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Archive für 29.4.2011
Bilstein April 2011 (3) - ein Vorspiel für die Hauptstadt
29.4.2011 von Thomas.
Der Samstag startete mit einer 3er Partie Navegador. Endlich kam ich zu meiner ersten Partie, gekauft hatte ich den Titel “natürlich” schon auf der Spiel, denn er hörte sich sehr vielversprechend an. Diese erste Partie enttäuschte mich auch nicht. Man möchte soviel machen, und natürlich ist das, was man am liebsten gerade machen möchte, vier Schritte auf dem Rondell entfernt. Die Partie war sehr kurzweilig, auch wenn sich meine Mischstrategie als eher suboptimal zeigte (114, 113 und 78 Punkte). Ich freue mich schon auf die weiteren Partien, nur dass ich dann eher eine andere Strategie verfolgen werde. Danach testete ich einen Prototyp für Pegasus. Nach der Beschreibung war ich erst ein wenig skeptisch (ah, ein Laufspiel), aber dies änderte sich während der Partie. Mit ein wenig Feinschliff kann hier ein richtig guter Titel entstehen.
das nächstemal ohne Mischstrategie in See stechen
Da wir an diesem Wochenende auch schon das eine oder andere Negative über Pantheon (”ohne Verschulden keine Chance”) gehört hatten, wollten wir zu dritt nochmal unsere Füße auf den Tisch legen. Zum Schluß der Partie hatte ich ein wenig Glück, da mir der “Doppelgott” beim Blindziehen den Gott für einen Doppelzug bescherte. Zusammen mit meiner Mischstrategie (ein paar Säulen, Götter und Halbgötter) konnte ich so einen Sieg verbuchen (86, 78 und 69 Punkte). Auch diese Partie hat mir wieder gut gefallen, aber ich sehe auch das Problem von einem möglichen “Ungleichgewicht”. Wenn sich z.B. der erste Spieler in der ersten Runde direkt ein gutes Bonusplättchen (z.B. mit Füßen) sichern kann, ist das schon sehr stark. Auch das Nachziehen der Aktionskarten kann sicherlich ab und zu ziemlich frustrierend ablaufen Da aber die Partien zumindestens bei erfahrenen Spielern nicht besonders lange dauern, weiß ich noch nicht, ob mich das wirklich stört.
mit Füßen auf das Spielbrett, ob das so gut geht?
Ebenfalls zu dritt kam bei uns mit Macao ein Spiel auf den Tisch, das nach meiner Meinung nach schon fast unfair kritisch bewertet wurde, aber glücklicherweise gibt es ja auch bei Spielen unterschiedliche Meinungen. Immerhin hat sich der eine oder andere ja doch noch von den vorhandenen Qualitäten überzeugen lassen (siehe z.B. hier). Ich habe bisher jedenfalls den Kauf von Macao nicht bereut, auch unabhängig von der Zahl auf der Verpackung.
In der dritten Runde kassierten wir drei direkt erst mal drei Minuspunkte. Ansonsten lief die Partie ganz gut für mich, in den letzten sechs Runden konnte ich immer die Siegpunkte kaufen und zusammen mit ein paar “Warenlieferungen” und dem größten Gebiet reichte es zu einem knappen Sieg (88, 86 und 72 Punkte).
kein Spiel Marke Everybody’s Darling, mir gefällt es aber (immer noch)
Als Überbrücker Spiel kam dann nochmal Extra! auf den Tisch, diesmal direkt ohne Würfelturm aber mit Würfelwiese. Da es bei den beiden Anderen auch nicht so richtig lief, hatte ich in den Minuspunkten diesmal gute Gesellschaft und es reichte sogar für einen Sieg, aber zählt der überhaupt bei Minuspunkten?
Quizfrage: aus welchem Spiel haben wir die Würfelwiese “geklaut”?
Zu viert begaben wir uns dann in zwei Partien in die unendlichen Weiten des Weltraums inkl. der drei Erweiterungen. Race for the Galaxy ist für mich einer der besten Titel und gehört sicherlich zu den Spielen (natürlich inkl. den Erweiterungen) für die (fast) einsame Insel. Es lief zwar nicht super, aber es reichte immerhin in beiden Partien für einen zweiten Platz. Nach über 100 Partien kann ich nur sagen, danke Thomas L. .
diese Karte hätte mir in der zweiten Partie den Sieg gebracht
Dann wurde es langsam Zeit den Abend ausklingen zu lassen, da am Sonntag ja ein paar Autobahnkilometer auf uns warteten. In Bilstein gibt es ein Standard-Absacker-Spiel: Tichu. Da mein Standard Partner leider auf dieser Spielereise fehlte, durfte ich mit einer anderen sehr erfahrenen Spielerin gegen unsere Standardgegner (unsere Frauen
) antreten. Direkt zu Beginn der Partie flogen einige Bomben quer über den Tisch. Da die Bomben der Gegner verheerender waren und wir auch noch ein großes Tichu verloren, stand es nach 6 Runden 800 zu 0 gegen uns. Man nennt mich aber nicht umsonst die Tich-Kampfsau, aufgeben gilt nicht. Mit meinem Einsatz und dem Können meiner Mitspielerin pirschten wir uns wieder ran. Stets bemüht, stand auch immer unter meinen Sportnoten, aber auch hier reichte es nur zu einer etwas “angenehmeren” Niederlage (1050 zu 750). Trotzdem war es ein guter Abschluss für eine sehr schöne Spielreise.
die verdeckte Karte ist noch eine 2, was für eine “tolle” erste Hand
Auch an den anderen Tischen wurde natürlich fleißig gespielt. Ich habe zwar wahrscheinlich nicht alle Partien im Raum mitbekommen, aber nach meinem Empfinden habe ich diese Spiele am häufigsten auf den Tischen gesehen:
Die Burgen von Burgund
Strasbourg
Pantheon
Das große Kullern
Mondo
Hier noch ein paar weitere Bilder von den Spieltischen, da natürlich auch der eine oder andere (moderne) Klassiker und weitere Neuheiten gespielt wurden.
Tohuwabohu
London
51st State
Lancaster
Mylady und die Musketiere
Mieses Karma
Airlines Europe
Qwirkle
McMulti
Agricola, und noch einige weitere Spiele
Noch ein letztes Frühstück und dann ab nach Berlin, aber halt, da war doch noch etwas zu erledigen. Das hätte ich beinahe vergessen.
gekauft, kurz vor der Abfahrt
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