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Archive für 2.8.2010
Bilstein Juli 2010 - Teil 1
2.8.2010 von Thomas.
Wieder einmal trafen sich in Bilstein ein paar “Unverbesserliche”, die selbst im Hochsommer vier Tage lang nur Pöppel, Karten und Würfel sehen wollen. Doch wir hatten Glück, vom Sommer fehlte jede Spur. Regen und 20°C sind für mich das perfekte Spielewetter, da kann man das schlechte Gewissen mit der Lupe suchen. Eine weitere positive Nachricht: unser Bett hatte neue Matratzen, da klappte es dann auch wieder mit dem Schlaf. Im Sommer ist das Treffen immer sehr familiär, diesmal waren wir insgesamt 17 Spieler.
Wie (fast) immer waren wir um kurz nach eins als erste im Hotel, kurz danach kamen aber auch Anke und Gregor an, so dass wir beim Entladen der Spiele helfen konnten. Nach der Ankunft eines fünften Spielers begannen wir eine Partie Chinatown. Somit konnte ich wieder einmal ein Spiel aus unserer Sammlung kennen lernen.
Dieses Verhandlungs-/Legespiel hat mir zumindestens im ersten Spiel gut gefallen. Der Glücksfaktor scheint jedoch ziemlich groß zu sein, dass muß man akzeptieren oder ein anderes Spiel aussuchen. So mußte bei uns die Gewinnerin gar nicht soviel tauschen. Ich wurde mit 102 T Zweiter (122, 102, 94, 91 und 79).
rot war nicht zu stoppen, das richtige zu ziehen ist von Vorteil
Als nächstes kam bei uns in der selben Besetzung Times von Hexagames auf den Tisch. Auch dieses Spiel kannte ich bisher nicht, nur dass wir es auch nicht in unserer Sammlung haben. Da Wissensspiele sowieso nicht mein Lieblingsgenre ist, kann ich dies auch nach der ersten Partie verkraften. Zuerst spielten wir aufgrund der Regelerklärung eine viel leichtere Variante. In den letzten Runden korrigierten wir das durch die Hilfe anderer Spieler, jetzt bekam auch das Anzweifeln eine größere Bedeutung.
gelbe Karten können schon mal nerven, insbesondere wenn man nicht anzweifelt
Dieses Spiel nahm den Trend der letzten 3-4 Jahre vorweg, Wissensspiele zu produzieren, bei dem das eigen Wissen nicht ganz so wichtig ist, bzw. man mit Halbwissen auch recht erfolgreich sein kann. Mit ein wenig Kartenglück zieht man hauptsächlich rosa Karten (hier muß man nur das Jahrhundert wissen bzw. erraten) und hat es dann ein wenig einfacher. Wenn man jetzt auch noch das Glück hat, dass sich die Mitspieler ab und zu gegenseitig “eliminieren”, gewinnt man auch ohne großes Wissen die eine oder andere Runde. Bei Times würde ich jederzeit wieder mitspielen, es aber wahrscheinlich nicht selber vorschlagen, auch wenn ich diese Partie für mich entscheiden konnte.
blau ging in Führung und gab diese auch nicht mehr ab
Als letztes Spiel in dieser Bestzung kam jetzt vor dem Abendessen passend Heckmeck Barbecue auf den Tisch. Das Originalspiel gehört nicht zu meinen Favoriten und wir besitzen es nur, weil es diese lustige Mini-Version in der Metallbox gibt. Durch die Veränderungen gefällt mir die neue Version minimal besser. Über ein Ok ich spiele mit, dauert ja nicht lange, kommt jedoch auch diese Version nicht hinaus. Die Partie konnte ich für mich entscheiden (8, 7, 6, 4 und 3). Langsam sollte ich mir Gedanken machen. Spiele die ich sehr mag gewinne ich viel seltener.
bei uns gab es Schnecken ohne Ende
Nach dem Essen, das diesmal sehr lange dauerte (man hatte sich länger nicht gesehen, da hat man viel zu erzählen), begann ich mit zwei 6er Partien Race for the Galaxy den Abend. Wir setzten alle drei Erweiterungen ein, verzichteten jedoch auf Übernahmen, da dies noch keiner gespielt hatte. Holger konnte die erste Partie ganz klar mit einer Militärstrategie + Zielkarten für sich entscheiden (71, 53, 48, 45, 31 (ich) und 28 Punkte). Ich dagegen bin anscheinend nur mit einer Militärstrategie erfolgreich, was anderes kann ich nicht.
In der 2. Partie versuchte ich über Prestigepunkte (ein neues Element der 3. Erweiterung) zu glänzen. Leider verausgabte ich mich beim Ausspielen einer Karte, so dass ich am Spielende nur 6 Karten vor mir liegen hatte. Überrachenderweise reichte dies für einen vierten Platz, man sollte zumindestens die Möglichkeit Prestigepunkte zu erhalten nicht vernachlässigen. Erneut gewann Holger ganz klar (66, 42, 42, 33, 28 und 24 Punkte). Erst war ich ja skeptisch, ob wir die dritte Erweiterung überhaupt kaufen sollen, jetzt steht sie ganz ober auf unserem Einkaufszettel.
beide Partien liefen eher suboptimal
Danach spielten wir zu viert a la carte. Dieses Spiel gehört sicherlich in die top ten der Spiele, die am meisten von ihrem Spielmaterial “leben”. Den Spielspass finde ich persönlich nüchtern betrachtet nicht besonders hoch, aufgrund des Materials habe ich jedoch nichts dagegen, dass dieses Spiel ab und zu (1-2 im Jahr) auf den Tisch kommt. Schönes Spielmaterial kann ein Spiel wirklich aufwerten. Als (spielerischer) Koch bin ich anscheinend nicht zu gebrauchen, denn ich wurde letzter.
toller Herd, schlechter Koch
Als letzes Spiel des Abends kam jetzt bei uns noch Numeri auf den Tisch. Man würfelt, denkt ein wenig und klickert so vor sich hin. Sicherlich ist der Glücksanteil hoch, trotzdem kann man das Spielgeschehen beeinflußen. Dies alles macht für mich Numeri zu einer guten Wahl als Absacker. Die Ergebnsisspanne war diesmal sehr groß (150, 35, 24 und -6). Danach verabschiedeten wir uns von den verbliebenen Spielern und gingen zufrieden ins Bett.
Numeri - altes Spiel in neuer Optik
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