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Archive für 1.4.2010

Bilstein März 2010 - Samstag 27.03.2010

Im Laufe des Jahres sammeln sich immer wieder Spiele an, die man unbedingt aus dem Nicht-Gespielt-Schrank “entfernen” will. Battlestar stand in dieser Liste ganz oben, so dass ich das Angebot von Kathrin, direkt nach dem Frühstück eine Anfänger-Runde zu starten, gerne annahm. Schnell hatten sich weitere vier Mispieler eingefunden, so daß wir zu sechst in den Weltraum starteten. Nach der ersten Partie war ich richtig begeistert. Obwohl diese bis weit nach dem Mitagessen dauerte, gab es nach meinem Empfinden keine Längen, sondern ich wurde von Anfang bis Ende hervorragend unterhalten. Auch gerade durch eine sehr gute Regelerklärung bzw. Einführung von Kathrin (das-spielen.de) fiel uns der Einstieg trotz der langen Regel (30 Seiten) sehr leicht.

Die Mechanismen und die Story ergaben bei uns eine atmosphärisch dichte und sehr spannende Partie. Sehr passend war auch die Tatsache, dass der Moralanzeiger sofort nach unten ging, als sich der erste Zylon outete. Ich bekam als einziger bereits direkt zu Beginn des Spiels eine Zylonen Karte, blieb aber lange im Verborgenen und unterstützte die Menschen. Erst als letzter (dritter) Spieler gab ich mich als Blechbüchse Zylon zu erkennen. Knapp konnten wir dann doch noch das Ruder an uns reißen, und wir verhinderten die Flucht der Menschen. Hoffentlich folgen in den nächsten Monaten weitere Partien.

schönes Material, spannende dichte Atmosphäre, super Mitspieler - einfach nur klasse

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Danach teilten wir uns in zwei 3er Gruppen auf. An unseren Tisch kam jetzt “Die Tore der Welt” zum Einsatz, ein weitere Vertreter aus unserem Nicht-Gespielt-Schrank. Bereits die Säulen der Erde war ein sehr gutes Spiel, trotzdem konnte ich mit dem ersten Spiel zu einem Ken Follett Roman nicht so viel anfangen. Die Tore der Welt gefällt mir dagegen zumindestens nach der ersten Partie sehr gut. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass mir dieses Spiel aufgrund der größeren “Freiheiten” einfach besser liegt. Trotz meiner Niederlage (53, 51 und 46 Punkte) freue ich mich schon auf die nächste Partie. Das Beste daran ist, dass sich schon wieder ein Spiel aus unserem Nicht-Gespielt-Schrank als richtig gutes Spiel erwiesen hat, da kann ja Essen 2010 kommen. :-)

eine schöne Grafik ist nicht alles, stört aber auch nicht

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Aller guten Dinge sind drei. Als letztes Spiel aus unserem viel zu vollen “Spezial-Schrank”kam Caligula als 3er auf den Tisch. Im Gegensatz zu den beiden Spielen zuvor konnte dieses thematisch im alten Rom angesiedelte Spiel mich in der ersten Partie nicht überzeugen. Zwar hat es interessante Mechanismen, so dass man es eigentlich besser bewerten möchte, aber im Gesamteindruck fühlt sich Caligula nicht “rund” an (zu wenige Punkte werden verteilt, Verteidigung des eigenen Anführers uninteressant, etc.). Zumindestens wir hatten das Gefühl, dass hier die Chance für ein gutes Spiel verpasst wurde. Somit endete das Spiel unbefriedigend mit einem sehr knappen Ergebnis (7, 7 und 6 Punkte). Aufgrund des schlechteren Tiebreakers (2:1) wurde ich Zweiter.

Vielleicht besser zu fünft …

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Da wir uns für das absolute Highlight bereits verabredet hatten, mußten ein paar von uns die Zeit bis dahin überbrücken. Alea Iacta Est habe ich inzwischen über 15 mal gespielt und es macht mir immer wieder Spass. Bei vielen “Spiele-Profis” kommt es nicht so gut an. Mich stört aber der hohe Glücksanteil nicht. Es spielt sich flott und in der richtigen Runde, die das Spiel nicht allzu ernst nimmt, ist es ein guter Starter/Überbrücker/Absacker. Die Partie lief sehr gut für mich, so dass ich mit 48 Punkten (zu 44, 41, 35 und 33) gewinnen konnte.

sicherlich kein absolutes Highlight, aber immer wieder gerne

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Dann war es soweit. Der heilige Gral von Bilstein wurde aufgebaut. Die Aufregung war bei (fast) allen Beteiligten zu spüren, also schnell ein Weizen zur Beruhigung besorgt. :-) Outpost als 8er Partie ist für mich mit diesen Mitspielern (und nur dann!) das beste Spiel der Welt. In Willingen habe ich eine 8er Partie gesehen, die ganz still vor dem Brett saß und nicht lachte. In diesem Fall gäbe es mindestens 100 Spiele die ich lieber spielen würde.

Bei uns wird geärgert, aufgezogen und schallend gemeinsam gelacht. Strategien analysiert, der Würfel angefeuert und die Mitspieler beim Rechnen gestört. Gestöhnt bei 1er Ore und triumphierend mit zwei 10er Wasser in der 2. Runde eine Wasserfabrik und ein Arbeiter bezahlt. Außenstehende können unseren Spass oft nicht nachvollziehen, aber glaubt mir, den haben wir . :-) Diesmal war es ein ziemlich knappes Ergebnis (76, 73, 70, 68, 65, 50, 48 und 44 Punkte). Mit meinem dritten Platz, erreicht durch eine Mono Titan-Strategie, bin ich sehr zufrieden. Tja, wären die anderen nicht so müde gewesen, ich hätte um 01:30 gerne eine weitere Partie gestartet.

nicht Original, dafür aber besser ausgestattet

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