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Archive für 3.8.2010

Bilstein Juli 2010 - Teil 2

Während des Frühstücks am Freitag hatten wir uns für eine Lernrunde Race for the Galaxy verabredet, so dass wir diesmal nur das Grundspiel auspackten. Dieses nach meiner Meinung hervorragende Spiel hat nur ein Problem. Das selber Erarbeiten der Regel ist ziemlich mühselig, da man im ersten Moment von der großen Anzahl an verschiedenen Piktogrammen verschreckt wird. Deshalb ist es immer von Vorteil, wenn man das Spiel erklärt bekommt. Zwar wurde der Neuling letzter, aber das Ergebnis viel knapp aus (35, 32, 32 und 25 Punkte).

die Schachtel des Urahns immer mit auf dem Tisch

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Danach hatte ich das Glück an einer 3er Partie Reef Encounter teilzunehmen. Dieses bereits etwas ältere Spiel (Erstauflage 2004) von Richard Breese steht auch bei uns im Schrank und ich wollte es immer schon mal ausprobieren. Da die letzte Partie bei meinen beiden Mitspielern auch schon Staub angesetzt hatte, gab es eine Erklärung mit zur Hilfenahme der grausam geschriebenen Regel. Dabei wurde ein Punkt übersehen, dass unsere Partie ein wenig beschleunigte. Dies änderte aber nichts am Spielablauf.

kurz nach Beginn der Partie - wo kann man am besten Korallen züchten?

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Insgesamt hat mir diese erste Partie gut gefallen. Die Spielzeit war für das Gebotene absolut angemessen, das ungewöhnliche Thema wurde gut umgesetzt und das Spiel selber hat richtig Spass gemacht. Irgendwie vergass ich genug Korallen zu fressen und wurde letzter (24, 22 und 20 Punkte).

fast jedes Teil 2x ist eher suboptimal

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Für den Weg vom Korallenriff nach Hamburg muß man manchmal nur die Spieleschachtel wechseln. Die Speicherstadt ist ein kurzweiliges taktisches Spiel bei dem man besonders auf sein sehr knappes Geld achten muss. Der Kaufmechanismus ist sehr pfiffig und ermöglicht einige taktische Überlegungen. Die 4er Partie lief eigentlich für mich zu Beginn ganz gut. Leider konnte ich die ersten verlorenen “Brandpunkte” nicht aufholen, so daß ich nur Dritter wurde.

mir gehört leider der kleinere Geldstapel im Vordergrund, nicht der dahinter

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Als nächstes kam mit Uruk - Wiege der Zivilisation ein Kartenspiel auf den Tisch, das auf meiner Haben-wir-muß-ich-aber-noch-ausprobieren-Liste mit ganz oben stand. Zu meiner Überraschung steckt in dieser kleinen Schachtel ein größeres Spiel als man im Normalfall erwarten würde. Diese erste sehr knappe 4er Partie (23, 23, 21 und 21 Punkte) hat mir richtig gut gefallen. Das Spiel scheint viele verschiedene strategische Möglichkeiten zu bieten, wenn sich das bestätigen sollte, könnten einige weitere Partien folgen.

auch 6 Karten in der Auslage haben nicht zum Sieg gereicht

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Vor dem Abendessen begannen wir noch eine 6er Partie Wie verhext! mit der Schatzkisten Erweiterung. So begeistert wie der eine oder andere Mitspieler bin ich von diesem alea Spiel nicht, aber das Spiel macht Spass und ich würde es immer wieder mitspielen. Die Zusatzkarten bringen ein nettes weiteres Element jedoch auch ein Glückselemt in das Spiel, da die Karten doch sehr unterschiedlich stark sind. Da sich meine rechte Nachbarin als That Guy des Spieletreffs betätigte, :-) war ich froh als das Spiel zu Ende war. Es sollte das einzige Spiel mit ihr in Bilstein bleiben, zumindestens das Metagame gewann ich.

die Papierzettel gehören nicht zur Erweiterung :-)

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Nach dem Abendessen stand Prototypen testen für Pegasus auf dem “Speiseplan”. Das erste Exemplar war ein sehr einfaches Kartenspiel. Nach der Partie erarbeiteten wir einen Verbesserungsvorschlag, da das Spiel zu frustrierend sein konnte und ratet mal wen es so erwischte. :-) Das zweite war ein einfaches taktisches Legespiel, das mir bedeutend besser gefallen hat. Hier stellt sich nur die Frage, kann es bei der Masse der Spiele herausragen? Danach ging es um das Titel-Brainstorming für ein Spiel, das es bereits in den Veröffentlichungspool geschafft hat. Hier klingte ich mich nach kurzer Zeit aus, um den typischen Absacker von Bilstein zu spielen, Tichu.

Ich hatte das Glück, mit Wilhelm einen wirklich guten Teampartner zu haben, der meine Defizite ausgleichen konnte. Ja ich weiss, mit guten Karten kann man häufiger Tichu ansagen. :-) In der ersten Partie bekamen wir absolute Sahnekarten, so dass wir diese mit 1050 zu 450 für uns entscheiden konnten. Danach spielten wir bis 2 Uhr morgens die 2. Partie. Hier ging es jedoch nach einer klaren Führung von uns zu Beginn hin und her, wobei die mehrmaligen 3er Treppchen hintereinander von Wilhelm das Spiel entschieden (1035 zu 865).

 rechts gerade, links ungerade oder doch umgekehrt?

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In dieser Partie gab es auch eines der besten Spiele überhaupt in meinem bisherigen Tichu-Leben. Ich sagte Tichu an, und mein Gegner links vor mir auch. Super, dachte ich, da sag ich schon mal Tichu an … Lustigerweise wurde mein Partner mit mehreren Zwillingen hintereinander fertig obwohl ich nur noch eine Karte hatte. Lieber beide reinreissen, bevor die Gegner ihr Tichu durchbringen und wir in die Röhre schauen. Da meine letzte Karte jedoch besser war als die vorletzte Einzelkarte des 2. “Tichumelders” konnten wir sogar einen Doppelsieg verbuchen. +100 zu -100 ist schon ziemlich verrückt. Damit konnte ich gut ins Bett gehen. :-)

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