine Spannung so groß, das ich den Tisch verlassen mußte. Vielleicht lag es aber auch daran, das eine Mitspielerin ihre kompletten Züge kommentierte.
Jedenfalls konnte ich mit einer großen Wiese und dem Plättchen +1 Siegpunkt bei Herdenwertung genügend Punkte für den Sieg sammeln (254, 232, 215 und 197 Punkte).
da lachten die Hühner
Mit Brass kam dann für mich schon das letzte Spiel des Tages auf den Tisch, da ich mich bereits um 22:00 ins Bett verabschiedete. Wir alle hatten schon ein paar Partien dieses hervorragenden Spiels auf dem Buckel, leider nicht in den letzten 12 Monaten. So duften wir nach ca. 30 Minuten die Partie neu starten, wer sollte sich auch merken, dass man für die Entwicklung Eisen benötigt.
Die Partie war sehr spannend. Im letzten Zug wollte eine Mitspielerin nichts mehr machen, aber da bekam sie den Hinweis von einem anderen Mitspieler, dass sie doch für zwei Karten (bei leerem Markt) noch eine Zeche überbauen könnte. Tja wem die Punkte wegnehmen, am besten dem Tippgeber. Genau diese drei Punkte fehlten ihm dann, um mich noch vom ersten Platz zu verdrängen (127, 125, 117 und 104 Punkte). Man könnte jetzt sagen, das wäre ein geschenkter Sieg. Da der 2. jedoch ein kaum zu besiegender hervorragender Spieler ist, freute ich mich trotzdem
, auch wenn ich meinen Sieg erst gar nicht realisierte.
Anfang September gibt es eine Revanche
Drei Spiele an einem Tag, ok es gibt auch dreimal Buffet
, sind schon sehr wenig. Zwischen 11:00 und 18:00 gab es jedoch auch noch das Metaspiel Schachern. In der ersten Phase versuchten alle Spieler als Einzelkämpfer möglichst viele Informationen über die Wertigkeiten der fünf verschiedenen Edelsteine zu erhalten bzw. nach diesen Informationen die Edelsteine zu tauschen.
die Auswertung ist gar nicht so einfach

Nach einer gewissen Zeit wurden wir dann zu 3er Teams zusammengefasst, und gemeinsam wurden die bisherigen Ergebnisse optimiert. Obwohl wir im Gegensatz zu anderen Teams unsere “Arbeit” nach fünf Minuten abgaben, konnten wir uns trotzdem einen guten zweiten Platz (bei fünf Teams) erspielen. Hätten wir mal so lange überlegt wie die anderen Teams.
Meine Frau bekam als Mitglied im Siegerteam ein Flowerpower, über das wir uns sehr freuten. Danke an dieser Stelle nochmal an Gregor, der diesen zusätzlichen Aufwand in Kauf nahm, um uns mal wieder etwas neues zu präsentieren.
eine schöne Überraschung
Den Rest gibt es dann im 2. Teil.
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