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Archive für März 2011

Spielen im Engelshof - 18.03.2011

Im Vergleich zur letzten Woche waren wir diesmal nur zu viert, was natürlich spieletechnisch eine optimale Besetzung darstellt. Um unsere Regelkenntnis von Luna weiter zu vertiefen, entschieden wir uns erneut für dieses Stefan Feld Spiel von Hall Games. Obwohl es innerhalb von 8 Tagen bereits meine zweite Partie darstellte, spielte ich die ersten zwei Runden vor mir hin ohne wirklich zielgerichtet auf Punktejagd zu gehen bzw. diese zumindestens vorzubereiten. Es gibt Spiel da weiss ich von Anfang an was ich da tue (OK, der eine oder andere behauptet das Gegenteil :-) ), bei anderen nicht. Ab der dritten Runde war ich dann in der Partie und konnte mit einer Aufholjagd mir doch noch den zweiten Platz sichern (83, 75, 74 und 70 Punkte). Alle Novizen im Spiel, 5 Tempel gebaut und Priesterrat am Anschlag war anscheinend gar nicht so schlecht. :-)

ich (blau) setzte auf “Vermehrung”

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Als zweites und letztes Spiel, ok wir hatten uns auch ein wenig verquatscht :-), kam dann das 20. Jahrhundert auf den Tisch. Da es ein Mitspieler noch nicht kannte, spielte meine Frau den Erklärbär. Trotzdem spielten wir auch diesmal mit den zwei Zwischenwertungen. Bisher habe ich dieses Spiel immer sehr planlos vor mir hingedaddelt, insbesondere die Punkte während des Spiels habe ich i.d.R. vernachlässigt. Da diesmal beide Zwischenwertungen frühe Punkte belohnten, wollte ich es diesmal anders machen.

diese Zwischenwertungen belohnen frühe Siegpunkte

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Von Beginn an  setzte ich meine Priorität auf frühe Punkte und Blumen. :-) Dadurch konnte ich meine Führung durch die 2. Zwischenwertung sogar noch ausbauen. Trotzdem hatte ich nicht das Gefühl, die Partie gewinnen zu können, da mir geldtechnisch doch ziemlich die Puste ausging. So mußte ich mich in der letzten Runde mit einem Plättchen-Sonderangebot zufrieden geben und auch bei der Versteigerung von Umweltschäden konnte ich nicht wirklich dagegen halten. Zu meiner Überraschung konnte dies nicht meinen klaren Sieg verhindern (114, 98, 93 und 83 Punkte). Kein Wunder das ich bisher so unerfolgreich bei diesem Spiel abgeschnitten habe, wenn ich sonst immer auf die größte Geldbörse setze.

viele Blümchen führten mich zum Sieg

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Spielen im Engelshof - 11.03.2011

An diesem Freitag waren es bis zu 9 Spieler, die an zwei Tischen nicht nur um den Sieg kämpften. Anscheinend noch beeindruckt vom Gruppenkuscheln der letzten Woche, konnten wir uns spieletechnisch nicht trennen, so dass wir an beiden Tischen mit einer Partie Luna starteten. :-) Obwohl fast alle schon mindestens eine Partie Luna auf dem Buckel hatten, mußten wir doch an beiden Tischen noch mal in die Regel schauen. Das Spiel gefällt mir richtig gut, aber irgendwie bleibt die Regel nicht so präsent, wie bei anderen Spielen der gleichen Anspruchskategorie. Nach einer kurzen Regelauffrischung konnten wir jedoch - ich in einer 3er Partie - starten.

zwei Partien Luna auf einen Blick

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Die Partie lief für mich eigentlich richtig gut, auch wenn ich eine Runde brauchte, um wirklich zu wissen, was ich da eigentlich mache. :-) Vielleicht habe ich die fertige Version noch nicht oft genug gespielt, aber irgendwie fällt im Vergleich zu den anderen die Bedeutung des Bestechungsplättchens doch ein wenig ab. Das war im Prototyp , den ich damals gespielt habe, noch ein wenig anders, wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht. Im Gegensatz zu meinem eigentlichen Naturell, war ich kurz vor Ende der Partie optimistisch, den Sieg errungen zu haben. Jedoch hatte ich die Bedeutung der Punkte für die Kultstätten und den Priesterrat ein wenig unterschätzt, so dass mich Klaus doch noch abfangen konnte (71, 68 und 62 Punkte).

es sah gut aus, zumindestens bis zur Punkteauszählung :-)

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Da wir zuerst fertig waren, nahmen wir die beiden Neuankömmlinge in unserer “Spielegruppe” auf. Da eine der beiden Neuen an unserem Tisch bekannterweise spieltechnisch “limitiert” ist, mußten wir uns etwas relativ einfaches als nächstes Spiel aussuchen. Also gab es bei uns mal wieder eine Erklärrunde 7 Wonders. Das Ergebnis war für mich ernüchternd (58, 55, 54, 54 und 49 Punkte). Ich wurde mit Abstand Letzter, noch hinter jemandem der nicht wirklich wußte was er tat. Naja, das muß natürlich am Kartenpech gelegen haben. :-)

49 Punkte - und tschüss

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Da die “Spielanfängerin” am Nachbartisch die Hängenden Gärten besuchte, konnten wir uns mit Tikal 2 nach Mittelamerika begeben. Lustigerweise lernte ich somit den zweiten Teil vor dem modernen Klassiker (immerhin Spiel des Jahres 1999 und Deutscher Spielepreis 1999) kennen, der immer noch ungespielt in unserem Spieleschrank wartet. Dieses Spiel ist nur thematisch mit seinem Vorgänger verwandt, wurde mir jedenfalls so gesagt :-). Nach meiner ersten Partie sieht meine Einschätzung so aus: ein nettes spannendes Strategie-/Taktikspiel auch für spielerfahrene Familien, das einige Optionen bietet und auch mit dem Material punkten kann. Zwar hat es noch keinen Platz auf meinem Einkaufszettel, aber mal schauen. Unsere Partie war jedenfalls sehr spannend. Ein Spieler preschte punktetechnisch sehr früh nach vorne, konnte aber von mir und dem Sieger überholt werden (138, 128, 127 und 108 Punkte).

Tikal 2, mehr als nur ein Laufspiel

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Spielen im Engelshof - 04.03.2011

Am letzten Freitag waren wir von Beginn an genau sechs Mitspieler, deren Zahl sich während des Abends auch nicht änderte. Wir hätten uns natürlich in zwei 3er Gruppen aufteilen können, aber wir entschieden uns für Gruppenkuscheln. :-) Da bot sich natürlich eine Partie 7 Wonders an. Für mich lief es wie so oft … (dramaturgische Pause) suboptimal, kein Militär, ein bißchen blau, ein wenig gelb und zwei violette Gildenkarten. Kein Wunder, das ich mir so gerade den vorletzten Platz sichern konnte (60, 59, 56, 51, 44 und 39). Die Frage nach Revanche beantwortete nicht nur ich mit ja. Siehe da, auch ich kann mal eine vernünftige Partie auf den Tisch legen. Mit nur einer militärischen Karte nach Abzug der -1-Marker sechs Punkte, etwas blau, minimal grün, drei für mich starke Gildenkarten und drei gelbe Siegpunktkarten katapultierten mich mit persönlichem(?) Rekord auf den ersten Platz (63, 57, 57, 55, 48 und 43).

Ende der ersten Partie - erst lief es gar nicht …

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… dann um so besser - kurz vor Ende der zweiten Partie

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Irgendwie wollten wir uns nicht trennen, und da Dixit zwei Vetostimmen hervorbrachte entschieden wir uns für eine zwei Partien (Brändi) Dog mit zwei 3er Teams. Da wir oft Männer gegen Frauen spielen, mußte einer von uns vier Jungs sein Y gegen ein X Chromosom tauschen. :-) Beide Partien - wir Männer wollten Revanche - gewannen die Frauen. Da stellt sich natürlich die Frage, ob sie es wegen oder trotz der männlichen Hilfe geschafft haben. Gerade für mich lief es teilweise sehr unbefriedigend, da ich nicht nur einmal 3-4 Runden am Stück zuschauen durfte. Immerhin war die zweite Partie knapp, so dass wir Männer damit leben mußten konnten.

welche Farbe spiele ich? :-)

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Die RegVor 2011

Da mein Stammteam aufgrund von Urlaubsreisen nicht antreten konnte, hatte ich mich eigentlich von der diesjährigen RegVor gedanklich verabschiedet. Aber irgendwann hatten wir uns in meinem Stamm Magic Laden über diese Veranstaltung zum erstenmal unterhalten und Anfang Februar war es dann soweit, ich meldete uns im Internet zur RegVor in Odenthal an. OK, jetzt gab es nur ein kleines Problem. Zwei Mitspieler kannten nur eins der Dritte keins der vier Turnierspiele. Also schnell das Erklärbär Kostüm angezogen … . So einfach ging es leider nicht. Aufgrund von Terminproblemen konnten wir nur 2x Donnerstags ab 21:30 und am Samstag vor dem Turnier ab 20:00 “trainieren”.

Wie auch die zwei Donnerstage zuvor kam ich erst gegen 3:00 in der früh zu Hause an, so dass ich nach einer sehr kurzen Nacht übermüdet am Turnierort aufschlug. Irgendwie hatte ich ein Teammitglied von uns falsch verstanden. Jedenfalls war ich 1,5 Stunden zu früh da. Tja, hätte ich mal selber ins Netz geschaut, wäre eine Stunde mehr Schlaf drin gewesen. :-) Nach und nach kamen die restlichen Teams an, OK drei Ausfälle waren zu beklagen. Ich weiß ja, dass wir Deutschen uns gerne uniformieren, aber irgendwie sind mir Teams mit einheitlichen T-Shirts suspekt. Wahrscheinlich auch deshalb, weil die Siegermannschaften oft aus diesem Kreis kommen. :-)

Ohne T-Shirts aber mit einem großen Ziel, insgesamt mindestens 24 von 80 möglichen Punkten zu holen, versuchten wir in unterschiedlicher Weise die Zeit bis zum Start zu überbrücken. Zwei von uns verhielten sich sehr vorbildlich. Noch eine Testpartie des Würfelspiels, Zusatzregeln lesen und sich um die Vollständigkeit unserer Spiele kümmern, das macht den Team-Captain stolz. Ich dagegen war viel zu müde, und quatschte ein wenig mit unserem vierten Teammitglied und Freunden, die ebenfalls am Turnier teilnahmen. Um ca. 12:15 (oder war es doch später?) war es dann soweit, wir begannen das Turnier mit einer Partie Funkenschlag.

Die Partie startete sehr ungewöhnlich für mich. Bereits mein 2. und 3. Kraftwerk im Spiel waren 6er Kraftwerke. Da ich mich bei den beiden Versteigerungen finanziell ziemlich verausgabt hatte, sah es bei mir nach 5-6 Runden so aus: 2 Städte auf dem Spielplan angeschlossen, Kraftwerkkapazität von 13 und versorgt eine Stadt. Trotz dieser Schieflage konnte ich mich nach und nach berappeln. Es hätte vielleicht auch zum Sieg gereicht, wenn nicht der jüngste Spieler am Tisch (ca. 13-14 Jahre alt) mindestens 9 Kraftwerke mit einer Kapazität von 3 oder weniger gekauft hätte. So konnte sich mein linker Nachbar viel früher, als es bei normalen Spielverlauf der Fall gewesen wäre, mit größeren Kraftwerken versorgen.

meine einzigen drei Kraftwerke im Spiel

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Er war es auch, der mit einem Rush (9 angeschlossene Städte in der letzten Runde) meine beiden Mitspieler überraschte. Da er die letzten zwei Runden gesparrt hatte, erwischte er mich nicht auf dem falschen Fuß. Ihn hätte ich sowieso erst in 2-3 Runden einholen können, die beiden anderen hatte ich aufgrund ihrer geringeren Kraftwerkskapazität jedoch unter Kontrolle, deshalb war es mir eigentlich egal. Somit endete das für mich “problematischste” Spiel mit einem guten 2. Platz. Darauf konnte man aufbauen. Da ein Tisch mit einer mir bekannten Person (er sitzt immer an dem Tisch, wo das Strategiespiel am längsten dauert) “Wer sich zuerst bewegt, verliert” Funkenschlag zelebrierte, hatte ich jetzt eine längere Pause.

wir waren als 2. Tisch mit Funkenschlag fertig

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Nach dem längsten Spiel des Tages folgte jetzt mit “Im Wandel der Zeiten - Das Würfelspiel” ein schnelles taktisches “Glücksspiel. Bei mir lief es so gar nicht. Viele Katastrophen und ich konnte meine Zivilisation nicht wirklich entwickeln, eine verheerende Kombination. Die Ernährung wollte nicht so richtig klappen und meine Arbeiter verweigerten den Monumentenbau. Wie nicht anders zu erwarten, konnte ich mir mit meinen paar Punkten aus den Entwicklungen nur den letzten Platz sichern (17, 16, 15 und 7(!) Punkte).

eine sehr bescheidene Partie

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Natürlich gehört auch bei Race for the Galaxy ein wenig (Karten)Glück dazu, aber nach dem Würfeldebakel sollte eigentlich etwas Glück für mich übrig geblieben sein. Wie nicht anders zu erwarten, wurde mir nicht meine Lieblingsstartwelt zugelost. Lustigerweise bekam ich während des Spiels die ganzen guten militärischen Welten auf die Hand, jedoch glänzten die entsprechenden Entwicklungen mit Abwesenheit. So spielte ich die wenigen nichtmilitärischen Welten und ein paar Entwicklungen aus, ohne wirklich zu glänzen. Da es bei den anderen nur unwesentlich besser lief, konnte ich mir doch noch den 3. Platz sichern (36, 32, 30 und 27 Punkte).

mein Sternenreich - nicht gerade imposant

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Als letztes Spiel des Turniers kam dann Thurn und Taxis auf die Tische. Vor drei Jahren hatte ich bei diesem Spiel nur ganz knapp den ersten Platz verpasst. Deshalb hatte ich mir schon bei der Wiederauflage einen guten (1. oder 2.) Platz zugetraut. Als Dritter bekam ich auch eine gute Sitzposition zugewiesen, so dass eigentlich nichts schief gehen konnte. Erstmal mussten wir jedoch einem Mitspieler die Regeln des Spiels näher bringen, da er (angeblich? hat es alles schon gegeben) Thurn und Taxis bisher nur einmal gespielt hatte. So begannen wir als letzter Tisch mit unserer Partie. Würzburg und Mannheim genommen, es könnte schlimmer anfangen. OK, in der zweiten Runde kam keine passende Karte, aber ich hatte ja noch Mannheim auf der Hand. Unser Anfänger laut lachend wieviel Glück er doch hätte, nahm mir die beiden passenden Karten weg. Egal neue Auslage und …  … gar nichts. Blind gezogen, wieder nichts. Da mußte ich leider meine erste Strecke abreißen und mir wurde klar, dass ich heute auch bei Thurn und Taxis nicht wirklich glänzen würde.

es lag nicht an der Müdigkeit und natürlich nicht an mir :-)

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Ist ja alles nur ein Spiel, stimmt, aber leider hatte ich vor mir einen Schimpansen auf Lachgas sitzen. Immer wenn er dran war, posaunte er mit albernen Lachattacken sein Kartenglück hinaus. Dem Mitspieler links von mir wurde es irgendwann zuviel und merkte dies sehr zurückhaltend an. So zurückhaltend war ich bei meinen Sprüchen nicht, so dass irgendwann die Intensität zumindestens ein wenig abnahm. Seinen Sieg(!) habe ich ihm natürlich nicht gegönnt, ich bin ja auch ein guter Verlierer. :-) Eigentlich hatte ich mich ja schon mit dem letzten Platz abgefunden, aber der Vierte an unserem Tisch spielte sich einen noch größeren Blödsinn zusammen (22, 18, 10 und 6 Punkte). Im Gegensatz zu mir, hatte er aber in der Zahl seiner bisher gespielten Partien (2) eine gute Ausrede.

Unser Team hat mit insgesamt 38 Punkten mehr erreicht, als wir eigentlich erwartet hatten. Das ich als erfahrenster Spieler mit 8 Punkten das Schlußlicht in unserem Team bildete, ist dagegen suboptimal. Aber ich bin halt ein Trainingsweltmeister. :-) Um so mehr freut es mich, dass sich meine Teamkollegen nach jeweils 2-4 Partien vorher unbekannter Spiele so gut geschlagen haben. Mir persönlich hat wie immer das “Training” am besten gefallen. Es war schon sehr spaßig, wie wir uns durch die Spiele gekämpft und einen Sprüche-Wettbewerb abgehalten haben. Hätten wir mal eine Kamera dabei gehabt. Sollte aus irgend einem Grund mein Stammteam auch nächstes Jahr nicht antreten können, würde ich gerne wieder Teil dieser Mannschaft sein.

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