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Archive für August 2009
Spieletreff Engelshof - 28.08.2009
31.8.2009 von Thomas.
Da wir um 18:30 immer noch nur zu viert (Detlef, Kerstin, Dany und meiner einer) waren, und wir auch nichts von anderen gehört hatten, fingen wir mit einer Partie Darjeeling an. Dieses Spiel von Abacus (Essen 2007) hatte ich bisher nur einmal gespielt, deshalb war ich froh, dass es mal wieder auf den Tisch kam, da wir es bisher nicht in unserer Sammlung integriert haben.
ein Spiel für Teekistenschupser
Mein damaliger Eindruck wurde auch in dieser Partie bestätigt. Darjeeling ist ein nettes rundes Spiel, dass nur aufgrund der Masse an neuen guten bis hervorragenden Spielen in den letzten vier Jahren von mir “vernachlässigt” wurde. Solide Spiele ohne Highlight Potential oder sonstige Besonderheiten haben es wirklich schwer heutzutage auf sich aufmerksam zu machen. Die Partie selber konnte ich durch einen glücklichen Endspurt für mich entscheiden.
netter “schräger” Wertungsmechanismus
Kurz nach dem Start unserer Partie Darjeeling trudelten in kurzen Abständen drei weitere Spieler ein, so dass wir diesmal eine etwas kleinere Gruppe beim Spieletreff waren. Am Nebentisch wurde am Freitag erst Agricola und dann der Prototyp von Hansa Teutonica (aka Wettstreit der Händler) gespielt. Dieses Spiel wird beim Argentum Verlag zur Spiel 2009 erscheinen, eins der wenigen Spiel was bereits jetzt auf meiner Essen2009-haben-will-Liste steht.
Der Rest des Abends stand bei uns vieren im Zeichen des Drachen und des Hundes
. Da wir schon länger kein Tichu mehr gespielt hatten, war die Freude über unsere Spielewahl bei mir umso größer. Wie immer spielten wir XY gegen XX. Die erste Partie lief für uns sehr gut aber auch ungewöhnlich ab. Im Gegensatz zu sonst konnten wir diesmal eine frühe Führung bis zum Sieg verteidigen, und mussten nicht unseren gefürchteten Schlussspurt einsetzen.
die Tichu Metallbox hält länger als die Karten
Die zweite Partie konnten dann unsere Frauen klar mit 1205 zu 95 für sich entscheiden. Tichu ist manchmal schon ein wenig seltsam. Beide Partien hatten 11 Durchgänge, nur das es in der ersten Partie keinmal und in der zweiten Partie neunmal Bumm gemacht hat. Tja Bomben legen muss man auch erst lernen. ![]()
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Donnerstag 27.08.2009 - it’s Magic
31.8.2009 von Thomas.
Endlich sind meine guten Ergebnisse der letzten Woche auch bei meinem DCI Rating “angekommem”, so dass ich nach meinem Punkteabbau in den ersten 2-3 Monaten jetzt zum erstenmal über dem Start Rating von 1.600 liege
. Auch diesen Donnerstag war ich mit meinem blau-weißen Fliegerdeck ziemlich erfolgreich. Während des “Booster-Schiebens” war ich schon ziemlich erstaunt, dass meine Mitspieler mich unbedingt in einem fast monoblauen Deck sehen wollten.
Zum erstenmal seit langem war ich richtig zufrieden mit meinem Deck: Mind Control, Clone, 2x Air Elemental, Pacifism, Excomunicate, 2x Merfolk Looter, Phantom Warrior, viele weitere Flieger + Counter + Kartenvorteil. Das Deck machte richtig Spass und ich konnte schließlich mit 3:1 den Draft erfolgreich für mich gestalten.
Das einzige Match das ich (klar) verloren habe, war gegen ein Deck mit 2x Soul Warden. Eigentlich ist das keine so starke Karte. Da jedoch in beiden Spielen in Turn 2 beide Exempare auf dem Tisch lagen und ich leider kein hartes Removal im Deck hatte, konnte sich mein Gegner jeweils auf mehr als 30 Lebenspunkte “hocharbeiten”. Diesen “Vorsprung” konnte ich in der einen Partie knapp und in der anderen Partie ganz klar nicht mehr ausgleichen.
Trotzdem war ich wieder mit meinem Abschneiden sehr zufrieden, mir fehlt jetzt nur noch ein Sieg bei einem Draft oder einem Sealed zu meinem Magic Glück.
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gamescom 2009 - ein Biotop für Schlangen
26.8.2009 von Thomas.
Köln entwickelt sich so langsam zu einem Zentrum in Deutschland für Spielefans, World Cyber Games 2008, Role Play Convention und jetzt die gamescom alles in einem Jahr. Natürlich konnte ich mir dieses sagen wir mal “geliehene”
Veranstaltungs-Highlight nicht entgehen lassen. Also habe ich mich am Donnerstag auf den Weg zur Kölner Messe nach Deutz begeben, wo ich so gegen 9:30 ankam.
Nach ein paar Schritten aus dem Bahnhof musste ich mich bereits das erste Mal in eine der verschiedenen Schlangen auf dem Vorplatz der Messe anstellen. Hier wurden die Bändchen für die verschiedenen Altersstufen verteilt, ich habe mich sehr gefreut, dass ich mit meinen 37 Jahren den Personalausweis vorzeigen musste, um das Bändchen “ab 18 Jahre” zu erhalten.
Schlangen in Deutz
Da sich die meisten Besucher ihre Eintrittskarten bereits im Vorverkauf zugelegt hatten, konnte ich sehr schnell an einer der vielen Kassen im Vorraum meine Karte kaufen (12,50, im Vorverkauf 10 Euro). Da noch kein Einlass war musste ich mich an der nächsten Schlange anstellen, die sich jedoch schnell zu einer Traube transformierte. Da auch ich irgendwann mitbekam, dass man rechts um die Traube herum schneller Einlass fand, brauchte ich nach Öffnung der Tore “nur” 20 Minuten um hineinzukommen.
typische Veranstaltungs-Evolution: aus Schlangen wird eine Traube
Postiv war für mich nach dem Einlass, das im Gegensatz zu früheren Bildern niemand hektisch in die Hallen lief. Dies wäre für mich vollbepackt auch ein kleines Problem gewesen, da der Weg vom von mir gewählten Eingang bis zur ersten Ausstellungshalle gefühlte 10 km lang war.
Auf dem Weg dahin kam ich an dem Extra-Bereich für die Geschäftskunden vorbei (business area).
Du kommst hier net rein …
Endlich kam ich in der ersten Halle (6) an. Ich war sehr begeistert, dass der erste große Stand an dem ich vorbeikam von Blizzard war. Dieser Name steht bei mir für hervorragende Unterhaltung für viele Stunden. Bei Blizzard sind meine Lieblingsspele (neben den Civilization Spielen) der letzten 15 Jahre erschienen (Warcraft 1-3, Starcraft und Diablo 1+2).
dieser Andrang hat sich Blizzard in 15 Jahren hart erarbeitet
Natürlich war (fast) der gesamte Stand im Zeichen der beiden kommenden Highlights Starcraft 2 und Diablo 3 gebrandet. Leider musste ich feststellen, dass es eine Anspielmöglichkeit nur im abgesperrten Bereich gab. Bei Diablo 3, das für mich noch größere Highlight, war dieser Bereich von außen nicht einsehbar. Kein Problem, dachte ich, schnell anstellen und anspielen. Tja falsch gedacht.
diese Leute halten nicht die Wand fest - die Warteschlange für Diablo 3
Wenn ich große Schlangen sehen möchte, gehe ich in den Zoo. Bei Veranstaltungen / Messen finde ich sie zum … . Ich fühlte mich an Phantasialand erinnert: ab hier noch … Wartezeit. Vier Stunden (Aussage eines Mitarbeiters) für 20 Minuten anspielen ist einfach viel zu lange. So bekloppt bin ich dann doch nicht (mehr).
auch für Diablo 3 nicht - Schlangen ohne mich
Starcraft 2: auch für Schlangenverweigerer ein paar Blicke
Blizzard hatte sicherlich die längsten Schlangen “gezüchtet”. Aber auch für andere Spiele (anspielen und/oder Präsentationen) musste man sich immer wieder anstellen, was zu unterschiedlich langen Wartezeiten führte.
z.B bei Bethesda (Brink),
Bioshock 2,
Mafia 2, …
Jugendschutz ist natürlich sehr wichtig, leider gab es so viele abgesperrte nicht einzusehende Bereiche (ab 16 bzw. ab 18 Jahren). Mir hätte es ja gereicht den Leuten beim Spielen über die Schulter zu schauen, aber das war leider fast nie möglich.
hier hätte ich gerne mal über die Schulter geschaut
Dieses Problem gab es nicht nur bei den Computerspielen, dies galt auch für Konsolenspiele mit entsprechenden Altersbeschränkungen. Inzwischen spiele ich ja mehr Konsole (PS 3), aber auch da sind viele gute Spiele ab 16/18, ok ich gebe es zu, auch ich bin gelegentlich ein Killerspiel Spieler.
auch bei meiner Lieblingsspieleplattform (PS3) gab es ein Reptilien Problem
Glücklicherweise gab es auch viele Stände die keinen geschlossenen Bereich hatten, so dass man entweder sich die Spiele anschauen oder sogar Probe spielen konnte. Bei absoluten Highlights (z.B. FIFA 10) war es teilweise sehr voll, aber bei vielen Anbietern waren trotz des Besucherandrangs am Donnerstag immer wieder Plätze an den Geräten frei.
ziemlich voll - Jungs und Fußball
Gerade bei den Konsolen gab es immer wieder freie Plätze, um das eine oder andere Spiel auszuprobieren. Da so eine Messe natürlich eher die Hardcore Zocker als die Casual Spieler anspricht, waren gerade Fun- und Familenspiele, Jump & Run aber auch einige Strategiespiele und die kostenlosen Online (Rollen)Spiele nicht so überlaufen.
wenn es nicht Fußball ist, gibt es auch beim Sport noch freie Plätze
auch bei Dofus (Online-Rollenspiel) gab es noch Plätze
ab und zu freie Plätze an den Bildschirmen (insb. Konsolen)
Früher wäre man auf so einer Messe nur männlichen “Gamer-Freaks” begegnet. Inzwischen kann man auch bei einer solchen Veranstaltung immer häufiger Gelegenheitsspieler und Frauen antreffen. Natürlich ist der Anteil noch gering, aber ich konnte beobachten, dass die meisten anwesenden Frauen (meine Schätzung Anteil am Donnerstag ca. 5%) nicht nur Begleitung waren, sondern sich selber begeistert den Bildschirmen widmeten.
Frauen sind nicht nur von großen Bildschirmen begeistert
Die Industrie hat nach den Erfolgen der Wii gerade auf die neuen Zielgruppen reagiert, so boten viele Hersteller insb. für Konsolen und Handys Spiele an, die auch für Gelegenheitspieler und Familien interessant sind und insbesondere die Frauen als Zielgruppe berücksichtigen.
interessante neue Zielgruppen: Frauen, …
Familen, …
Aktive, …
aber auch Spielen im Freundeskreis …
ist ein Thema der letzten 2-3 Jahre
Ein weiterer sichtbarer Trend ist die ungebremst steigende Bedeutung des Handys als “Spielekonsole”. Die Möglichkeiten dieser kleinen Klingelton-Monster werden immer größer, so dass die Hersteller immer komplexere und qualitativ bessere Spiele herausbringen. Ich freue mich auf das Nintendo DS 2012 mit Telefonfunktion
.
auch Spiele für die ganz kleinen Bildschirme konnten getestet werden
Sehr gespannt war ich natürlich auf Brettspielumsetzungen für die verschiedenen Systeme. Gesehen habe ich nur Handyumsetzungen von Hasbro und Wii Versionen von bekannten Geschicklichkeitsspielen. Auf Handyversionen von Puerto Rico, Roads & Boats und Caylus müssen wir sicherlich nicht mehr lange warten.
Spiel des Lebens für das Handy - der Traum meiner schlaflosen Nächte ![]()
Dr. Bibber für die Wii
Im Gegensatz zu meiner absoluten Lieblingsmesse die “Spiel” in Essen setzten die Aussteller bei der gamescom auch vermehrt auf die Optik. Große auffallende Stände konnten in den Hallen bewundert werden. Trotzdem hätte ich bei den Ständen oft kreativeres erwartet, denn nur wenige Stände hatten das gewisse Flair.
oft bombastisch …
… aber selten wirklich überraschend wie dieser Stand
und hier ein paar Eindrücke von meinem Lieblingsstand
Winter im Sommer ist zumindestens sehr …
… auffällig
Natürlich waren Mario und Sonic nicht die einzigen Eyecatcher, immer wieder konnten Spielfiguren und Messebabes die Blicke der (insbesondere im 2. Fall
) Männer und Frauen auf sich ziehen.
Messebabes mal anders …
mal einschüchternd …
mal crazy …
mal weltberühmt …
mal … ok, sex sells wurde auch immer wieder versucht
Natürlich gab es bei dieser Messe auch einen großen Bereich für den E-Sport. Da ich aber erst im November auf der World Cyber Games war, hielt ich mich hier nur kurz auf.
das Interesse war groß, wann wird E-Sport olympisch?
Eher überrascht war ich dagegen von einigen Ständen in Halle 8. Die Bundeswehr, Agentur für Arbeit und Bundeszentrale für politische Bildung erwartet man nicht unbedingt auf der gamescom.
Sollen Killerspiele verboten werden?
Zwischen den vier Hallen gab es zwei Außenbereiche, die leider aufgrund der Hitze am Donnerstag (gefühlte 40°C) für mich nicht wirklich nutzbar waren.
Hier gab es verschiedene Verpflegungsstände und weitere Aktivitätsmöglichkeiten. Bereits in den Hallen gab es z.B. Käfigfußball und eine Kletterwand, dies wurde im Außenbereich mit Beachvolleyball und weiteren Klettermöglichkeiten ergänzt.
das richtige Wetter für Beachvolleyball
Was mir wirklich gut gefallen hat, waren die breiten Gänge in den Hallen. Obwohl es zumindestens am Donnerstag richtig voll wahr, gab es keine Platzprobleme. Man kam immer überall gut durch, so dass es außer den Warteschlangen keine weiteren Behinderungen gab.
immer genug Platz zwischen den Ständen
Insgesamt war es interessant diese Messe zum erstenmal zu besuchen (Leipzig war einfach zu weit), auch wenn sie meine (vielleicht zu hohen) Erwartungen nicht ganz erfüllen konnte. Irgendwie sprang der Funke nicht über und die Schlangen gingen mir tierisch auf den … die Nerven.
Ob der erste Versuch in Köln ein Erfolg war, müssen andere bewerten. Sollte ich nächstes Jahr wieder Lust verspüren auf die gamescom zu gehen, werde ich es diesmal nicht alleine tun, denn zu mehreren macht es bestimmt mehr Spass.
zum Schluss noch ein paar letzte Eindrücke:
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Donnerstag 20.08.2009 - it’s Magic time
22.8.2009 von Thomas.
Die Behauptung ich könnte jetzt Magic spielen ist genauso absurd wie mir eine sportliche Figur anzudichten.
Trotzdem habe ich das Gefühl das Format M10-Draft doch ein wenig verstanden zu haben, zumindestens stabilisieren sich meine Ergebnisse in den letzten Wochen doch spürbar, Ausreisser nach unten inbegriffen. Obwohl ich am Donnerstag auf der gamescom in Köln war (Bericht folgt), hatte ich eine Teilnahme am Donnerstag Draft im hiveworld fest eingeplant.
Der erste Draft startete mit acht Spielern. Wie so oft landete ich in grün/weiss, leider konnte ich zwei starke blaue Karten nicht splashen. Die Partien selber liefen eigentlich mit 2:1 ganz gut. Da ich nur gegen den Sieger des Turniers verlor, konnte ich mich auf einem guten Dritten platzieren. Mit meinem Rarepick (z.B. Elvish Archdruid) war ich sehr zufrieden.
Dann machte ich den Fehler, auch am 2. diesmal privaten Draft teilzunehmen. Mit meinem Deck (grün und für mich eher ungewöhnlich schwarz) lief es gut und auch hier verlor ich nur gegen den späteren Sieger, so dass ich 2. von 6 Mitspielern wurde. Ich konnte mir einen weiteren Elvish Archdruid für die Sammlung sichern. Das Problem kam jedoch erst jetzt. Keine Strassen- oder U-Bahn mehr im Einsatz und der erste Zug vom Hauptbahnhof fuhr um 3:27 => eingeschlafen um ca. 5:00. ![]()
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Spieletreff Engelshof - 14.08.2009
16.8.2009 von Thomas.
Anders als letzten Freitag waren wir bereits um 17:45 vor Ort und konnten uns damit diesmal den ersten Platz sichern.
Nach und nach trudelten weitere Mitspieler ein. Da es aber viele Spielthemen zu besprechen gab, fingen wir erst so gegen 18:40 mit dem Spielen an. Wir starteten direkt an drei Tischen, und nach der Ankunft des letzten Nachzüglers waren wir dann schließlich 11 Spieler.
diesmal etwas hitziger
Im Gegensatz zu sonst gab es diesmal keine Wechsel der Spielpartner, so dass Klaus und Dany mich den ganzen Abend “ertragen” mussten. Hiermit möchte ich mich bei den Beiden erstmal entschuldigen, irgendwie lief es Freitag wie geschmiert, und ich konnte alle Spiele für mich entscheiden. Das erste Spiel des Abends auf unserem Tisch war der Prototyp Hansa Teutonica (aka Wettstreit der Händler), das zur Spiel 2009 bei Argentum erscheinen soll.
Hansa Teutonica noch als Prototyp
Wie so oft punktete ich in allen Kategorien, da ich bei diesem Spiel immer versuche, gute Gelegenheiten auszunutzen. Die Mechanismen sind ungewöhnlich, so dass man nicht sofort ein “hab ich so ähnlich schon mehrmals gespielt” ausrufen möchte. Ich konnte mich mit 69 Punkten vor den beiden fast gleichauf liegenden Mitspielern (61 und 60) platzieren. Da ich bereits die ersten Grafiken für das fertige Spiel gesehen habe, freue ich mich schon auf die Verkaufsversion von Hansa Teutonica.
nur wer sich entwickelt, hat eine Chance
Als nächstes spielten wir als 3er das für mich bisher unbekannte Sumeria von Reiver Games, das erst vor wenigen Wochen erschienen ist. Bei diesem Mehrheitenspiel in einer kleinen Box versuchen die Spieler sich möglichst gewinn (bzw. plättchen) bringend in den verschiedenen Gebieten zu platzieren. Nach der ersten Partie finde ich Sumeria ganz nett, aber es ist im ersten Eindruck für mich kein Eintrag in meiner Einkaufsliste. Dany war das Zünglein an der Waage. Hätte sie sich für ein anderes Plättchen entschieden, wäre Klaus als Sieger aus der Partie herausgegangen, da hat sich das Ja-Wort erneut gelohnt.
Sumeria, ein Spiel mit großem Grübelpotential
Normalerweise gibt es bei uns beim Spielen selten Momente der Aufregung. Am letzten Freitag war dies in zwei Situationen ein wenig anders. Plötzlich wurde es am Nebentisch zwischen zwei Spielern ein wenig lauter, das war jedoch kein Aufreger für mich. Dann jedoch kamen wiederholt Bemerkungen von einem Spieler, die bei mir beinahe für ein “Erdbeben” gesorgt hätten.
Ein Spieler, der zum erstenmal vor Ort war, hatte sich fettige mit Käse überbackene Nachos bestellt. Als sie ankamen, sagte ein anderer Spieler am Tisch, dass sie jetzt wohl erstmal zu dritt weiterspielen müssten. Der Nachos-Esser sagte dazu, das wäre nicht nötig, außerdem wären es ja nicht seine Spiele. Dies wiederholte er mehrmals ohne es als Witz darzustellen und spielte dann wirklich Säulen der Erde mit. Wäre es unser Spiel gewesen, hätte es wohl einen Einsatz von Chuck Norris gegeben
, sowas kann ich gar nicht ab, da bin ich eigen.
Nach der Aufregung kam als nächstes Finca als 3er auf den Tisch. Ich konnte mich relativ schnell in Führung setzen und diese auch knapp bis zum Ende des Spiels halten (46, 40 und 28 Punkte). Dabei konnte ich 2x durch nicht mehr genug Früchte bzw. Eselskarren im Vorrat “Holz und Pappe” aus dem Besitz meiner Mitspieler entfernen.
viele Früchte, leider nicht zum essen
Nach längerer Zeit zeigte sich mal wieder Oregon von Hans im Glück bei uns auf dem Tisch. Bisher war ich nie besonders gut bei diesem Spiel. Am Freitag erwischte ich bei diesem leichten Stategiespiel mit größerem Glücksanteil jedoch eine “Sahne-Partie”. Die beiden anderen konnten meinem Glück und meinem “strategischen” Geschick nichts entgegen setzen (106, 70 und 55 Punkte). Dies hat wohl nicht dazu beigetragen Klaus dieses Spiel schmackhaft zu machen. Mir gefällt Oregon gut, ich kann aber auch die Gegenargumente verstehen.
Oregon, nicht von allen mit gut bewertet
Als Absacker kam dann Keltis - das Kartenspiel auf den Tisch. Auch diese Partie lief sehr gut für mich, auch wenn es diesmal sehr knapp wurde: 25 zu 23 zu 14 Punkte. Wenn man Keltis und/oder Lost Cities mag (so wie ich), und noch eine Variation des Themas z.B. als kleines Kartenspiel sucht, sollte sich diese Version auf jedenfall mal anschauen. Alle die bereits das Spiel des Jahres 2008 als Reinfall bezeichnen, können es getrost ignorieren.
bietet etwas Neues für Fans des Spiel des Jahres 2008
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Donnerstag 13.08.2009 - it’s Magic time
13.8.2009 von Thomas.
Nachdem es bei mir vorletzte Woche so richtig gut lief, habe ich mich nach einer Woche Abstinenz (Mythodea sei Dank
) sehr auf den Donnerstags Draft im hiveworld gefreut. Vielleicht hätte ich mich vor lauter Feude über den Draft auch mal konzentrieren sollen. Obwohl an mir super blaue Karten vorbei liefen, blieb ich bei meinen ersten Farben und draftete mir so einen ziemlichen Haufen zusammen: grün mit Splash schwarz und weiss. Wenig Kreaturen kaum Removals - Highlights Overrun und Howl of the Night Pack.
Im 1. Match ging die erste Partie sehr schnell verloren. In der 2. Partie bin ich auf 1 Leben runter er hat einen Pinger getappt und ganz viele Kreaturen und 24 Leben. Ich greife mit allem an darunter das Einhorn, das alle seine Kreaturen blocken müssen. Noch ein Giant Growth gespielt und für 23 Schaden vorbeigeschaut, er in seinem Zug Ping auf mich ich tot, er 2:0 gewonnen. Ich liebe Magic.
Das 2. Match lief irgendwie seltsam ab, da ich eigentlich nie besonders gute Karten liegen hatte und er mit Safe Passage meinen Overrun ins Leere laufen lässt. Trotzdem gewinne ich 2:0. Egal, hauptsache gewonnen. Das letzte Match hat mein Gegner die viel besseren grünen Karten und dazu noch die blauen Karten die ich hätte nehmen müssen - 0:2 eingestampft. Mit 1:2 schließe ich das Turnier ab, und erhalte dafür immerhin noch ein Planar Cleansing in Foil.
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Spieletreff Engelshof - 07.08.2009
12.8.2009 von Thomas.
An diesem Freitag kamen wir erst gegen 18:40 in unserem Raum im Engelshof an. Die einzige bereits bestehende Spielrunde war gerade mit ihrem Spiel in den letzten Zügen, so dass wir schon bald an zwei Tischen spielten. Kurz danach kamen vier weitere Spieler, die einen weitere Spielrunde begannen. Erneut waren wir mit 13 Spielern zweistellig.
drei Spieltische, noch gibt es Platz
Unsere erstes Spiel war eine 4er Partie Cavum vom kleinen Verlag QWG. Erst am Donnerstag hatte ich die teilweise schlechten Noten in der Spielbox gesehen. Eigentlich hatte ich das Spiel besser in Erinnerung, die letzte Partie war aber auch schon 4-5 Monate her. Dany erklärte das Spiel den beiden anderen Mispielern, ich brauchte aber auch eine Auffrischung.
kurz vor Ende der ersten Runde
Mir hat das Spiel erneut gut gefallen und ich kann die Note 5 (auf einer 10er Skala) nicht nachvollziehen, aber Geschmäcker sind auch im Spielebereich sehr unterschiedlich. Glückselemente sucht man hier vergeblich. Trotz oder gerade wegen der begrenzten Anzahl von Zügen (drei Runden mit jeweils 12 Aktionen) ist Cavum sehr taktisch. Auch ich als Bauchspieler benötige etwas Denkzeit, deshalb würde ich mit Hardcore-Zugoptimierern nur ungern in den Stollen krabbeln.
Die Partie konnte ich sehr knapp mit einem Punkt Vorsprung vor meiner Frau gewinnen (154, 153, 142 und 135 Punkte).
nichts kurzes für zwischendurch
Als nächstes kam mit Wasabi eine weitere Essen 2008 Neuheit auf den Tisch. Dieses nette thematische Legespiel mit schönem Material ist zwar für mich kein Highlight, trotzdem bin ich froh, dass wir es in unserer Sammlung haben. Hoffentlich gibt es bald mal wieder einen Themenabend, wie wäre es mit japanischem Essen
. Dem einen Mitspieler gefiel Wasabi gut, der andere war nicht wirklich überzeugt von dem Spiel. Detlef konnte das Zutaten platzieren ziemlich klar für sich entscheiden (37, 30, 28 und 27 Punkte).
Sushi bitte nur im Spiel
Dann kam mit alea iacta est bereits das letzte Spiel des Abends auf den Tisch. Wenn alle das Spiel kennen, ist diese alea Nürnberg Neuheit ein nettes kurzes Würfelspiel mit viel Abwechslung. Aus diesem Grund kam es bei uns in den letzten Monaten immer wieder auf den Tisch. Detlef konnte auch diese Partie knapp mit 42 zu 40 (37 und 36) für sich entscheiden.
macht auch Spass in großer Entfernung zum Rubikon
An den anderen Tischen wurde wieder ein bunte Mischung an Spielen “kredenzt”: Wizard, Uptown, Gambit7, Puzzle Champ ?, St. Petersburg, Bluff, Patrizier, Pandemie, Ghost Stories und Njet.
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Conquest of Mythodea 2009 - ein Tag wie kein anderer
11.8.2009 von Thomas.
Nach der RPC 2009 in Köln hatte ich mir vorgenommen, noch dieses Jahr den beiden großen LARP-Veranstaltungen in Deutschland einen Besuch abzustatten. Leider hatte es beim Drachenfest nicht gepasst (Termin, etc.), deshalb war meine Freude umso größer, dass dem Besuch vom Conquest of Mythodea nichts entgegen stand.
Am Donnerstag (06.08.2009) fuhr ich gegen 7:30 aus unserer Garage und begab mich kurz danach auf die A1 in den ferienbedingt kastrierten Berufsverkehr. Da auf der A1 und der A2 wie so oft Baustellen satt angesagt war, und mir mein Rotenplaner für die letzten 50 Kilometer eine Landstrassenfahrt hinter einem LKW eingeplant hatte
, erreichte ich erst nach gute drei Stunden mein Ziel: Rittergut Brokeloh bei Hannover.
Das Angebot an Stellflächen für Autos ist in diesem kleinen Ort hervorragend, da 3-4 sehr große Parkplätze für die Teilnehmer und Besucher des LARPs zur Verfügung stehen. Somit konnte ich meinen Wagen relativ schnell abstellen. Die Helfer an den verschiedenen Checkpoints leiteten mich dann unfallfrei zum Headquarter, wo mich nach kurzer Zeit Sina als Pressesprecherin empfing.
Parkplätze sind genug vorhanden
In einem sehr netten Gespräch konnte Sie mir bereits einen ersten Eindruck über die Größe der Veranstaltung geben. Auf einem ca. 60 Hektar großen Areal leben/spielen 6200 Teilnehmer (Stand Donnerstag), darunter sind 1000 Nichtspielercharaktere (NSC) die (teilweise) nach Vorgabe der Spielleitung agieren und somit die Geschichte von Mythodea maßgeblich beeinflussen. 2009 stehen den Spielern ca. 1000 Plot Stränge (Haupt- und Nebenplots unterschiedlicher Größe) zum (an)spielen zur Verfügung.
60 Hektar Spielfläche
Von den über 6000 Teilnehmern sollen ca. 10% aus dem Ausland zu diesem größten Live Rollenspiel der Welt kommen (hauptsächlich Europa, aber z.B. auch aus den USA), mein Eindruck am Abend: es ist ein größerer Anteil. Darüber hinaus nehmen 300 Schausteller, Sänger, Händler etc. teil, die sich zum größten Teil im Bereich der Stadt (ein besonderer Bereich in Mythodea) niedergelassen haben.
in der Stadt kann man es sich gut gehen lassen
Insgesamt ca. 300 zumeist ehrenamtliche Helfer sorgen für den reibunglosen Ablauf dieser Riesenveranstaltung. Als Organisatoren, Spielleiter etc. sind sie mit ihren abhängig von Aufgabe und Hierarchieebene unterschiedlich farbigen Conquest T-Shirts sehr gut auf dem Gelände zu erkennen. Gerade gute Organisation und Sicherheit haben sich die Veranstalter auf ihre Fahnen geschrieben.
der organisatorische Aufwand ist groß
So hat z.B. die Feuerwehr das Gelände (Zelte, Holzaufbauten etc.) überprüft und ist während der Veranstaltung immer am Rande des Geländes präsent. Die Johanniter haben zwei Standorte auf dem Gelände, wo die Teilnehmer medizinische Hilfe bekommen. Bei den großen Kämpfen/Schlachten sind i.d.R. immer Spielleiter vor Ort, die auf die Einhaltung der Regeln und die Sicherheit der Teilnehmer achten. Natürlich gibt es, wie bei Rollenspielen üblich, ein größeres Regelwerk, das die verschiedenen Aspekte des Spiels (Kampf, einsetzbare Waffen, das Aussehen der NSC, Zusammenleben, etc.) reguliert.
sanitäre Anlagen sind wichtig
Auf dem Gelände sind an verschiedenen Stellen mobile Toiletten und Duschen untergebracht, so dass auch die sanitären Bedürfnisse der Teilnehmer nicht zu kurz kommen. Eine Besonderheit dieses LARPs ist die Kids Town. Hier können Kinder unter Aufsicht von Erziehern Klein Mythodea nachspielen, so dass sich auch Eltern mal ungebunden über das Gelände bewegen können.
Dies ist eine tolle Idee und ermöglicht auch Familien hervorragend an dieser Veranstaltung teilzunehmen.
für Kinder gibt es die Kids Town, Erzieher inklusive
Eine weitere Besonderheit von Conquest of Mythodea (und den zwei kleineren Mythodea Veranstaltungen) ist das Konzept des Kampagnenspiels. Seit dem Start 2003 wird eine fortlaufende Geschichte “geschrieben”, so dass jedes neue Jahr auf das Geschehen der vorangegangenen Jahre aufbaut. Die Spieler und NSC sind Teil einer fortlaufenden großen Geschichte, dies könnte ein guter Grund für den Erfolg dieser Riesenveranstaltung sein (Vermutung eines Laiens
).
jetzt konnte es losgehen
Nach unserem Gespräch ging ich als erstes die paar Schritte zur großen (Zelt)Stadt, in der die Händler Ausrüstungsgegenstände, Waffen, Schmuck, Essen und Trinken etc. anbieten. Dieser Bereich ist neutral und es sind keine Kämpfe erlaubt (genau wie im Zeltbereich der Lager), so dass man hier auf die unterschiedlichsten Charaktere trifft.
gegen 11 Uhr ist in der Stadt noch nicht soviel los
Da ich weder Hunger noch Durst hatte und bei meiner Kleidung fantasytechnisch sowieso Hopfen und Malz verloren war, machte ich nur kurz ein paar erste Fotos der Stadt. Sehr nett war auch ein von Bäumen abgetrennter, kleiner aber sehr gemütlicher Bereich mit ein paar Ständen, der fast wie ein kleiner eigener Marktplatz wirkte.
ein kleiner durch Bäume abgetrennter Bereich der Stadt
60 Hektar hört sich ja bereits nicht so klein an. Wie groß das wirklich ist, fand ich dann in den nächsten drei Stunden heraus
, als ich mir das gesamte Gebiet mit allen Lagern und sonstigen Bereichen ausgiebig anschaute. Als erstes streifte ich durch die Lager der Söldner und der NSCs, wobei sich das letztere durch anscheinend nicht so strenge Ambiente Regeln bei der Zeltauswahl bzw. “Einrichtungsgegenstände” auszeichnete, wie bei den andern Lagern von Conquest of Mythodea.
das Zeltlager der NSC
Danach besuchte ich die anderen Lager/Einrichtungen (Feuer, Grosses Heer, Neutral, Erde, Luft, Magie, Wasser, Orks und die Kids Town), die über das gesamte Areal verteilt sind. Die Lager haben i.d.R. einen Palisaden-Eingangsbereich aus Holz mit einem aufwendigen Tor, durch das die aktiven Spieler eintreten müssen. Dahinter gibt es einen kleinen freien Bereich, wo ggf. auch ein kleines Scharmützel stattfinden kann, bevor die Zelte (Wohnbereich) des Lagers anfangen.
aufwendige Eingangsbereiche zu den verschiedenen Lagern
In den Lagern selber nutzten zur Mittagszeit einige Teilnehmer den Schutz/Schatten der Zelte, um sich auszuruhen, gesellig beieinander zu sitzen und etwas zu trinken (i.d.R. kein Alkohol), zu grillen und zu musizieren. Das entspanntere Verhalten war natürlich auch dem Wetter geschuldet. Bei 31°C und keinem Wölkchen am Himmel können sich die wenigsten Menschen ohne Pause bewegen. So wurden auch die verschiedenen Schattenplätze unter Bäumen rege von den Teilnehmern für Pausen genutzt.
musizieren im Schutz des Zeltes
Das Gelände für Conquest of Mythodea hat mich richtig begeistert. Große Wiesen, auf denen sich die verschiedenen Lager befinden, bieten zusätzlich große Freiflächen für Kämpfe und Schlachten. Die verschiedenen Wiesen sind von Bäumen/Kleinwäldern/Wald umgeben, die natürliche Abgrenzungen der Flächen voneinander bilden. Insgesamt unterstützt das Gelände sehr gut die Geschichte der verschiedenen Lager, da hier mehrere voneinander getrennte Gebiete existieren.
von Bäumen gesäumte Wege als natürliche Abtrennung der Gebiete
Kurz vor Ende meines Rundgangs gelangte ich in das Ork-Lager. Drei “entkleidete” Orks erzählten von dem Problem aufwendige (Latex-)Verkleidung vs. hohe Temperaturen. Das war natürlich auch der Grund dafür, dass in diesem Lager gegen 14:00 nicht alle in voller Montur herumliefen. Trotzdem gab es bereits einige beeindruckende Verkleidungen zu bewundern. Als ich das Lager verließ, wurde ich Zeuge eines ersten Scharmützels, da sich ein paar sehr Mutige zu nah an das Ork-Lager heranwagten.
Übermut tut selten gut, insbesondere in der Nähe von Orks
Nach der kurzen Beobachtung einer Beerdigungszeremonie auf dem Friedhof in der Nähe des Magie Lagers bewegte ich mich über die große Freifläche zwischen den Lagern Magie, Wasser und Ork. Bevor ich mich versah, stand ich genau dort, wo eine kleine Schlacht stattfinden sollte.
Ich konnte mich gerade noch aus dem Mittelpunkt an den Wassergraben? des Wasser Lagers verziehen. Es war ziemlich beeindruckend, welche Dynamik sich entwickelte. Aus allen Richtungen kamen Krieger aus verschiedenen Fraktionen zusammen.
mittendrin statt nur dabei, konnte ich gerade noch vermeiden
Nach meinem sehr bescheidenen Mythodea-Wissen, hatten sich dort kurz aber heftig unter anderem Orks und Kämpfer aus dem Wasser Lager die “Meinung gesagt”. So plötzlich es anfing, so schnell ging es auch zu Ende und es kehrte wieder Ruhe auf der großen Fläche ein.
die Kämpfer kehren zurück in das Wasser Lager
An der Fläche vor dem Luftlager kam ich während des Tages häufiger vorbei. Dort übten immer wieder verschiedene unterschiedlich große Gruppierungen Schlachtformationen. Irgendwann verweilte ich ein wenig länger und schaute dem Treiben ein wenig zu. Besonders interessant war eine kleine Gruppe von teilw. älteren Männern, deren Chef lautstark in Englisch die Formationsbefehle über die Wiese brüllte. Kurz vor meinem Weiterzug machten sie jedoch den Fehler, sich mit einer viel größeren Gruppe anzulegen. Aber auch schnell laufen konnten sie sehr gut.
Formation - Fahne schützen
Bevor ich in das nächste Gebiet (Wiese vor dem Erde Lager) gehen konnte, musste ich ein wenig in die Büsche springen, da ich wieder mitten zwischen zwei Parteien stand, die sich gerade entschieden hatten, ihre Differenzen aus dem Weg zu räumen. Diesmal war es glaube ich auf der einen Seite eine Vereinigung verschiedener NSCs (Schwarzes Eis + Untotes Fleisch) und auf der anderen Seite unterschiedliche Spielergruppierungen, die anscheinend gerade vorbeikamen.
um ein Haar hätte ich meine Kamera als Waffe einstzen müssen
Als ich mich gerade wieder am Rand der große Wiese (mit der Stadt) befand, sah ich einen 6er Trupp junger Frauen in weißen Gewändern mit violetten Accessoires am Feuer Lager vorbeiziehen. Auf der RPC hatte ich bereits mitbekommen, dass die NSC Gruppe Viinshar - die Töchter der Leere eine besondere und wichtige Rolle in Mythodea spielen. Und ja, diese jungen Frauen beeindrucken durch ihr Äußeres und ihr Auftreten nicht nur einen Live-Rollenspiel-Novizen wie mich, auch vielen Teilnehmern war die Bewunderung und der Respekt vor der Rolle ins Gesicht geschrieben.
sehr beeindruckend: Viinshar - die Töchter der Leere
Das wird bestimmt interessant, dachte ich mir, also heftete ich mich an die Fersen der Viinshar mit ihrer sehr ausdrucksstarken Anführerin. Den ersten Stop legten sie beim Magie Lager ein. Hier konnte ich durch die Bretter (das Tor war geschlossen) eine Verhandlung der beiden Anführer beobachten, anscheinend einigten sie sich (meine unbedeutende Einschätzung
). Nach kurzer Zeit zogen sie weiter, wieder zurück zum Feuer Lager.
hier konnte man sich anscheinend einigen
Hier das selbe Prozedere, Aufregung, Tor zu und Verhandlung. Also blieb mir wieder nur die Beobachtung durch die Bretter. Da ich aber auch keine passende Kleidung anhatte, war das auch gut so. Irgend etwas lief hier jedoch anders, der ebenfalls beeindruckende Anführer dieses Lagers ließ sich nicht einschüchtern, sondern ging plötzlich in den Angriff über.
erst sah es auch hier nach friedlichen Verhandlungen aus …
… aber die Stimmung änderte sich schlagartig
Eine imposante (nicht die Größe, sondern das Aussehen) blonde Jeanne D’Arc Kopie warf sich in die Schlacht. Plötzlich setzte die Anführerin der Viinshar einen Zauber ein, so dass alle bis auf den Anführer des Lagers erstarrten. Danach war der Kampf auch schon wieder zu Ende und die Stille konnte jetzt unbehelligt das Lager verlassen.
eine Frau wehrt sich
Wie bei (fast) allen wichtigen Auftritten von NSCs und großen Kämpfen war auch hier mindestens ein Spielleiter vor Ort, der die Einhaltung der Regeln, Ermittlung des Kampfergebnisses etc. überwachte bzw. für Fragen zur Verfügung stand. Da die meisten Conquest Mitarbeiter über Funk miteinander verbunden sind, können Probleme, Ergebnisse und Ereignisse sofort weitergegeben bzw. geklärt werden. Dies ist ein weiterer Baustein der, zumindestens empfand ich das als außenstehender Beobachter, sehr guten Organisation dieser Riesenveranstaltung.
Conquest Mitarbeiter sind (fast) immer vor Ort
Leider hatte mich dieser Conquest so in seinen Bann gezogen, dass ich weder an die Versorgung noch an den Schutz meines Körpers gedacht hatte. Tja, erstmal bin ich zum Johanniter Zelt gegangen, um dort meinen heftigen Sonnenbrand auf beiden Unterarmen versorgen zu lassen. Danach bin ich dann in die Stadt eingefallen um mir mehrere Flaschen Drachenblu … ähm Apfelschorle reinzuziehen. Mein erstes Getränk nahm ich stilecht aus einem Steinbecher in einer Taverne in Form eines Schiffes zu mir. Danach holte ich meine Getränke “am Strand”.
das Black Pearl - die etwas andere “Strandkneipe”
Als nächstes lief ich durch die Stadt auf der Suche nach etwas Eßbarem, konnte mich aber erst nicht entscheiden. Meine Wahl fiel dann auf einen Barbarenspieß, der eigentlich sehr interessant schmeckte, leider konnte ich ihn wegen Zahnschmerzen nicht so wirklich genießen.
fettig aber lecker
Danach schaute ich mir in Ruhe zuerst in der Stadt und dann im Schatten
die Spieler und die NSCs in ihren teilweise außergewöhnlichen Verkleidungen an. Die Bandbreite und der Einfallsreichtum der dargestellten Figuren ist riesig. Es gibt extrem aufwendige filmreife Verkleidungen aber auch einfache trotzdem sehr reizvolle Outfits. Es müssen nicht unbedingt Rüstungen für an die 1.000 Euro sein, es sollte halt nur zur Rolle und zum gesamten Ambiente passen.
eine große Bandbreite von Outfits …
… von klassisch
… bis sehr außergewöhnlich,
von düster …
… bis farbenfroh
Im Gegensatz zu den Spielern gibt es bei den NSCs anscheinend strengere Kleidungsrichtlinien, da diese in der Geschichte auch eine homogenere Gruppe darstellen. Bei den Spielern gibt es viele kleine und große Gruppierungen, die alle unterschiedlich aussehen. Vieles ist möglich, von aufwendigen Latexverkleidungen der Orks über fette Rüstungen der Soldaten bis zu grazilen Elfen. Die Fantasy Welt gibt viele Beispiele und das Angebot an Händlern mit entsprechendem Waren ist groß.
beeindruckender Auftritt in der Gruppe …
… und als Einzelperson
Nur bei den Waffen sind die Vorschriften aus Sicherheitsgründen strenger. Diese sollten z.B. am Headquarter auf ihre Tauglichkeit für den LARP Kampf überpüft werden. Es soll sich ja niemand real bei den vielen Kämpfen und Schlachten verletzen.
Nach ein paar kurzen Gesprächen und etwas Erholung im Schatten konnte ich ein paar erste Eindrücke zu Papier bringen. Auch wenn es vielleicht anders rübergekommen ist, Conquest of Mythodea besteht nicht die ganze Zeit nur aus Kämpfen. Ich hatte das Gefühl, dass hier das gemeinschaftliche Erleben im Vordergrund steht. Für viele Spieler/NSCs sind die Kämpfe ein wichtiger Bestandteil, es gibt aber auch viele Teilnehmer, die an den Kämpfen überhaupt nicht teilnehmen, sondern einfach nur für 4-5 Tage Spass haben an dem Eintauchen in diese Fantasy Welt.
kämpfen ist nicht alles
Die Leute treffen sich, halten ein Schwätzchen, essen, trinken und haben einfach Spass miteinander. Jeder macht das, wozu er Lust hat. Nur als NSC sollte man Interesse haben, die Geschichte zu prägen, an Schlachten teilzunehmen und den Anweisungen der Spielleiter zu folgen, da man zwar weniger als NSC bezahlen muss, dafür aber auch ein fester Bestandteil der Geschichte wird.
für NSC-Spieler gibt es Kleidungsrichtlinien
Es ist wirklich klasse, das so viele Leute aus unterschiedlichen Ländern gemeinsam und insbesondere friedlich ihre Freizeit miteinander teilen und genießen. Natürlich besteht für anfällige Menschen die Gefahr, sehr tief in die Welten der verschiedenen LARP-Veranstaltungen einzutauchen und den Bezug zur realen Welt aus den Augen zu verlieren. Im Gegensatz zu Spielen wie World of Warcraft sehe ich hier jedoch eine geringere Gefahr, da es hier immer den direkten Kontakt zu Menschen und nicht den anonymen Kontakt über den Computer gibt.
Kontakte mit realen Menschen in einer Fantasy Welt
Da ich einen netten Tipp erhalten hatte, dass noch etwas großes zwischen Stadt und Feuer Lager passieren würde, blieb ich im Schatten der Bäume am Rand der Wiese sitzen. Mir waren schon vorher die Aktivitäten am Rande aufgefallen. Verschiedene Spielergruppen sammelten sich in anderen Gebieten, Kameras und Lautsprecher wurden am Rand der großen Wiese intalliert und Wasserbehälter in den Graben in der Mitte der Wiese abgeworfen.
wo geht es hin?
Um ca. 18:20 ging es los. Ich fühlte mich ein wenig an einen bzw. drei meiner Lieblingsfilme erinnert
. Hunderte NSCs (Schwarzes Eis + Untotes Fleisch) marschierten beeindruckend auf der Freifläche in großen Gruppen unter lauten Schreien auf. Dies war sehr beeindruckend und um die Wiese sammelten sich die unbeteiligten Schaulustigen. Dann ging das Tor im Feuer Lager auf und die ersten 100 Gegner sammelten sich gegenüber den NSCs. Weitere Kämpfer aus den anderen Lagern gesellten sich zu den “Feuer Kämpfern”.
beeindruckender Aufmarsch vor Minas Tiri … vor dem Feuer Lager
Nach und nach füllte sich die Freifläche bis eine ähnlich große Gruppe an Kriegern dem schwarzen Eis / untoten Fleisch gegenüberstand. Jetzt betrat ein Obermotz (da verließ mich mein Wissen über Mythodea) der “Bösen” die Bühne und sprach mit tiefer bedrohlicher Stimme zu seinen Kämpfern.
Kämpfer des Feuer Lagers machen sich bereit
Dann brach der Kampf los. Ich verlor ein wenig den Überblick und wurde immer wieder von dem pulsierenden Kampf überrascht und in den Schatten der Stadt gedrängt. Kampfphasen und Pausen wechselten sich unter der lauten Stimme des Anführers ab.
der Kampf hat begonnen
Da auch nach einer Stunde noch kein Ende abzusehen war, machte ich mich langsam auf den Weg, da mir nach dem anstrengenden Tag noch drei Stunden Rückfahrt bevorstand. Obwohl ich nicht bis zum Ende bleiben konnte, war diese Schlacht ein beeindruckendes Endes eines tollen, interessanten Tages.
das Ende der Schlacht konnte ich nicht mehr abwarten
Bereits auf der RPC war ich von den Live-Rollenspielern beeindruckt, dieser Tag übertraf meine Erwartungen jedoch um Längen. Menschen die mich gut kennen, wissen das ich mich schnell für neue Themen (insbesondere aus dem Spielebereich) begeistern kann, aber selbst für meine Verhältnisse hat mir dieser Tag trotz der Anstrengungen außergewöhnlich viel Spass gemacht.
eine Pause im Schatten, das hätte ich häufiger tun sollen
Natürlich habe ich vieles nur angekratzt und meine Bewertungen sind sehr oberflächlich aus der Sicht eines Ahnungslosen im Bereich Live-Rollenspiel. Inwieweit die Organisation und die Stimmung wirklich hervorragend ist, die sanitären Einrichtungen ausreichend sind, die Plots Spass machen und die Geschichte über Jahre fesselt, können die erfahrenen Live-Rollenspieler viel besser beurteilen.
Unzufriedenheit sieht anders aus
Aber vielleicht gibt es im kommenden Jahr, wenn meine Frau dazu Lust hat, eine Neuauflage meines Besuches. Dann berichte ich über alle Tage und auch mitten aus dem Leben eines Kämpfers in Mythodea.
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50 Jahre Diplomacy
7.8.2009 von Thomas.
Zu diesem runden Geburtstag hat Spiegel Online einen interessanten Bericht ins Netz gestellt.
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Spieletreff Engelshof - 31.07.2009
3.8.2009 von Thomas.
Am Freitag trudelten die Spieler nach und nach ein, bis um ca. 19:30 die Zahl 12 erreicht wurde. Diesmal war mit Andreas Steding ein Spieleautor zu Gast der zusammen mit Klaus seinen Prototypen Hansa Teutonica (aka Wettstreit der Händler, erscheint im Oktober bei Argentum) testen wollte. Da ich es bereits schon häufiger gespielt hatte, überließ ich anderen Spielern diesmal das Testen.
diesmal waren es bis zu drei Spielrunden
Unser erstes Spiel war eine 5er Partie Rök. Das Spiel kann ganz lustig sein, leider gibt es auch zu fünft immer wieder 3-4 Runden hintereinander, wo keine passenden Steine aufgedeckt werden. Dany konnte die Partie klar mit 8 Paaren für sich entscheiden. Wir anderen vier mussten uns mit 2-4 Paaren begnügen.
Rök - ruhige Momente beim Nachziehen
Nachdem weitere Spieler eintrudelten, spielten wir als nächstes eine 3er Partie Factory Fun. Dieses Spiel ist für mich eins der Highlights von der Spiel 2006. Erfreulicherweise kommt dieses Jahr eine Erweiterung von Cwali heraus. Dany konnte auch diese Partie für sich entscheiden (61 zu 50 zu 49). Später am Abend versuchten sch drei Spieler an Factory Fun, die es bisher nicht kannten. Tja, die Regel ist nicht unbedingt das Beste an diesem Spiel.
das Siegertableau von Dany
Gambit 7 starteten wir dann zu fünft, beendeten es aber aufgrund von Essenspausen zu dritt. Eigentlich lief das Spiel sehr gut für mich, da ich aber auch ein alter Zocker bin, setzte ich mit dem Gambit 7 Chip alles auf eine Kart… Antwort. Tja, ich habe das Spiel nicht gewonnen. Immerhin konnte ich mir mit 2 Punkten den 2. Platz sichern.
Das letzte Spiel des Abends war Masters of Venice als 5er Partie, das ich bisher noch nicht kannte. Mit etwas über drei Stunden (inkl. längere Erklärung) war es das mit Abstand längste Spiel des gesamten Abends. Die erste Partie dieses Handelsspiels hat Spass gemacht, auch wenn mir erst kurz vor Ende des Spiels die Zusammenhänge in Venedig klarer wurden. Wjeko konnte als”alter Profi” in Venedig am besten schachern, immerhin konnte ich mir den 2. Platz sichern.
Masters of Venice - komplexere “Handelskost”
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