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- 17.10.2011: Coney Island: ein Interview, eine exklusive Erweiterung und zwei Gewinner
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Archive für 1.9.2010
Noch 50 Tage bis zur Spiel 2010
1.9.2010 von Thomas.
Vorab jetzt immer das Benotungsschema für meine Essenliste: 5 - vorbestellt, 4 - Pflichtkauf, 3 - sehr interessantes Spiel, 2 - hört sich interessant an, 1 - wahrscheinlich kein Kauf auf der Spiel, 0 - definitiv kein Kauf auf der Spiel
Wie bereits in einer der ersten “Ausgaben” geschrieben, werden wir uns die neueste Erweiterung für Dominion - Prosperity - in Essen nicht kaufen (Bewertung 0), da wir das Grundspiel, die Intrige und die erste Erweiterung bisher viel zu wenig gespielt haben. Hier zumindestens kann ich meinen Sammeltrieb unterdrücken.
Die nächste Neuheit von Hans im Glück ist für diesen Verlag eher ungewöhnlich. Ranking vom Autoren-Duo Ralf zur Linde und Stefan Dorra wird mit “kommunikatives Bluffspiel” beschrieben. Die Spieler versuchen ihre verdeckt gelegten Bildspielsteine bei der anschließenden Vergleichsdiskussion auf Basis eines bestimmten Themas (z.B. Was finden Männer interessant?) möglichst auf der Skala nach oben zu argumentieren, ohne dabei den eigenen Stein zu verraten. Kommunikative Spiele sind definitiv nicht mein Lieblingsgenre, so dass Ranking zumindestens in Essen sehr wahrscheinlich nicht meine Aufmerksamkeit bekommen wird. Aber man sollte niemals nie sagen (Bewertung: 1).
Nach Essen werde ich es mirauf jedenfall anschauen.
Bei Amigo sind schon einige Herbstneuheiten bekannt. Hier jetzt weitere Spiele die bisher in meiner Bewertungsreihe noch keine Beachtung gefunden haben. Voll in Fahrt ist ein Familienspiel ab 6 Jahre, bei dem in einer rasanten ?! Partie die Spieler mit Loks “rangieren” müssen. Tja nichts für mich, zumindestens auf der Spiel 2010 (Bewertung: 0). Das selbe gilt für Bauer sucht Frau - das Kartenspiel, die eher bei den Kinderspielen angesiedelten Barbolzbande Spiele (Karten- bzw. Würfelspiel) und Kissenschlacht.
Von Friedemann Friese erscheinen im Herbst bei Amigo direkt zwei Spiele. Friesematenten (eine Neuauflage von 1999) ist ein Kartenspiel, bei dem durch Ersteigern von Karten das eigene Wirtschaftsimperium zum Sieg geführt werden soll. Aktions-/Einflußkarten können für das eigene oder gegen fremde Imperien eingesetzt werden. Natürlich sollte man auch die Statussymbole nicht außer acht lassen. Da ich jetzt nicht besonders von der Beschreibung des Spiels angesprochen werde und die Bewertung bei BGG auch nicht “überschwenglich” ist (Schnitt 6,32), werde ich dieses Kartenspiel wenn überhaupt erst nach der Spiel ausprobieren (eine weitere 0).
Die Beschreibung des zweiten Spiels (Stich-Meister) bei Amigo von FF erinnert mich ein wenig an das japanische Spiel Master of Rules. Auch hier ändert sich das Stichspiel von Runde zu Runde. Beim Amigospiel gibt die wechselnde Regelkarte die Parameter (Trumpf, Wertung, Variation der Grundregeln, etc.) für die kommende Runde vor. Das hört sich zumindestens ganz interessant an. Ich glaube zwar nicht, dass ich in Essen die Zeit für einen Test finden werde, aber trotzdem erhält Stich-Meister von mir die Bewertung 1.
Wizard haben wir früher oft gespielt und es ist eines der Lieblings-Kartenspiele meiner Frau. Amigo bringt jetzt im Herbst Ubongo Wizard Extreme heraus. Bei dieser Version wird die Stichprophezeiung auf die Spitze getrieben. Jetzt muß nicht nur die Stichanzahl sondern auch die Stichfarbe(n) vorhergesagt werden. Eine weitere Änderung zum Original: die Zauberer sind bei Wizard Extreme jetzt die einzige Trumpffarbe. Mir gefällt an Wizard, das man es gut auch bei unerfahreneren Spielern auf den Tisch bringen kann. Es bietet ein schönes Verhältnis zwischen lockerem Spiel und Taktik. Ob die neue Version auch überzeugen kann, wird sich zeigen, wahrscheinlich werde ich es aber nicht auf der Spiel ausprobieren (Bewertung 1).
Gestern hatte ich die Gelegenheit zwei Sommer Neuheiten 2010 bereits vor der Messe auszuprobieren. Caminos (Autor: Stefan Kögl; Murmel Verlag) kann seine Verwandtschaft mit Rumis (vom selben Autor) nicht verleugnen. Hier versuchen zwei oder vier (als 2er Teams) Spieler zwei gegenüberliegende Seiten mit einer durchgängigen Fläche der eigenen Farbe zu verbinden. Wir haben es als Team gespielt. Die Partie war OK, aber uns störte ein Regeldetail, so dass doch ein Störgefühl bei uns auftrat. Zumindestens nach dieser ersten Partie reicht mir der Besitz von Rumis. Vielleicht ändert sich meine Meinung nach einer zweiten Partie oder aber meine Frau ist begeisterter von Caminos. Trotzdem glaube ich nicht an eine 2. Chance in Essen, ganz ausschließen möchte ich es nicht (Wertung 1).
Das zweite Spiel (Neuron von Huch) war direkt vom Meister persönlich. Das Reiner Knizia in den letzten Jahren unproduktiv wäre, kann man ihm wirklich nicht nachsagen. Um es vorweg zu nehmen, nach der ersten Partie gehört für mich Neuron nicht zu den guten Spielen aus seiner Feder (Bewertung 0). Die Spieler versuchen durch das abwechselnde Legen von Hexagon-Plättchen, in der Profiversion sind die Plättchen quadratisch, möglichst viele Punkte durch das Verbinden der vierfarbigen Linien auf dem Plättchen mit den bereits liegenden Plättchen zu machen. Bei uns kam das Spielgefühl sehr beliebig rüber (O-Kommentar einer Mitspielerin: “Da können wir das Ergebnis ja auch auswürfeln”.) Wenn ich Lust auf ein solches Spiel habe, greife ich lieber bei Einfach Genial zu ein Meisterwerk des Meisters.
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