Bilstein Juli 2010 - Teil 3

Am Samstag wird in Bilstein i.d.R. Outpost gespielt immer das absolute Highlight der Spielereise. Da diesmal einige Mitspieler unserer Standardrunde und noch viel wichtiger ein Outpost fehlte :-) , war ich gespannt was der Tag für eine Alternative anbieten würde, dazu aber später mehr.

Die Frage nach einer 2. diesmal komplett richtigen Partie Reef Encounter beantwortete ich sofort mit Ja. Diesmal als 4er begaben wir uns direkt nach dem Frühstück ins Meer. Zu Beginn des Spiels nahm ich mir vor einen Rush zu versuchen, möglichst schnell alle meine 4 Krabben bzw. Korallen mit meinem Papageifisch zu fressen. Dies gelang auch ganz gut, leider war die Nachziehauslage nicht immer mein Freund. Zwar beendete ich das Spiel auch nach rekordverdächtigen 60 Minuten und überraschte damit meine Mitspieler, trotzdem reichte es nur zu einem dritten Platz. Diese Partie hat mir noch besser gefallen und ich werde wohl Reef Encounter für das nächste Bilstein Wochenende einpacken.

 zu schnelles Essen, verdirbt den Magen

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Dann kam für zwei 4er Partien erneut Race for the Galaxy (inkl. drei Erweiterungen) auf den Tisch. Irgendwie lief es wieder nicht so richtig für mich, so dass ich mir jeweils nur den dritten Platz mit schwacher Punkteausbeute (28 bzw. 33) sichern konnte. Tja, so langsam muß ich mir wohl den Spruch zu Herzen nehmen: du spielst es gerne, dann lern es auch. :-) Race for the Galaxy gehört für mich sicherlich zu den fünf besten Spielen der letzten vier Jahre, kein Wunder dass ich von diesem schnellen abwechslungsreichen Spiel inzwischen über 70 eigene Partien zählen kann.

eigentlich sah es in dieser Partie ganz gut aus …

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Beim Mittagessen verabredete mich meine Frau zu einer 5er Partie Le Havre, dass ließ ich natürlich gerne mit mir machen. Da war also das große Spiel des Wochenendes. Sicherlich kann man unsere Kult-8er-Partie Outpost nicht mit einem anderen Spiel ersetzen, aber über Le Havre freute ich mich genauso, ist ja immerhin auch eines meiner 10er Spiele (BGG). Erst hatte ich das Gefühl die Partie läuft gar nicht, dann bis 2/3 des Spiels sah es eigentlich gut aus, und dann überraschte mich eine Mitspielerin mit einem Zug, der meine komplette Planung über die Reling warf. :-)

 Le Havre mit der Xenos-Aufbewahrungs-Erweiterung

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Da ich bei meiner Strategie kaum Gebäude baue, ist sie leider sehr anfällig gegenüber “Störaktionen” der Mitspieler. Gelingt sie dagegen, erzielt sie oft hohe Punktzahlen (im 5er Spiel z.B. über 170 Punkte). Da ich aber viel zu spät Stahl und somit genügend Schiffe (leider nur ein Stahlschiff) bekam, konnte ich auch nur einmal im letzten Zug verschiffen. Somit wurde ich verdient mit einer zweistelligen Punktzahl Letzter (119, 119, 113, 111 und 87 Punkte).

 leider mußte ich auch auf Eisenschiffe zurückgreifen, das konnte nichts werden

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Nach dem Abendessen starteten wir mit einer weiteren Race for the Galaxy Partie in den Abend. Da diesmal meine Militärstrategie (inkl. Prestigepunkte) gut lief, konnte ich diesmal einen knappen Sieg davontragen (57, 55 und 46 Punkte), endlich. Danach begann der etwas “seichtere” Teil des Abends, da jetzt eine unerfahrene Spielerin an unseren Tisch kam, was aber nach der Partie Le Havre absolut OK war.

Gregor, der Veranstalter, hatte zusätzlich zu der “normalen” Spieleauswahl einen Themenbereich Weltreise (Spiele zu unterschiedlichen Orten der Welt) mit modernen Klassikern zusammengestellt. Aus diesem Fundus hielten wir Europa Tour für eine gute Wahl. Unsere Partien liefen beide gleich ab, ich puzzelte mich bis zur Hälfte der Strecke und Holger beendete das Spiel, irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt. :-) Danach spielten wir noch eine Partie Don Quixote, meine anfängliche Führung konnte ich leider nicht verteidigen. Diese Nürnberg-Neuheit von Pegasus ist für mich ein sehr guter Vertreter der Starter-/Absacker-/Übergangs- Spiele.

 da sind noch ein paar Schiffe zu viel in meiner Route

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Um die Zeit bis zum letzten “Durchmischen” des Abends zu überbrücken, spielten wir zwei Partien Hai-Alarm. Hier handelt es sich um ein sehr einfaches (es gibt nur Hai und Delphin Karten) Bluff Kartenspiel, dass sicherlich seine Fans findet, ich gehöre (bisher) nicht dazu. Die 5er Partien waren für mich nicht besonders aufregend, deshalb hielt sich für mich der Spielspass in Grenzen. Ich kann noch nicht mal sagen, wer die Spiele gewonnen hat, aber ich glaube, dass ich es nicht war. :-)

 ein Hai und ein Delphin, und jetzt …

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Überraschenderweise wollten meine neuen vier Mitspieler zu späterer Uhrzeit noch etwas längeres spielen, so dass noch eine Partie Hansa Teutonica anstand. Da ich durch meine vielen Testpartien des Prototypen sicherlich nicht zu den Anfängern gehöre und meine Mitspieler eher unerfahren in diesem Spiel waren, spielte ich weniger auf Sieg, sondern suchte mir ein Ziel, das ich bisher noch nie erreicht hatte: 20 Punkte in meinem Zug bei nur drei zur Verfügung stehenden Aktionen (ich rede nicht von Netzwerkpunkten). Tja, wer weiss es, wer weiss es … Jedenfalls schaffte ich es zur Verwunderung meiner Mitspieler, dies reichte immerhin zum geteilten ersten Platz (44, 44, 40, 38 und 25 Punkte). Als Absacker kam jetzt noch Numeri auf den Tisch.

 auch nach unzähligen Partien immer wieder gern

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Da ich mich am Sonntag nicht so richtig wohl fühlte, wollte ich einen plötzlichen Aufbruch ermöglichen. Deshalb spielte ich mit meiner Frau eine 2er Partie Loyang. Bei mir lief es schon nicht schlecht, aber meine Frau legte einen beängstigenden Start hin. Leider ging ihr in letzten vier Runden ein wenig die Luft aus, bei mir dagegen lief es weiter sehr gut. Deshalb konnte ich die Partie schließlich mit einem Rekordergebnis für mich (18 Punkte + 15 Geld) beenden.

 mir gefällt Loyang sehr gut, auch wenn nicht jeder diese Meinung teilt

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Für das letzte Spiel in Bilstein Juli 2010 wählten wir eine 6er Partie Dog (zwei 3er Teams). Dieses Spiel kommt bei BGG nicht so besonders gut weg, dies kann ich mir nur damit erklären, dass die schlechten Bewertungen aufgrund der falschen Mitspieler entstanden sind. In Bilstein kommt dieses Teamspiel dagegen sehr gut an, wir lieben es aber auch uns gegenseitig zu foppen und zu ärgern. Nach einer “heldenhaften” Aufholjagd mussten wir uns dann doch 12:11 geschlagen geben. Ein würdiges Abschiedsspiel, da freut man sich doch direkt auf Bilstein im November 2010.

unser Team (schwarz, rot und gelb) spielte erst später wirklich mit

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