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Archive für 9.4.2009
Bilstein April 2009 - 2. Tag
9.4.2009 von Thomas.
Als erstes kam am Freitag nach einer Erklärung von Kathrin Cities von Emma Games auf den Tisch. Da der Vorgänger immer noch ungespielt zu Hause liegt, hatte ich in Essen bei diesem Spiel nicht zugegriffen. Erst haben wir zu viert die mittlere danach die schwierigste Version gespielt. Cities ist ein wirklich gutes unterhaltendes Legespiel, was davon lebt, das alle Spieler die selben Plättchen zur Verfügung haben. Es bietet mit drei Regelvarianten einen steigenden Schwierigkeitsgrad an.
Die mittlere Version ist von der Spielzeit (10 Minuten) noch etwas kürzer, dafür bietet die schwierigste Version mehr Möglichkeiten, ist dafür aber auch ein wenig komplexer (=> alle Möglichkeiten im Auge behalten). Die erste Partie konnte ich überraschend gewinnen, musste mich dann aber in der komplexeren Version Kathrin knapp geschlagen geben.
Cities: die erste positive Überraschung in Bilstein
Der dritte Teil der Cartagena “Saga” hatte mir bereits nicht mehr gefallen. Wie sieht es mit dem 4. Teil - Cartagena - Die Meuterei - aus? Positiv fand ich, dass wieder (wie auch im 3. Teil) ein komplett anderes Spiel auf den Tisch kam. Trotzdem hinterließ dieser 4. Teil keinen wirklich positiven Eindruck. Zwar gibt es hier interessante Ansätze, trotzdem konnte der Funke nicht bei mir überspringen.
hier spielt sich alles auf einem Schiff ab
Wie auch in anderen Geschäftsbereichen versuchen die Spieleverlage inzwischen erfolgreiche Namen auch für weitere ähnliche oder auch gänzlich andere Spiele (siehe Cartagena) zu nutzen. Genial Spezial ist ein solcher Fall. Mein erster Eindruck ist nicht gerade überschwenglich. Ich würde dieses Legespiel wieder mitspielen aber zumindestens zu diesem Zeitpunkt kommt es nicht auf meine Einkaufsliste. Vielleicht war ich aber auch nur wegen meiner Erwartungshaltung enttäuscht, denn genial ist nicht unbedingt einfach.
Nach einer weiteren Partie Cities, die meinen positiven Eindruck von diesem Spiel bestätigte, kam als nächstes mit Powerboats ein Spiel von meinen ungespielten Essen 2008 Neuheiten auf den Tisch. Powerboats von Cwali ist ein nettes Rennspiel mit einem interessanten ungewöhnlichen Würfelmechanismus, das ich in den kommenden Wochen sicherlich nochmal spielen werde.
coole Würfel
Da mein Versuch am Donnerstag, auch eine Mehrpersonen Partie ohne eine Farm oder Tiere zu gewinnen, ziemlich in die Hose gegangen ist, war ich froh, mich erneut einer Frage der Ähre stellen zu können. In unserer 4er Partie lief es diesmal besser, und ich konnte mit zwei Farmen und ein paar Tieren einen klaren Sieg feiern (196, 173, 154 und 139 Punkte).
Farmen und Tiere sind wichtig
Danach lernte ich mit MOW einen klassischen Starter/Absacker kennen. Mit sehr wenigen Regeln entsteht ein abwechslungsreiches Schachern um Minuspunkte a la 6 nimmt. Da auch Kartenglück eine große Rolle spielt, sollte man eine Partie nicht zu ernst nehmen, das gilt aber eigentlich für alle Spiele
.
Ochsen oder Kühe, Spass macht es in beiden Fällen
Zur Abwechslung kam dann wieder ein Spiel von Nürnberg 2009 auf den Tisch, das ich bereits kannte. Small World ist ein schnelles Strategiespiel, das ein Ausruhen beim Punkte sammeln kaum verzeiht. Hier gilt es den richtigen Zeitpunkt für den Untergang des eigenen Volkes zu wählen, um dann mit einer guten Entscheidung ein weiteres punkteträchtiges Volk auf den Spielplan zu bringen. Prinzipiell gefällt mir das Spiel richtig gut, jedoch möchte ich es nicht mit Dauerdenkern oder in einem Debattierclub spielen.
Small World: zur Zeit ganz oben in der Hotness Liste von BGG
Nach dem Abendessen war jetzt auch meine Frau mit am Start, und wir begannen den Abend mit der Queen Games Neuheit Montego Bay als 4er Partie. Das Spielmaterial ist sehr ansehnlich und von guter Qualität. Man versucht sich mit zwei Spielfiguren Rumfässer zu besorgen, um mit ihnen dann möglichst punkteträchtige Mehrheiten auf den abfahrenden Schiffen zu erzielen.
Jungs holt Rum
Die Figuren laufen auf einem Rundkurs und werden von den anderen Figuren entweder auf die gegenüber liegende Seite des Kurses oder auf den ersten freien Platz nach hinten gestoßen. Dieses chaotische Mehrheitenspiel mit geringen Einflußmöglichkeiten gefiel mir persönlich nicht. Ich mag Mehrheiten und auch Chaos, mit diesem Cocktail konnte ich leider im ersten Versuch nichts anfangen.
Mehrheiten auf den Schiffen, Chaos auf dem Rundkurs
Als nächstes kam erneut Alea Iacta Est auf den Tisch. Da ich es ja schonmal gespielt hatte, fiel diesmal für mich die (bei diesem Spiel hohe) Hürde Regel verstehen weg. Siehe da, es entwickelte sich ein von Taktik und Glück geprägtes Würfelspiel, was mir und ich denke auch den Mitspielern wirklich Spass gemacht hat. Es ist sicherlich kein herausragendes Spiel, was man sich bei Alea immer erhofft. Aber es funktioniert gut und wenn alle die Regeln kennen, fällt das Hauptproblem (zu lange Regel für das Gebotene) weg.
Alea Iacta Est ist ein gutes Beispiel - eine 2. Chance hat jeder verdient
Mit Finca kam nun die Hans im Glück Neuheit im großen Karton auf den Tisch. Ähnlich wie in den ersten drei Mac Gerdts Spielen gibt es auch bei Finca ein Rondell, das hier aber nur zur Rohstoffversorgung (Früchte und Eselskarren
) eingesetzt wird. Die verschiedenen Punktemöglichkeiten sind nicht unbedingt neu, zusammen mit dem tollen Holzmaterial entsteht aber ein schönes taktisches Spiel, das mir in der ersten Partie richtig Spass gemacht hat. Das hat nichts damit zu tun, dass ich die Partie knapp für mich entscheiden konnte (47, 46, 45, 39 Punkte).
ein Rondell aber kein Mac Gerdts
Danach kam erneut Tetr… ähm Fits auf den Tisch. In meiner dritten Partie hatte ich das Gefühl, das die Lenkurve bei diesem Spiel nicht zu übersehen ist. Die beiden Spieler, die es bereits kannten, konnten 22 bzw. 30 Punkte erzielen. Die “Frischlinge” dagegen mußten sich mit 3 bzw. 0 Punkte zufrieden geben.
eine Partie, vier Spielpläne, vier Schwierigkeitsgrade
Roll through the Ages ist für mich vielleicht bisher in 2009 die Spiele-Überraschung. (Rezension hier) In dieser 4er Partie lief es diesmal erst gut und dann gar nicht mehr. Sehr schnell hatte ich 7 Städte (gut), danach hatte ich aber soviele Probleme diese zu ernähren zzgl. einer schmerzhaften Revolte (schlecht), das ich mit (gar nicht so schlechten) 20 Punkten Letzter wurde. Anke konnte das Spiel mit 28 Punkten gewinnen.
ein richtig spassiges, knackiges aber auch taktisches Würfelspiel
Als Abschluss des Freitags spielten wir noch eine Partie Dog, neben Tichu der Absacker Nummer 1 bei uns. Die Schmidt Version ist OK, aber nur unsere Brändi Version aus Holz erhält von mir die Höchstwertung. Wie so oft wurde in dieser Partie das alte Jungs (Peter, Thomas) gegen Mädels (Anke, Dany) ausgetragen. Für uns lief er erst schlecht, hatten dann aber ein wenig Glück, und konnten die Frauen noch kurz vor dem Ziel abfangen. Das war ein schöner Abschluss für den Tag
.
Für mich in dieser Version eine BGG 10
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