Spielend nach Wien - Die Hinfahrt

Da uns vor drei Jahren Wien sehr gut gefallen hat, haben wir uns relativ kurzfristig entschlossen dieses Jahr erneut ein paar Tage in dieser sehr schönen Stadt zu verbringen. Im Gegensatz zu 2006 waren wir diesmal per Bahn unterwegs, was uns die Gelegenheit gab, verschiedene Spiele auf ihre Bahnreisetauglichkeit zu testen.

Durch einen glücklichen Zufall konnten wir uns sehr günstig 1. Klasse Tickets sichern mit hoffentlich großen Tischen. Da wir nicht wussten, das man auf reservierte Plätze nach Beginn der Reise immer Handtücher legen muss :-) , verloren wir in Frankfurt unsere Plätze, so dass wir mehrmals den Standort wechseln mussten, und nicht immer einen Tisch zur Verfügung hatten.

Unser erstes Spiel auf dem kleinen Tisch war Einfach Genial 2er Reiseedition. Das Spielbrett ist so konzipiert, das man auch bei einer wackligen Zugreise gut auf “Farbenjagd” gehen kann. Nur die sehr kleinen und fisseligen Punktestecker sind nichts für Grobnotoriker - ich habe sie aber alle wieder vom Boden aufheben können :-) . Leider vernachlässigte ich in beiden Partien eine Farbe, so dass Dany beiden Partien für sich entscheiden konnte.

passt gut auf einen “Zugtisch”

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Das nächste Spiel war Roll through the Ages, bei dem wir zur Reduzierung der “Würfelverluste” den Spielkarton zum Würfeln nutzten. Auch dieses Spiel eignet sich sehr gut für eine Zugfahrt mit Tisch, da alles entweder aufgeschrieben oder in die Anzeigetafeln gesteckt wird. Ich musste mich mal wieder bei diesem Spiel meiner Frau 28 zu 33 geschlagen geben, da sie zwei große Monumente bauen konnte.

 Rohstoffe gehen auch im Zug nicht verloren :-)

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Zwischendurch bewegte ich mich mit unserem Nintendo DS auf Solopfaden, da Dany etwas Probleme mit der doch sehr schaukelnden Fahrt am Rhein hatte. Also quälte ich Sonic und Mario in ihren Spielewelten. Dies dauerte jedoch nicht lange, da ich zum einen keinen guten Tag erwischte und zum anderen Dany ziemlich schnell wieder einsatzfähig war.

Game Boy Advance Game meets Nintendo DS

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Nach dieser Pause war es Zeit für eine unserer Lieblingsspieleserien: Mystery Rummy. Als Kartenspiele ist diese Serie natürlich geeignet für eine Zugfahrt, jedoch sollte der Tisch nicht zu klein sein, da in manchen Partien doch einiges ausgelegt werden muss. Sollte die Zugfahrt mal sehr unruhig werden, ist es eine gute Idee, den Nachziehstapel / Ablagestapelnicht aus den Augen zu verlieren. :-)

Mystery Rummy - es geht zur Not auch nebeneinander

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Die Partie Jack the Ripper konnte ich klar mit 2x Jack the Ripper entkommt für mich entscheiden. Nach einem weiteren “Umzug” konnten wir die Partie Dr. Jekyll & Mr. Hyde nun in der besseren Position (gegenüber) zueinander spielen. Da wir jetzt zu viert an einem großen Tisch saßen, wurden die Mitreisenden neugierig, und stellten ab und zu interessierte Fragen über unser “Kartenprozedere”.

ein 2er Spiel am 4er Tisch

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Als nächstes kam das einzige uns bisher unbekannte Spiel auf den Tisch. Einfach Genial - das Kartenspiel ist sicherlich kein Highlight, da es nicht mal annähernd an die Klasse des Originals herankommt. Es hätte aber auch schlimmer kommen können. Es ist ein schnelles Ablagespiel mit geringen Einflußmöglichkeiten, das einem keine Schmerzen bereitet und gut im Zug spielbar ist. Dany konnte die Partie knapp für sich entscheiden.

einfach - ja, genial - nein

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Als weitere Kartenspieladaption eines großen Spiels kam nun Keltis - das Kartenspiel auf den Tisch. Im Gegensatz zum Spiel davor wird hier wieder ein wenig mehr Platz benötigt. Im Vergleich dieser beiden Spiele gefällt mir Keltis eindeutig besser, da es hier neben viel Glück auch wirkliche Handlungsoptionen gibt. In einer sehr engen Partie konnte ich mich knapp mit 23 : 21 durchsetzen.

hier brauch man schon etwas Platz

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Als letztes Spiel auf unserer Hinfahrt kam Cities, ein Highlight unter den einfachen Familienspielen des letzten Jahres. Zu Recht ist dieses Spiel des kleinen Verlags (Emma Games) auf der Empfehlungsliste zum Spiel des Jahres 2009 gelandet. Bei den bahntauglichen Spielen hätte es mindestens zur Nominierung gereicht :-) . Normalerweise habe ich im höchsten Schwierigkeitsgrad (fast) immer über 60 Punkte. Diesmal war natürlich wie so oft die Bahn schuld. Dany konnte das Spiel klar für sich entscheiden 62 : 49.

zwar ohne Wien, aber trotzdem sehr gut

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Wie zu erwarten, wurden wir von den meisten Mitreisenden interessiert aber auch irritiert beobachtet, da wir nicht nur die typischen Beschäftigungen einer Zugfahrt (Lesen, Schlafen, Unerhalten, aus dem Fenster schauen, am Laptop arbeiten, Musik hören, etc.) zeigten. Spielen ist jedenfalls eine sehr gute Möglichkeit eine 9,5 Stunden lange Zugfahrt angenehmer zu gestalten.

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