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Archive für Februar 2011
Spielen im Engelshof - 25.02.2011
28.2.2011 von Thomas.
Da zwei von uns am Sonntag an der RegVor der Brettspielmeisterschaften teilnehmen, hatten wir uns bereits letzte Woche vorgenommen, zumindestens bei Funkenschlag eine Partie Regelauffrischung durchzuführen. Zu dritt stellten wir uns der Herausforderung Deutschland möglichst effizent mit Strom zu versorgen. Die Partie entwickelte sich sehr langsam, da niemand nach vorne preschen wollte. So war es nicht verwunderlich, dass das Spiel erst im Tiebreaker entschieden wurde. Wir drei hatten jeweils 17 Städte angeschlossen, hatten eine Kraftwerkskapazität von 17 und konnten auch alle Kraftwerke “befeuern”. Schlußendlich hatte ich dann ein paar Elektro mehr zu bieten (127, 108 und 52). Nach der RegVor werden wir sicherlich den einen oder anderen noch originalverpackten (!) Plan ausprobieren.
zu dritt sieht der Plan ein wenig kastriert aus
Klaus hatte sich bereits die Regel der Nürnberg Neuheit “Die Burgen von Burgund” angeschaut. Da lag es natürlich nahe, das vorhandene Exemplar einem ersten Belastungstest zu unterziehen. Mit Anspruchslevel 6 auf der alea eigenen Skala liegt dieses Spiel von Stefan Feld auf einer Stufe mit Macao. Zumindestens nach dieser ersten Partie würde ich es eher sogar auf eine Stufe mit dem bisherigen Rekordhalter in dieser Skala Puerto Rico stellen. Die vielen verschiedenen Möglichkeiten plus meinen Schlafmangel von der Nacht zuvor hätten mich fast in die Knie gezwungen, aber nach kurzer Zeit ging es dann doch.
Auch in diesem alea Spiel kommen wieder Würfel vor, die zumindestens von mir nicht als Glückselement wahrgenommen wurden, da es genug Einsatz- aber auch “Manipulationsmöglichkeiten” für das Würfelergebnis gibt. Zumindestens in der ersten Partie hat uns “Die Burgen von Burgund” richtig gut gefallen, nur sollte man für eine erste Partie ruhig ein wenig mehr Zeit als die angegebenen 90 Minuten einplanen. Punktetechnisch ging es bei uns hin und her, schließlich konnte ich mich im zweiten Tiebreaker durchsetzen (182, 182 und 172 Punkte). Da nach meiner Meinung nach dem ersten Tiebreaker Schluß sein sollte, halte ich es mit den Rittern der Kokusnuss: “Einigen wir uns auf Unentschieden”.
kurz vor Ende - mein Burgund sieht am schönsten aus
Am anderen Tisch wurde mit Thurn & Taxis, Tobago, Take it Higher und Parade eher leichtere Kost gespielt.
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Spielen im Engelshof - 18.02.2011
21.2.2011 von Thomas.
An diesem Freitag startete ich mit Safranito als 4er in den Spieleabend. Crokinole mit einer großen Prise Karten sammeln, ja das hat in der ersten Partie Spass gemacht. Das Spielmaterial (insb. die Wurfchips) sind von guter Qualität, auch wenn bei uns der Rand etwas höher hätte sein dürfen.
Nach der ersten Partie würde ich es normalerweise in die Rubrik brauche ich nicht, würde es aber gerne wieder mitspielen, einordnen. Da wir aber aus dem Genre Geschicklichkeitsspiel noch nicht so viele Titel in unserer Sammlung haben, könnte es sogar bei unveränderter Bewertung auf einer der nächsten Einkaufslisten landen. Unsere Partie konnte ich mit ein wenig Glück für mich entscheiden.
bei uns flog die eine oder andere Scheibe über den Rand hinaus
Um die Zeit zu überbrücken, bis der andere Tisch auch fertig wurde, spielten wir nun eine 4er Partie Cities. In meiner Rezension hatte ich diesem Legespiel 4 von 5 Sterne gegeben. Diese Partie bestätigte mal wieder meine damalige Einschätzung, da es für mich im Bereich schnelle Legespiele bisher nichts besseres gibt. Schade finde ich, dass bei diesen vielen schlechten Städtespielen bisher niemand auf die Idee gekommen ist, dieses Spiel für weitere Städte und ihre Souvenirläden umzusetzen. Eine Wien oder Leverkusen Version würde ich sofort kaufen.
Obwohl ich citiestechnisch ziemlich eingerostet war, konnte ich mich trotzdem relativ klar durchsetzen (53, 42, 39 und 23 Punkte).
Paris, New York, London und Berlin - wo bleibt Leverkusen
Da der erwartete achte Spieler noch nicht da war, entschlossen wir uns zu einer 7er Partie 7 Wonders. Irgendwie sollte ich meine Standard-Strategie (ohne grüne und rote Karten) überdenken, vielleicht gewinne ich dann ja auch mal wieder.
Diesmal reichte es für den Mittelplatz (56, 53, 50, 48, 46, 43 und 31 Punkte).
zur Zeit Standard im Engelshof - eine Partie 7 Wonders
Danach teilten wir uns in zwei 4er Partien auf. Wir begaben uns in die schottischen Highlands. Im Gegensatz zu einigen anderen Spielern, bin ich froh, dass dieses alea Spiel nicht in der großen Box erschienen ist. Für mich ist das Material ausreichend groß, und es ist immer von Vorteil auch gute Taktik-/Strategiespiele in einer kleineren Box zur Verfügung zu haben. Da freut sich der Spielsackträger.
Eine Mitspielerin agierte sehr unorthodox, so dass wir anderen drei bis zu 21 Strafpunkte in der Schlußwertung abgeben mußten. Trotzdem oder gerade deswegen landete sie abgeschlagen auf dem letzten Platz. Soviel besser lief es bei mir auch nicht: Dritter (54, 53, 36 und 13 Punkte).
Schottland ist immer eine Reise wert
Zum Abschluss des Abends kam als 6er Partie Pingu Party auf den Tisch. Ein typischer Absacker: bei Bedarf schnell zu erklären und auch zu spielen, tut nicht weh und macht Spass inkl. Schadenfreude. Meine Frau fing mich noch in der sechsten (letzten) Runde ab, und konnte die Partie für sich entscheiden.
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Spielen im Engelshof - 11.02.2011
14.2.2011 von Thomas.
Bevor wir uns Richtung Engelshof aufmachten, begann mein “Spieletag” bereits um 13 Uhr im Entwicklungsstudio von Jens-Peter Schliemann. Zusammen mit Guido Hoffmann testete(n) ich (später wir) ihren gemeinsamen Prototypen. Es hat sich inzwischen einiges getan, aber dieses ungewöhnliche Spiel gefällt mir in dieser Version noch besser. Sollte dieser Prototyp in der jetzigen Form veröffentlicht werden, könnten sich nicht nur Kinder und Familien auf ein echtes Highlight freuen.
Dann machten wir uns leicht verspätet auf den Weg zum Engelshof. Nach ein paar Minuten spielerischem Smalltalk starteten wir mit Das große Kullern in den Spieletreff. Bei dieser Nürnberg Neuheit müssen die Spieler einen Hügel erklimmen. Metallkugeln die von oben in die Bahnen geschmissen werden, sind solange positiv bis eine eigene Figur die vierte Kugel eingesammelt hat, dann geht es wieder bergabwärts. Auch wenn das Spiel vom Äußeren vielleicht als reines Kinderspiel wahrgenommen wird, man kann der Schachtel zumindestens nach der einhelligen Meinung meiner Mitspieler Glauben schenken: Kinderspiel für groß und klein. Wir vier hatten jedenfalls viel Spass, auch wenn sicherlich bei uns das Ärgern im Vordergrund stand.
ein bißchen Aktion, ein wenig Taktik …
… und viel Schadenfreude
Da wir gerade zu siebt waren, bot sich als nächstes eine Partie 7 Wonders an. Dieses Spiel ist sicherlich zu Recht zur Zeit in (fast) aller Munde. Für mich stellt sich eigentlich nur die Frage, bei welcher Version des Spiel des Jahres 7 Wonders nominiert wird. Unsere Partie endete mit einem klaren Sieg und einer beeindruckenden Punktzahl (84, 51, 47, 47, 44, 38 und 38). Ich konnte mir immerhin einen geteilten dritten Platz sichern.
ein möglicher Kandidat für das Spiel des Jahres
Zu viert begaben wir uns jetzt in den Kampf gegen Umweltverschmutzung. Da zwei Mitspieler das 20. Jahrhundert nicht kannten, schlüpfte ich in das Erklärbär Kostüm. Tja irgend etwas habe ich falsch bzw. richtig gemacht. Die beiden Anfänger zockten mich (immerhin die 7. Partie) richtig ab. Wie immer hat das Vermeiden bzw. Bekämpfen von Müll Spass gemacht, auch wenn das Ergebnis natürlich ernüchternd war (123, 108, 82 und 81). Ich sollte bei der nächsten Partie nicht nur am Ende Punkte sammeln.
hier war ich noch guter Dinge
Abgerundet wurde der Abend mit einem Besuch in Paris. OK, die Ratten können schon einmal nerven,
aber ansonsten ist Notre Dame für mich ein sehr gutes Spiel. Im Gegensatz zu vielen anderen Spielen benötige ich bei diesem Titel auch nach längerer Abstinenz keine Regelauffrischung, ich kann sofort losspielen. Der Kartenmechanismus (Draft) ist ja inzwischen durch 7 Wonders wieder in aller Munde, auch wenn er hier bedeutend berechenbarer umgesetzt wurde. Die Partie war sehr knapp und ich konnte mir mit 60 Punkten den mittleren Platz sichern (62, 60 und 58 Punkte).
zweimal schlugen die Ratten bei mir zu
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Vinhos - meine erste Partie
9.2.2011 von Thomas.
Gestern war es endlich soweit. Nach einer hervorragenden Regelerklärung durch Klaus, ja das ist sogar ohne eigene erste Partie möglich, konnten wir uns zu zweit nach ca. 30 Minuten Erklärung in das Abenteuer Weinanbau stürzen. Nach den teilweise extremen Kommentaren im Hinblick auf den Schwierigkeitsgrad und der Spieldauer dieser What’s your Game Neuheit (siehe z.B. dieser Thread im spielbox Forum) war ich natürlich sehr gespannt, wie mein erster Eindruck sein würde. Die Komplexität von Vinhos ist sicherlich höher als die z.B. von Egizia, Notre Dame oder auch Grand Cru, trotzdem war für mich persönlich die Regelerklärung vom Umfang her noch völlig OK. Selber habe ich die Regel noch nicht gelesen, aber laut Auskunft meines Erklärbärs
ist sie sehr gut strukturiert. Zusätzlich sind die meisten Grafiken auf dem Spielbrett und dem sonstigen Material selbsterklärend, so dass sie die Regelerläuterung gut unterstützen.
Glücklicherweise sind wir beide nicht der Typ Spieler, der direkt in der ersten Partie ein perfektes Ergebnis abliefern will. So legten wir einfach los und trafen unsere ersten Entscheidungen. Schwupps waren die ersten beiden (von sechs) Runden vorbei. Natürlich gibt es einige Stellschrauben in dem Spiel, aber selbst in dieser ersten Partie fand ich die Optionsvielfalt nicht zu groß. Sicherlich haben wir an der einen oder anderen Stelle nicht optimal gespielt und auch nicht immer alle möglichen Optionen ausgenutzt, aber ich hatte nie das Gefühl, den Überblick über die Möglichkeiten zu verlieren. Insgesamt haben wir zu zweit ca. 90 Minuten gespielt, dies finde ich für eine erste Partie eines anspruchsvollen Strategiespiels absolut OK. Natürlich wird eine Partie zu viert länger dauern, aber ich bin mir sicher, dass mit den richtigen Spielern eine 2. Partie (ohne “Anfänger”) nicht die 2,5 Stunden Grenze überschreiten wird. Ansonsten gilt Grübler-Alarm.
Uns jedenfalls hat die erste Partie sehr gut gefallen, so dass Vinhos jetzt auf meiner Wantlist steht. Das Material ist qualitativ gut, nur bei der Schachtel könnte es vielleicht in den Ecken etwas leichter zu Rissen kommen als bei vergleichbaren Spielen (reine Vermutung!). Vom Schwierigkeitsgrad würde ich es persönlich mit Brass, Age of Steam oder Le Havre auf eine Stufe stellen, auch wenn vielleicht für den einen oder anderen die Einstiegshürde ein wenig höher ist, da es neun verschiedene Haupt-Aktionsmöglichkeiten gibt. Mit Extrem-Grüblern würde ich es nur ungern spielen, da mir dann das Spiel wahrscheinlich zu lange dauern würde. Mit den richtigen Mitspielern jedoch erwarte ich auch für die weiteren Partien viel Spas mit diesem anspruchsvollen “Euro-Game”.
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Spielen im Engelshof - 04.02.2011
7.2.2011 von Thomas.
Aufgrund der Zusammensetzung begannen wir den Spieletreff mit einer 5er Partie TransEuropa. Bisher kam bei uns nur der Vorgänger TransAmerika auf den Tisch. Spielerisch bestehen kaum Unterschiede, deshalb braucht man auch nur eine Version dieses Spiels. Die Grafik gefällt mir persönlich bei der USA Ausgabe besser, da sie klarer gestaltet wurde. Das Spiel ist schnell erklärt und es gibt auch zu fünft oder sechst (im Normalfall) keine Längen. Deshalb war es auch in dieser Konstellation mit einer “unerfahreneren” Spielerin ein idealer Starter. Wie nicht anders zu erwarten, konnte ich die Partie nicht für mich entscheiden. Gewonnnen habe ich Trans… noch nie.
Obwohl wir jetzt zu sechst waren, konnten wir uns leider nicht auf zwei 3er verständigen. Also kam jetzt mit Dixit das einzige weitere verfügbare Nicht-Kartenspiel auf den Tisch, das man auch zu sechst spielen konnte. Im Gegensatz zu vielen anderen Spiele-Enthusiasten, die in den Foren von spielbox und unknowns aktiv sind, finde ich persönlich Dixit als gar keine so schlechte Wahl zum Spiel des Jahres. Mir persönlich gefällt es jetzt nicht super, man muss mich aber auch nicht zur Teilnahme an einer Partie mit der Androhung körperlicher Gewalt überreden.
Lustigerweise gefiel es der Person, warum wir einfache Spiel an diesem Abend auswählten, nicht besonders gut. Im Gegensatz zu meinen bisherigen Partien, konnte sich diesmal eine Spielerin punktetechnisch richtig absetzen (44, 29, 25, 25, 23 und 23). Ich durfte mir zusammen mit dem einzigen weiteren Mann am Tisch den letzten Platz teilen.
Da sich jetzt eine Gruppe mit der unerfahreneren Spielerin für Dominion fand, konnten die drei Freunde des “anspruchvolleren” Spiels zum Abschluss des Spieletreffs immerhin eine Partie Merkator starten. Auch nach fünf Partien (als 2er, 3er und 4er) gefällt mir dieser neue Rosenberg immer noch gut. Da wir immer recht flott spielen, ergibt sich ein gutes Verhältnis von Spieloptionen und Spieldauer. Man ist aufgrund der Mitreisemöglichkeiten immer auch bei den Zügen der Mitspieler involviert, so dass keine Längen entstehen. Mit Grüblern und somit bedeutend längerer Spielzeit könnte sich jedoch dieses Verhältnis zu Ungunsten von Merkator entwickeln, aber das ist ja bei vielen Spielen der Fall. Diesmal konnte ich mir nur den mittleren Platz sichern, da meine Frau eine sehr runde Partie ablieferte (67, 55 und 48 Punkte).
Am Sonntag haben wir dann zu viert im privaten Kreis neben zwei Partien 7 Wonders und zwei Partien Fairy Tale (ja, die beiden Spiele sind eigenständig
) auch Olympus gespielt. Die erste Partie fanden wir beide richtig gut, das lag bei mir nicht nur an dem ungefährdeten Sieg.
Wir spielten komplett ohne destruktive Elemente (Pest und Krieg), da wir alle zu sehr mit dem Aufbau unseres Reiches beschäftigt waren. Diese destruktiven Elemente könnten auch für mich das Problem von Olympus sein, da ein dauerhafter Einsatz das Spiel in eine Richtung ändern könnte, die nicht nur die Spieldauer negativ beeinflussen würde. Dies muß aber erstmal in weiteren Partien “überprüft” werden.
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