Archive für 26.11.2008

Willingen 2008 - 7. Tag und Abfahrt

Freitag Morgen kam ein Rennspiel von Essen 2008 auf den Tisch, Snow Tails von Fragor Games. Zwar fehlen die obligatorischen (Keramik?) Figuren, trotzdem ist das Spiel sehr gut ausgestattet. Was noch viel wichtiger ist, das Spiel hat mir und anscheinend auch den Mitspielern gut gefallen, so daß wir direkt zwei Rennen hintereinander gefahren sind.

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Für das erste Rennen hatten wir die vorgegebene Start Strecke ausgewählt. Beim zweiten Durchgang wurden wir mutig und bauten fast alles an Hindernissen was die Schachtel hergab in die Strecke ein. Trotz der verheerenden Niederlage im 2. Rennen (ich wurde kurz vor der Zielgeraden von meiner Frau abgefangen => Letzter) gebe ich dem Spiel eine gute 7 (BGG Note).

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Mit Machu Pichu kam danach ein Spiel auf den Tisch, was wir schon einmal zuvor gespielt hatten. Das klassische Rondell der bisherigen Mac Gerdts Spiele ist diesmal nicht im Spiel integriert, trotzdem fühlt man sich sofort “heimisch”. Obwohl das Spiel diesmal nicht in Zusammenarbeit mit eggertspiele herausgebracht wurde, ist die Qualität des Spielmaterials wie gewohnt sehr hoch. Es ist ein würdiger Nachfolger, der mir persönlich sogar am besten von den Gerdts Spielen gefällt.

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Das nächste Spiel ist der Versuch ein bereits ausgelutschtes Thema weiter auszupressen. Gegen gute Variationen habe ich nichts einzuwenden, davon ist Carcassonne Mayflower jedoch sehr weit entfernt. Durch den neuen Mechanismus gibt es kaum noch Chancen größere Bauten fertig zu stellen. Jetzt zählt noch mehr als bei den anderen Versionen, wer die richtige Karte zieht gewinnt. Da spiele ich lieber das Original.

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Da ich nicht wirklich fit war und uns durch den Schneefall eine unruhige Heimfahrt bevorstand, war das nächste Spiel auch schon das letzte an diesem Freitag. Tribun von Karl-Heinz Schmiel gefällt mir sehr gut. Essen 2008 ist die Brutier Erweiterung zu diesem Spiel herausgekommen. Es erweitert die Aktionsfelder, ist jetzt zu sechst spielbar und bringt eine komplett anders zu spielende Fraktion ins Spiel.

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Die Erweiterung muss man nicht unbedingt haben, sie bringt aber zusätzliche Optionen und eine neue Fraktion, deren Stärke man jedoch erst noch testen muss. Der Spieler dieser Fraktion hatte zumindestens in unserem Spiel keine Chance.

Am nächsten Morgen sind wir dann relativ früh los gefahren. Durch den plötzlichen Wintereinbruch war es eine sehr stimmungsvolle aber langsame Heimfahrt. :-)

Blick aus unserem Zimmer - Ankunft

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Blick aus unserem Zimmer - Abreise

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Willingen 2008 - 6. Tag

Das erste Spiel vom Donnerstag hat uns sehr viel Nerven und Geduld gekostet. Die schlechte Regel von One more Barrel (Giochix) stellte für uns eine sehr hohe Einstiegshürde dar. Selber habe ich sie noch nicht gelesen, aber bei den Problemen die wir hatten, muss sie wirklich schlecht sein. Das Spiel selber hat ein sehr “böses” realistisches Thema. Aufgrund der Regelschwierigkeiten haben wir jedoch ein komplettes Element weggelassen (Rebellen). Das so etwas kastrierte Spiel hat interessante Mechanismen, so dass ich ein 2. Spiel zur richtigen Zeit nicht ablehnen werde. Schließlich hat fast jedes Spiel eine zweite Chance verdient, mich zu überzeugen.

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Am 6. Tag kam dann auch ein Prototyp auf unseren Tisch - Wanderwege von Jürgen Aden. Natürlich werde ich hier nicht aus dem Nähkästchen erzählen, aber dieses taktische Legespiel hat mir gut gefallen und machte bereits einen ziemlich fertigen Eindruck.

Der Autor

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Nach einer weiteren Partie Le Havre zu fünft, kam bei uns als nächstes Byzanz von Amigo auf den Tisch. Da ich mich in Essen nur um die Klein-/Auslandsverlage gekümmert hatte, und auch danach noch keine Gelegenheit hatte, dieses Spiel zu testen, war ich froh, dass jemand das Spiel erklären konnte. Byzanz ist ein Kartenspiel bei dem durch geschicktes Bieten möglichst viele Punktkombinationen gesammelt werden. Die Mechanismen sind gut aufeinander abgestimmt, dazu kommt eine Prise Glück (Starthand). Insgesamt ist Byzanz ein gelungenes Kartenspiel, wozu ich nicht nein sagen würde.

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Mit etwas anderer Besetzung haben wir uns dann erneut beschenkt. Gift Trap ist immer wieder ein unterhaltsames Spiel, da immer wieder neue lustige Konstellationen entstehen. Danach haben wir zwei Spiele angefangen und auch wieder schnell abgebrochen. Als erstes kam das Kinderspiel Billy Biber von Ravensburger auf den “Erwachsenen Tisch”.

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Vorab muss gesagt werden, dass es einige Kinderspiele gibt die ich wirklich mag (Looping Louie, Tier auf Tier, Gulo Gulo, etc.). Billy Biber gehört nicht dazu. Egal wie vorsichtig wir waren, bei jedem zweiten Versuch brach der gesamte Aufbau zusammen. Zwar gehören wir nicht zur Zielgruppe, aber ich bezweifle, dass es bei Kindern wirklich besser funktioniert. Nach 10 Versuchen gaben wir es auf.

Das nächste Spiel funktionierte zwar, gefiel uns aber auch nicht besser. Bei Ego von Huch & Friends muss man geheim zu (Psycho)Fragen eine von drei Antworten wählen und die Mitspieler müssen dann die richtige Antwort raten. Die Fragen und Antworten sind sehr extrem, für mich ist das kartengesteuertes Flaschendrehen für pupertierende Selbstfindung.

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Zum Abschluss des Tages gingen wir auf Nummer sicher und spielten 5 Durchgänge Finito. Ein Mitspieler hatte einen extra großen und schweren Würfel dabei, so daß jedes Ergebnis von einem kleinen Erdbeben begleitet wurde. Zumindestens schaute der Nachbartisch etwas verständnislos in unsere Richtung. :-)

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Willingen 2008 - 5. Tag

Am Mittwoch Morgen waren wir wieder zu fünft. Als erstes kam Kazaam vom polnischen Verlag Wolf Fang auf den Tisch. Für drei am Tisch war es kein neues Spiel, so dass wir es schnell erklären konnten. Kazaam ist ein nettes Legespiel mit interessanten Mechanismen aber auch hohem Glücksfaktor. Die Grafik ist sehr ungewöhnlich aber nicht schlecht. Problematisch ist nur das Auspöppeln, da die Qualität der Stanzung bzw. des beklebten Kartons nicht besonders hoch ist. Ist diese Hürde einmal überwunden, kann man zurecht ausrufen: “der Homunkulus lebt”.

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Da ich bereits von den Tagen davor etwas mitgenommen war, hatte ich nichts dagegen, dass unser erstes neues Spiel an diesem Tag aus der Kategorie Kinder-/Familienspiel kam. Fabian kannte es bereits und konnte es auch erklären. Fluch der Mumie von Ravensburger ist ein nettes Familienspiel mit lustigem Mechanismus und einer Prise Spannung. Das Spiel ist für Kinder aber auch für aufgeschlossene Erwachsene geeignet.

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Fabian die “Sieger Mumie”

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Danach haben wir  das erste Kartenspiel von Pegasus in der Metalldose ausprobiert - Circus Maximus. Das Spiel ist ein nettes (meine BGG-Note 6,5) Kartenlegespiel, bei dem alle Mitspieler den selben Kartensatz haben, so dass nur geringe Glückselemente enthalten sind. Überraschend ist bei diesem Spiel der Platzbedarf (zumindestens bei 5 Spielern), der für ein kleines Kartenspiel ziemlich groß ist.

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Inzwischen zu sechst war unsere nächste Wahl wieder ein neues Spiel von Essen 2008. Zack & Pack von Kosmos ist ein einfachesFamilienspiel wo es auf Reaktion, räumliche Vorstellung und eine ganze Portion Glück ankommt. Nichts besonderes aber für zwischendurch gut geeignet, da es auch nicht sehr lange dauert. Kaufen werde ich es mir wohl nicht, aber gelegentlich mitspielen ist absolut ok.

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Dann kam Tatort Themse (auch Pegasus) auf den Tisch. Da ich eine Pause wollte und dieses Spiel nur zu fünft spielbar ist, habe ich nur zugeschaut. Außerdem hatte ich bereits im März den Protypen gespielt. Das Spielmaterial inkl. Metallverpackung ist sehr nett, aber irgendwie wollte der Funke bei den Mitspielern nicht überspringen. Das neue Spiel von Friedemann Friese und den Lamont Brothers - Die 3 Gebote - hat bei mir in der Erklärungsphase erstmal für Schweißperlen auf der Stirn gesorgt. Ich hatte die Anleitung so verstanden, daß die Hohepriesterin irgendwelche sonderlichen Verhaltensweisen von uns einfordern könnte. Aber alles in diesem Spiel ist freiwillig. Im nachhinein habe ich mich natürlich zum Kasper gemacht, aber wir hatten viel Spass dabei. :-)

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Das nächste Spiel war wieder von Friedemann Friese. Fauna von Huch & Friends zeigt die Bandbreite zu der dieser Spieleautor fähig ist. Lustigerweise gefällt mir dieses, für den Autor ungewöhnliche Spiel (ähnlich ungewöhnlich wie Funkenschlag) besser als die für ihn “typischen” Spiele (BGG-Note 8). In diesem Wissensspiel geht es um die Abfrage folgender Merkmale der unterschiedlichsten Tiere: Größe, Gewicht, Schwanzlänge und Verbreitungsgebiet. Das Spiel gefällt mir deshalb so gut, weil es geschickt Wissen, Halbwissen und Schätzen miteinander verbindet.

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Da es nicht soviele neue (aber auch alte) Spiele für 6 Mitspieler gibt, teilten wir uns in zwei 3er Spielgruppen auf. Mein nächstes Spiel war Baumeister von Valley Games. Als ich direkt nach Essen das Spiel auspackte, habe ich erstmal sofort Kopfschmeruen bekommen. Die nochmal extra verpackten Stanzbögen wurden anscheinend direkt nach einem chinesischen Chemiebad eingeschweißt.  Das Spiel selber hat Spass gemacht auch wenn es nicht unbedingt herausragt, aber insbesondere die entstehenden “3D-Gebäude” findet man nicht sehr oft und verbreiten ein wirkliches Erfolgsgefühl.

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Das nächste Spiel ist für mich in der selben Spielspass Kategorie wie Baumeister anzusiedeln. Monuments von Mayfair (Abacus) ist ein Karten Mehrheitenspiel das schnell erklärt ist und sich relativ locker spielen lässt. Man muss es nicht haben, aber man kann es ohne Gefahr spielen. :-)

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Danach waren wir zu viert und widmeten uns mal wieder Race for the Galaxy, diesmal nutzten wir zusätzlich die Erweiterung (drei von uns kannten sie schon aus Essen). Vor einiger Zeit gab es mal eine interessante Diskussion im Spielbox Forum, welches das bessere San Juan sei, bzw. auf welches der Spiele man verzichten könnte. Generell sollte man nie auf Spiele verzichten :-), aber wenn ich eine Auswahl treffen müsste, würde ich ganz klar für das abwechslungsreichere Galaxienrennen votieren.

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Das letzte Spiel des Abends war eine Tichu Partie Jungs gegen Mädels. Überraschenderweise konnten wir uns klar durchsetzen, was nicht besonders oft vorkommt.

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