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Archive für 30.3.2010

Bilstein März 2010 - Donnerstag 25.03.2010

Neues Jahr, erster Bilstein Termin und ich habe richtig Lust darüber zu berichten. Endlich hat auch für mich und Spielen-geht-immer das neue Jahr richtig angefangen.

Der Start zu einem verlängerten Bilstein Wochenende hat bei uns inzwischen schon gewisse traditionelle Züge entwickelt. Um ca. 13 Uhr am Hotel ankommen, kurz alles im Zimmer auspacken, dann im Auto zum Nachbarort fahren, im “Stammrestaurant” einen Salat essen, dem Spieladen dieses Ortes zwecks Schnäppchensuche einen kleinen Besuch abstatten und auf der Rückfahrt zum Hotel verhindern, dass einem die Vorfreude die Luft zum atmen nimmt. OK, bei mir war es diesmal wohl eher die ausklingende Bronchitis. :-)

Diesmal hatte sich bereits eine erste 4er Truppe gefunden, als wir im Spielraum ankamen, so dass wir uns erstmal die vom Veranstalter zur Verfügung gestellten Spiele anschauten. Wie immer war die Auswahl groß. Nur “Freakspiele” und längere Strategiespiele (ab 3 Stunden) waren diesmal (erstmal) nicht vorhanden, es fehlten aber auch noch die Kisten der Spieler, die i.d.R. solche kleinen Lücken ausgleichen.

ein kleiner Teil der am Wochenende zur Verfügung stehenden Spiele

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Um die Wartezeit auf die Ankunft der nächsten Teilnehmer zu überbrücken, starteten wir als 2er Partie mit einer Nürnberg Neuheit in den Spieletreff. Keltis - das Orakel ist das neueste Kniz… ähm Spiel des Jahres 2008 Familienmitglied. In dieser eigenständigen Version arbeiten sich unsere Spielfiguren kreisförmig in das Zentrum. Es gibt bekannte und neue Punkte- bzw. Aktionsmöglichkeiten, so daß das “Thema” noch weiter variiert wird. Die Partie konnte ich mit 100 zu 85 für mich entscheiden.

5 Spielsteine auf den rotmarkierten Zentrumsflächen: das Spiel ist aus

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Neue Mitspieler trafen ein, so dass wir uns nun als 4er Besetzung einer weiteren Nürnberg Neuheit stellten. Don Quixote von Pegasus ist ein Legespiel mit verwandtschaftlichen Verhältnissen zu Take it Easy und zu Cities, diesmal jedoch in einem mittelalterlichen Gewand. Im Gegensatz zu den beiden erstgenannten Spielen wird bei Don Quixote immer der Platz für das nächste Plättchen vorgegeben, man hat jedoch (fast) immer eine Auswahl an Plättchen für diese Platzierung. Die Partie konnte ich sehr knapp gewinnen (73 zu 72, 71 und 66 Punkte).

die Landesverteidigungsregel hatten wir leider falsch verstanden

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Danach spielten wir eine weitere Partie Keltis - das Orakel diesmal aber als 4er. Im Gegensatz zu vielen anderen Spielern fand ich schon Keltis nicht so schlecht. Mit Erweiterung ist es für mich sogar ein gutes Spiel. Das Orakel liegt bewertungstechnisch für mich nach zwei Partien zwischen Keltis mit und ohne Erweiterung. Ich würde es sofort wieder mitspielen, zur Zeit ist aber kein Kauf geplant. Diesmal konnte meine Frau den Spieß umdrehen und gewann vor mir mit 54 zu 52, 48 und 36 Punkten. Auch in dieser Partie nutzten wir eine Option zum Punktesammeln fast gar nicht …

… eine neue Option Punkte zu machen: die Orakelfigur

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Sultan von Queen Games ist ein kleines Zockerspiel das in Essen 2009 vorgestellt wurde. Ich mag auch diese Art der Spiele, aber bei unserer ersten Partie wollte der Funke nicht überspringen. Einfache kurze Regeln sind gut, trotzdem sollte ein Spiel Spass machen. Den konnte ich in der ersten Partie nur im Ansatz entdecken, dies hatte nichts mit meinem Abschneiden zu tun :-). Bieten mit verdeckten Karten auf Edelsteine, hört sich langweilig an … Auch den drei anderen Mitspielern gefiel das Spiel nach meinem Eindruck nicht besonders gut. Kerstin konnte die Partie ganz klar für sich entscheiden (65, 48, 41 und meine 39 Punkte).

der Sultan und die Edelsteine, kein Titel für mich

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Das nächstes Spiel des Tages könnte man mit Knizia meets Packeis am Pol beschreiben. Zum Original wurden jedoch weitere Elemente (verschiedene Punktemöglichkeiten, Tunnel und Wege, Lager und zwei Jahreszeiten) hinzugefügt, so dass man es sicherlich als absolut eigenständig bezeichnen kann. Die erste Partie gefiel mir ganz gut, jedoch werden hier erst weitere Partien zeigen, ob das Spiel noch zulegen kann (Kauf!) oder ob es im Spiele-Nirvana endet. Vielleicht hat es ja das Potenzial, als mittelschweres (?) Familienspiel auf die Empfehlungsliste Spiel des Jahres 2010 zu kommen. Unsere Partie konnte ich knapp mit 104 zu 101, 94 und 85 Punkten gewinnen.

hier werden Waffen gesammelt und Mammuts gejagt

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Samarkand (- Wege zum Reichtum) von Queen Games ist keine Neuauflage des 1980 bei Schmidt erschienenen Spiels von Sid Sackson. Bei diesem Spiel von Peters und Wu versuchen die Freunde des anspruchsvolleren Familienspiels möglichst viele Waren mit Karawanen einzusammeln und gewinnbringend in (mehrere!) Kaufmannsfamilien einzuheiraten. Das Spiel gehört für mich nach der ersten Partie in die sehr große Kategorie nettes Spiel, würde ich in vielen Situationen mitspielen aber nicht (zum vollen Preis) kaufen. Anscheinend war ich nicht attraktiv genug um bei den erfolgreichsten Familien eine Chance zu haben :-), so mußte ich mich mit dem 3. Platz zufrieden geben (60, 57, 48 und 32 Punkte).

der Mann mit den drei Familien

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Havanna von eggertspiele hat nicht nur die “Hauptstadt-Verbindung” zu Cuba, auch grafisch zeigt sich die Verwandtschaft. Spielerisch dagegen gibt es kaum Gemeinsamkeiten, so dass diese Nähe eher zu Irritationen führen kann. Für mich ist Havanna sicherlich kein Highlight, aber es ist nett und spielt sich sehr flott. Meine Mitspielerinnen waren teilw. eher enttäuscht von der cubanischen Hauptstadt. Ich konnte bei der Partie nur den dritten Platz erreichen, trotzdem muß ich mir für weitere Partien wohl neue Mitspieler suchen. :-)

… und von wem ist die Grafik?

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Danach waren wir nur noch zu dritt und traten erneut gegen Windmühlen an. Gerade als Starter, Überbrücker und Absacker mag ich solche Legespiele sehr gerne. Don Quixote hat mich auch in der 2. Partie nicht enttäuscht. Es varriert den bekannten Mechanismus auf eine interessante und spassbringende Weise. Natürlich sollte man Legespiele mögen, dann aber kann ich zumindestens einen Blick auf dieses Spiel empfehlen. Jedenfalls landete dieses Spiel als erstes auf meinen Bilstein-Einkaufszettel. Für mich lief diese Partie nicht so gut und ich mußte mich mit dem letzten Platz begnügen (71, 61 und 60 Punkte).

die Windmühlen dürfen natürlich nicht fehlen

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Das letzte Spiel des Abends war Schweinebande von Stefan Dorra. Nach der Partie war ich ein wenig überrascht, dass dieses doch sehr einfache Familienspiel beim Hans im Glück Verlag erschienen ist. Nicht nur die Mechanismen auch die Grafik entsprechen nicht dem von mir wahrgenommenen Bild eines Hans im Glück Spiels. In dieser ersten Partie konnte mich das Spiel nicht wirklich überzeugen, die Partie tat aber auch nicht weh. Mit einem Punkt Rückstand konnte ich mir einen 2. Platz sichern.

nach der ersten Partie keine Sauerei, aber auch kein freudiges Quicken

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