Unverbesserlich - die Entwicklung von der Spiel 2008 zur Spiel 2009

Dezember 2008: Die Spiel war gerade einen guten Monat zu Ende und zwei Spielereisen “durchgespielt”. Wie in jedem Jahr, zumindestens seit unserer endgültigen Spieleinfektion 2006, kam der Spieler in mir ein wenig zur Ruhe. Hier fängt immer der Zeitraum an, indem ich allen Recht gebe, die immer wieder betonen, dass man soviele Spiele sowieso nicht ausreichend auf den Tisch bringen kann.

Immer diese Bekloppten die mit Tüten bepackt aus der Messe herauskommen, ohne Sinn und Verstand.  Natürlich gehörte auch ich wieder dazu, OK über 40 Spiele (inkl. Erweiterungen) waren mehr als ich mir vorgenommen hatte. Da aber mein Budget durch den Verkauf eines kleinen Teiles meiner Sammlungen (Spiele verkaufe ich natürlich nicht :-) ) sehr groß war, konnte ich sogar Geld in den Essen Fond 2009 “einzahlen”. Wenn das nicht gezeigt hat, das ich auf dem richtigen Weg bin. Naja das Budget war höher als je zuvor, aber trotzdem …

Bis in den Juni rein, sah ich der Spiel 2009 locker entgegen. Etwas vom Budget 2008 habe ich noch und zusammen mit den Geburtstagsgeldern (ist schon praktisch um die Messe herum Geburtstag zu haben :-) ) reicht das diesmal locker. Diesmal hatte ich den Vorsatz erst wieder Spiele zu kaufen, wenn die Neuheiten 2008 auf unserem Gästebett zumindestens alle einmal gespielt wurden und dann im Regal verstaut werden dürfen.

OK, ein paar Spiele kamen auch nach Nürnberg hinzu, das hielt sich aber in Grenzen. Zwischenzeitlich wurde ich noch mutiger, selbst wenn ich wieder Spiele kaufen kann, weil es keine Außenstände mehr gibt. Auf der Spiel 2009 werden es maximal 15 Spiele werden, die ich in die Tüte packe. Mehr Spiele braucht kein Mensch. Juli 2009 bemerkte ich dann erste “Verkrampfungen” beim Gedanken an meinen Essen 2009 Plan.

Nun ja, ich hatte mit meiner Frau ja nur vereinbart, keine Spiele zu kaufen, solange noch ungespielte Exemplare auf unserem Gästebett liegen. Seit Mitte August nach einem kurzen Besuch bei IKEA sind wir jetzt stolze Besitzer einer neuen Schrankwand. Dies hat zwei Vorteile zum einen konnten wir die Bücher aus unserem Spieleraum auslagern zum anderen sind da jetzt auch die bisher jungfräulichen Spiele untergebracht. Tja, Spiele darf ich ja jetzt in Essen kaufen, aber 20 Spiele reichen wirklich.

Ende August bemerke ich, das mir Gespräche über Einkaufsbegrenzungen “unangenehm” werden. Klar braucht man nicht soviele Spiele, aber ich rauche und trinke nicht, außerdem unterstütze ich doch kleine Verlage mit meinen Käufen. Erste Zweifel an meinem Budget kommen auf, hm, wenn alle 30 Spiele teuer sind, könnte es knapp werden mit dem Geld. Erste Überlegungen, man könnte ja mal weiter aufräumen und Doppelte bzw. uninteressante Sammlungsteile verkaufen, reifen in meinem Kopf.

Da freut sich meine Frau, wenn ich endlich weiter Platz schaffe und wenn da noch der eine oder andere Euro ins Budget fließen würde, ist das akzeptabel. :-) Bis Anfang Oktober brachte ich so ein paar Ebay-Auktionen auf den Weg. Bereits Mitte September fing ich mit meiner Essen Watchlist/Kaufliste an. Zu Beginn war diese Liste noch sehr übersichtlich. Stand heute ist diese Liste inzwischen sehr groß.

Und was soll ich sagen, mein Budget ist durch Ebay und durch großzügige “Geburtstagsspenden” auf Rekordniveua angewachsen, nur 40 Spiele kaufen halte ich für ein Gerücht und meine Vorfreude ist riesengroß. Natürlich kann ich die Kleinverlage nicht im Alleingang unterstützen, aber ich werde mein Bestes geben. Und wenn ich mir die  Foren z.B. spielbox oder unknowns anschaue, bin ich aber auch nicht alleine auf meiner Mission. :-)

Aber im nächsten Jahr werde ich definitv erst Spiele kaufen, wenn nichts mehr ungespielt (ca. 150 Spiele) bei uns im Schrank steht. Ich werde mir nur die Rosinen rauspicken und da reichen 10 Spiele auf jedenfall. Aus Fehler lernen ist meine große Stärke und ich werde mich auch nicht mehr vom Essenfieber anstecken lassen, versprochen. :-)

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