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Archive für August 2010
Noch 53 Tage bis zur Spiel 2010
29.8.2010 von Thomas.
Vorab jetzt immer das Benotungsschema für meine Essenliste: 5 - vorbestellt, 4 - Pflichtkauf, 3 - sehr interessantes Spiel, 2 - hört sich interessant an, 1 - wahrscheinlich kein Kauf auf der Spiel, 0 - definitiv kein Kauf auf der Spiel
Noch knapp zwei Monate bis zur Spiel 2010. So langsam steigert sich die Vorfreude auf ein neues Level, aber keine Sorge, ich kann noch ruhig schlafen. Dies sieht wahrscheinlich bei dem einen oder anderen Kleinverlag anders aus. Die Testpartien zur Abstimmung der (hoffentlich) letzten Regeldetails sollten bald beendet, die Regeln geschrieben, korrigiert und bebildert und die Details mit dem Produzenten der Spiele abgeklärt werden. Hoffen wir für die Verlage und auch für uns, dass es alle Verlage (insbesondere die kleinen und/oder ausländischen) schaffen und die Spiele pünktlich auf der Spiel in Essen verfügbar sind.
Bevor wir, tja wie nennen wir das, Vielspieler
wurden, gab es schon ein paar Spiele die bei uns häufig auf den Tisch kamen. Nach unserer Metamorphose jedoch verstauben sie seit Jahren bei uns im Schrank. Ein solches Spiel wird jetzt mit Linie 1 bei Goldsieber neu aufgelegt. Meine letzte Partie muss fast 10 Jahre her sein, trotzdem kann ich mich erinnern, das mich schon damals der Endmechanismus, das Fahren der eigenen Bahn durch den Einsatz eines 6er Würfels, gestört hat. Da es sich hier nicht nur um eine 1:1 Neuauflage handelt, wurde die Möglichkeit genutzt, diesen Endmechanismus zu verändern (verbessern?). Da wir aber die erste Version besitzen, werden wir definitiv das Spiel nicht kaufen (0 Punkte). Vielleicht gibt es jedoch irgendwann die Gelegenheit, die neue Version auszuprobieren.
Es ist schon erstaunlich, was aus dem ehemaligen Kleinverlag Lookout geworden ist. So ist es nicht verwunderlich, dass es inzwischen mehr als nur einen Eintrag bei diesem Verlag in der Essenliste gibt. Für uns uninteressant (Bewertung 0) ist Agricola - The Goodies. In dieser nur in englisch und spanisch verfügbaren Box sind in Deutschland bereits veröffentlichte Erweiterungen zusammengefasst. Genauso uninteressant ist für uns die deutsche Auflage von Automobile, erscheint jetzt nicht mehr bei Phalanx, aber auch nur weil wir bereits die englische Erstauflage besitzen.
Das Zepter von Zavandor gefällt mir sehr gut und kommt immer mal wieder auf den Tisch. Mit den Minen von Zavandor ist jetzt das dritte Spiel erschienen, das thematisch in der Fantasy Welt Zavandor angesiedelt ist. Es ist ein schnelles Aufbauspiel mit Versteigerungen das auch von Nicht-Profis gemeistert werden kann. Das Video auf cliquenabend ist viel versprechend, so dass ich dem Spiel eine knappe 3 gebe. Da es bereits jetzt veröffentlicht wurde, hoffe ich die Minen schon vor der Spiel erkunden zu können, mit der Hoffnung, das Spiel vor Essen so oder so von der Liste streichen zu können.
Das diesjährige große Uwe Rosenberg Spiel bei Lookout heißt Merkator. Thematisch geht s um den Aufstieg Hamburgs durch den Handel während des 30jährigen Krieges. Das Video auf cliquenabend von 2009 zeigt den Prototypen. Dort hört sich Merkator sehr interessant an und ich bin mir sicher, dass es uns auch sehr gut gefallen wird. Auch die Aussagen, die ich zu diesem Spiel gefunden habe, Merkator ist das bessere Le Havre bzw. Merkator ist Le Havre auf Steroide, bestätigen meinen sehr guten Eindruck vom neuen “Rosenberg”. Auch diesmal werde ich es wohl riskieren, hier einen Blindkauf zu tätigen, also gibt es eine 4 für Merkator. Die drei anderen angekündigten Lookout Spiele werde ich mir ein anderes Mal anschauen.
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Noch 64 Tage bis zur Spiel 2010
18.8.2010 von Thomas.
Vorab jetzt immer das Benotungsschema für meine Essenliste: 5 - vorbestellt, 4 - Pflichtkauf, 3 - sehr interessantes Spiel, 2 - hört sich interessant an, 1 - wahrscheinlich kein Kauf, 0 - definitiv kein Kauf
Ab und zu ein Partyspiel bringt mich ja nicht um, ein Spiel wo ich mir Gedichte ausdenken muß vielleicht schon.
Genau das ist die Aufgabe bei Cyrano von Repos Production (Asmodee). Ich finde es gut, dass in den letzten Jahren die Verlage auch sehr unterschiedliche Spiele produzieren, so werden (fast) alle Spiele-Geschmäcker bedient. Da ich noch nicht einmal Interesse an einer Probepartie habe, wird es bei mir definitiv keinen Kauf geben (0 Punkte).
Neben reinen Neuauflagen (ggf. mit geänderter Grafik oder im Extremfall mit geändertem Thema) gibt es auch immer wieder Neuauflagen bei denen auch die Regeln (bzw. das Spiel) überarbeitet werden. Boomerang (Asmodee) ist eine überarbeitete Neuauflage von Lascaux, das 2007 bei Phalanx erschienen ist. An meine damalige einzige Partie kann ich mich nur sehr dunkel erinnern. Zum Glück hatte ich für mich als Erinnerung eine Note bei BGG eingetragen. Mit 5,5 fiel sie nicht so besonders gut aus. Da es jedoch eine veränderte Version ist und wir das Original nicht haben, gebe ich dann doch mal eine 1. Vielleicht werde ich ja (nach der Spiel) überrascht.
Mit Kakuzo hat Asmodee ein mit dem Sudoku verwandtes Legespiel für 1-4 Spieler auf seiner Liste. Zu Beginn des Spiels sind alle Zahlen auf dem 9×9 Felder großen Sudoku-Spielbrett verdeckt. Eine Zahl wird aus einem Sack gezogen und der aktive Spieler versucht jetzt, diese Zahl irgendwo auf dem Brett freizulegen, dazu hat er genau einen Versuch. Schafft er es, bekommt er den aufgedeckten Stein sonst der linke Nachbar. Habe ich schon gesagt, dass Sudoku überhaupt nicht mein Fall ist. Für die die es mögen sicherlich ein interessantes Spiel, für mich ist es leider nur eine 0.
Obwohl ich selber (leider) keinen Wein mag, finde ich das Thema für ein Wirtschaftsspiel interessant und noch einigermaßen unverbraucht. Grand Cru von eggertspiele hat sich dieses Thema auf die Fahne geschrieben. Die Kurzbeschreibung hört sich nicht schlecht an, obwohl sie nicht wirklich viel von dem Spiel offenbart. Sollten nicht noch mehr Informationen auftauchen werde ich dem Spiel eine 2 geben, da leider auch aus dieser Spieleschmiede schon “suboptimale” Spiele auf den Markt gebracht wurden. Kennt jemand Change Horses?
So wie es aussieht, wird Grand Cru zusätzlich auch in einer limitierten (Sammler-)Holzbox erscheinen. Gott sei Dank haben mich Sammlereditionen noch nie interessiert.
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Noch 69 Tage bis zur Spiel 2010
13.8.2010 von Thomas.
Vorab jetzt immer das Benotungschema für meine Essenliste: 5 - vorbestellt, 4 - Pflichtkauf, 3 - sehr interessantes Spiel, 2 - hört sich interessant an, 1 - wahrscheinlich kein Kauf, 0 - definitiv kein Kauf
AufRuhr (von der Ruhrstadt-Netzwerk GmbH), das im Rahmen der Kulturhauptstadt 2010 erscheinen wird, ist sicherlich eines der ungewöhnlicheren Spiele der kommenden Messe. In diesem kommunikativen Spiel versuchen die Spieler als Bürgermeister verschiedener Ruhrstädte das Projekt Ruhrstadt nach vorne zu bringen und sich selbst zum Oberbürgermeister dieser neuen Stadt zu küren. Kommunikationsspiel plus moderne Politik erhält bei mir nur einen Punkt, aber auch nur weil es von einem ungewöhnlichen Verlag herausgebracht wird (sonst wäre es eine glatte 0), denn das kann ich auch noch nach Essen testen, wenn es sein muß.
7 Wonders von Repos Production hört sich für mich dagegen sehr interessant an. Wenn man sich die sehr unterschiedlichen jedoch nicht gegensätzlichen Beschreibungen auf Cliquenabend und spielbox ansieht, und dann noch die ausführlichere Beschreibung auf BGN (link) dazu nimmt, könnte die Kurzbeschreibung lauten: Magic Draft trifft Race for the Galaxy mit Sonderfähigkeiten (Ghost Stories). Die gerade mal 30 Minuten Spielzeit und die Spieleranzahl (2)3-7 machen das Spiel noch interessanter. Da ich auch Fairy Tale und kurze Aufbauspiele, die trotzdem verzahnte Aktionen beinhalten, sehr mag, bekommt 7 Wonders von mir eine 4. Sollte sich nichts weltbewegendes mehr ändern, landet dieses Spiel in Essen in meinem Einkaufskorb.
Libellud, die Macher von Dixit, veröffentlichen in Essen Fabula. Das Spiel des Jahres ist ja ganz nett, obwohl kommunikative Spiele i.d.R. nicht so mein Fall sind. Fabula geht für mich jetzt noch einen Schritt weiter. Hier sollen die Spieler mit Vorgaben eine kleine Geschichte erzählen. Danke, O Punkte bitte setzen.
Mr. Jack Pocket ist der kleine Bruder des erfolgreichen 2er Deduktionsspiels von 2006. Wir haben die große Versionmal gespielt und es hat mir ganz gut gefallen. Da 2er Spiele bei uns jedoch nicht so oft auf den Tisch kommen, brauchen wir auch keine weitere Version, d.h. es bekommt von mir 0 Punkte.
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Donnerstag 12.08.2010 - it’s Magic
13.8.2010 von Thomas.
Da bei mir die letzten Drafts eher unspektakulär (i.d.R. 2:1 oder 1:2) abgelaufen sind, hatte ich nichts dazu geschrieben. Gestern im hiveworld habe ich es aber wieder geschafft, einen typischen Thomas Fehler hinzulegen. Ich hatte einen ordentlichen schwarz roten Haufen ohne besondere Stärken (immerhin 7 Removals) gedraftet. Direkt im ersten Match, ich glaube die 2. Partie, war es dann soweit. Ich hatte drei Kreaturen inkl. Gargoyle Sentinel (ein Artefakt) liegen. Das gegnerische Board war durch meine Removals “bereinigt”.
Um noch etwas mehr Druck zu machen, er hatte kein Massenremoval, spielte ich Manic Vandal aus. Ein 2/2 Bär der bei seinem Reinkommen ein Artefakt zerstört. Hm, mein Gegner hat kein Artefakt, egal soll ja nur mehr Druck machen, da kommt seine zusätzliche Fähigkeit halt nicht zum tragen. Gottseidank griff Kevin als Zuschauer in das Spiel ein, und gab mir den Hinweis, dass es ein “Muss” und kein “Kann” Effekt ist. Also schoss ich mit meiner neuen Kreatur meinen bereits liegenden stärkeren Gargoyle ab. Aber meine Devise lautet ja auch: 1:1 Tausch ist immer fair.
Trotzdem konnte ich dieses Match mit 2:0 für mich entscheiden. Gegen zwei Flieger-Decks hatte ich dann jedoch keine Chance und verlor jeweils 0:2. Da bereits ein anderer Spieler gedroppt hatte, und ich kein Bock auf ein Freilos hatte, droppte ich ebenfalls nach der dritten Partie. Mal sehen was die Jungs für mich gepickt haben.
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Noch 76 Tage bis zur Spiel 2010
6.8.2010 von Thomas.
Da jetzt doch immer mehr interessante Spiele in die verschiedenen Vorschauen aufgenommen werden, habe ich mich entschlossen, bereits jetzt mit meiner Essenliste 2010 zu beginnen. Die Jahre zuvor hatte ich immer soweit möglich eine Liste aller Neuerscheinungen dabei, diesmal werde ich sie vor Essen um die Bewertungen 0 (definitiv kein Kauf) und 1 (wahrscheinlich kein Kauf) bereinigen. Meine weiteren Bewertungsstufen sind 5 (vorbestellt), 4 (Pflichtkauf), 3 (sehr interessantes Spiel) und 2 (hört sich interessant an). Die Bewertungen können sich natürlich durch weitere Informationen noch verändern.
Bei mir ist die Bewertung auch davon abhängig, ob es sich um ein Spiel eines Klein- bzw. Großverlages handelt und wie die Verfügbarkeit aussieht, auch nach der Messe erhältlich?, limitiert … . Der Angstschweiss spielt bei mir also eine gar nicht so unbedeutende Rolle.
Spiele die ich mit zwei bewerte und bei großen Verlagen rauskommen, testen wir oft erst im November. Nur wenn das Budget es noch zulässt, haben diese Spiele ein Chance, bereits auf der Spiel gekauft zu werden.
Jerusalem von Abacus finde ich ganz interessant, insbesondere die Tatsache das anscheinend das Timing der eigenen Aktionen eine bedeutende Rolle spielt, sich nicht zu weit nach hinten fallen lassen, aber auch nicht nach vorne preschen, das hört sich doch sehr gut an. Da die Verfügbarkeit jedoch kein Problem sein sollte, bewerte ich es erstmal mit einer 2. Man kann ja auch nach der Messe zuschlagen. (mehr Infos)
Wir mögen Aufbauspiele aus Holz (z.B. die Aufsteiger, Winkelzüge oder Rumis), aus diesem Grund ist PlateauX von Winning Moves zumindestens einen Blick wert. Mal sehen, ob die Unterschiede zu bekannten Spielen groß genug sind für einen Kauf. Da auch Winning Moves Spiele im Normalfall nicht so schnell ausverkauft sind, wird auch PlateauX mit einer 2 bewertet.
Zu Wobble ebenfalls von Winning Moves habe ich mir gerade auf der Verlagshomepage das Marketing Video angeschaut. Ganz uninteressant fand ich es nicht, auch wenn es in meiner Wahrnehmung eher als Kinderspiel positioniert wird. Deshalb bewerte ich das Spiel mit einer 1. Nach Essen werde ich sicherlich mal einen Blick riskieren.
Bei Ystari kommt mit Industry eine bearbeitete Version von Michael Schachts Industria (2003 bei Queen Games erschienen) heraus. Dieses Spiel bekommt von mir eine 0 als Bewertung, dies liegt jedoch nicht an der Qualität des Spiels (immerhin erhielt die erste Version bereits 6,67 im Schnitt bei BGG), sondern an der noch nicht getesteten Queen-Version in unserem Spieleschrank.
Das letzte Spiel für heute ist Railways of the world - The card game. Anfang der Woche habe ich mir hierzu das Video auf BGN angeschaut. Ich liebe ja Eisenbahnspiele, ob wir jedoch ein Kartenspiel als Mischung aus Railroad Tycoon und Zug um Zug brauchen, müssen wir uns erstmal auf der Messe anschauen. Interessant ist die relativ kurze Spieldauer von 30-60 Minuten. Hm, Eisenbahnspiel, amerikanischer Verlag (nicht so leicht erhältlich) und interessantes Spiel, das ergibt eine erste Bewertung von 3. OK, vielleicht etwas hoch bewertet, aber es ist doch ein Eisenbahnspiel.
(mehr Infos)
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Bilstein Juli 2010 - Teil 3
4.8.2010 von Thomas.
Am Samstag wird in Bilstein i.d.R. Outpost gespielt immer das absolute Highlight der Spielereise. Da diesmal einige Mitspieler unserer Standardrunde und noch viel wichtiger ein Outpost fehlte
, war ich gespannt was der Tag für eine Alternative anbieten würde, dazu aber später mehr.
Die Frage nach einer 2. diesmal komplett richtigen Partie Reef Encounter beantwortete ich sofort mit Ja. Diesmal als 4er begaben wir uns direkt nach dem Frühstück ins Meer. Zu Beginn des Spiels nahm ich mir vor einen Rush zu versuchen, möglichst schnell alle meine 4 Krabben bzw. Korallen mit meinem Papageifisch zu fressen. Dies gelang auch ganz gut, leider war die Nachziehauslage nicht immer mein Freund. Zwar beendete ich das Spiel auch nach rekordverdächtigen 60 Minuten und überraschte damit meine Mitspieler, trotzdem reichte es nur zu einem dritten Platz. Diese Partie hat mir noch besser gefallen und ich werde wohl Reef Encounter für das nächste Bilstein Wochenende einpacken.
zu schnelles Essen, verdirbt den Magen
Dann kam für zwei 4er Partien erneut Race for the Galaxy (inkl. drei Erweiterungen) auf den Tisch. Irgendwie lief es wieder nicht so richtig für mich, so dass ich mir jeweils nur den dritten Platz mit schwacher Punkteausbeute (28 bzw. 33) sichern konnte. Tja, so langsam muß ich mir wohl den Spruch zu Herzen nehmen: du spielst es gerne, dann lern es auch.
Race for the Galaxy gehört für mich sicherlich zu den fünf besten Spielen der letzten vier Jahre, kein Wunder dass ich von diesem schnellen abwechslungsreichen Spiel inzwischen über 70 eigene Partien zählen kann.
eigentlich sah es in dieser Partie ganz gut aus …
Beim Mittagessen verabredete mich meine Frau zu einer 5er Partie Le Havre, dass ließ ich natürlich gerne mit mir machen. Da war also das große Spiel des Wochenendes. Sicherlich kann man unsere Kult-8er-Partie Outpost nicht mit einem anderen Spiel ersetzen, aber über Le Havre freute ich mich genauso, ist ja immerhin auch eines meiner 10er Spiele (BGG). Erst hatte ich das Gefühl die Partie läuft gar nicht, dann bis 2/3 des Spiels sah es eigentlich gut aus, und dann überraschte mich eine Mitspielerin mit einem Zug, der meine komplette Planung über die Reling warf.
Le Havre mit der Xenos-Aufbewahrungs-Erweiterung
Da ich bei meiner Strategie kaum Gebäude baue, ist sie leider sehr anfällig gegenüber “Störaktionen” der Mitspieler. Gelingt sie dagegen, erzielt sie oft hohe Punktzahlen (im 5er Spiel z.B. über 170 Punkte). Da ich aber viel zu spät Stahl und somit genügend Schiffe (leider nur ein Stahlschiff) bekam, konnte ich auch nur einmal im letzten Zug verschiffen. Somit wurde ich verdient mit einer zweistelligen Punktzahl Letzter (119, 119, 113, 111 und 87 Punkte).
leider mußte ich auch auf Eisenschiffe zurückgreifen, das konnte nichts werden
Nach dem Abendessen starteten wir mit einer weiteren Race for the Galaxy Partie in den Abend. Da diesmal meine Militärstrategie (inkl. Prestigepunkte) gut lief, konnte ich diesmal einen knappen Sieg davontragen (57, 55 und 46 Punkte), endlich. Danach begann der etwas “seichtere” Teil des Abends, da jetzt eine unerfahrene Spielerin an unseren Tisch kam, was aber nach der Partie Le Havre absolut OK war.
Gregor, der Veranstalter, hatte zusätzlich zu der “normalen” Spieleauswahl einen Themenbereich Weltreise (Spiele zu unterschiedlichen Orten der Welt) mit modernen Klassikern zusammengestellt. Aus diesem Fundus hielten wir Europa Tour für eine gute Wahl. Unsere Partien liefen beide gleich ab, ich puzzelte mich bis zur Hälfte der Strecke und Holger beendete das Spiel, irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt.
Danach spielten wir noch eine Partie Don Quixote, meine anfängliche Führung konnte ich leider nicht verteidigen. Diese Nürnberg-Neuheit von Pegasus ist für mich ein sehr guter Vertreter der Starter-/Absacker-/Übergangs- Spiele.
da sind noch ein paar Schiffe zu viel in meiner Route
Um die Zeit bis zum letzten “Durchmischen” des Abends zu überbrücken, spielten wir zwei Partien Hai-Alarm. Hier handelt es sich um ein sehr einfaches (es gibt nur Hai und Delphin Karten) Bluff Kartenspiel, dass sicherlich seine Fans findet, ich gehöre (bisher) nicht dazu. Die 5er Partien waren für mich nicht besonders aufregend, deshalb hielt sich für mich der Spielspass in Grenzen. Ich kann noch nicht mal sagen, wer die Spiele gewonnen hat, aber ich glaube, dass ich es nicht war.
ein Hai und ein Delphin, und jetzt …
Überraschenderweise wollten meine neuen vier Mitspieler zu späterer Uhrzeit noch etwas längeres spielen, so dass noch eine Partie Hansa Teutonica anstand. Da ich durch meine vielen Testpartien des Prototypen sicherlich nicht zu den Anfängern gehöre und meine Mitspieler eher unerfahren in diesem Spiel waren, spielte ich weniger auf Sieg, sondern suchte mir ein Ziel, das ich bisher noch nie erreicht hatte: 20 Punkte in meinem Zug bei nur drei zur Verfügung stehenden Aktionen (ich rede nicht von Netzwerkpunkten). Tja, wer weiss es, wer weiss es … Jedenfalls schaffte ich es zur Verwunderung meiner Mitspieler, dies reichte immerhin zum geteilten ersten Platz (44, 44, 40, 38 und 25 Punkte). Als Absacker kam jetzt noch Numeri auf den Tisch.
auch nach unzähligen Partien immer wieder gern
Da ich mich am Sonntag nicht so richtig wohl fühlte, wollte ich einen plötzlichen Aufbruch ermöglichen. Deshalb spielte ich mit meiner Frau eine 2er Partie Loyang. Bei mir lief es schon nicht schlecht, aber meine Frau legte einen beängstigenden Start hin. Leider ging ihr in letzten vier Runden ein wenig die Luft aus, bei mir dagegen lief es weiter sehr gut. Deshalb konnte ich die Partie schließlich mit einem Rekordergebnis für mich (18 Punkte + 15 Geld) beenden.
mir gefällt Loyang sehr gut, auch wenn nicht jeder diese Meinung teilt
Für das letzte Spiel in Bilstein Juli 2010 wählten wir eine 6er Partie Dog (zwei 3er Teams). Dieses Spiel kommt bei BGG nicht so besonders gut weg, dies kann ich mir nur damit erklären, dass die schlechten Bewertungen aufgrund der falschen Mitspieler entstanden sind. In Bilstein kommt dieses Teamspiel dagegen sehr gut an, wir lieben es aber auch uns gegenseitig zu foppen und zu ärgern. Nach einer “heldenhaften” Aufholjagd mussten wir uns dann doch 12:11 geschlagen geben. Ein würdiges Abschiedsspiel, da freut man sich doch direkt auf Bilstein im November 2010.
unser Team (schwarz, rot und gelb) spielte erst später wirklich mit
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Bilstein Juli 2010 - Teil 2
3.8.2010 von Thomas.
Während des Frühstücks am Freitag hatten wir uns für eine Lernrunde Race for the Galaxy verabredet, so dass wir diesmal nur das Grundspiel auspackten. Dieses nach meiner Meinung hervorragende Spiel hat nur ein Problem. Das selber Erarbeiten der Regel ist ziemlich mühselig, da man im ersten Moment von der großen Anzahl an verschiedenen Piktogrammen verschreckt wird. Deshalb ist es immer von Vorteil, wenn man das Spiel erklärt bekommt. Zwar wurde der Neuling letzter, aber das Ergebnis viel knapp aus (35, 32, 32 und 25 Punkte).
die Schachtel des Urahns immer mit auf dem Tisch
Danach hatte ich das Glück an einer 3er Partie Reef Encounter teilzunehmen. Dieses bereits etwas ältere Spiel (Erstauflage 2004) von Richard Breese steht auch bei uns im Schrank und ich wollte es immer schon mal ausprobieren. Da die letzte Partie bei meinen beiden Mitspielern auch schon Staub angesetzt hatte, gab es eine Erklärung mit zur Hilfenahme der grausam geschriebenen Regel. Dabei wurde ein Punkt übersehen, dass unsere Partie ein wenig beschleunigte. Dies änderte aber nichts am Spielablauf.
kurz nach Beginn der Partie - wo kann man am besten Korallen züchten?
Insgesamt hat mir diese erste Partie gut gefallen. Die Spielzeit war für das Gebotene absolut angemessen, das ungewöhnliche Thema wurde gut umgesetzt und das Spiel selber hat richtig Spass gemacht. Irgendwie vergass ich genug Korallen zu fressen und wurde letzter (24, 22 und 20 Punkte).
fast jedes Teil 2x ist eher suboptimal
Für den Weg vom Korallenriff nach Hamburg muß man manchmal nur die Spieleschachtel wechseln. Die Speicherstadt ist ein kurzweiliges taktisches Spiel bei dem man besonders auf sein sehr knappes Geld achten muss. Der Kaufmechanismus ist sehr pfiffig und ermöglicht einige taktische Überlegungen. Die 4er Partie lief eigentlich für mich zu Beginn ganz gut. Leider konnte ich die ersten verlorenen “Brandpunkte” nicht aufholen, so daß ich nur Dritter wurde.
mir gehört leider der kleinere Geldstapel im Vordergrund, nicht der dahinter
Als nächstes kam mit Uruk - Wiege der Zivilisation ein Kartenspiel auf den Tisch, das auf meiner Haben-wir-muß-ich-aber-noch-ausprobieren-Liste mit ganz oben stand. Zu meiner Überraschung steckt in dieser kleinen Schachtel ein größeres Spiel als man im Normalfall erwarten würde. Diese erste sehr knappe 4er Partie (23, 23, 21 und 21 Punkte) hat mir richtig gut gefallen. Das Spiel scheint viele verschiedene strategische Möglichkeiten zu bieten, wenn sich das bestätigen sollte, könnten einige weitere Partien folgen.
auch 6 Karten in der Auslage haben nicht zum Sieg gereicht
Vor dem Abendessen begannen wir noch eine 6er Partie Wie verhext! mit der Schatzkisten Erweiterung. So begeistert wie der eine oder andere Mitspieler bin ich von diesem alea Spiel nicht, aber das Spiel macht Spass und ich würde es immer wieder mitspielen. Die Zusatzkarten bringen ein nettes weiteres Element jedoch auch ein Glückselemt in das Spiel, da die Karten doch sehr unterschiedlich stark sind. Da sich meine rechte Nachbarin als That Guy des Spieletreffs betätigte,
war ich froh als das Spiel zu Ende war. Es sollte das einzige Spiel mit ihr in Bilstein bleiben, zumindestens das Metagame gewann ich.
die Papierzettel gehören nicht zur Erweiterung
Nach dem Abendessen stand Prototypen testen für Pegasus auf dem “Speiseplan”. Das erste Exemplar war ein sehr einfaches Kartenspiel. Nach der Partie erarbeiteten wir einen Verbesserungsvorschlag, da das Spiel zu frustrierend sein konnte und ratet mal wen es so erwischte.
Das zweite war ein einfaches taktisches Legespiel, das mir bedeutend besser gefallen hat. Hier stellt sich nur die Frage, kann es bei der Masse der Spiele herausragen? Danach ging es um das Titel-Brainstorming für ein Spiel, das es bereits in den Veröffentlichungspool geschafft hat. Hier klingte ich mich nach kurzer Zeit aus, um den typischen Absacker von Bilstein zu spielen, Tichu.
Ich hatte das Glück, mit Wilhelm einen wirklich guten Teampartner zu haben, der meine Defizite ausgleichen konnte. Ja ich weiss, mit guten Karten kann man häufiger Tichu ansagen.
In der ersten Partie bekamen wir absolute Sahnekarten, so dass wir diese mit 1050 zu 450 für uns entscheiden konnten. Danach spielten wir bis 2 Uhr morgens die 2. Partie. Hier ging es jedoch nach einer klaren Führung von uns zu Beginn hin und her, wobei die mehrmaligen 3er Treppchen hintereinander von Wilhelm das Spiel entschieden (1035 zu 865).
rechts gerade, links ungerade oder doch umgekehrt?
In dieser Partie gab es auch eines der besten Spiele überhaupt in meinem bisherigen Tichu-Leben. Ich sagte Tichu an, und mein Gegner links vor mir auch. Super, dachte ich, da sag ich schon mal Tichu an … Lustigerweise wurde mein Partner mit mehreren Zwillingen hintereinander fertig obwohl ich nur noch eine Karte hatte. Lieber beide reinreissen, bevor die Gegner ihr Tichu durchbringen und wir in die Röhre schauen. Da meine letzte Karte jedoch besser war als die vorletzte Einzelkarte des 2. “Tichumelders” konnten wir sogar einen Doppelsieg verbuchen. +100 zu -100 ist schon ziemlich verrückt. Damit konnte ich gut ins Bett gehen. ![]()
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Bilstein Juli 2010 - Teil 1
2.8.2010 von Thomas.
Wieder einmal trafen sich in Bilstein ein paar “Unverbesserliche”, die selbst im Hochsommer vier Tage lang nur Pöppel, Karten und Würfel sehen wollen. Doch wir hatten Glück, vom Sommer fehlte jede Spur. Regen und 20°C sind für mich das perfekte Spielewetter, da kann man das schlechte Gewissen mit der Lupe suchen. Eine weitere positive Nachricht: unser Bett hatte neue Matratzen, da klappte es dann auch wieder mit dem Schlaf. Im Sommer ist das Treffen immer sehr familiär, diesmal waren wir insgesamt 17 Spieler.
Wie (fast) immer waren wir um kurz nach eins als erste im Hotel, kurz danach kamen aber auch Anke und Gregor an, so dass wir beim Entladen der Spiele helfen konnten. Nach der Ankunft eines fünften Spielers begannen wir eine Partie Chinatown. Somit konnte ich wieder einmal ein Spiel aus unserer Sammlung kennen lernen.
Dieses Verhandlungs-/Legespiel hat mir zumindestens im ersten Spiel gut gefallen. Der Glücksfaktor scheint jedoch ziemlich groß zu sein, dass muß man akzeptieren oder ein anderes Spiel aussuchen. So mußte bei uns die Gewinnerin gar nicht soviel tauschen. Ich wurde mit 102 T Zweiter (122, 102, 94, 91 und 79).
rot war nicht zu stoppen, das richtige zu ziehen ist von Vorteil
Als nächstes kam bei uns in der selben Besetzung Times von Hexagames auf den Tisch. Auch dieses Spiel kannte ich bisher nicht, nur dass wir es auch nicht in unserer Sammlung haben. Da Wissensspiele sowieso nicht mein Lieblingsgenre ist, kann ich dies auch nach der ersten Partie verkraften. Zuerst spielten wir aufgrund der Regelerklärung eine viel leichtere Variante. In den letzten Runden korrigierten wir das durch die Hilfe anderer Spieler, jetzt bekam auch das Anzweifeln eine größere Bedeutung.
gelbe Karten können schon mal nerven, insbesondere wenn man nicht anzweifelt
Dieses Spiel nahm den Trend der letzten 3-4 Jahre vorweg, Wissensspiele zu produzieren, bei dem das eigen Wissen nicht ganz so wichtig ist, bzw. man mit Halbwissen auch recht erfolgreich sein kann. Mit ein wenig Kartenglück zieht man hauptsächlich rosa Karten (hier muß man nur das Jahrhundert wissen bzw. erraten) und hat es dann ein wenig einfacher. Wenn man jetzt auch noch das Glück hat, dass sich die Mitspieler ab und zu gegenseitig “eliminieren”, gewinnt man auch ohne großes Wissen die eine oder andere Runde. Bei Times würde ich jederzeit wieder mitspielen, es aber wahrscheinlich nicht selber vorschlagen, auch wenn ich diese Partie für mich entscheiden konnte.
blau ging in Führung und gab diese auch nicht mehr ab
Als letztes Spiel in dieser Bestzung kam jetzt vor dem Abendessen passend Heckmeck Barbecue auf den Tisch. Das Originalspiel gehört nicht zu meinen Favoriten und wir besitzen es nur, weil es diese lustige Mini-Version in der Metallbox gibt. Durch die Veränderungen gefällt mir die neue Version minimal besser. Über ein Ok ich spiele mit, dauert ja nicht lange, kommt jedoch auch diese Version nicht hinaus. Die Partie konnte ich für mich entscheiden (8, 7, 6, 4 und 3). Langsam sollte ich mir Gedanken machen. Spiele die ich sehr mag gewinne ich viel seltener.
bei uns gab es Schnecken ohne Ende
Nach dem Essen, das diesmal sehr lange dauerte (man hatte sich länger nicht gesehen, da hat man viel zu erzählen), begann ich mit zwei 6er Partien Race for the Galaxy den Abend. Wir setzten alle drei Erweiterungen ein, verzichteten jedoch auf Übernahmen, da dies noch keiner gespielt hatte. Holger konnte die erste Partie ganz klar mit einer Militärstrategie + Zielkarten für sich entscheiden (71, 53, 48, 45, 31 (ich) und 28 Punkte). Ich dagegen bin anscheinend nur mit einer Militärstrategie erfolgreich, was anderes kann ich nicht.
In der 2. Partie versuchte ich über Prestigepunkte (ein neues Element der 3. Erweiterung) zu glänzen. Leider verausgabte ich mich beim Ausspielen einer Karte, so dass ich am Spielende nur 6 Karten vor mir liegen hatte. Überrachenderweise reichte dies für einen vierten Platz, man sollte zumindestens die Möglichkeit Prestigepunkte zu erhalten nicht vernachlässigen. Erneut gewann Holger ganz klar (66, 42, 42, 33, 28 und 24 Punkte). Erst war ich ja skeptisch, ob wir die dritte Erweiterung überhaupt kaufen sollen, jetzt steht sie ganz ober auf unserem Einkaufszettel.
beide Partien liefen eher suboptimal
Danach spielten wir zu viert a la carte. Dieses Spiel gehört sicherlich in die top ten der Spiele, die am meisten von ihrem Spielmaterial “leben”. Den Spielspass finde ich persönlich nüchtern betrachtet nicht besonders hoch, aufgrund des Materials habe ich jedoch nichts dagegen, dass dieses Spiel ab und zu (1-2 im Jahr) auf den Tisch kommt. Schönes Spielmaterial kann ein Spiel wirklich aufwerten. Als (spielerischer) Koch bin ich anscheinend nicht zu gebrauchen, denn ich wurde letzter.
toller Herd, schlechter Koch
Als letzes Spiel des Abends kam jetzt bei uns noch Numeri auf den Tisch. Man würfelt, denkt ein wenig und klickert so vor sich hin. Sicherlich ist der Glücksanteil hoch, trotzdem kann man das Spielgeschehen beeinflußen. Dies alles macht für mich Numeri zu einer guten Wahl als Absacker. Die Ergebnsisspanne war diesmal sehr groß (150, 35, 24 und -6). Danach verabschiedeten wir uns von den verbliebenen Spielern und gingen zufrieden ins Bett.
Numeri - altes Spiel in neuer Optik
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