Willingen 2008 - 6. Tag

Das erste Spiel vom Donnerstag hat uns sehr viel Nerven und Geduld gekostet. Die schlechte Regel von One more Barrel (Giochix) stellte für uns eine sehr hohe Einstiegshürde dar. Selber habe ich sie noch nicht gelesen, aber bei den Problemen die wir hatten, muss sie wirklich schlecht sein. Das Spiel selber hat ein sehr “böses” realistisches Thema. Aufgrund der Regelschwierigkeiten haben wir jedoch ein komplettes Element weggelassen (Rebellen). Das so etwas kastrierte Spiel hat interessante Mechanismen, so dass ich ein 2. Spiel zur richtigen Zeit nicht ablehnen werde. Schließlich hat fast jedes Spiel eine zweite Chance verdient, mich zu überzeugen.

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Am 6. Tag kam dann auch ein Prototyp auf unseren Tisch - Wanderwege von Jürgen Aden. Natürlich werde ich hier nicht aus dem Nähkästchen erzählen, aber dieses taktische Legespiel hat mir gut gefallen und machte bereits einen ziemlich fertigen Eindruck.

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Nach einer weiteren Partie Le Havre zu fünft, kam bei uns als nächstes Byzanz von Amigo auf den Tisch. Da ich mich in Essen nur um die Klein-/Auslandsverlage gekümmert hatte, und auch danach noch keine Gelegenheit hatte, dieses Spiel zu testen, war ich froh, dass jemand das Spiel erklären konnte. Byzanz ist ein Kartenspiel bei dem durch geschicktes Bieten möglichst viele Punktkombinationen gesammelt werden. Die Mechanismen sind gut aufeinander abgestimmt, dazu kommt eine Prise Glück (Starthand). Insgesamt ist Byzanz ein gelungenes Kartenspiel, wozu ich nicht nein sagen würde.

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Mit etwas anderer Besetzung haben wir uns dann erneut beschenkt. Gift Trap ist immer wieder ein unterhaltsames Spiel, da immer wieder neue lustige Konstellationen entstehen. Danach haben wir zwei Spiele angefangen und auch wieder schnell abgebrochen. Als erstes kam das Kinderspiel Billy Biber von Ravensburger auf den “Erwachsenen Tisch”.

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Vorab muss gesagt werden, dass es einige Kinderspiele gibt die ich wirklich mag (Looping Louie, Tier auf Tier, Gulo Gulo, etc.). Billy Biber gehört nicht dazu. Egal wie vorsichtig wir waren, bei jedem zweiten Versuch brach der gesamte Aufbau zusammen. Zwar gehören wir nicht zur Zielgruppe, aber ich bezweifle, dass es bei Kindern wirklich besser funktioniert. Nach 10 Versuchen gaben wir es auf.

Das nächste Spiel funktionierte zwar, gefiel uns aber auch nicht besser. Bei Ego von Huch & Friends muss man geheim zu (Psycho)Fragen eine von drei Antworten wählen und die Mitspieler müssen dann die richtige Antwort raten. Die Fragen und Antworten sind sehr extrem, für mich ist das kartengesteuertes Flaschendrehen für pupertierende Selbstfindung.

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Zum Abschluss des Tages gingen wir auf Nummer sicher und spielten 5 Durchgänge Finito. Ein Mitspieler hatte einen extra großen und schweren Würfel dabei, so daß jedes Ergebnis von einem kleinen Erdbeben begleitet wurde. Zumindestens schaute der Nachbartisch etwas verständnislos in unsere Richtung. :-)

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