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Archive für August 2011

Nur noch 56 Tage bis zur Spiel 2011

Endlich habe ich auch meine erste Preorder rausgeschickt, d.h. die Messevorbereitung ist jetzt auf Stufe gelb angelangt. Glücklicherweise wird Stufe rot - absolute Panik etwas zu übersehen/verpassen - erfahrungsgemäß erst zwei Wochen vor der Messe erreicht. :-) Meine Bewertungskriterien: 4 (Pflichtkauf), 3 (sehr interessantes Spiel, auf jedenfall intensiv anschauen), 2 (hört sich interessant an, wenn nichts dazwischen kommt, werde ich mir das Spiel anschauen), 1 (wenn noch Zeit ist, werde ich einen Blick riskieren) und 0 (vielleicht ergibt sich ja nach der Spiel eine Testmöglichkeit).

23 (Amigo):

Bei Kartenspielen mit kurzer Spielzeit sehe ich einen gewisse(n) Ärgerfaktor/Schadenfreude als eine reizvolle Komponente (z.B. Pingu Party oder 6 nimmt!) an. Deshalb bin ich auch immer auf der Suche nach weiteren Titeln, viel Platz nehmen sie ja auch nicht weg. :-) Die Kurzbeschreibung auf der einen oder anderen Spieleseite (”Auch
die lieben Mitspieler machen einem gerne einen Strich durch die Rechnung.”) ließ bei mir die Hoffnung aufkommen, dass ich mit diesem Kartenablegespiel einen weiteren Vertreter dieser Gattung gefunden habe. Nach dem Studium der kurzen Regel (Download auf dieser Seite unten rechts) bin ich mir nicht mehr ganz so sicher, da muß erstmal eine Testpartie her. Sollte ich auf der Spiel noch Zeit haben (eher unwahrscheinlich), werde ich einen Blick riskieren (Bewertung: 1), ansonsten sicherlich in den 2-3 Monaten nach der Messe.

Carré (Amigo):

Legespiele sind eher die Domäne meiner Frau, aber auch mich kann man mit “guten” Vertretern dieses Genres begeistern. Bei diesem Titel versuchen bis zu 4 Spieler möglichst schnell den eigenen Vorrat der unterschiedlich großen namensgebenden Carrés auf der eigenen Spieltafel zu platzieren. Soweit so gut, was mich jedoch stutzig macht, sind die weiteren Details der Regel (Download auf dieser Seite unten rechts). Was ich platzieren kann, wird ausgewürfelt und zusätzlich können die Mitspieler mir auch noch bereits platzierte Teile wieder entfernen und ich kann mich nicht dagegen wehren. Natürlich sind Geschmäcker unterschiedlich, aber destruktive glücksabhängige Legespiele sind nicht unbedingt mein Fall. Vielleicht werde ich diesen Titel mal testen aber sicherlich nicht auf der Spiel (Bewertung: 0).

Friesematententen - Set 2 und Hol’s der Geier (Amigo):

Da ich noch nicht einmal das erste Set von Friesematenten besitze noch getestet habe, ist die Bewertung: 0 schnell vergeben. Mit Hol’s der Geier bringt Amigo eine Neuauflage eines Alex Randolphs Kartenspiel Klassikers heraus. Ich muß gestehen, dass ich es bisher noch nicht gespielt habe. Da ich aber vor Jahren die Ravensburger Ausgabe für einen Euro auf dem Trödelmarkt gekauft habe, muß ich zumindestens einkaufstechnisch nicht aktiv werden.

Die Brücke am Rio D’Oro (Amigo):

Neben den ganzen Kartenspielen bringt Amigo auch immer wieder größere Spiele heraus. Rio D’Oro ist ein einfaches Laufspiel mit einem 3D-Aufbau (die namensgebende Brücke). Mit bis zu drei Würfeln bestimmen die Spieler ihre jeweiligen Zugmöglichkeiten. Über die kurze Brücke mit teilweise angeknacksten Brettern in die Schatzhöhle und mit bis zu drei Schätzen zurück ins Lager. Ab und zu bei den Mitspielern einen Schatz “ausleihen” oder vielleicht den Mitspieler in den Abgrund (familiengerecht ins Lager zurück) schupsen, das mag für Familien interessant sein, mich hat die Lektüre der Regel (Download auf dieser Seite unten rechts) eher gelangweilt. Vielleicht irre ich mich, aber diese Brücke möchte ich nicht überqueren (Bewertung: 0).

The City (Amigo):

Manche Autoren haben sich durch einen oder mehrere Titel meine erhöhte Aufmerksamkeit verdient. Tom Lehmann hat dies mit seinem Geniestreich (meine kleine unbedeutende Meinung) Race for the Galaxy geschafft. Beim Lesen der Regel (Download auf dieser Seite unten rechts) fühlte ich mich auch entfernt an RftG erinnert. Das ganze ist regeltechnisch viel einfacher gestaltet und thematisch vielleicht für deutsche Spieler besser verdaulich in den Städtebau verlegt worden. Aber auch hier versuchen die Spieler synergetische Kartenauslagen zu erstellen. Natürlich muß ein Spiel erstmal gespielt werden, aber mein Interesse ist geweckt (Bewertung: 2). Sollte die Qualität stimmen, werde ich neben RftG und San Juan einen Platz im Spieleschrank für einen dritten noch einfacheren Titel mit dieser Mechanik freiräumen.

Milton Keynes (Alnstar):

Man muß sich schon wundern, aber jedes Jahr wollen weitere neue Verlage ein Stück vom (sehr begrenzten) Kuchen abhaben. Milton Keynes ist das erste Spiel dieses britischen Verlages. Die Spieler versuchen durch den Kauf von Land und den Bau von Gebäuden ihr Einkommen zu steigern, bzw. Siegpunkte zu erringen. Eine halbe Stunde habe ich versucht, die englische Regel (Link) zu verstehen, was mir in den meisten Fällen auch gut gelingt. Hier bin ich jedoch gescheitert. Das Handling scheint darüber hinaus sehr umständlich zu sein. Die bisher wenigen Kommentare auf BGG bestätigen meine Probleme mit der Regel und den Verdacht von Handling Probleme. Da so ein erster ungetesteter Eindruck natürlich täuschen kann, gibt es Aufgrund des Erstlingsbonuses für einen kleinen ausländischen Verlag eine 1,5 von mir. Mal schauen, ob es auf der Spiel verfügbar ist.

Nur noch 58 Tage bis zur Spiel 2011

Die größeren Verlage insbesondere aus Deutschland haben es bei mir erfahrungsgemäß auf der Spiel schwerer meine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, da ihre Verfügbarkeit bei den anschließenden Spielereisen und auch im Handel i.d.R. kein Problem darstellt. Es gibt einfach zu viele Titel von kleineren Verlagen, viele aus dem Ausland, denen ich auf der Spiel eine höhere Priorität zugestehe, auch bei gleicher oder geringer zu erwartenden Spielqualität. Trotzdem gibt es immer wieder Spiele, die ich auch von größeren Verlagen bereits auf der Messe kaufe: z.B. Diamonds Club. Diese “Ausgabe” beginne ich aber mit einem Spiel aus den USA, von dem bisher noch keine deutsche Version angekündigt wurde. Meine Bewertungskriterien: 4 (Pflichtkauf), 3 (sehr interessantes Spiel, auf jedenfall intensiv anschauen), 2 (hört sich interessant an, wenn nichts dazwischen kommt, werde ich mir das Spiel anschauen), 1 (wenn noch Zeit ist, werde ich einen Blick riskieren) und 0 (vielleicht ergibt sich ja nach der Spiel eine Testmöglichkeit).

Quarriors! (Wizkids):

Wir nehmen Dominion und ersetzen einen Teil der Karten durch Würfel, das hört sich doch für mich als Kurzbeschreibung für Quarrior! doch schon einmal sehr spannend an. Deshalb sprechen die Schöpfer des Spiels auch in Anlehnung an Dominion (Deck Building Game) von einem Dice Building Game. Zwar sehe ich die ganzen Nachfolger von Dominion eher kritisch, aber diese Variation der Mechanik müßte schon sehr viel falsch machen, dass es mir nicht gefällt. Ein Problem könnte die Verfügbarkeit auf der Spiel darstellen, ansonsten werde ich mir das Spiel auf jedenfall anschauen (Bewertung: 3) und möchte auch einen Blindkauf ggf. sogar vor der Messe nicht ausschließen. (interessanter Peep findet ihr hier) (deutsche Regel)

Rette die Million! (Ravensburger):

Was für eine “Überraschung”, da kommt zu einer Fernsehsendung ein Brettspiel heraus, diesmal ein Quizspiel. Dies geschieht ja bereits seit mindestens 40 Jahre. Ich kann mich da an Dalli Dalli (laut BGG 1973) erinnern, das ich Ende der Siebziger bei einem meiner Cousins spielen durfte. Seitdem habe ich mich spielerisch (hoffentlich) weiterentwickelt. Quizspiele kommen nur sehr selten auf den Tisch und da haben wir bereits viele gute und spaßige Vertreter in unserem Schrank. Deshalb kann ich mich auch ganz entspannt zurücklehnen und Rette die Million! eine 0 zuordnen. Sollte sich zu meiner Überraschung dieses Spiel doch noch als absolutes Highlight entpuppen, werde ich es nach der Messe mitbekommen, versprochen. :-)

Das verrückte Labyrinth - Elektronisches Brettspiel (Ravensburger):

Wenn man einen Nachfolger eines erfolgreiches Brettspiels herausbringen möchte ggf. sogar mit ein wenig Elektronik, wenn holt man sich da ins Boot, natürlich den Reiner. :-) Das Labyrinth der Meister habe ich ein paar Mal mit meiner Frau gespielt und ich hatte in keiner Partie auch nur den Hauch einer Chance. Verlieren ist für mich ja eigentlich kein Problem, aber überhaupt keine Chance, das tut dann schon ein wenig weh. Tja, deshalb bewerte ich das Spiel zur Überraschung aller mit einer 0, denn ich brauche keine Neuauflage meiner Niederlagenserie. Sollte meine Frau das Spiel entdecken, könnte es dann schon zu einer Testpartie kommen, freiwillig werde ich es jedoch nicht vorschlagen. :-)

Scotland Yard Swiss Edition (Ravensburger):

Das Original habe ich in den Achtzigern eine zeitlang sehr gerne gespielt. Vielleicht gerade weil ich als Mr. X sehr erfolgreich war. :-) Dieser Nachfolger spielt in der Schweiz und bringt landestypisch ein paar Variationen (z.B. Skier) ins Spiel. Wenn ich mich recht entsinne, habe ich am Anfang des Jahres sogar einen frühen Prototypen gespielt. Auf der Messe werde ich sicherlich keine Zeit für einen Blick finden (Bewertung: 0), aber nach der Spiel möchte ich eine nostalgische Partie auf einer der Spielereisen nicht ausschließen.

Die deutschen Magic Meisterschaften in Iserlohn

An diesem Wochenende fanden in Iserlohn die jährlichen Nationals statt. In den Jahren zuvor war mir die Fahrt nach Aschaffenburg immer zu weit gewesen. Aber eine gute Stunde Fahrt konnte natürlich nicht mehr als Ausrede herhalten, so machte ich mich am Donnerstag mit einem bereits qualifizierten Nachwuchspieler aus dem hiveworld auf den Weg nach Iserlohn. Da ich nur schlecht die Staugefahr einschätzen konnte und ich auf jedenfall den ersten Last-Qualifier um 9 Uhr mitspielen wollte, fuhren wir bereits um 7 Uhr vom Bahnhof Leverkusen-Mitte los. Natürlich kamen wir sehr gut durch und bereits um kurz vor 8 stellte ich meinen Wagen auf dem noch fast leeren Parkplatz ab.

Das war irgendwie doch ein wenig früh, so dass wir uns erstmal auf die Suche nach Frühstück den Berg runter zum Bahnhof bewegten. Iserlohn ist übrigens zumindestens an dieser Stelle ziemlich hügelig, was ich auf dem Weg zur Parkhalle (Veranstaltungsort) schnaufend feststellen mußte. Nach und nach trudelten weitere Spieler und dabei auch aus meinem Stammladen bekannte Gesichter vor der Halle ein. Natürlich drehten sich fast alle Gespräche um Magic. Gegen 9 durften wir dann auch in die Halle. Da die meisten von uns - ich natürlich auch - noch nicht für die deutsche Meisterschaft qualifiziert waren, stellten wir uns in die Schlange für die Anmeldung zu den verschiedenen Last Qualifier Turnieren an. Ich entschied mich in meinem ersten Versuch für ein Turnier im Standard Format.

endlich raus aus der Schlange …

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… und in die noch fast leere Halle hinein

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Die Last Qualifier laufen immer gleich ab. Man kann sich für ein Turnier anmelden und hat dabei die verschiedensten Formate (z.B. Legacy, Draft, Sealed) zur Auswahl. In dem Moment wo sich 31 weitere Spieler für dieses Format entschieden haben, geht es sofort los. Da auch die eigentlichen Meisterschaften im Standard Format (und dazu am 2. Tag Draft) abgehalten werden, sind die meisten Last Qualifier Standard Turniere. So mußte ich nicht lange warten und mein erster Qualifier (auch insgesamt der erste) wurde mit den Paarungen ausgerufen. Um sich für die deutsche Meisterschaft zu qualifizieren, muß man Last (wo)man Standing spielen, also 5 Runden gewinnen und als Sieger des Turniers übrig bleiben. Das sollte doch kein Problem sein. :-)

an diesem Tisch sollte meine (Standard) Siegesserie starten

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Ich trat natürlich (wahrscheinlich als Einziger in allen Qualifikationsturnieren) mit meinen weiß-grünen Verbündeten (Allies) an. So war mein Gegner auch ziemlich überrascht, als ich den ersten Ally ausspielte. Da macht man sich so viele Gedanken über das Metagame, welche Decks werden wohl besonders oft gespielt auf diesem Turnier und wie kann ich gegen diese bestehen, und dann kommt jemand wie ich und spielt ein absolutes Random Deck. :-) Das erste Spiel gegen sein Artefakt Tempered Steel Deck hätte ich auch beinahe gewonnen, wenn ich nicht überlesen hätte, das aus seinem Schrein auch Artefakte (Myr Token) “geboren” und somit vom Tempered Steel gepumpt werden. Irgendwie hatte ich weiße Soldaten Token im Hinterkopf, das wäre aber auch total schlecht in seinem Deck gewesen, deshalb hätte ich schon stutzig werden sollen.

ein Random Foto :-)

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Im zweiten Spiel überrannten meine Allies einfach seine Artefakte. Das eigentliche Problem war jedoch, das in meinem Sideboard (”Ersatzbank”) bis Mittwoch 23:00 noch zweimal die richtige Antwort (Schleichende Korrosion) enthalten war, ich diese dann aber für nicht eingesetzte “Einblicke des Jägers” austauschte, weil ich mir sicher war, nicht viele Artefakte zu Gesicht zu bekommen. :-) Im dritten Spiel hätte ich aber genau diese Karte gebraucht, denn sein Start mit Mox, Memnite, Vault Skirge, Signal Pest und 2x Steel Overseer war für meine “Warum-nehme-ich-eigentlich-keinen-Mulligan Hand” einfach zu schnell. Sicherlich wäre ich schon gerne noch zwei Runden weiter gekommen, ab da gab es immerhin Boosterpreise, aber ich war ja hauptsächlich zum Draften gekommen. Also ging ich schnell zum Anmeldestand und meldete mich für den zweiten Draft Last Qualifier (laufende Nummer 7) an.

hier hätte ich mein Standarddeck verbessern können

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Obwohl jetzt viele Spieler in Turnieren gebunden waren, mußte ich auch hier nicht lange warten. Natürlich hatte ich die Hoffnung in meinen Boostern jeweils eine wertvolle Bombe (extrem spielstarke Karte) aufzumachen. Dieser Wunsch wurde leider nicht erfüllt, trotzdem war ich mit meinem schwarz roten Deck (Highlights: Blood Ogre, Incinerate, Volcanic Dragon, Flameblast Dragon, Shock, Doom Blade und Royal Assassin) zufrieden. In der ersten Partie konnte ich mich gegen ein blau-weißes Bärendeck inkl. Sun Titan 2:1 durchsetzen. Mein Goblin Tunneler war gegen seine Illusionen einfach zu stark. :-)

In der zweiten Runde spielte ich dann bereits gegen einen richtig guten Spieler. Sein Deck war zwar nicht überragend, konnte mich aber immer wieder unter Druck setzen. 2x Vampire Outcasts + 2x Lawkeeper und Oblivion Ring waren im ersten Spiel einfach zu viel für mich. Im zweiten Spiel lief es eigentlich noch schlechter, da ich meine Bomben und Removals nicht zog und seine Kombination aus Throne of Empires und Onyx Mage für mich nicht zu handeln war. Obwohl ich nicht den Top 8 Draft erreichte und auch nichts von Wert aus den Boostern mit nach Hause nehmen konnte, war ich nach diesem Draft doch zufrieden. Sofort lief ich wieder zum Anmeldestand und trug mich in die Liste für den nächsten Draft Last Qualifier ein.

jetzt war der Saal schon gut gefüllt

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Die Parkhalle war mit ca. 300 - 400 Magicspielern darunter ca. 5-10 Frauen, jetzt richtig gut gefüllt und überall wurde gespielt, getauscht und gefachsimpelt. Diesmal dauerte es jedoch einige Zeit, bis ”mein” Turnier die Zahl 32 Spieler erreicht hatte. Aus diesem Grund nutzte ich die Gelegenheit erstmal für eine Stärkung im gastronomischen Bereich (Theke) der Halle. Die Preise für Essen und Trinken waren insgesamt ausgesprochen günstig und die Qualität war OK. Danach schlenderte ich ein wenig durch die Halle und schaute dem einen oder anderen Kölner über die Schulter. Besonders interessant waren die Spiele vom Christopher mit seinem Artefakt Kontrolle Deck. Irgendwann wurde dann doch der Last Qualifier Nummer 13 aufgerufen.

Im ersten Booster konnte ich mir als First Pick mit Angelic Destiny direkt eine Bombe, die auch noch etwas Wert ist, einverleiben. Da ich mit Spirit Mantle noch eine weitere gute Aura picken konnte und im dritten Booster meine bisherigen Farben weiß und blau eher schwach vertreten waren, entschied ich mich noch kurzfristig für einen Grün Splash für zweimal Sacred Wolf und Trollhide. Gerade der Spielzug, eine der drei guten Auren auf Sacred Wolf, sollte meine Gegner noch zur Verzweifelung bringen. Insgesamt fand ich mein Deck OK aber mit Luft nach oben (Highlights: MindControl, Beltower Sphinx, Angelic Destiny und Gideon’s Lawkeeper).

der Nachteil wenn man weit kommt => Aufmerksamkeit

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In der ersten Runde durfte ich gegen ein schwarz rotes Deck ran. Im ersten Spiel kam das Timely Reinforcements und danach das MindControl zur richtigen Zeit, um das bereits verloren geglaubte Spiel noch zu drehen. Im zweiten Spiel konnte mich selbst ein früher doppelter Royal Assassin nicht stoppen, denn ich antwortete mit Angelic Destiny auf Sacred Wolf. Hätte ich direkt gesehen, dass mein selbstgebauter 7/5 Engel nicht nur fliegen kann sondern neben hexproof auch Erstschlag hat, wäre das Spiel noch schneller vorbei gewesen, da ich so erst auf mein MindControl wartete, um seinen 6/6 Drachen zu übernehmen. Bei einer guten Boardposition kann man auch schon einmal schlecht spielen. :-)

In der zweiten Runde durfte ich gegen ein blau weißes Deck ran. Die Komposition aus Angelic Destiny auf Sacred Wolf führte zu einer Aufgabe meines Gegners mit noch 13 Leben. Im zweiten Spiel war er so schnell bzw. ich so langsam, dass ich einfach keine Chance hatte. Im entscheidenen Spiel ging es lange hin und her, so dass mir der Azure Mage diesmal einen großen Sack Kartenvorteil bescherte. Den entscheidenen Treffer ermöglichte mir diesmal jedoch Frost Breath, da ich so seine beiden Crumbling Colossus tappen und den letzten Schaden durchdrücken konnte.

Sollte ich etwa doch noch hier spielen?

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Dann mußte ich mir erstmal eine Belehrung von oben herab anhören, dass man in M12 nicht dreifarbig draften könnte (ich hatte immerhin zwei Ponder und Glacial Fortress) und dass das total schlecht wäre. Hm, mich wundert nur, dass er bei seinem ganzen Wissen ein so schlechtes Deck gedraftet hatte. Ich weiß ja, dass ich nicht besonders gut spiele und vielleicht bin ich ja zu altmodisch, aber wenn ich gerade verloren habe, gratuliere ich meinem Gegner und halte es mit Dieter Nuhr (Einfach mal die Fresse halten). :-)

Tja und somit war ich nun im Final Draft dieses Last Qualifiers. Irgendwie hatte mir der Zug Aura auf Hexproof Kreatur so gut gefallen, dass ich nun den Versuch startete dies konsequent zu forcieren. Das Endergebnis gefiel mir eigentlich auch ziemlich gut: sieben Hexproof Kreaturen (der Elf, der Wolf und der blaue Flieger), leider nur zwei Trollhide als einzige Auren, zweimal Titanic Growth, Overrun, Arachnus Spinner mit 2x Netz und Azure Mage. Dazu noch weitere solide Kreaturen und zweimal Manabeschleunigung (Llanowar Elves und Birds of Paradise). Ein wenig hatte ich sogar die Hoffnung noch eine Runde weiter zu kommen.

Was dann jedoch geschah, gehört zu den dunkelsten Kapitel meiner bisherigen Magic Geschichte. Normalerweise gelte ich eher als viel zu vorsichtig, aber diesmal lief ich absolut Amok. Hätte ich langsamer und überlegter gespielt, hätte ich meinen Gegner mit seinem nicht gerade überragenden Deck vielleicht sogar schlagen können. So waren die beiden Spiele bereits nach 15 Minuten beendet und mein Gegner konnte sich über das Freilos mit Beinen aus Leverkusen freuen. Wer mich kennt, weiß das ich Magic just for fun spiele und auch Niederlagen ziemlich gut wegstecke. Diesmal war ich jedoch so frustriert über meinen spielerischen Gesamtaussetzer, das ich wutentbrannt mit meinen zwei Preisboostern die Halle verließ und mir noch auf der Fahrt vornahm, nie wieder Magic zu spielen.

Jetzt nach gut vier Tagen interessiert mich mein “Gedanken-Geschwätz” von Donnerstag nicht mehr. Natürlich werde ich weiter Magic spielen, wer sollte sonst die Magic-Gemeinde mit seinen ganzen Fehlern unterhalten. :-) Mir hat der Tag in Iserlohn sehr gut gefallen, und ich werde auch nächstes Jahr, wenn es zeitlich passt, wieder zum Last Qualifier Tag fahren.

Nur noch 67 Tage bis zur Spiel 2011

Weiter geht es mit meiner persönlichen Essen-Vorschau. Meine Bewertungskriterien: 4 (Pflichtkauf), 3 (sehr interessantes Spiel, auf jedenfall intensiv anschauen), 2 (hört sich interessant an, wenn nichts dazwischen kommt, werde ich mir das Spiel anschauen), 1 (wenn noch Zeit ist, werde ich einen Blick riskieren) und 0 (vielleicht ergibt sich ja nach der Spiel eine Testmöglichkeit).

Talat (Huch! & friends):

Abstrakte Spiele (Ausnahme Einfach Genial) gehören sicherlich nicht zu meinen absoluten Lieblingsspielen, aber ab und zu spiele ich sie gerne und meistens sehen sie auch noch sehr ansprechend aus. Die Idee, auf zwei Brettern gleichzeitig zu spielen, jedoch pro eigenem Zug immer nur eine Figur auf einem der beiden Bretter zu bewegen, finde ich sehr interessant. Inwieweit der eigentliche Zugmechanismus spannend ist, muß von mir erst noch getestet werden, da Talat definitiv nicht die Kriterien für einen Blindkauf erfüllt. Aufgrund der beschränkten Spieleranzahl (2-3) ist ein Test auf den Spielereisen nach der Messe noch nicht sicher, deshalb werde ich ggf. bereits auf der Spiel einen Blick riskieren (Bewertung: 1).

Dungeon Fighter (Cranio Creations):

Auf dem Heidelberger Burgevent gab es eine Essen Neuheit deren Testpartien besonders viele Emotionen bei den Spielern hervorrufte. Dungeon Fighter ist ein sehr ungewöhnliches kooperatives Fantasy Fun Spiel mit Würfeln. Monster müssen besiegt werden, indem die Spieler Würfel auf eine Zielscheibe werfen, aber erst müssen sie immer den Umweg über die Tischplatte nehmen. Dies ist abhängig von den Monstern und Gegenständen jedoch unterschiedlich schwer, da muß man vor dem Wurf auch schon mal eine Pirouette drehen. Das ganze hört sich nach einem sehr ungewöhnlichen Spiel an, gerade dafür habe ich häufig einen Spontankauf übrig. :-) Ob es mir wirklich gefällt, kann ich nur schwer abschätzen, aber ein “Pflichtblick” (Bewertung: 3) ist es für mich auf jedenfall.

Mystery Rummy Fall 4: Al Capone (Pegasus Spiele):

Neben Grimoire ist die amerikanische Originalausgabe dieses Spiels das teuerste kleine Kartenspiel in unserer Sammlung.  Da wir absolute Fans der Mystery Rummy Serie sind, haben wir uns neben den Originalversionen auch immer noch die deutsche Version von Pegasus gekauft. Da für mich der vierte Teil (gerade in der Teamversion) auch der beste Teil ist, werden wir sicherlich hier auch wieder zuschlagen (Bewertung: 4). Sollte man jedoch nichts mit den bisherigen Mystery Rummy Teilen anfangen können, wird sich dies wahrscheinlich auch mit dem vierten Teil nicht ändern.

Conquest of Mythodea 2011 - mittendrin statt nur dabei

Bereits zum drittenmal habe ich am vergangenen Donnerstag die Chance genutzt, für einen Tag in die Welt von Mythodea zu schuppern. Um 7:00 fuhr ich auf die Autobahn. In den Tälern und auf den Feldern hatten sich Nebelschwaden gesammelt, dazu ein paar Sonnenstrahlen, das war doch eine passende Einstimmung für die kommenden Stunden. Für meine Pause wählte ich dann auch noch einen Rastplatz mit einem Fantasy tauglichen Namen: Rhynern. :-) Leider hatte sich das Wetter im Teutoburger Wald drastisch verschlechtert. Zum Nebel kamen jetzt auch noch dunkelgraue Wolken und Regen, Ork-Wetter? Nach gut drei Stunden Fahrt kam ich dann gegen 10 Uhr in Brokeloh an. Glücklicherweise hatte der Regen seine Arbeit schon fast komplett eingestellt.

damit man weiss, was einen erwartet

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Schnell stellte ich mein Auto für einen Euro auf dem Gästeparkplatz ab, packte die Kamera ein und bewegte mich mit großer Vorfreude in Richtung Rittergut Brokeloh. Es ist schon sehr lustig, wenn man durch den kleinen beschaulichen Ort geht, und in der Ferne bereits Schlachtenlärm hört. :-) Leider hatte mich vorab niemand informiert, dass sich die Regeln für die Tagesgäste vor Ort in diesem Jahr geändert hatten. Dabei sind die neuen Regeln nach meiner Meinung sehr sinnvoll. Ohne Gewandung wurde die Presse für ein paar Infos und Fotos kurz über das Gelände geführt, woran ich auch erstmal teilnahm. Da ich natürlich dafür nicht insgesamt sechs Stunden Fahrt auf mich genommen hatte, mußte ich (gefühlt sehr lange) warten, bis mich jemand zur Stadt für mein Gewandungseinkauf begleiten konnte. Die große Wartezeit hatte ich einem professionellen Fotografen einer großen deutschen Presseagentur zu verdanken. Kurze Führung, quatsch, die sind einfach etwas besseres. :-)

nicht jeder hat genug Zeit für echte Fotos

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In der Stadt angekommen entließ mich mein Begleiter in die Hände dreier netter Verkäuferrinnen des Larp-Shops. Da mich das ganze etwas auf dem falschen Fuß erwischt hatte, kaufte ich eine viel zu große Hose (braun) mit eine bequeme Hemd (grün) und einer mittelalterlichen Kopfbedeckung (braune Mütze). Als “Maler” brauchte ich natürlich keine Waffen. Wäre sicherlich sehr lustig, wenn mich ein Schwarm (Gruppe) des schwarzen Eises als Bedrohung ansehen und auf mich zustürmen würden. Ein rennender Fotograf  Maler über das Schlachtfeld, das hätte natürlich schon etwas. :-) Nach dem Umstylen mußte ich noch kurz zum Auto, um meine bisherigen Klamotten zu verstauen. Da ich jetzt mehr Stoff an mir hatte als vorher, konnte ich auch auf Schutzmaßnahmen (Sonne!) gegen das jetzt hervorragende Wetter verzichten.

hier konnte ich mich larpgerecht einkleiden

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Durch die neuen Klamotten fühlte ich mich zum erstenmal  auf einem Conquest nicht mehr als störendes Element. Daumen hoch für diese neue Regel. Das Setting wurde im Gegensatz zu 2010 diesmal nicht von einer Festung der NSC dominiert. Neben den verschiedenen bekannten Lagern der Spieler konnten diesmal kleinere besondere Orte (z.B. ein Tempel) bespielt werden. Ich persönlich fand dieses Setting als Beobachter sogar interessanter, da so die Dominanz eines Setting-Elements fehlte. So bewegte ich mich von einem Ort zum anderen und konnte überall schönes ausdruckstarkes Rollenspiel beobachten.

der Tempel, einer der neuen besonderen Orte

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schönes Spiel am Rand der großen Schlachten

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In den ersten 3-4 Stunden hatte ich das Vergnügen mehrmals mit Argus, dem Obermufti des Schwarzen Eises (hoffentlich liege ich hier nicht falsch), den Weg zu kreuzen. Ihm zuzuschauen (und wahrscheinlich auch mit ihm zu spielen) macht wirklich Spass. Er spielt seine Rolle sehr ausdrucksstark und ist immer sehr motiviert bei der Sache, aber auch für eine unerwartete lustige Aktion ist er immer wieder gut. Auf einem der Wege traf er auf eine Gruppe mit einer mächtigen Zauberin, die es schaffte ihn durch ihre magischen Fähigkeiten von der Gruppe fern zu halten, was er mit Beschimpfungen quitierte. Dies wurde sehr emotional ausgespielt. Zum Kontrast schlich er sich dann ein paar Minuten später an zwei junge Mitspieler und tippte ihnen auf die Schulter. Beim Anblick der überraschten und gleichzeitig entsetzten Gesichter mußte ich doch laut lachen. Einfach nur großes Kino.

Argus - immer wieder beeindruckend

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dabei aber auch immer wieder erheiternd

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Danach begab ich mich in die Stadt, um meinen Hunger und Durst an den verschiedenen Ständen mit den unterschiedlichsten Angeboten zu bekämpfen. Schließlich entschied ich mich als Hauptgericht für rustikale Kartoffeln mit Knoblauchsoße und weiteren Toppings (z.B. Röstzwiebeln). Als Nachtisch gönnte ich mir Stracciatella Eis mit Joghurt und frischen Heidelbeeren. Sehr sehr lecker. Die niedrigen Preise überraschten mich sehr positiv, da ich von anderen Veranstaltungen höhere Preise gewohnt bin. Natürlich durfte auch der bekannte “Kneipenbereich” nicht fehlen. So war die Black Pearl bereits gut gefüllt und ein weiblicher Barde (oder heißt das Minnesängerin?) unterhielt im Nachbarzelt die entspannten Gäste. Gerade dieser Wechsel von dem einen Extrem (gespielte) aggressive Schlachten und dem anderen Extrem überwiegend entspannte Atmosphäre in der Stadt finde ich sehr gut. Natürlich sollte auch in der Stadt die eigene Rolle und das Spiel nicht vergessen werden.

leckere Heidelbeeren dazu Eis, hmm

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auch ungewöhnliche Speisen im Angebot

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Auf der Wiese nebenan war der Supermarkt aufgebaut, mit fast allem was ein Larper während der Tage so gebrauchen kann: Deo, Sonnenschutz, Kohleanzünder, Dosensuppen, Toilettenpapier, Obst & Gemüse, Cornflakes, Getränke, Nutella, Chips, etc. aber auch gekühlte Lebensmittel wie z.B. Joghurt, Wurst, Käse und Grillfleisch. Die verkaufte Menge kann sich sehen lassen und hält sicherlich dem Vergleich mit einem kleinen Supermarkt stand. Laut Angabe eines Mitarbeiters vor Ort werden während der Tage z.B. ca. 16.000 Flaschen Wasser verkauft. Für eine Woche ist das schon eine große Zahl. Aber auch der organisatorische Aufwand der im Bereich der Sanitäranlagen betrieben wird, ist schon beachtlich. Natürlich darf man kein Badezimmer mit Marmorverkleidung erwarten. :-)

große Auswahl in einem kleinen Zelt

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Was mich immer wieder begeistert, ist das zur Verfügung gestellte Gelände des Rittergutes Brokeloh. Die Gebäude passen thematisch hervoragend zur Story und das Gelände bietet sehr viel Platz für die Lager und die verschiedenen Kampfbereiche. Die Wiesen sind sehr schön durch Baumgruppen oder von Bäumen begrenzten Wege voneinander getrennt. Gerade wenn auf diesen Wegen die verschiedenen Gruppen aufmarschieren, ist das schon sehr beeindruckend.

Atmosphäre satt

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Larp im Grünen

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Aber erst die Teilnehmer erfüllen das Ganze mit Leben. Zwar gibt es hier und da ein paar Spieler, die sich nicht wirklich viele Gedanken um ihr Äußeres machen, T-Shirt reicht, hauptsache die Waffe ist schön groß :-). Aber der mit Abstand größere Anteil der Spieler gibt sich sehr viel Mühe. Nach meinem Empfinden war der diesjährige Conquest noch internationaler als die Jahre zuvor, nicht umsonst gilt die Veranstaltung als größtes Larp der Welt.

nur ein paar Beispiele für verschiedene “Verkleidungen”

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eine große rein französische Gruppe

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Natürlich gab es auch wieder viele kleine Scharmützel und einige größeren Schlachten. Als ich wieder auf die große Wiese ankam, marschierten gerade zwei große Gruppe (insgesamt ca. 600 Leute) der NSCs auf. Die eine Hälfte (Schwarzes Eis) marschierte Richtung Feuer Lager. Das untote Heer blieb jedoch genau vor dem neutralen Lager stehen. Cool, schnell an die äußere Seite der Palisaden gestellt mit der Hoffnung auf ein paar schöne Fotos.

das untote Heer kommt zu mir

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Aus der großen Masse trat eine Bogenschützin, die durch einen Schildträger geschützt in meine Richtung zum Tor des Lagers ging. Gewohnt als Pressemensch nur Luft für die Spieler zu sein, machte ich nichts ahnend meine Fotos. Da ich aber durch mein Outfit diesmal Teil der Spielewelt war, und mein Presseausweis aus der Entfernung nicht zu sehen war, identifizierte mich die junge Frau des untoten Fleisches anscheinend als lohnendes Ziel. Gerade als ich für ein weiteres Foto einen Schritt weg von der Palisade machte, schoß sie mir einen Pfeil mit voller Wucht auf meine linke Brust. Jetzt war ich also mittendrin. Die Stärke des Aufpralls überrachte mich schon. Es tat nicht wirklich weh, aber ich war schon beeindruckt. Das erste Mal vergißt man ja nie und ich danke der jungen Frau für dieses Erlebnis. Danach war ich jedenfalls für den Rest des Tages vorsichtiger und machte doch den einen oder anderen schnellen Schritt zur Seite. :-)

Brusttreffer - das erste Mal, vergißt man nie

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Aber nicht nur die Schlachten waren beeindruckend, auch die eine oder andere interessante Zeremonie konnte ich beobachten. So gab es z.B. am Tempel eine längere Zeremonie des Feuerlagers mit Fackeln. Auf der selben Wiese fand am “Wasserloch” eine weitere große Zeremonie statt. Zu diesem Zweck stieg der Trytone Aquas (hoffentlich stimmt das so) begleitet von Beschwörungsformeln in das Wasser (!). Diese Zeremonie wurde von Kämpfern abgesichert, die immer wieder die selbe Parole laut wiederholten. Das ganze dauerte bestimmt gut eine Stunde. Später erfuhr ich, dass das “geweihte” Wasser nach der Zeremonie beschmutzt wurde, da die Truppen zu früh ihren Schutz abzogen. Beim Conquest müssen sich die Spieler schon anstrengen, d.h. nur weil die Teilnehmer bezahlen, wird ihnen der Erfolg nicht einfach geschenkt und das finde ich auch gut so. Immerhin spielt das ganze auf einem gerade entdeckten feindseligen Kontinent, so etwas ist kein Zucker schlecken. :-)

Feuerspiele am Tempel

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starkes Spiel im Wasser

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Dies paßt auch zum diesjährigen Motto: Larp mit! Denn nur wenn alle Teilnehmer wirklich mitmachen und sich nicht nur einfach bespaßen lassen wollen (Stichwort: Party machen), kann eine solche Welt wirklich zum Leben erweckt werden. Das ein sehr großer Anteil der Teilnehmer sehr engagiert ist, hat sich auch wieder in meinen netten Gesprächen mit den SCs (Spielercharaktere) und NSCs (Nichtspielercharaktere) gezeigt. Beinahe hätte ich sogar meine geplante Abreisezeit verquatscht, glücklicherweise schaute ich dann doch mal auf eine Uhr, denn immerhin standen mir erneut drei Stunden Fahrt bevor. So verließ ich gegen 20:00 mit vielen Eindrücken den Parkplatz.

und tschüss, hoffentlich bis zum nächsten Jahr

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Insgesamt hat mir der Tag in Mythodea wieder hervorragend gefallen. Natürlich ist die Überschrift eine Übertreibung denn mittendrin war ich nur für einen kurzen Augenblick. Aber vielleicht ist dies ja auch ein Ausblick auf das kommende Jahr. Die komplette Rückfahrt und die Tage danach habe ich mich damit beschäftigt, ob ich nicht nächstes Jahr selber einmal auf dem Conquest als Spieler aktiv werden soll. Meine Frau kann ich sicherlich nicht dafür begeistern, also bräuchte ich ein wenig Anschluss und im Zelt schlafen ist auch nicht so mein Ding, aber vielleicht finde ich ja im Ort ein Zimmer, und die Ausrüstung, Regelwerk, … Da gibt es noch einige Dinge zu klären. Aber vielleicht gibt es hier in diesem Blog nächstes Jahr einen Spielerbericht vom Conquest zu lesen. :-)

ein letztes Foto für dieses Jahr

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Weitere Fotos vom Conquest 2011 findet ihr hier.

Mehr Informationen zum Conquest of Mythodea findet ihr direkt auf der offiziellen Website:

www.live-adventure.de

Bilstein: Juli 2011 - Teil 2

In den Samstag starteten wir mit einer Partie Blockers, der Neuauflage von Uptown. Zu fünft legten wir die abstrakten Plättchen so, dass möglichst wenige eigene Gebiete entstanden. Durch die neue Regel (die Bedeutung von “geschlagenen” gegnerischen Plättchen wurde aufgewertet) hat für mich dieses Legespiel noch ein wenig an Qualität gewonnen, auch wenn für mich das Optimum eine vierer Besetzung ist. Immerhin reichte es für einen geteilten zweiten Platz (4, 5, 5, 6 und 7 Gebiete).

zu fünft wird es früh voll

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Es wurde mal wieder Zeit, ein wenig unter die Landwirte zu gehen. Nein, nicht Agricola sondern Loyang kam nun als 4er auf den Tisch. Auch wenn das dritte große Rosenberg Spiel nicht die überschwenglichen Kritiken erhalten hat wie die beiden Vorgänger, gefällt mir es zu zweit und zu viert richtig gut, da die Wartezeit bei erfahrenen Spielern sehr gering ausfällt. Von Anfang an lief es richtig gut, trotzdem konnte ich mich nicht wirklich von meiner Frau absetzen. Da spielt man ca. 90 Minuten um einen absoluten Gleichstand zu erzielen (18 + 4, 18 + 4, 17 + 6 und 16 + 3). Gut das wir für den Spass spielen. :-)

Dann kam mal wieder 7 Wonders mit der Leader Erweiterung - diesmal in voller Besetzung - auf den Tisch. Im Gegensatz zu meinen ersten Partien kann ich jetzt eigentlich immer den letzten Platz vermeiden und spiele häufiger auch um den Sieg mit. Wie so oft kam bei mir eine Mischstrategie mit vielen Rohstoffen zur Anwendung und ich konnte mir auch einen guten zweiten Platz sichern (72, 65, 60, 55, 55, 53 und 52 Punkte). Die Siegerin hatte den Geld-Leader und auch die passende Gilde, so dass sie bei ihrer Geldstrategie pro ein Geld auch einen Siegpunkt erzielen konnte. Konsequent gespielt kann das richtig erfolgreich sein.

wie fast immer bei mir: Rohstoffe satt

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Dann konnten wir uns nicht wirklich auf ein Spiel einigen, so dass mit Employee of the Months ein mir und außer dem Besitzer auch allen anderen unbekanntes Spiel auf den Tisch kam. Wer mich kennt, weiß, dass ich sehr pflegeleicht bei der Spieleauswahl bin. Es gibt kaum ein Titel der für mich ein No-Go darstellt. Employee of the Months hat es dagegen fast auf meine Miniliste geschafft. Ich spiele wirklich gerne einfache Spiel, aber so etwas belangloses ist mir nur selten untergekommen und so war auch die Reaktion meiner Mitspieler nicht überraschend. Obwohl ich mich ein Drittel der Spielzeit umziehen war - meine Flasche Wasser entdeckte ihre Verwandtschaft zu einem Springbrunnen - konnte ich trotzdem einen geteilten Sieg einfahren. Soviel dazu. :-)

ich muss nicht jedes Spiel haben :-)

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Auch dann dauerte die Einigung auf ein Spiel etwas länger. Ein Veto hier, ein Veto da, tja ich bin anscheinend wirklich unproblematisch. :-) Geeinigt haben wir uns dann auf Kaigan. Mein bisheriger Klassenbucheintrag zu diesem Spiel: Ungespielter Blindkauf der Spiel 2010. Wenn man sich vom Papierplan nicht abschrecken lässt, erhält man nach meinem ersten Eindruck, ein kurzweiligesTaktikspiel, das beim Kartenverteilmechanismus ein wenig an Zooloretto erinnert, mit einem bisher selten eingesetzten Thema: Das alte Japan soll kartographiert werden. Zwar wußte ich in der ersten Partie noch nicht 100%ig, was ich tue, trotzdem reichte es erneut für einen geteilten ersten Platz.

ein wenig Zocken gehört bei Kaigan auch dazu

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Als nächstes wartete dann wieder das Mittelalter auf uns -wurde ja auch mal wieder Zeit. :-) Firenze von Pegasus ist sicherlich ein gutes Spiel, aber ich habe noch keinen kompletten Zugang zu diesem Spiel gefunden. Trotzdem spiele ich es gerne mit und inzwischen verstehe ich auch, dass die negativen Karten für den Spielablauf absolut notwendig sind. Bei unserer Partie wußte eigentlich nur die einzige Frau am Tisch, was sie so tut. Somit konnte ich mir immerhin noch einen zweiten Platz sichern (56, 37, 34 und 32 Punkte), der Einäugige unter den Blinden.

zu diesem Spiel sollte ich mal einen Leitfaden lesen: Firenze für Dummies

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Den Abschluss des Samstags bildete fast schon traditionell eine Partie Outpost. Zu siebt bauten wir verschiedene Fabriken und boten auf die Ausbaukarten. Diesmal hatten wir auch einen Neuling am Tisch, der leider absolut überfordert war. Es ist nicht so, dass wir nicht alle mal unsere erste Partie hatten, dies ist in dieser extremen Form jedoch noch nie passiert. Für mich war die Partie absolut OK, hey das ist Outpost. Aber ich merkte schon, dass viel weniger gelacht wurde als sonst. Jedes Spiel ist auch abhängig von den Mitspielern - wie wahr. Ich setzte diesmal auf Titanfabriken und wurde Dritter (87, 80, 76, 63, 61, 51 und 40 Punkte). Leider erreichte ich nicht mein Standardziel in diesem Spiel: Mindestens eine der drei letzten Ausbaukarten kaufen. Die Siegerin schaffte es diesmal über eine sehr gut funktionierende Data Library Strategie.

voll auf Titan

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Diesmal konnten wir auch noch am Sonntag vor Ort spielen, da wir nicht wie bei den letzten beiden Male früher abreisten mußten. Bei der Neuauflage von Code 777 können jetzt 5 Spieler mitraten und wir schöpften das Potential voll aus. Wir spielten auf zwei richtige Codes. Eine Mispielerin beendete das Spiel so schnell, dass außer ihr niemand einen richtigen Rateversuch verbuchen konnte.

fast zu schnell für ein Foto

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Mit Artus von alea konnte ich in meinen beiden ersten beiden Partien nicht wirklich etwas anfangen. Irgendwie spielte ich so vor mich hin und mehr war da nicht. Vielleicht liegt es daran, dass ich bei alea immer etwas großes taktisches bzw. strategisches erwarte. Das kann und will Artus gar nicht bieten. Es ist ein nettes Laufspiel, das in der fortgeschrittenen Version auch ein wenig Vorausplanung belohnt. Es ist zwar für mich immer noch kein Highlight, aber inzwischen habe ich mit diesem Spiel meinen Frieden geschlossen. Dies liegt aber nicht daran, dass ich diese Partie für mich entscheiden konnte (129, 117, 109 und 84 Punkte).

Nach einer weiteren Partie 7 Wonders diesmal als 5er (dritter Platz) kam erneut Burgen von Burgund auf den Tisch. In meinen ersten 3-4 Partien konnte ich nie über 200 Punkte holen. Inzwischen halte ich selbst 300 Punkte in einem optimalen Spiel für nicht unmöglich. Diesmal bekam ich das Tableau mit der 6er Wiese zugelost. Zusammen mit dem gelben Plättchen “+1 für die Wiesenwertung” muss man eine solche Ausgangsposition im Auge behalten, ansonsten ist diese Kombi schon fast zu stark. Hätte ich das letzte passende Tierplättchen auch noch bekommen, wären es nochmal 15 Punkte mehr geworde. Aber auch so war ich mit meiner Punktzahl und dem ersten Platz sehr zufrieden (269, 248, 239 und 219 Punkte).

einmal Hühner bitte zum fast perfekten Spiel

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Die Spielereise beendeten wir mit einer Partie alea iacta est. Tja, eigentlich hätte Artus bei mir einen einfacheren Start haben müssen. Denn bereits dieses Spiel hat bewiesen, das es auch schon einmal etwas einfacheres von alea sein darf. Kein Highlight, aber man kann es locker runterspielen und es bleibt auch noch Zeit um sich ein wenig zu unterhalten -ein guter Absacker. Ich holte mir konsequent diese “Glücksplättchen” und konnte mich damit knapp durchsetzen (42, 41, 39 und 38 Punkte).

wir würfeln uns durch Rom

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Das verlängerte Wochenende hat mir wieder sehr gut gefallen.  Wie erwartet, wurden in den vier Tage die unterschiedlichsten Spiele auf den Tischen gesichtet. Deshalb zum Schluss ein paar Bilder von Partien ohne meine Beteiligung:

Strasbourg

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Olympos

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Alien Frontiers

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Le Havre

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Bazaar

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Avanti

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McMulti

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Pfeffersäcke

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Mylady und die Musketiere

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Fresko inkl. Erweiterung

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Kreml

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Caylus Magna Carta

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und für Bilstein typisch, viele Partien Tichu

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Bilstein: Juli 2011 - Teil 1

Am letzten Wochenende war es mal wieder so weit. Bilstein rufte eine kleine aber feine Spielerschar in das Hotel Faerber-Luig. Diesmal sollten sich bis zu 20 Spieler im sehr großzügigen Spielraum tummeln. Gerade der Termin im Juli hat seinen besonderen Reiz. Man(n) muß sich natürlich nicht von den Neuheiten im April (Nürnberg) und im November (Essen) unter Druck setzen lassen. Aber das sie da sind, kann man nicht wegdiskutieren und dann möchte ich sie auch spielen. :-) Der Termin im Juli dagegen ist bei mir von einer entspannten “Schaun mer mal, was wir spielen” Stimmung geprägt.

Spiele satt, nicht nur vom Organisator …

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Natürlich hatte der Organisator wieder ein größeres Paket von Spielen bereitgestellt, das durch noch mehr Spiele der Teilnehmer ergänzt wurde. Zusätzlich ist es Tradition (OK, ich glaube es war das zweite Mal), dass es bei der Juli Veranstaltung zusätzlich immer noch ein Themenspezial gibt. Diesmal (Thema Diamanten) gab es nicht nur eine kleine thematische Spieleauswahl, Gregor hatte zusätzlich auch noch ein passendes Metaspiel (Schachern) im Gepäck. Dazu aber später mehr.

… sondern auch von den Spielern zur Verfügung gestellt

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Mein spielerischer Einstieg bestand aus einer Pause. Da wir zuerst fünf waren und ich aufgrund meiner ausklingenden Bronchitis im Zusammenspiel mit der Autofahrt noch ein wenig in den Seilen hing, unterstützte ich die vier Mitspieler der aller ersten Partie (Qwirkle) mit meinen natürlich fachkundigen Kommentaren. Mit 51st State als 4er Partie startete dann auch ich spielerisch in das Wochende. Ein wenig spröde und fummelig, Grafik und Thema sind sowieso immer Geschmacksache, kommt es daher und hat mich auch beim zweitenmal richtig gut unterhalten. Da ich meine Frau “gewinnen ließ” :-) , besteht eine sehr große Chance, dass dieses Spiel demnächst auch bei uns im Spieleschrank zu finden ist.

51st State - ein möglicher Kauf

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Danach kamen mit Take it or leave it und Uluru zwei Vertreter der einfacheren Kost auf den Tisch. OK, bei Uluru würde sicherlich der eine oder andere widersprechen. Immerhin konnte ich Uluru geteilt gewinnen und auch beim Würfel raffen konnte ich einen guten zweiten Platz ergattern. Auch bei solchen Spielen zeigt sich der Könner. :-) Irgendwie war das Wochenende für meine Verhältnisse sowieso außergewöhnlich, da Fortuna mir doch den einen oder anderen Sieg schenkte.

Kartenglück mit Würfeln kombiniert

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Danach spielten wir meine beiden absoluten Lieblingsspiele in der Kategorie Aufbau-Kartenspiel in 30 Minuten. Als erstes begaben wir uns direkt zweimal hintereinander in die unendlichen Weiten des Weltraums: Race for the Galaxy mit allen drei Erweiterungen aber ohne Übernahme. Die erste Partie lief wie von alleine und ich konnte mit der Militärstrategie sehr klar gewinnen (74, 47, 42, 35 und 32 Punkte). Auch wenn die zweite Partie gar nicht so gut lief, konnte ich ich auch diese ebenso deutlich für mich entscheiden (53, 31, 30, 24, 24 Punkte). Wie gesagt, ein(e) Sahnetag Sahnewochenende.

das sah schon mal schlechter aus

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Den Tag beendeten wir mit einer Partie 7 Wonders inkl. der nach meiner Meinung sehr gelungenen Erweiterung Leaders. Bei diesem wirklich hervorragenden Spiel kann ich nur sehr selten glänzen, so dass ein guter dritter Platz fast genau meinem Erwartungswert entspricht (77, 61, 60, 58, 51 Punkte).

Wir starteten mit einer Partie Settlers of Amerika (amerikanische Siedler Variante) in den Freitag. Meine letzte Partie Siedler …? Keine Ahnung, da gab es aber bestimmt noch keinen Euro, so schließt sich der Kreis. :-) Deshalb bekam ich erstmal eine kurzes Update der Siedler Grundregeln. Die Partie hat mir ganz gut gefallen. Die Idee des nach Westen ziehen wurde durch den stetigen Verlust einiger Rohstoffelder im Osten interessant umgesetzt. Die Tatsache, dass man nicht mehr eingebaut werden kann, meine Siedler Treks können überall hinziehen, gefiel mir gut. Auch wenn ich das Spiel gewinnen konnte, machte mich das nicht so richtig glücklich, da ich hier ein Problem sehe. Meinen Vorsprung durch die schnelle Entwicklung in den Osten mit 3 Siedlungen konnte niemand mehr aufholen. So stand eigentlich der Sieger nach einer halben Stunde fest, obwohl wir noch eine volle Stunde Spielzeit vor uns hatten. Das kann schon sehr unbefriedigend für die Spieler sein, die so früh abgeschlagen sind.

blaue Siedlungen erobern sehr früh den Westen

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Eigentlich gehe ich davon aus, dass 7 Wonders auch den deutschen Spielepreis erhält. Sollte aber überraschenderweise die Wahl auf Burgen von Burgund (liebevoll BuBu genannt) fallen, könnte ich auch damit sehr gut leben. Zu viert würfelten wir in der selben Besetzung um die Sechseck Plättchen. Teilweise war meine Spannung so groß, das ich den Tisch verlassen mußte. Vielleicht lag es aber auch daran, das eine Mitspielerin  ihre kompletten Züge kommentierte. :-) Jedenfalls konnte ich mit einer großen Wiese und dem Plättchen +1 Siegpunkt bei Herdenwertung genügend Punkte für den Sieg sammeln (254, 232, 215 und 197 Punkte).

da lachten die Hühner

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Mit Brass kam dann für mich schon das letzte Spiel des Tages auf den Tisch, da ich mich bereits um 22:00 ins Bett verabschiedete. Wir alle hatten schon ein paar Partien dieses hervorragenden Spiels auf dem Buckel, leider nicht in den letzten 12 Monaten. So duften wir nach ca. 30 Minuten die Partie neu starten, wer sollte sich auch merken, dass man für die Entwicklung Eisen benötigt. :-)

Die Partie war sehr spannend. Im letzten Zug wollte eine Mitspielerin nichts mehr machen, aber da bekam sie den Hinweis von einem anderen Mitspieler, dass sie doch für zwei Karten (bei leerem Markt) noch eine Zeche überbauen könnte. Tja wem die Punkte wegnehmen, am besten dem Tippgeber. Genau diese drei Punkte fehlten ihm dann, um mich noch vom ersten Platz zu verdrängen (127, 125, 117 und 104 Punkte). Man könnte jetzt sagen, das wäre ein geschenkter Sieg. Da der 2. jedoch ein kaum zu besiegender hervorragender Spieler ist, freute ich mich trotzdem :-) , auch wenn ich meinen Sieg erst gar nicht realisierte.

Anfang September gibt es eine Revanche

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Drei Spiele an einem Tag, ok es gibt auch dreimal Buffet :-) , sind schon sehr wenig. Zwischen 11:00 und 18:00 gab es jedoch auch noch das Metaspiel Schachern. In der ersten Phase versuchten alle Spieler als Einzelkämpfer möglichst viele Informationen über die Wertigkeiten der fünf verschiedenen Edelsteine zu erhalten bzw. nach diesen Informationen die Edelsteine zu tauschen.

die Auswertung ist gar nicht so einfach

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Nach einer gewissen Zeit wurden wir dann zu 3er Teams zusammengefasst, und gemeinsam wurden die bisherigen Ergebnisse optimiert. Obwohl wir im Gegensatz zu anderen Teams unsere “Arbeit” nach fünf Minuten abgaben, konnten wir uns trotzdem einen guten zweiten Platz (bei fünf Teams) erspielen. Hätten wir mal so lange überlegt wie die anderen Teams. :-) Meine Frau bekam als Mitglied im Siegerteam ein Flowerpower, über das wir uns sehr freuten. Danke an dieser Stelle nochmal an Gregor, der diesen zusätzlichen Aufwand in Kauf nahm, um uns mal wieder etwas neues zu präsentieren.

eine schöne Überraschung

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Den Rest gibt es dann im 2. Teil.

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