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Willingen 2009 - Montag 16.11.2009
Am Montag stand mit Dungeon Lords ein möglicher Kandidat für den Titel absolutes Highlight der Spiel 2009 auf dem Programm, zumindestens nach den teilweise sehr positiven ersten Rückmeldungen aus der “Spieleszene”. Zu dritt (Detlef und Dany) begaben wir uns in die Tiefen unserer Dungeons um uns den Helden in den Weg zu stellen. Da wir Männer spieltaktisch nicht zu böse werden wollten, mussten wir uns von meiner Frau einen “Mann oder Maus” Spruch gefallen lassen.
Detlef konnte die Partie mit 30 Punkten klar für sich entscheiden. Ich schaffte mit -2 Punkten einen überragenden letzten Platz.
Objektiv gesehen bietet dieses innovative Spiel sehr viel; interessantes Thema hervorragend umgesetzt und teilw. unverbrauchte Mechanismen verbinden sich zu einem ungewöhnlichen und (sehr) guten Spiel. Trotzdem bin ich nach der ersten Partie (es ist wirklich nur ein erster Eindruck!) nicht begeistert von Dungeon Lords. Trotz Warnung und Versuchen von mir dieses zu verhindern, war ich nach dem ersten Jahr fast komplett zur Untätigkeit verdammt (ich bekam weder ausreichend Geld noch Nahrung und somit auch keine Monster oder Fallen). Nach meinem Geschmack sind die Unwegbarkeiten für ein solch langes Spiel (mit Grüblern natürlich noch extremer) zu groß, denn als Konsequenz kann sogar mehr als eine Stunde gezwungene Untätigkeit herauskommen. Aufgrund der großen Diskrepanz zwischen objektiven und (vorläufig) subjektiven Kriterien weist meine erste Bewertung (2 - 4 Sterne; unser Bewertungsschema) eine große Bandbreite auf.
zu Beginn der Partie
Auf der Spiel 2009 hatte mich der hohe Preis (39 Euro) vom nächsten Spiel - Gonzaga sehr gewundert. Nach Anblick der ganzen Plastiklegeteile im geöffneten Karton konnte ich den Preis verstehen. Unsere 3er Partie dieses “thematischen Gemblos” gepaart mit weiteren Mechanismen war ziemlich schnell zu Ende. Ausnahmsweise konnte ich mir den obersten Platz auf dem Siegertreppchen sichern (74, 68 und 59 Punkte). Dieses mittelschwere Familienspiel (meine Einschätzung) bietet bei kurzer Spielzeit (ca. 45 Minuten) ein paar taktische Möglichkeiten ohne großartigem Grüblerpotential. Mir hat Gonzaga ganz gut gefallen (2 bis 3,5 Sterne), zu dem aktuellen Preis werde ich es jedoch definitiv nicht erwerben.
der Vergleich mit Gemblo hinkt doch sehr
Als nächstes kam erneut, diesmal als 4er Partie, Vasco da Gama auf den Tisch. Zur Mitte des Spiels hatte ich diese Partie bereits abgehakt, durch einen großartigen Endspurt konnte ich mir jedoch noch hinter Andre (80 Punkte) mit 77 Punkten den 2. Platz sichern. Auch die 2. Partie hatte mir wieder sehr gut gefallen. Ich mag einfach Spiele, bei denen man Arbeiter oder Sonstiges zum Erwerb bestimmter Aktionen einsetzen muß. Jedoch erst die risikobehaftete Wahl der Aktionsreihenfolge verleiht Vasco da Gama den letzten Schliff. Nach der zweiten Partie konnte ich die Bewertungsrange am unteren Ende verkleinern (jetzt 3,5 bis 4 Sterne).
bei der 17 ist man sicher im kostenlosen Bereich
Wenn Andre am Tisch sitzt, muß man immer mit einer Partie Prototyptesten rechnen.
Diesmal muss auf jedenfall noch am Prototypen gefeilt werden, er dauerte für das Gebotene einfach viel zu lang. Dany konnte die Partie für sich entscheiden. Als Absacker spielten wir noch zwei 5er Partien (jeweils bis 200 Punkte) Tumblin-Dice mit teilweise bis zu 5 Zuschauern, das Spiel scheint noch nicht so bekannt zu sein. Die erste Partie konnte Dany für sich entscheiden. Nach seinem letzten Platz in der ersten Partie gewann Andre mit zwei Punkten Vorsprung vor Dany die 2. Partie, was für ein Comeback. Mit meinem 3. bzw. 4. Platz konnte ich natürlich nicht zufrieden sein.
Tumblin-Dice - ich muss ins Trainingslager
Die anderen Mitspieler verabschiedeten sich alle, ich war jedoch noch ziemlich fit, so dass ich bis kurz vor 3 noch an einer Poker Partie teilnahm. Erfahrung lohnt sich bei diesem Spiel schon. In der 8er Runde kam ich immerhin bis ins Heads up. Da sich dies jedoch immer mehr in die Länge zog, ging ich zur Beendigung der Partie mit 10 4 all in und danach ins Bett. ![]()



