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Archive für 11.8.2009
Conquest of Mythodea 2009 - ein Tag wie kein anderer
11.8.2009 von Thomas.
Nach der RPC 2009 in Köln hatte ich mir vorgenommen, noch dieses Jahr den beiden großen LARP-Veranstaltungen in Deutschland einen Besuch abzustatten. Leider hatte es beim Drachenfest nicht gepasst (Termin, etc.), deshalb war meine Freude umso größer, dass dem Besuch vom Conquest of Mythodea nichts entgegen stand.
Am Donnerstag (06.08.2009) fuhr ich gegen 7:30 aus unserer Garage und begab mich kurz danach auf die A1 in den ferienbedingt kastrierten Berufsverkehr. Da auf der A1 und der A2 wie so oft Baustellen satt angesagt war, und mir mein Rotenplaner für die letzten 50 Kilometer eine Landstrassenfahrt hinter einem LKW eingeplant hatte
, erreichte ich erst nach gute drei Stunden mein Ziel: Rittergut Brokeloh bei Hannover.
Das Angebot an Stellflächen für Autos ist in diesem kleinen Ort hervorragend, da 3-4 sehr große Parkplätze für die Teilnehmer und Besucher des LARPs zur Verfügung stehen. Somit konnte ich meinen Wagen relativ schnell abstellen. Die Helfer an den verschiedenen Checkpoints leiteten mich dann unfallfrei zum Headquarter, wo mich nach kurzer Zeit Sina als Pressesprecherin empfing.
Parkplätze sind genug vorhanden
In einem sehr netten Gespräch konnte Sie mir bereits einen ersten Eindruck über die Größe der Veranstaltung geben. Auf einem ca. 60 Hektar großen Areal leben/spielen 6200 Teilnehmer (Stand Donnerstag), darunter sind 1000 Nichtspielercharaktere (NSC) die (teilweise) nach Vorgabe der Spielleitung agieren und somit die Geschichte von Mythodea maßgeblich beeinflussen. 2009 stehen den Spielern ca. 1000 Plot Stränge (Haupt- und Nebenplots unterschiedlicher Größe) zum (an)spielen zur Verfügung.
60 Hektar Spielfläche
Von den über 6000 Teilnehmern sollen ca. 10% aus dem Ausland zu diesem größten Live Rollenspiel der Welt kommen (hauptsächlich Europa, aber z.B. auch aus den USA), mein Eindruck am Abend: es ist ein größerer Anteil. Darüber hinaus nehmen 300 Schausteller, Sänger, Händler etc. teil, die sich zum größten Teil im Bereich der Stadt (ein besonderer Bereich in Mythodea) niedergelassen haben.
in der Stadt kann man es sich gut gehen lassen
Insgesamt ca. 300 zumeist ehrenamtliche Helfer sorgen für den reibunglosen Ablauf dieser Riesenveranstaltung. Als Organisatoren, Spielleiter etc. sind sie mit ihren abhängig von Aufgabe und Hierarchieebene unterschiedlich farbigen Conquest T-Shirts sehr gut auf dem Gelände zu erkennen. Gerade gute Organisation und Sicherheit haben sich die Veranstalter auf ihre Fahnen geschrieben.
der organisatorische Aufwand ist groß
So hat z.B. die Feuerwehr das Gelände (Zelte, Holzaufbauten etc.) überprüft und ist während der Veranstaltung immer am Rande des Geländes präsent. Die Johanniter haben zwei Standorte auf dem Gelände, wo die Teilnehmer medizinische Hilfe bekommen. Bei den großen Kämpfen/Schlachten sind i.d.R. immer Spielleiter vor Ort, die auf die Einhaltung der Regeln und die Sicherheit der Teilnehmer achten. Natürlich gibt es, wie bei Rollenspielen üblich, ein größeres Regelwerk, das die verschiedenen Aspekte des Spiels (Kampf, einsetzbare Waffen, das Aussehen der NSC, Zusammenleben, etc.) reguliert.
sanitäre Anlagen sind wichtig
Auf dem Gelände sind an verschiedenen Stellen mobile Toiletten und Duschen untergebracht, so dass auch die sanitären Bedürfnisse der Teilnehmer nicht zu kurz kommen. Eine Besonderheit dieses LARPs ist die Kids Town. Hier können Kinder unter Aufsicht von Erziehern Klein Mythodea nachspielen, so dass sich auch Eltern mal ungebunden über das Gelände bewegen können.
Dies ist eine tolle Idee und ermöglicht auch Familien hervorragend an dieser Veranstaltung teilzunehmen.
für Kinder gibt es die Kids Town, Erzieher inklusive
Eine weitere Besonderheit von Conquest of Mythodea (und den zwei kleineren Mythodea Veranstaltungen) ist das Konzept des Kampagnenspiels. Seit dem Start 2003 wird eine fortlaufende Geschichte “geschrieben”, so dass jedes neue Jahr auf das Geschehen der vorangegangenen Jahre aufbaut. Die Spieler und NSC sind Teil einer fortlaufenden großen Geschichte, dies könnte ein guter Grund für den Erfolg dieser Riesenveranstaltung sein (Vermutung eines Laiens
).
jetzt konnte es losgehen
Nach unserem Gespräch ging ich als erstes die paar Schritte zur großen (Zelt)Stadt, in der die Händler Ausrüstungsgegenstände, Waffen, Schmuck, Essen und Trinken etc. anbieten. Dieser Bereich ist neutral und es sind keine Kämpfe erlaubt (genau wie im Zeltbereich der Lager), so dass man hier auf die unterschiedlichsten Charaktere trifft.
gegen 11 Uhr ist in der Stadt noch nicht soviel los
Da ich weder Hunger noch Durst hatte und bei meiner Kleidung fantasytechnisch sowieso Hopfen und Malz verloren war, machte ich nur kurz ein paar erste Fotos der Stadt. Sehr nett war auch ein von Bäumen abgetrennter, kleiner aber sehr gemütlicher Bereich mit ein paar Ständen, der fast wie ein kleiner eigener Marktplatz wirkte.
ein kleiner durch Bäume abgetrennter Bereich der Stadt
60 Hektar hört sich ja bereits nicht so klein an. Wie groß das wirklich ist, fand ich dann in den nächsten drei Stunden heraus
, als ich mir das gesamte Gebiet mit allen Lagern und sonstigen Bereichen ausgiebig anschaute. Als erstes streifte ich durch die Lager der Söldner und der NSCs, wobei sich das letztere durch anscheinend nicht so strenge Ambiente Regeln bei der Zeltauswahl bzw. “Einrichtungsgegenstände” auszeichnete, wie bei den andern Lagern von Conquest of Mythodea.
das Zeltlager der NSC
Danach besuchte ich die anderen Lager/Einrichtungen (Feuer, Grosses Heer, Neutral, Erde, Luft, Magie, Wasser, Orks und die Kids Town), die über das gesamte Areal verteilt sind. Die Lager haben i.d.R. einen Palisaden-Eingangsbereich aus Holz mit einem aufwendigen Tor, durch das die aktiven Spieler eintreten müssen. Dahinter gibt es einen kleinen freien Bereich, wo ggf. auch ein kleines Scharmützel stattfinden kann, bevor die Zelte (Wohnbereich) des Lagers anfangen.
aufwendige Eingangsbereiche zu den verschiedenen Lagern
In den Lagern selber nutzten zur Mittagszeit einige Teilnehmer den Schutz/Schatten der Zelte, um sich auszuruhen, gesellig beieinander zu sitzen und etwas zu trinken (i.d.R. kein Alkohol), zu grillen und zu musizieren. Das entspanntere Verhalten war natürlich auch dem Wetter geschuldet. Bei 31°C und keinem Wölkchen am Himmel können sich die wenigsten Menschen ohne Pause bewegen. So wurden auch die verschiedenen Schattenplätze unter Bäumen rege von den Teilnehmern für Pausen genutzt.
musizieren im Schutz des Zeltes
Das Gelände für Conquest of Mythodea hat mich richtig begeistert. Große Wiesen, auf denen sich die verschiedenen Lager befinden, bieten zusätzlich große Freiflächen für Kämpfe und Schlachten. Die verschiedenen Wiesen sind von Bäumen/Kleinwäldern/Wald umgeben, die natürliche Abgrenzungen der Flächen voneinander bilden. Insgesamt unterstützt das Gelände sehr gut die Geschichte der verschiedenen Lager, da hier mehrere voneinander getrennte Gebiete existieren.
von Bäumen gesäumte Wege als natürliche Abtrennung der Gebiete
Kurz vor Ende meines Rundgangs gelangte ich in das Ork-Lager. Drei “entkleidete” Orks erzählten von dem Problem aufwendige (Latex-)Verkleidung vs. hohe Temperaturen. Das war natürlich auch der Grund dafür, dass in diesem Lager gegen 14:00 nicht alle in voller Montur herumliefen. Trotzdem gab es bereits einige beeindruckende Verkleidungen zu bewundern. Als ich das Lager verließ, wurde ich Zeuge eines ersten Scharmützels, da sich ein paar sehr Mutige zu nah an das Ork-Lager heranwagten.
Übermut tut selten gut, insbesondere in der Nähe von Orks
Nach der kurzen Beobachtung einer Beerdigungszeremonie auf dem Friedhof in der Nähe des Magie Lagers bewegte ich mich über die große Freifläche zwischen den Lagern Magie, Wasser und Ork. Bevor ich mich versah, stand ich genau dort, wo eine kleine Schlacht stattfinden sollte.
Ich konnte mich gerade noch aus dem Mittelpunkt an den Wassergraben? des Wasser Lagers verziehen. Es war ziemlich beeindruckend, welche Dynamik sich entwickelte. Aus allen Richtungen kamen Krieger aus verschiedenen Fraktionen zusammen.
mittendrin statt nur dabei, konnte ich gerade noch vermeiden
Nach meinem sehr bescheidenen Mythodea-Wissen, hatten sich dort kurz aber heftig unter anderem Orks und Kämpfer aus dem Wasser Lager die “Meinung gesagt”. So plötzlich es anfing, so schnell ging es auch zu Ende und es kehrte wieder Ruhe auf der großen Fläche ein.
die Kämpfer kehren zurück in das Wasser Lager
An der Fläche vor dem Luftlager kam ich während des Tages häufiger vorbei. Dort übten immer wieder verschiedene unterschiedlich große Gruppierungen Schlachtformationen. Irgendwann verweilte ich ein wenig länger und schaute dem Treiben ein wenig zu. Besonders interessant war eine kleine Gruppe von teilw. älteren Männern, deren Chef lautstark in Englisch die Formationsbefehle über die Wiese brüllte. Kurz vor meinem Weiterzug machten sie jedoch den Fehler, sich mit einer viel größeren Gruppe anzulegen. Aber auch schnell laufen konnten sie sehr gut.
Formation - Fahne schützen
Bevor ich in das nächste Gebiet (Wiese vor dem Erde Lager) gehen konnte, musste ich ein wenig in die Büsche springen, da ich wieder mitten zwischen zwei Parteien stand, die sich gerade entschieden hatten, ihre Differenzen aus dem Weg zu räumen. Diesmal war es glaube ich auf der einen Seite eine Vereinigung verschiedener NSCs (Schwarzes Eis + Untotes Fleisch) und auf der anderen Seite unterschiedliche Spielergruppierungen, die anscheinend gerade vorbeikamen.
um ein Haar hätte ich meine Kamera als Waffe einstzen müssen
Als ich mich gerade wieder am Rand der große Wiese (mit der Stadt) befand, sah ich einen 6er Trupp junger Frauen in weißen Gewändern mit violetten Accessoires am Feuer Lager vorbeiziehen. Auf der RPC hatte ich bereits mitbekommen, dass die NSC Gruppe Viinshar - die Töchter der Leere eine besondere und wichtige Rolle in Mythodea spielen. Und ja, diese jungen Frauen beeindrucken durch ihr Äußeres und ihr Auftreten nicht nur einen Live-Rollenspiel-Novizen wie mich, auch vielen Teilnehmern war die Bewunderung und der Respekt vor der Rolle ins Gesicht geschrieben.
sehr beeindruckend: Viinshar - die Töchter der Leere
Das wird bestimmt interessant, dachte ich mir, also heftete ich mich an die Fersen der Viinshar mit ihrer sehr ausdrucksstarken Anführerin. Den ersten Stop legten sie beim Magie Lager ein. Hier konnte ich durch die Bretter (das Tor war geschlossen) eine Verhandlung der beiden Anführer beobachten, anscheinend einigten sie sich (meine unbedeutende Einschätzung
). Nach kurzer Zeit zogen sie weiter, wieder zurück zum Feuer Lager.
hier konnte man sich anscheinend einigen
Hier das selbe Prozedere, Aufregung, Tor zu und Verhandlung. Also blieb mir wieder nur die Beobachtung durch die Bretter. Da ich aber auch keine passende Kleidung anhatte, war das auch gut so. Irgend etwas lief hier jedoch anders, der ebenfalls beeindruckende Anführer dieses Lagers ließ sich nicht einschüchtern, sondern ging plötzlich in den Angriff über.
erst sah es auch hier nach friedlichen Verhandlungen aus …
… aber die Stimmung änderte sich schlagartig
Eine imposante (nicht die Größe, sondern das Aussehen) blonde Jeanne D’Arc Kopie warf sich in die Schlacht. Plötzlich setzte die Anführerin der Viinshar einen Zauber ein, so dass alle bis auf den Anführer des Lagers erstarrten. Danach war der Kampf auch schon wieder zu Ende und die Stille konnte jetzt unbehelligt das Lager verlassen.
eine Frau wehrt sich
Wie bei (fast) allen wichtigen Auftritten von NSCs und großen Kämpfen war auch hier mindestens ein Spielleiter vor Ort, der die Einhaltung der Regeln, Ermittlung des Kampfergebnisses etc. überwachte bzw. für Fragen zur Verfügung stand. Da die meisten Conquest Mitarbeiter über Funk miteinander verbunden sind, können Probleme, Ergebnisse und Ereignisse sofort weitergegeben bzw. geklärt werden. Dies ist ein weiterer Baustein der, zumindestens empfand ich das als außenstehender Beobachter, sehr guten Organisation dieser Riesenveranstaltung.
Conquest Mitarbeiter sind (fast) immer vor Ort
Leider hatte mich dieser Conquest so in seinen Bann gezogen, dass ich weder an die Versorgung noch an den Schutz meines Körpers gedacht hatte. Tja, erstmal bin ich zum Johanniter Zelt gegangen, um dort meinen heftigen Sonnenbrand auf beiden Unterarmen versorgen zu lassen. Danach bin ich dann in die Stadt eingefallen um mir mehrere Flaschen Drachenblu … ähm Apfelschorle reinzuziehen. Mein erstes Getränk nahm ich stilecht aus einem Steinbecher in einer Taverne in Form eines Schiffes zu mir. Danach holte ich meine Getränke “am Strand”.
das Black Pearl - die etwas andere “Strandkneipe”
Als nächstes lief ich durch die Stadt auf der Suche nach etwas Eßbarem, konnte mich aber erst nicht entscheiden. Meine Wahl fiel dann auf einen Barbarenspieß, der eigentlich sehr interessant schmeckte, leider konnte ich ihn wegen Zahnschmerzen nicht so wirklich genießen.
fettig aber lecker
Danach schaute ich mir in Ruhe zuerst in der Stadt und dann im Schatten
die Spieler und die NSCs in ihren teilweise außergewöhnlichen Verkleidungen an. Die Bandbreite und der Einfallsreichtum der dargestellten Figuren ist riesig. Es gibt extrem aufwendige filmreife Verkleidungen aber auch einfache trotzdem sehr reizvolle Outfits. Es müssen nicht unbedingt Rüstungen für an die 1.000 Euro sein, es sollte halt nur zur Rolle und zum gesamten Ambiente passen.
eine große Bandbreite von Outfits …
… von klassisch
… bis sehr außergewöhnlich,
von düster …
… bis farbenfroh
Im Gegensatz zu den Spielern gibt es bei den NSCs anscheinend strengere Kleidungsrichtlinien, da diese in der Geschichte auch eine homogenere Gruppe darstellen. Bei den Spielern gibt es viele kleine und große Gruppierungen, die alle unterschiedlich aussehen. Vieles ist möglich, von aufwendigen Latexverkleidungen der Orks über fette Rüstungen der Soldaten bis zu grazilen Elfen. Die Fantasy Welt gibt viele Beispiele und das Angebot an Händlern mit entsprechendem Waren ist groß.
beeindruckender Auftritt in der Gruppe …
… und als Einzelperson
Nur bei den Waffen sind die Vorschriften aus Sicherheitsgründen strenger. Diese sollten z.B. am Headquarter auf ihre Tauglichkeit für den LARP Kampf überpüft werden. Es soll sich ja niemand real bei den vielen Kämpfen und Schlachten verletzen.
Nach ein paar kurzen Gesprächen und etwas Erholung im Schatten konnte ich ein paar erste Eindrücke zu Papier bringen. Auch wenn es vielleicht anders rübergekommen ist, Conquest of Mythodea besteht nicht die ganze Zeit nur aus Kämpfen. Ich hatte das Gefühl, dass hier das gemeinschaftliche Erleben im Vordergrund steht. Für viele Spieler/NSCs sind die Kämpfe ein wichtiger Bestandteil, es gibt aber auch viele Teilnehmer, die an den Kämpfen überhaupt nicht teilnehmen, sondern einfach nur für 4-5 Tage Spass haben an dem Eintauchen in diese Fantasy Welt.
kämpfen ist nicht alles
Die Leute treffen sich, halten ein Schwätzchen, essen, trinken und haben einfach Spass miteinander. Jeder macht das, wozu er Lust hat. Nur als NSC sollte man Interesse haben, die Geschichte zu prägen, an Schlachten teilzunehmen und den Anweisungen der Spielleiter zu folgen, da man zwar weniger als NSC bezahlen muss, dafür aber auch ein fester Bestandteil der Geschichte wird.
für NSC-Spieler gibt es Kleidungsrichtlinien
Es ist wirklich klasse, das so viele Leute aus unterschiedlichen Ländern gemeinsam und insbesondere friedlich ihre Freizeit miteinander teilen und genießen. Natürlich besteht für anfällige Menschen die Gefahr, sehr tief in die Welten der verschiedenen LARP-Veranstaltungen einzutauchen und den Bezug zur realen Welt aus den Augen zu verlieren. Im Gegensatz zu Spielen wie World of Warcraft sehe ich hier jedoch eine geringere Gefahr, da es hier immer den direkten Kontakt zu Menschen und nicht den anonymen Kontakt über den Computer gibt.
Kontakte mit realen Menschen in einer Fantasy Welt
Da ich einen netten Tipp erhalten hatte, dass noch etwas großes zwischen Stadt und Feuer Lager passieren würde, blieb ich im Schatten der Bäume am Rand der Wiese sitzen. Mir waren schon vorher die Aktivitäten am Rande aufgefallen. Verschiedene Spielergruppen sammelten sich in anderen Gebieten, Kameras und Lautsprecher wurden am Rand der großen Wiese intalliert und Wasserbehälter in den Graben in der Mitte der Wiese abgeworfen.
wo geht es hin?
Um ca. 18:20 ging es los. Ich fühlte mich ein wenig an einen bzw. drei meiner Lieblingsfilme erinnert
. Hunderte NSCs (Schwarzes Eis + Untotes Fleisch) marschierten beeindruckend auf der Freifläche in großen Gruppen unter lauten Schreien auf. Dies war sehr beeindruckend und um die Wiese sammelten sich die unbeteiligten Schaulustigen. Dann ging das Tor im Feuer Lager auf und die ersten 100 Gegner sammelten sich gegenüber den NSCs. Weitere Kämpfer aus den anderen Lagern gesellten sich zu den “Feuer Kämpfern”.
beeindruckender Aufmarsch vor Minas Tiri … vor dem Feuer Lager
Nach und nach füllte sich die Freifläche bis eine ähnlich große Gruppe an Kriegern dem schwarzen Eis / untoten Fleisch gegenüberstand. Jetzt betrat ein Obermotz (da verließ mich mein Wissen über Mythodea) der “Bösen” die Bühne und sprach mit tiefer bedrohlicher Stimme zu seinen Kämpfern.
Kämpfer des Feuer Lagers machen sich bereit
Dann brach der Kampf los. Ich verlor ein wenig den Überblick und wurde immer wieder von dem pulsierenden Kampf überrascht und in den Schatten der Stadt gedrängt. Kampfphasen und Pausen wechselten sich unter der lauten Stimme des Anführers ab.
der Kampf hat begonnen
Da auch nach einer Stunde noch kein Ende abzusehen war, machte ich mich langsam auf den Weg, da mir nach dem anstrengenden Tag noch drei Stunden Rückfahrt bevorstand. Obwohl ich nicht bis zum Ende bleiben konnte, war diese Schlacht ein beeindruckendes Endes eines tollen, interessanten Tages.
das Ende der Schlacht konnte ich nicht mehr abwarten
Bereits auf der RPC war ich von den Live-Rollenspielern beeindruckt, dieser Tag übertraf meine Erwartungen jedoch um Längen. Menschen die mich gut kennen, wissen das ich mich schnell für neue Themen (insbesondere aus dem Spielebereich) begeistern kann, aber selbst für meine Verhältnisse hat mir dieser Tag trotz der Anstrengungen außergewöhnlich viel Spass gemacht.
eine Pause im Schatten, das hätte ich häufiger tun sollen
Natürlich habe ich vieles nur angekratzt und meine Bewertungen sind sehr oberflächlich aus der Sicht eines Ahnungslosen im Bereich Live-Rollenspiel. Inwieweit die Organisation und die Stimmung wirklich hervorragend ist, die sanitären Einrichtungen ausreichend sind, die Plots Spass machen und die Geschichte über Jahre fesselt, können die erfahrenen Live-Rollenspieler viel besser beurteilen.
Unzufriedenheit sieht anders aus
Aber vielleicht gibt es im kommenden Jahr, wenn meine Frau dazu Lust hat, eine Neuauflage meines Besuches. Dann berichte ich über alle Tage und auch mitten aus dem Leben eines Kämpfers in Mythodea.
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