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Archive für November 2009
Willingen 2009 - Dienstag 17.11.2009
30.11.2009 von Thomas.
Die Pokernacht hatte doch ein wenig zu lange gedauert, so dass ich am Dienstag Morgen etwas in den Seilen hing. Da Schwächeln nach der Spiel in Essen nicht geht, es sind einfach zu viele Neuheiten, starteten wir direkt mit einer weiteren längeren Neuheit in den Tag. Der letzte Teil der “Ernte-Trilogie”, Vor den Toren von Loyang, hat natürlich einen großen Rucksack zu tragen. Nicht nur aus diesem Grund war ich sehr auf die Qualität dieses Spiels gespannt. Zu viert erarbeiteten wir uns die Regel. Das Endergebnis war, aufgrund des Wertungsmechanismus auch nicht anders zu erwarten, sehr knapp. Andre konnte aufgrund des ersten Tiebreakers mit 18 Punkten vor Jürgen gewinnen (18, 18, 17 und 16 Punkte).
auch hier muss Ernten gelernt sein
Bei der ersten Partie gefiel mir Loyang richtig gut (Bewertungsrange 3 bis 4 Sterne, unser Bewertungsschema). Zwar bin ich mir ziemlich sicher, dass es für mich nicht an die beiden Vorgänger (beides 5 Sterne) Agricola und Le Havre herankommt, aber es ist trotz der Verwandtschaft sehr eigenständig und kam auch bei meinen Mitspielern gut an. Gerade der Mechanismus mit dem wechselnden Spielpartner in einer 4er Partie gefiel mir sehr gut. Zwar ist jede Runde für sich hauptsächlich ein 2 mal 2 Personenspiel (verkürzt die Gesamtspielzeit), aber gerade der Versuch den ggf. richtigen Partner für die eigenen Helferkarten zu bekommen, ist ein weiterer interessanter Mechanismus, der jedoch nur in der 4er Partie zum Einsatz kommt.
bei Loyang sollte man die Kunden nicht verärgern
Dann waren wir nur noch zu dritt und spielten einen weiteren Prototypen. Diesmal war es ein Legespiel, von dem wir drei verschiedene Varianten spielten. Da meine Frau Legespiele sehr gerne spielt, das Spiel schon sehr weit war und uns auch Spass gemacht, hätten wir ein fertiges Spiel sofort gekauft.
Als nächstes kam ein Spiel mit Lokalkolorit unserer Nachbarstadt auf den Tisch. Colonia von Queen Games braucht auf jedenfall einen etwas größeren Spieltisch, da das zusammensteckbare Spielbrett einiges an Platz benötigt. Nach der ersten Partie ist Colonia für mich ein typischer Vertreter von “ich würde es immer mitspielen, aber nicht unbedingt vorschlagen” (Bewertungsrange 1,5 bis 3 Sterne). Kölner die gerne anspruchsvolle aber doch sehr lineare Familienspiele mögen, sollten sich Colonia natürlich anschauen.
Unsere Partie konnte Andre mit 28 Punkten gewinnen. Nun ja, hier war leider für mich nur der letzte Platz reserviert.
in 7 Tagen durch Köln
Irgendwie hatte mich die Partie “gestresst”, so dass ich mit heftigen Kopfschmerzen mir erstmal eine längere Auszeit nahm und eine ganze Zeit an verschieden Spieltischen zuschaute. Als ich gegen 23 Uhr ein Angebot zu einer Absacker Partie Puerto Rico, ein weiteres Spiel mit der Höchstwertung von 5 Sternen, bekam, konnte ich nicht nein sagen. Mit 45 Minuten (inkl. Auf- und Abbau) war es wirklich eine sehr flotte 4er Partie. Mit 46 Punkten konnte ich mir, nur knapp geschlagen (47, 46, 39 und 36 Punkte), einen guten 2. Platz sichern.
eine so schnelle Partie, dass ich nur noch den Abbau fotografieren konnte
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Willingen 2009 - Montag 16.11.2009
30.11.2009 von Thomas.
Am Montag stand mit Dungeon Lords ein möglicher Kandidat für den Titel absolutes Highlight der Spiel 2009 auf dem Programm, zumindestens nach den teilweise sehr positiven ersten Rückmeldungen aus der “Spieleszene”. Zu dritt (Detlef und Dany) begaben wir uns in die Tiefen unserer Dungeons um uns den Helden in den Weg zu stellen. Da wir Männer spieltaktisch nicht zu böse werden wollten, mussten wir uns von meiner Frau einen “Mann oder Maus” Spruch gefallen lassen.
Detlef konnte die Partie mit 30 Punkten klar für sich entscheiden. Ich schaffte mit -2 Punkten einen überragenden letzten Platz.
Objektiv gesehen bietet dieses innovative Spiel sehr viel; interessantes Thema hervorragend umgesetzt und teilw. unverbrauchte Mechanismen verbinden sich zu einem ungewöhnlichen und (sehr) guten Spiel. Trotzdem bin ich nach der ersten Partie (es ist wirklich nur ein erster Eindruck!) nicht begeistert von Dungeon Lords. Trotz Warnung und Versuchen von mir dieses zu verhindern, war ich nach dem ersten Jahr fast komplett zur Untätigkeit verdammt (ich bekam weder ausreichend Geld noch Nahrung und somit auch keine Monster oder Fallen). Nach meinem Geschmack sind die Unwegbarkeiten für ein solch langes Spiel (mit Grüblern natürlich noch extremer) zu groß, denn als Konsequenz kann sogar mehr als eine Stunde gezwungene Untätigkeit herauskommen. Aufgrund der großen Diskrepanz zwischen objektiven und (vorläufig) subjektiven Kriterien weist meine erste Bewertung (2 - 4 Sterne; unser Bewertungsschema) eine große Bandbreite auf.
zu Beginn der Partie
Auf der Spiel 2009 hatte mich der hohe Preis (39 Euro) vom nächsten Spiel - Gonzaga sehr gewundert. Nach Anblick der ganzen Plastiklegeteile im geöffneten Karton konnte ich den Preis verstehen. Unsere 3er Partie dieses “thematischen Gemblos” gepaart mit weiteren Mechanismen war ziemlich schnell zu Ende. Ausnahmsweise konnte ich mir den obersten Platz auf dem Siegertreppchen sichern (74, 68 und 59 Punkte). Dieses mittelschwere Familienspiel (meine Einschätzung) bietet bei kurzer Spielzeit (ca. 45 Minuten) ein paar taktische Möglichkeiten ohne großartigem Grüblerpotential. Mir hat Gonzaga ganz gut gefallen (2 bis 3,5 Sterne), zu dem aktuellen Preis werde ich es jedoch definitiv nicht erwerben.
der Vergleich mit Gemblo hinkt doch sehr
Als nächstes kam erneut, diesmal als 4er Partie, Vasco da Gama auf den Tisch. Zur Mitte des Spiels hatte ich diese Partie bereits abgehakt, durch einen großartigen Endspurt konnte ich mir jedoch noch hinter Andre (80 Punkte) mit 77 Punkten den 2. Platz sichern. Auch die 2. Partie hatte mir wieder sehr gut gefallen. Ich mag einfach Spiele, bei denen man Arbeiter oder Sonstiges zum Erwerb bestimmter Aktionen einsetzen muß. Jedoch erst die risikobehaftete Wahl der Aktionsreihenfolge verleiht Vasco da Gama den letzten Schliff. Nach der zweiten Partie konnte ich die Bewertungsrange am unteren Ende verkleinern (jetzt 3,5 bis 4 Sterne).
bei der 17 ist man sicher im kostenlosen Bereich
Wenn Andre am Tisch sitzt, muß man immer mit einer Partie Prototyptesten rechnen.
Diesmal muss auf jedenfall noch am Prototypen gefeilt werden, er dauerte für das Gebotene einfach viel zu lang. Dany konnte die Partie für sich entscheiden. Als Absacker spielten wir noch zwei 5er Partien (jeweils bis 200 Punkte) Tumblin-Dice mit teilweise bis zu 5 Zuschauern, das Spiel scheint noch nicht so bekannt zu sein. Die erste Partie konnte Dany für sich entscheiden. Nach seinem letzten Platz in der ersten Partie gewann Andre mit zwei Punkten Vorsprung vor Dany die 2. Partie, was für ein Comeback. Mit meinem 3. bzw. 4. Platz konnte ich natürlich nicht zufrieden sein.
Tumblin-Dice - ich muss ins Trainingslager
Die anderen Mitspieler verabschiedeten sich alle, ich war jedoch noch ziemlich fit, so dass ich bis kurz vor 3 noch an einer Poker Partie teilnahm. Erfahrung lohnt sich bei diesem Spiel schon. In der 8er Runde kam ich immerhin bis ins Heads up. Da sich dies jedoch immer mehr in die Länge zog, ging ich zur Beendigung der Partie mit 10 4 all in und danach ins Bett. ![]()
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Willingen 2009 - Sonntag 15.11.2009
25.11.2009 von Thomas.
Nach einem reichhaltigen Frühstück konnte es eigentlich nur mit einer weiteren Essen Neuheit weitergehen. Wir waren froh, dass wir Vasco da Gama selber dabei hatten, da das Hotelexemplar fast über den gesamten Spieletreff hinweg im Dauereinsatz war. Bei diesem Spiel von What’s your game ist das Material sehr viel versprechend. Dies ist von Vorteil, wenn man sich ca. 45 Minuten durch die englische Regel kämpfen muss. Gut das meine Frau besser Englisch spricht als der Schreiber dieser Worte.
“Geschicklichkeitsspiel” zur Ablenkung
Nach einigen Stapelversuchen mit den Meeples begann unsere 3er Partie. Der Mechanismus eigene Wahl der Aktionsnummer im Hinblick auf die Gesamtreihenfolge zzgl. Risiko für (zu) hohe Kosten hat mir sehr gut gefallen. Zusammen mit den anderen Mechanismen ist hier nach meinem Geschmack ein sehr rundes Spiel, mit unstressigem Strategieanteil und kurzer angemessener Spielzeit entstanden. Natürlich müssen weitere Partien folgen, aber nach der ersten Partie bin ich mit meinem Kauf sehr zufrieden (erste Bewertungsrange 3 - 4 Sterne, unser Bewertungsschema), auch wenn ich in dieser Partie mit 69 Punkten letzter wurde.
ob sie schon ahnt, dass sie gewinnt?
Jürgen hatte im Gegensatz zu mir in Essen nicht zu lange gezögert und das japanische Spiel Parade direkt gekauft. So konnten wir es dann doch in unserer 3er Runde ausprobieren. Die Regeln sind eigentlich sehr einfach. Es gibt nur eine Kartenreihe. Man legt eine Karte in diese Reihe (Parade) und die Zahl auf der gelegten Karte gibt an wieviele der vorher gelegten Karten sicher sind. Alle Karten aus dieser Reihe die nicht geschützt sind, keine größere Zahl aufweisen oder aber die selbe Farbe wie die gerade gespielteKarte haben, muss der gerade aktive Spieler an sich nehmen. Bei einer Mehrheit in einer Farbe gibt es pro Karte einen bei allen anderen Karten ohne Mehrheit in der Farbe die aufgedruckten Minuspunkte. Wer nach dem durchspielen des Kartenstapels die wenigsten Minuspunkte hat, gewinnt das Spiel.
Thema (Alice im Wunderland) ist hier nicht von Bedeutung
Die Regeln, ich hoffe Jürgen hat es uns richtig erklärt
, dieses Kartenspiels sind wirklich sehr einfach. Trotzdem hat mir dieses kleine Spiel Spass gemacht, so dass ich es wirklich bereut habe, zu lange mit dem Kauf (bis Samstag Morgen) auf der Messe gewartet zu haben. Es ist ein einfaches Ablegespiel, mit einem besonderen Reiz. Vielleicht lag es aber auch ein wenig an dem Gefühl, ein zumindestens in unseren Breitengeraden seltenes Spiel zu spielen. Aber auch die nachfolgende Revanche, die ich überragend mit nur 7 Minuspunkten gewinnen konnte, änderte nicht meinen ersten Eindruck (Bewertungsrange 2,5 bis 3,5 Sterne).
in der Mitte findet die Parade statt
Als nächstes kam erneut als 3er mit a la carte eine Neuauflage des Spiels von Karl-Heinz Schmiel auf den Tisch. Dieses Spiel lebt natürlich von seiner tollen Ausstattung, was nach meiner Meinung sicherlich zu dem schönsten gehört, was der aktuelle Jahrgang zu bieten hat. A la carte ist kein Überflieger, trotzdem macht eine Partie nach längerer “Koch-Abstinenz” immer wieder Spass. Gerade die Schadenfreude, wenn mal wieder ein fremdes Gericht versalzen wird, gehört bei diesem Spiel einfach dazu. Jürgen konnte seine Rezepte am besten nachkochen und gewann die Partie mit 15 Punkten.
nicht nur für Spitzenköche geeignet
Am Sonntag spielten wir über den Tag verteilt auch zwei Pegasus Prototypen. Ein Stichspiel testeten wir in einer 7er Runde. Bei einem weiteren Prototypen handelte es sich um eine Erweiterung für ein erfolgreiches Pegasus Spiel. Auch eine weitere Partie Parade, die Dany (14 Minuspunkte) knapp vor mir (16) gewinnen konnte, spielten wir in dieser 4er Besetzung.
Als großes fertiges Spiel kam in dieser Zeit mit Priests of Ra ein Spiel auf den Tisch, das genauso gut Ra 2 heißen könnte. Die Grundmechanismen (z.B. wann wird geboten, wie wird geboten, die Ra Plättchen) wurden weitestgehend vom Originalspiel übernommen, so dass man relativ leicht losspielen kann. Neu dagegen sind viele Plättchen, oft mit zwei verschiedenen Seiten (die Entscheidung obliegt dem ziehenden Spieler). Dadurch sind die Einflußmöglichkeiten und die Optionen ein wenig größer geworden. Nach meinem ersten Eindruck wertet dies das Spielprinzip von Ra noch auf (Bewertungsrange 3,5 bis 4 Sterne). Unsere Partie konnte ich ziemlich klar mit 69 Punkten (zu 48, 42, 32)für mich entscheiden.
Recycling + Veränderungen = besseres Ra?
In einer 7er Partie kam nun mit VerTIPPT nochmal! eine Partyspiel auf den Tisch. Es gibt wirklich Vertreter dieses Genres, die ich mag z.B. Gift Trap, Linq oder Time’s up!. Diese Heidelberger Neuheit gehört nach der ersten Partie jedoch nicht dazu. Die Tippgeber können nur einen von fünf Begriffen ihrer aktuellen Karte auswählen, also sehr eingeschränkte Handlungsmöglichkeiten. Oft passt gar kein Begriff und nur in seltenen Fällen ist die Kombination wirklich lustig. Der aktive Ratefuchs dagegen bekommt entweder sehr einfache Hinweise oder aber hat auch nach dem vierten Hinweis keine Ahnung. Keinem am Tisch hat dieses Spiel wirklich gefallen, meines Begeisterung lag wahrscheinlich noch unter diesem Durchschnitt (Bewertungsrange 1 bis 1,5 Sterne).
sollte ich dieses Spiel empfehlen, würde wenigstens der Titel stimmen
Der Sonntag wurde mit einer 4er Partie a la carte abgeschlossen. Irgendwie wollten wir uns alle nicht als Sterneköche profilieren. Die ersten fünf Rezepte von uns waren alle verwürzt oder verbrannten in unseren kleinen Puppenhaus-Töpfen. Insgesamt 11 Versuche scheiterten an unseren “Kochkünsten”. Nur Kerstin zeigte eine ansprechende Leistung am Herd (16 zu 10, 5 und 1 Punkt). Insbesondere die Kaffeetassen bringen ein wenig “Schärfe” in das Spiel.
der Mülleimer war bei uns voll
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Willingen 2009 - Samstag 14.11.2009
24.11.2009 von Thomas.
Da wir kurz vor der Fahrt ein Navi geschenkt bekommen hatten, nutzten wir die Gelegenheit zum ersten Einsatz dieses Gerätes und verfuhren uns prompt. Fast hätte ich das Gerät aus dem Fenster geworfen, da es uns permanent über den selben Feldweg (nur für landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge) schicken wollte. Irgendwann kamen wir dann doch am Schneppelnberg (Ramada Hotel) an. Wir gingen schnell zur Rezeption und dann direkt auf unser Zimmer. Dort erwartete uns eine nette Überraschung zum 25 Jährigen Jubiläum.
was ist wohl in den Paketen …
… Ausgerechnet Willingen - eine Sonderedition von Ausgerechnet Buxtehude
Parallel zum Auspacken des Koffers durch meine Frau gab ich jeweils zwei Exemplare von Hansa Teutonica und Santa Timea beim Hotel ab, damit diese nicht vom Argentum Verlag verschickt werden mussten. Da wir erst zu zweit waren, starteten wir den Spieletreff mit einer 2er Partie Tumblin-Dice. Endlich konnte ich die erste 2er Partie nach ca. 10 Versuchen gegen meine Frau gewinnen. Besser konnte für mich Willingen 2009 kaum starten.
da sah es für schwarz noch nicht so gut aus
Inzwischen waren auch Jürgen und Fabian angekommen, so dass wir mit Albion die erste Essen 2009 Neuheit ausprobieren konnten. Das Spiel von Klaus-Jürgen Wrede machte zum Start der Partie Spass, die ersten Züge planen und möglichst schnell vorwärts kommen. Ab der Mitte des Spiels verlor für mich Albion jedoch ein wenig an Reiz, da sich die weiteren Züge für meinen Geschmack zu sehr wiederholten. Diese Neuheit von Amigo funktioniert gut und ist auch thematisch ansprechend umgesetzt, es ist aber für mich nach der ersten Partie nur ein “ist ja ganz nett” (erste Einschätzung: 1,5 bis 2,5; unser Bewertungsschema). Unsere Partie gewann Fabian, da er als erster seine dritte 4er Siedlung bauen konnte.
guter Start aber dann fehlt etwas
Zu sechst (Kerstin und Detlef waren auch angekommen) spielten wir als nächstes Dixit, dass ich erklären konnte. Das schöne an dem Spiel ist die Möglichkeit, abhängig von den eigenen Fähigkeiten, die teilweise sehr schönen Bilder zu beschreiben. Man kann kleine Kurzgeschichten erzählen, Filmtitel nutzen oder auch nur ein Wort in die Runde schmeissen. Die etwas gewöhnungsbedürftige Punkteskala (kleine Häschen) unterstützt zwar die Vermutung, aber die Frage eines gerade vorbeikommenden Spielers: “Ist das ein Kinderspiel?” beantworteten wir alle im Chor mit nein. Es ist ein schönes Kommunikationsspiel, das auch mir gefällt. Kerstin konnte mit 17 Punkten die Partie knapp gewinnen (14, 14, 15, 16 und 16 Punkte).
trotz Häschen kein Kinderspiel
Danach teilten wir unsere Gruppe in zwei 3er Spielgruppen. Auf unseren Tisch (Detlef, Dany und moi) kam nun die Werft von Czech Games Edition. Dieses Spiel hatte aufgrund der Menge und der teilw. kleinen Pappteile beim Auspöppeln ziemlich meine Nerven strapaziert. Umso schöner das uns dieses Spiel wirklich gut gefallen hat. Das Aktionsoval und die damit verbundenen Möglichkeiten ließen die ca. 90 Minuten Spielzeit wie im Schif… bzw. im Flug vergehen.
mein Auspöppeln hat sich gelohnt
Da im eigenen Zug nicht alle Aktionen zur Verfügung stehen bzw. Sinn machen, verliert man bei den möglichen Optionen nur selten den Überblick. Zumindestens in unserer Runde gab es nur ganz selten längere Wartezeiten zwischen den eigenen Zügen. Nach der ersten Partie, die Detlef gewinnen konnte (85, 79 und 77 Punkte), habe ich einen positiven Eindruck (3 - 4 Sterne) von “die Werft”, deshalb freue ich mich schon auf weitere Partien.
wer baut die punkteträchtigsten Schiffe?
Als letztes Spiel des Abends kam jetzt als 4er mit Opera kein Absacker sondern ein weiteres Strategiespiel mit moderatem Schwierigkeitsgrad auf den Tisch. Das erste was einem bei diesem Spiel auffällt ist die sehr schöne Grafik, die das Thema des Spiels sehr gut unterstützt. Das Spiel selber hat mich in der ersten Partie nicht völlig überzeugt, das lag vielleicht aber auch am neuen Mitspieler der mit Abstand in seinen Zügen am längsten überlegte. Als schnelles kurzweiliges Strategiespiel könnte es mir beim zweitenmal besser gefallen (deshalb breite Range von 2 - 4 Sterne). Dany konnte die Partie knapp für sich entscheiden (109 Punkte), für mich reichte es nur zum zweiten Platz (103 Punkte).
die Oper in einem Spiel zu besuchen ist OK
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Willingen 2009 - Spielen, spielen, spielen
23.11.2009 von Thomas.
Der älteste Spieletreff Deutschlands hatte dieses Jahr 25jähriges Jubiläum. Wie immer war dieser Treff sehr gut besucht und ich vermute, dass er mindestens ab Donnerstag auch ausgebucht war. Es ist schön mit so vielen netten Menschen einem gemeinsamen Hobby nachzugehen, da fühlt man sich direkt wieder ein bißchen weniger freakig.
auf die nächsten 25 Jahre
Die Tage in Willingen vergingen wieder einmal wie im Flug. Natürlich habe ich von Willingen selber nichts gesehen, so musste auch dieses Jahr der Sauerland Stern ohne mich auskommen.
Da das Wetter zumindestens bis Dienstag niemanden wirklich aus dem Hotel lockte, beschränkte sich unsere Frischluftzufuhr auf einen Mini-Spaziergang am Donnerstag. Immerhin brauchte man zumindestens in den ersten Tagen als Spiele-Eremit kein schlechtes Gewissen zu haben.
da kann man doch nur spielen
OK - schwimmen im Hotel-Pool wäre auch eine Alternative gewesen
Direkt in der Lobby wurden die ankommenden Spieler wie immer von der großen Spieleauswahl des Hotels begrüßt. Neben vielen Klassikern und Spielen der letzten Jahre waren auch einige Neuheiten dabei. Ein paar Spiele fehlten (z.B. Macao) und manche hätten aufgrund des hohen Interesses häufiger da sein können, dies wurde aber fast immer durch Exemplare der Spieler und der Spielgilde ausgeglichen, so dass man in der Woche (fast) alle Neuheiten spielen konnte.
Neuheitenbereich im Vordergrund
Natürlich wurden auch in diesem Jahr wieder sehr unterschiedliche Spiele auf den Tischen gesichtet. Neuheiten, Spiele aus den letzten Jahren und ältere Klassiker in allen “Gewichtsklassen” von Partyspiel, über Geschicklichkeitsspiel, Familienspiel und mittleren/schweren Strategiespielen bis zu den den richtig langen Spielen und den CoSims war alles in Willingen vertreten.
“Partyspiele” - z.B. Gift Trap
“Geschicklichkeitsspiele” - z.B. Crokinole
Neuheiten - z.B. Opera …
… oder Macao
“Familienspiele” - z.B. Keltis
“moderne Klassiker” - z.B. Puerto Rico
die langen Spiele - z.B. Outpost
oder mit Computer-Unterstützung -1830
und auch Cosims wurden gespielt
In diesem Jahr hatte ich das Gefühl, als wären in Willingen 2009 noch mehr unterschiedliche Spiele auf den Tischen gelandet als in den beiden Jahren zuvor (einen kleinen Überblick siehe Fotoalbum). Ein Grund war sicherlich, dass diesmal ein absolutes alles dominierendes Highlightspiel (z.B. 2007 Agricola) mit langer Spielzeit, das gleichzeitig auf 7-8 Tischen gespielt wird, fehlte.
Agricola kam auch 2009 (inkl. Moorbauern) immer wieder auf den Tisch
Trotzdem gab es auch 2009 Neuheiten die häufiger auf den Tisch kamen als andere Spiele aus diesem Jahrgang. Nach meiner Beobachtung, die sicherlich nicht komplett ist
, wurden folgende Neuheiten besonders häufig gespielt: Egizia (wir haben es leider nie bekommen), Magister Navis, Vasco da Gama, Machtspiele, Dominion Seaside und die Werft. Besonders gefreut hat mich natürlich die Tatsache, dass ich auch Hansa Teutonica insbesondere ab Mittwoch häufig auf den Tischen gesehen habe.
Schiffe standen hoch im Kurs: die Werft, …
… Magister Navis und …
… Vasco da Gama
Auch dieses Jahr waren wieder Vertreter von verschiedenen Verlagen (z.B. Ravensburger, Pegasus und Eggertspiele) und Autoren (z.B. Heinrich Glumpler, Dirk Henn, Jürgen Aden und auch neue Autoren ohne bisherige Veröffentlichung) vor Ort, die ihre Neuheiten präsentierten und/oder Prototypen testeten bzw. einfach “nur”mitspielten. Wie unterschiedlich doch Protypen aussehen können.
Von Exemplaren die von weiterem kaum von fertigen Spielen zu unterscheiden sind bis zu Filzstift “Kunstwerken” war alles vertreten. Am wichtigsten ist natürlich der Spielspass und der ist ja nur bedingt abhängig vom Äußeren.
Jürgen Aden beim Prototyp testen
Hat man gerade etwas gespielt, was einem sehr gut gefällt, will man oft möglichst schnell die Lücke in der eigenen Sammlung schließen.
Neben der Möglichkeit die beiden neuen eggertspiele direkt vom Verlag zu kaufen, war auch dieses Jahr wieder die Spielgilde mit einem Stand vor Ort. Das Angebot umfasste viele Essen Neuheiten (z.B. auch das gesuchte Vasco da Gamma) zu vernünftigen Preisen, so dass immer wieder Spiele über den “Ladentisch” gingen.
Spielgilde - viele Neuheiten im Angebot
Auch dieses Jahr waren wir wieder sehr zufrieden mit unserem “Stamm”-Zimmer, insbesondere auch mit dem neu gemachten Badezimmer. Das Frühstück fand ich wie immer sehr gut. Für das Abendessen hätte ich sicherlich den einen oder anderen Verbesserungsvorschlag, bis auf einen Tag hat es mir jedoch immer geschmeckt, auch wenn der Nachtisch nicht immer meinen Geschmack traf.
neues Bad, schönes Zimmer, nur zu empfehlen
Jeder der mal an einer Spielereise teilnehmen möchte, kann ich Willingen nur empfehlen. Die Zimmer (ich verallgemeinere jetzt mal den Eindruck von unserem Zimmer) sind sehr schön und der Termin liegt perfekt zum testen der Essen-Neuheiten. Es gibt ausreichend Platz zum spielen und auch Spieler außerhalb von festen Runden finden immer eine Partie zum mitspielen. Wir haben uns jedenfalls wieder für 2010 angemeldet.
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Willingen 2009 - Fotogalerie
23.11.2009 von Thomas.
Die große Fotogalerie Willingen 2009 ist jetzt Online.
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Spielekritik Tumblin-Dice
13.11.2009 von Thomas.
Trotz intensiver Beobachtung des Spielemarktes gibt es immer wieder Neuerscheinungen, auf die man erst nach Jahren aufmerksam wird. Tumblin-Dice von Randy Nash ist laut BGG 2004 zum erstenmal erschienen und ist inzwischen auch bei Ferti im Programm, an deren Stand ich unser Exemplar auch dieses Jahr auf der Spiel in Essen gekauft habe (markiert mit Copyright 2008 Ferti).
zum Vergleich mit einer Standardschachtel fotografiert
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Interview mit Donald X. Vaccarino
6.11.2009 von Thomas.
Auf der Spiel 2009 hatten wir die Gelegenheit mit Donald X. Vaccarino, dem Autor des vielfach ausgezeichneten Dominion, ein ausführliches Interview zu führen. Dieses Interview ist komplett in englisch.
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