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Archive für Juni 2011
Heidelberger Burgevent Stahleck 2011 - nur noch 114 Tage bis zur Spiel 2011 - Teil 2
27.6.2011 von Thomas.
Auch dieses Jahr werde ich die Neuerscheinungen von Essen 2011 und der 3-4 Monate davor für mich bewerten (mein Leitfaden für die Spiel): 4 (Pflichtkauf), 3 (sehr interessantes Spiel, auf jedenfall intensiv anschauen), 2 (hört sich interessant an, wenn nichts dazwischen kommt, werde ich mir das Spiel anschauen), 1 (wahrscheinlich uninteressant, wenn noch Zeit ist, werde ich einen Blick riskieren) und 0 (vielleicht ergibt sich ja nach der Spiel eine Testmöglichkeit). Diese Bewertungen sind natürlich oft nicht fundiert, da normalerweise Testpartien fehlen und ich mir die Anhaltspunkte aus den Regeln und den anderen bekannten Informationsquellen ziehe. Deshalb können sich die Bewertungen auch durch weitere Informationen schnell verändern. Aber irgendwie muß ich ja vorfiltern, um die Masse an Neuheiten auf der Spiel zu bewältigen. Also seit meine Gäste, wenn ich wieder versuche nicht zu viele Spiele in Essen zu kaufen.
Natürlich konnte ich der Versuchung nicht widerstehen, auf dem Heidelberger Event (siehe erster Teil) einige Prototypen zu testen, und bin froh, dass hinter meinen ersten Bewertungen für Essen 2011 jeweils auch eine Testpartie steht.
Ora et Labora (Uwe Rosenberg, Lookout?)
Direkt das erste Spiel auf dem Burgtreff das wir ausprobieren konnten, war das neue große Rosenberg Spiel, das in Essen 2011, ich denke mal bei Lookout, erscheinen soll. Unser Erklärbär war noch etwas schläfrig, trotzdem bemühte er sich, dieses relativ komplexe Spiel in einem Guss und dazu noch verständlich zu erklären. Dabei kam uns zu Gute, dass wir alle bereits Le Havre kannten. Man sieht schon eine gewisse Verwandtschaft zu diesem für mich hervorragenden Spiel, aber auch Agricolaelemente schauen schon mal um die Ecke.
Die Systematik der Gebäude (Kosten, Siegpunkte und Nutzen) und auch deren Darstellung erschließt sich für Le Havre “Eingeweihte” sehr schnell. Kommen wir jetzt aber zu den kleinen und großen Unterschieden zu Le Havre (Agricola).
ein weiterer “großer Rosenberg”
Im Gegensatz zu dem Hafenspiel hat jeder Spieler (ähnlich wie bei Agricola) sein eigenes Gebietstableau, auf dem der Spieler nach und nach seine Siedlung mit Gebäuden ausbaut. Dieses Tableau kann durch weitere Tableaus in der Größe aber auch in den Gebietsarten ergänzt werden. Zwar gab es bereits bei Agricola gewisse Bebauungsregeln, bei Ora gibt es jedoch Gebäude, die nur auf einer bestimmten Geländeart gebaut werden können. Zusätzlich ist jetzt auch die Ermittlung des Siegpunktwertes der einzelnen Gebäude komplexer und insbesondere von den Siedlungsplättchen beeinflußt. Der Ertrag der Grundproduktion (z.B. Stein, Lehm, Getreide) ist abhängig vom Verhalten der Mitspieler. Wurden alle Gebäude dieses Typs im Spiel (z.B. Lehmhügel oder Bauernhof) lange nicht mehr genutzt, so ist ihr Ertrag besonders hoch. Hat gerade in der selben Runde jedoch jemand genau den angepeilten Gebäudetyp genutzt, ist der Ertrag gleich null.
da braucht man schon ein wenig Platz
Dies ist nicht der einzige Punkt, wo sich Spieler gegenseitig beeinflußen. Nur weil man ein Gebäude bei sich auf dem Tableau gebaut hat, heißt es nicht, dass man es nur selber nutzen kann. Die Mitspieler können mit Geld dafür sorgen, dass man selber eine eigene Figur (insgesamt hat man drei) auf ein eigenes Gebäude setzt, jedoch dieser Mitspieler dann dieses Gebäude nutzt. Genau wie bei Le Havre können bereits besetzte Gebäude nicht mit einer weiteren Figur genutzt werden. Die Anzahl der gespielten Runden stehen erneut fest, aber man muß diesmal nicht ernähren.
Mehrmals im Spiel kommen neue Gebäudearten in die Auslage und können ab dann gebaut werden. Dies ist auch der Zeitpunkt ein Siedlungsplättchen aus dem eigenen Vorrat auf das Tableau zu bringen.
meine eigene Siedlung mit erster Gebietserweiterung
Unsere Partie haben wir mit einem Schnelleinstieg begonnen: ein paar Waren und ich glaube mit drei zusätzlichen Startgebäuden auf dem Tableau. Nach 90 Minuten haben wir dann die Partie zufrieden abgebrochen, da unsere beiden Spielpartner (4er Partie) zum Mitagessen wollten, Schwächlinge.
Das ich Agricola und insbesondere auch Le Havre mit Höchstnoten bewerte, zeigt natürlich meine Grundeinstellung zu dieser Art von Spielen. Aber Ora et Labora hat mich auch nicht enttäuscht. Trotz der Gemeinsamkeiten mit den beiden Vorgängern sind genügend neue Element enthalten, das sich dieses Aufbauspiel eigenständig präsentiert. Natürlich sollte der herausgebende Verlag seine Arbeit auch noch gut verrichten (z.B. Übersichtlichkeit damit man die Möglichkeiten, Gebäude bei den Mitspielern zu nutzen, gut erkennt), für mich persönlich vergebe ich aber jetzt schon eine 4 (Pflichtkauf).
Diluvium (Placenta Games)
Dieses Spiel wird wahrscheinlich erst nächstes Jahr erscheinen. Trotzdem wollten wir die Chance, den Nachfolger von Florenza zu testen, nutzen. Auch wenn mir bei einem Spiel das Thema erst mal egal ist, kann man mir auch mit ungewöhnlichen Themen “eine Freude machen”. OK, das hört sich jetzt vielleicht ein wenig nach Widerspruch an, aber so “chaotisch” bin ich halt.
Somit war ich vom Thema des Spiels, wir bauen gemeinsam an der Arche und retten möglichst viele Tierpärchen, direkt angetan. Spielerisch ist es ein typisches Workerplacement Spiel jedoch mit weiteren Elementen (z.B. Tauschen und Legespielelemente), die dieses Spiel nach meinem ersten Eindruck sehr eigenständig wirken lässt. Aufmerksam Gelegenheiten nutzen oder z.B. im Legepart Unachtsamkeiten der Mitspieler “bestrafen”, da steckt schon einiges in der Arche an Planung. Zusätzlich sollte man auch immer ein Auge auf die Bonusplätchen haben.
das Aktionstableau mit den 7 Optionen im Vordergrund
Jedenfalls hat uns der Genre-Mix in dieser ersten Partie gut gefallen, auch wenn der Autor mit seinem Sieg natürlich ein absolutes NoGo begangen hat.
Sicherlich muß nach meinem Geschmack noch an der einen oder anderen Schraube ein wenig gedreht werden, z.B. ist mir die “Akquirierung” der Tierplätchen noch zu zufällig für ein solches Spiel, so dass bei uns in den letzten Runden nur ungern neue Tiere ins Spiel gebracht wurden (nicht verschiffte Tiere bringen Minuspunkte und nur Pärchen können verschifft werden). Auch bin ich mir noch nicht ganz sicher, ob alle spielzerstörenden Extremstrategien bereits regeltechnisch verhindert werden. Besonders wichtig wird bei diesem Spiel eine übersichtliche (Tier)Grafik sein, da wir bei den Tauschvorgängen nicht immer die passenden Gegenstücke bei unseren Mitspielern erkannten. Aber wenn der Feinschliff bei Diluvium seinen Namen verdient und das Thema beibehalten wird, steht einem Kauf von meiner Seite im nächsten Jahr nichts im Weg.
später im Spiel sieht man schon die ersten besetzten Gehege
Puerto Rico - das Würfelspiel (alea)
Ob und wann dieses Spiel erscheint, steht (wahrscheinlich) noch nicht fest, so dass sich am Spiel noch einiges verändern kann. Im Gegensatz z.B. zu Burgen von Burgund muß ich mich vor dem eigenen Würfelwurf entscheiden, welche Aktion und somit neutrale(n) Würfel ich wähle, erst dann darf ich meine eigenen Würfel werfen. Viele Elemente der Mutter aller komplexen Eurogames sind auch hier (bisher) enthalten. Da ich mir aber sicher bin, dass hier noch einiges geändert wird, und dass muß es nach meinem Empfinden auch, werde ich nicht weiter auf das Spiel eingehen. Ich hoffe nur, das mögliche Endprodukt gefällt mir, denn es wird eine Nummer haben und irgendwie setzt mich das immer unter Handlungsdruck.
Last Will (CGE)
Dieser Titel ist eine von drei Neuheiten (Dungeon Petz und Galaxy Trucker 2nd Expansion) für Essen 2011. Wie nicht gerade überraschend, ist das Thema dieses Spiels wie so oft bei CGE eher ungewöhnlich. Ähnlich wie bei Mankomania (1965) und MAD (1979 USA) versuchen die Spieler möglichst schnell Pleite zu gehen, da sie nur dann die große Erbschaft des reichen Erbonkels für sich verbuchen können. Zu diesem Zweck versuchen die Spieler sich aus den fünf verschiedenen Arten von Karten (z.B. Gebäudekarten, Helferkarten) möglichst gute Kartenkombinationen herauszusuchen und auszuspielen, d.h. Kombinationen die das Geld schmelzen lassen wie Eis in der Sonne. Hier ein kleines Beispiel. Es gibt Häuser, da lohnt es sich gar nichts zu tun, da sie immens an Wert verlieren. Bei anderen Häusern kann es von Vorteil sein, zusätzlich das Haus mit einem Koch und zwei Pferden zu besetzen (drei entsprechend Helferkarten ausspielen), da dann der Unterhalt das Vermögen sehr schnell auffrißt.
weg mit der Kohle
Jede Runde beginnt mit der Verteilung von Paketen aus einer bestimmten Anzahl neuer verdeckter Karten, ein oder zwei Aktionssteinen (hiermit können Aktionen auf dem Hauptspielbrett durchgeführt oder dort ausliegende Karten genommen werden) und einer unterschiedlichen Zahl Aktionspunkte zum Ausspielen der Handkarten bzw. Nutzen der bereits liegenden Karten. Ein Handkartenlimit von zwei am Ende der Runde verhindert ein blindes Horten der verschiedenen Kartensorten. Unsere Partie konnte meine Frau durch zwei ausgedehnte kostspielige Saufgelage gewinnen.
Ich muße mich mit dem letzten Platz zufrieden geben, da ich es noch nicht einmal geschafft hatte ins Minus zu kommen. Zu dritt haben wir nur ca. 35 Minuten gespielt, aber ähnlich wie bei 7 Wonders dauert die Erklärung ein wenig länger als bei einer solch kurzen Spielzeit zu erwarten ist.
die Grafik wird noch komplett überarbeitet
Jedenfalls hat uns dieses Spiel sehr gut gefallen. Das ungewöhnliche Thema, die Suche nach “lohnenden” Kartenkombinationen dazu ein wenig Taktik bzw. Ausnutzung der Gegebenheiten und das alles bei einer sehr kurzen Spieldauer haben uns überzeugt. Zwar sehe ich die kleine Gefahr eines geringeren Wiederspielreizes (die kleine Angst hatte ich aber auch schon bei 7 Wonders), da uns aber beiden das Spiel so gut gefallen hat und ich ja nicht nur drei Titel auf der Spiel kaufen möchte,
erhält es von mir die persönliche Bewertung 4 Pflichtkauf.
Dungeon Petz (CGE)
Tja, wenn man schon das Thema von Last Will ungewöhnlich findet, wie sieht das dann erst bei Dungeon Petz aus? Die Imps aus Dungeon Lords haben sich selbständig gemacht. Irgend woher müssen ja auch die ganzen Monster zur Bewachung der Dungeons herkommen. Genau hier setzt das Geschäftsmodell der Imps und somit auch der Spieler an. Ziel des Spiels ist es möglichst erfolgreich kleine Monster Babys hochzupeppeln, die zum einen Wettbewerbe (z.b. wer hat den größten Appetit?) gewinnen und möglichst auch besonders hoch von den Lords mit Siegpunkten bezahlt werden. Natürlich muß man immer aufpassen, das mit einem tollen Thema nicht spielerische Mängel “übertüncht” werden.
für Dungeon Petz braucht man wohl einen größeren Tisch
Im Prinzip ist Dungeon Petz ein klassisches Workerplacement Spiel. Zu diesem Zweck werden die eigenen Imps (zum Start hat man 6 Stück) verdeckt hinter einem Sichtschirm auf eine beliebige Anzahl Arbeitsgruppen verteilt und ggf. mit Gold noch aufgewertet (zählt wie ein Imp). Dann darf als erster der Spieler mit der größten Arbeitsgruppe diese Imps auf den großen Spielplan schicken und eine Aktion wählen. So werden nach und nach ggf. reihum (bei gleicher Anzahl) die Arbeitsgruppen der Mitspieler auf die Aktionsmöglichkeiten verteilt. Aber auch Impsgruppen die nicht mehr eingesetzt werden können bzw. sollen, sind noch sehr hilfreich, da sie den Mist aus den Ställen beseitigen oder aber als Spielpartner bzw. Bewachung für die Baby-Monster eingesetzt werden können.
hier werden die Imp-Gruppen zusammen gestellt
Die Aktionsmöglichkeiten auf dem Spielbrett sind vielfältig: Baby Monster und Käfige kaufen, Käfige verbessern, mächtige Sonder Items und Nahrung besorgen, weitere Imps rekrutieren, Wettbewerbe beeinflußen, Schlaftrank brauen und den Siegpunktpreis für die eigenen Monster verbessern. Umso älter die Monster werden, umso mehr Karten müssen für ihre Bedürfnisse ausgespielt werden und umso größer ist die Gefahr, dass sie unzufrieden werden. Da man immer nur eine Karte mehr hat, als man ausspielen muß, und diese erst nach den Aktionen auf dem Spielbrett bekommt, gehört auch ein wenig Glück dazu, dass einem die Monster nicht scharenweise davon laufen.
ein wenig Kartenglück sollte man für eine erfolgreiche Partie haben
Thematisch hat mir Dungeon Petz sehr gut gefallen aber auch spielerisch war unsere 4er Partie (110 Minuten Spielzeit) spaßig, wir hatten aber auch sehr nette Mitspieler. Mir gefällt der Nachfolger zumindestens nach der ersten Partie besser als Dungeon Lords (OK, ich bin aber auch kein absoluter Fan dieses Spiels), denn hier habe ich nicht das Gefühl komplett aus einer Partie rausfliegen zu können. Zwar bin ich mir noch nicht endgültig sicher, ob ich nicht doch ein wenig vom putzigen Thema beeinflußt werde, aber eine 3 (sehr interessantes Spiel) bekommt Dungeon Petz von mir auf jedenfall.
mein erstes Baby-Monster
Gegen 22:30 war es dann soweit, und wir brachen etwas müde in Richtung Köln/Leverkusen auf. Das Burgevent hat uns jedenfalls richtig Spass gemacht. Gut organisiert, nette entspannte Mitspieler, viele Autoten und Verlagsvertreter mit denen man interessante Gespräche führen konnte und viele gute Prototypen, was will der Spielbegeisterte mehr. Vielleicht ergibt sich ja auch nächstes Jahr die Möglichkeit für eine Teilnahme (wenn möglich dann alle drei Tage), mich würde es jedenfalls sehr freuen.
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Heidelberger Burgevent Stahleck 2011 - nur noch 114 Tage bis zur Spiel 2011 - Teil 1
26.6.2011 von Thomas.
Jedes Jahr im November bin ich mir sicher, ein Fieber endgültig bekämpft zu haben: das heimtückische Essen-Fieber! Aber irgendwann Ende Juni Anfang Juli ist es soweit: ein erster schüchterner Gedanke an die kommende Spiel entsteht in meinem Kopf. Der Auslöser ist immer sehr unterschiedlich. Dieses Jahr hatte uns Klaus gefragt, ob wir nicht Lust hätten, mit ihm zusammen an der jährlich stattfindenden Heidelberger Veranstaltung auf Burg Stahleck (Motto dieses Jahr: Last Man Gaming) teilzunehmen.
Aufgrund von zeitlichen Beschränkungen entschieden wir uns für den Status Tagesgast am Samstag. Die Veranstaltung begann bereits am Freitag um 14:00 und endete mit dem “großen Rausschmiss” am Sonntag um 16:00. Das besondere an diesem Burgevent ist die Möglichkeit, neben neuen Spielen aus dem Heidelberger Vertriebsfundus auch sehr viele Prototypen testen zu können. Viele davon erscheinen bereits zur Spiel 2011. Also machten wir uns am Samstag bereits um 8:00 auf den Weg und holten unterwegs noch Klaus in Köln ab. Wie nicht anders zu erwarten, waren die Strassen wie leergefegt, so dass wir um kurz nach 10:00 am Ziel (Jugendherberge Burg Stahleck) ankamen. Schnell den Wagen auf dem Parkplatz an der Strasse abgestellt und dann den kleinen Weg runter zur Burg.
da waren es nur noch ein paar Meter
hier könnte man viele Spiele lagern
Blick von der Terrasse in der Abenddämmerung
Die Lokation ist einfach Klasse. Bereits aus der öffentlichen Toilette im Keller hat man einen schöneren Ausblick als aus manch einem Fünf Sterne Hotel.
Unabhängig von der Veranstaltung hätte ich hier auch gerne einfach nur auf der Terrasse gesessen und etwas getrunken, einfach klasse. Von der Größe der Veranstaltung war ich dann doch etwas überrascht, aus irgend einem Grund hatte ich eher mit einem kleineren Rahmen gerechnet. Aber bei den ganzen anwesenden Autoren, Vertretern der verschiedenen Verlage und den Pressevertretern war es kein Wunder, das an diesem Samstag über 200 Spielbegeisterte in fünf Räumen der Burg die Tische mit Spielen “belagerten”. Wie sagte einer der Teilnehmer so schön: Das ist ja wie in Essen, zwar ohne Einkaufsmöglichkeit aber dafür auch nicht so voll und man kann deshalb auch jedes Spiel wirklich ausprobieren.
du kommst hier net rein - nur mit Einladung
der größte von fünf Spielräumen
cliquenabend war auch vor Ort, gibt es da bald neue Videos?
Eine Riesenauswahl der (aktuellen) Spiele aus dem Heidelberger Vertrieb und von Heidelberger selber waren in den Regalen hinter dem Infostand untergebracht und konnten jederzeit ausgeliehen werden. Zumindestens am Samstag dominierten auf den Spieltischen jedoch die vielen verschiedenen Prototypen. Obwohl eigentlich bei den Anwesenden die Neugier und Bereitschaft zum Ausprobieren dieser neuen kommenden Spiele sicherlich nicht gefördert werden müßte, hat sich Heidelberger ein Belohnungssystem für das Testen der Prototypen ausgedacht. Die Belohnungen konnte man am Sonntag abholen, deshalb gab es für uns “nur” den Spass.
Programm oder freies Spiel …
… alles war gut von den Heidelbergern organisiert.
Hier mal eine Auswahl der Prototypen vor Ort (bestimmt der eine oder andere mit Arbeitstitel und nicht bei jedem Spiel steht die Veröffentlichung schon fest): Grüner Wohnen (Chili), Aquiliea (Zoch), Expedition Sumatra Dadu Dadu (Igramoon), Das letzte Bankett (Gameheads), Unter Geiern - Die Geisterstadt (Gameheads), Colony (alea), Meltdown (Cwali), Coach (Cwali), Mondrian (Cwali), Müll (MESABoardgames), Aqua (MESABoardgames), Sieben Punkt (Cyril Bucher), Prater (Roland Goslar/Matthias Prinz), Nordmark (Goslar/Prinz), Ninja Clans (Jürgen Mayer), Shanghai Trader (Peter Dell), Lunar (Cranio Creations), Magisches Knobeln (Lutz Stepponat), Venetiae (Post Scriptum), Castles (Post Scriptum), Feengalopp (Claus Kuderna), Auf der Suche nach dem steinernen Wächter (Claus Kuderna), Agricola: Die Höhlenbauern (Uwe Rosenberg), Fishing for compliments (Uwe Rosenberg), Agrarspiel 1 und Agrarspiel 2 (Uwe Rosenberg), Upon a Salty Ocean (Giochix), …
… Vintage (MESABoardgames),
Pimp my Park (Cranio Creations),
Dungeon Fighter (Cranio Creations),
Antike für 2 (PD Verlag),
Francis Drake (alea),
Nova Roma (Arbeitstitel, Argentum),
La Motte (Karl-Heinz Thiemann),
die drei Cwali Neuheiten
Karlchen (Zoch),
Tournay (Pearl Games),
Palmyra (PD Verlag),
011 (Scribabs),
Arcanum (La Scarabizo),
Galaxy Trucker 2nd Expansion (CGE)
Im zweiten Teil fange ich mit Hilfe meine Testspiele auf der Burg wieder mit meiner Essenvorschau an. Folgende Spiele haben wir in einer Testpartie unter die Lupe genommen: Ora et Labora (Uwe Rosenberg), Diluvium (Placenta Games), Puerto Rico - das Würfelspiel (Alea), Last Will (CGE), Dungeon Petz (CGE) und ab in die Tonne (Cwali). Natürlich fehlt auch noch das Fazit für diese Veranstaltung. Bis später.
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RPC 2011 in Köln
18.6.2011 von Thomas.
Da es mir in den letzten Wochen nicht ganz so gut ging (inkl. Krankenhausaufenthalt), komme ich leider erst jetzt dazu, etwas über diese Veranstaltung zu schreiben.
Wie jedes Jahr ließ ich mir diese Veranstaltung fast vor der Haustüre nicht entgehen. Von den zwei möglichen Veranstaltungstagen wählte ich diesmal den Sonntag. Wir schlenderten durch die beiden Hallen, über das Außengelände und schauten uns die verschiedenen Spielarten des (Rollen)Spielens an.
Im letzten Jahr gab es mit der Deutschland Premiere von Dominion - Die Alchemisten ein Highlight für die Brettspieler unter uns. Aber auch diesmal war wieder eine kleine Auswahl von Verlagen vor Ort (z.B. Heidelberger und Pegasus). Insgesamt war das Angebot jedoch für “reine” Brettspieler wahrscheinlich zu klein, um den Eintrittspreis - entweder habe ich es die letzten beiden Jahre ignoriert, oder war der Eintrittspreis letztes Jahr bedeutend niedriger als in diesem Jahr (16,50)? - zu rechtfertigen.
Das kann und will die RPC aber auch nicht bieten, denn die “normalen” (absolut dämlicher Begriff
) Brett- und Kartenspiele sind nur ein kleiner (eigentlich nebensächlicher) Ausschnitt dieser Veranstaltung. Außerdem wird dieser Bereich noch durch die “Verwandten” (z.B. CoSims, TableTop und Sammelkartenspiele) unterstützt. Darüber hinaus war auch der Computer-/Konsolenspielbereich mit ein paar Ständen auf dieser Veranstaltung vertreten.
Das Highlight für mich persönlich ist jedoch der Live-Rollenspiel-Bereich und der Mittelaltermarkt auf dem Außengelände. Gerade hier gibt es die Gelegenheit, die verschiedenen “Anbieter” kennen zu lernen und bestehende Kontakte mit Gleichgesinnten zu pflegen. Auch die Möglichkeit sich mit Utensilien (Rüstungen, Schwerter etc.) einzudecken, wurde wieder von vielen Besuchern genutzt.
Nach meinem Empfinden war der Mittelaltermarkt diesmal noch ein wenig größer, insbesondere kulinarisch gab es eine große Auswahl.
Wie auch in den letzten beiden Jahren gab es auf der Bühne viele Live-Music-Acts zu bewundern. The Other (Horrorpunk) gefielen mir so gut, dass ich mir sofort zwei CDs am Merchandising Stand der Gruppe kaufte. Da hatte sich doch der Besuch der RPC gelohnt.
Für reine Brettspieler gibt es sicherlich vom Preis-Leistungsverhältnis interessantere Veranstaltungen (Spiel, Spielewahnsinn, etc.). Wenn man sich jedoch auch für die anderen Bereiche der RPC interessiert oder aber generell (Live-)Rollenspieler ist, sollte ein Besuch dieser Veranstaltung zumindestens mal ins Auge gefaßt werden. Hoffentlich können die Veranstalter in den kommenden Jahren das Niveau der RPC halten und vielleicht sogar noch ausbauen. Die Messe Köln-Deutz hat jedenfalls noch mehr Hallen, die man nutzen könnte.
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