Archive für November 2008

Bilstein November 2008 - 1. Tag

Nicht nur Willingen findet jedes Jahr in der 2. Novemberhälfte statt, sondern auch in Lennestadt-Bilstein treffen sich die Brett- und Kartenspieler für 4 Tage. Dieses Jahr waren wir sehr früh am Hotel, so daß wir nach kurzem Ausladen des Autos noch einmal in den Nachbarort gefahren sind, um im dortigen Vedes Geschäft vielleicht noch ein Schnäppchen zu finden (Bewertung des Geschäftes folgt). :-)

Um 15 Uhr sind wir dann im großen Spielraum eingetroffen. Nach kurzer Hilfe bei der Sortierung  der vom Veranstalter zur Verfügung gestellten Spiele starteten wir mit einer 4er Erklärrunde Dominion (Beginner Set). Da das Spiel (nicht ganz überraschend) gut ankam, legten wir direkt eine Random Partie (keine 2er und 3er Karten) nach.

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Zu dieser Zeit war die Zahl der anwesenden Spieler noch sehr überschaubar, dies sollte sich aber bereits in den nächsten 2-3 Stunden ändern.

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In der selben Konstellation spielten wir danach eine Partie Mystery Rummy Case 1 - Jack the Ripper. In der letzten Runde konnte ich den Sieg dadurch erringen, dass ich - alle 5 Opfer lagen aus - der Glückliche war, der “die Ripper entkommt” Karte zog.

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In neuer Mitspieler Kombination machte es bei uns dann Cavum. Wir hatten bisher dieses neue Spiel von QWG nur zu zweit ausprobiert. Da hatte es uns gut gefallen, das Material sieht sehr gut aus und auch der Spielspass kommt nicht zu kurz. Und zu viert? Durch die größere Anzahl an Mitspielern/Plättchen auf dem Spielbrett gibt es mehr Optionen bei gleichzeitig größerer Enge. Zusätzlich steigen die Preise durch die größere Anzahl von Minen höher als beim 2er Spiel. Durch diese Veränderungen gewinnt für mich das Spiel zusätzlich an Qualität. Auch den Mitspielern einer anderen Partie (3e) gefiel dieses Spiel ausgesprochen gut.

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Das letzte Spiel am ersten Tag war Roter November (als 4er) vom Heidelberger Spieleverlag. Dieses Jahr in Essen war sicherlich kooperatives Spiel einer der Trends (ähnlich wie Metalldosen), also waren wir gespannt auf die Qualität dieses Genre Vertreters. Nach dem ersten Spiel hatten wir das Gefühl, daß dieses Spiel viel zu schwer und nicht zu gewinnen ist.

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Das konnten wir jedoch nicht auf uns sitzen lassen. Die 2. Partie dagegen war in den ersten beiden Dritteln überhaupt kein Problem und auch zum Schluss war der Sieg nie wirklich gefährdet. Irgendwie blieb ein etwas unausgewogener Eindruck (zu schwer vs. zu leicht ?) zurück. Das Spiel ist in einer kleinen Box verpackt und enthält akzeptables Spielmaterial. Sollte jemand das Spiel vorschlagen, würde ich mitspielen. Jedoch würde ich es weder vorschlagen noch anderen empfehlen.

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Spielereise Bilstein November 2008

Wir sind wieder da! In den kommenden Tagen werde ich natürlich auch darüber wieder etwas schreiben :-).

Willingen 2008 - 7. Tag und Abfahrt

Freitag Morgen kam ein Rennspiel von Essen 2008 auf den Tisch, Snow Tails von Fragor Games. Zwar fehlen die obligatorischen (Keramik?) Figuren, trotzdem ist das Spiel sehr gut ausgestattet. Was noch viel wichtiger ist, das Spiel hat mir und anscheinend auch den Mitspielern gut gefallen, so daß wir direkt zwei Rennen hintereinander gefahren sind.

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Für das erste Rennen hatten wir die vorgegebene Start Strecke ausgewählt. Beim zweiten Durchgang wurden wir mutig und bauten fast alles an Hindernissen was die Schachtel hergab in die Strecke ein. Trotz der verheerenden Niederlage im 2. Rennen (ich wurde kurz vor der Zielgeraden von meiner Frau abgefangen => Letzter) gebe ich dem Spiel eine gute 7 (BGG Note).

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Mit Machu Pichu kam danach ein Spiel auf den Tisch, was wir schon einmal zuvor gespielt hatten. Das klassische Rondell der bisherigen Mac Gerdts Spiele ist diesmal nicht im Spiel integriert, trotzdem fühlt man sich sofort “heimisch”. Obwohl das Spiel diesmal nicht in Zusammenarbeit mit eggertspiele herausgebracht wurde, ist die Qualität des Spielmaterials wie gewohnt sehr hoch. Es ist ein würdiger Nachfolger, der mir persönlich sogar am besten von den Gerdts Spielen gefällt.

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Das nächste Spiel ist der Versuch ein bereits ausgelutschtes Thema weiter auszupressen. Gegen gute Variationen habe ich nichts einzuwenden, davon ist Carcassonne Mayflower jedoch sehr weit entfernt. Durch den neuen Mechanismus gibt es kaum noch Chancen größere Bauten fertig zu stellen. Jetzt zählt noch mehr als bei den anderen Versionen, wer die richtige Karte zieht gewinnt. Da spiele ich lieber das Original.

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Da ich nicht wirklich fit war und uns durch den Schneefall eine unruhige Heimfahrt bevorstand, war das nächste Spiel auch schon das letzte an diesem Freitag. Tribun von Karl-Heinz Schmiel gefällt mir sehr gut. Essen 2008 ist die Brutier Erweiterung zu diesem Spiel herausgekommen. Es erweitert die Aktionsfelder, ist jetzt zu sechst spielbar und bringt eine komplett anders zu spielende Fraktion ins Spiel.

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Die Erweiterung muss man nicht unbedingt haben, sie bringt aber zusätzliche Optionen und eine neue Fraktion, deren Stärke man jedoch erst noch testen muss. Der Spieler dieser Fraktion hatte zumindestens in unserem Spiel keine Chance.

Am nächsten Morgen sind wir dann relativ früh los gefahren. Durch den plötzlichen Wintereinbruch war es eine sehr stimmungsvolle aber langsame Heimfahrt. :-)

Blick aus unserem Zimmer - Ankunft

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Blick aus unserem Zimmer - Abreise

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Willingen 2008 - 6. Tag

Das erste Spiel vom Donnerstag hat uns sehr viel Nerven und Geduld gekostet. Die schlechte Regel von One more Barrel (Giochix) stellte für uns eine sehr hohe Einstiegshürde dar. Selber habe ich sie noch nicht gelesen, aber bei den Problemen die wir hatten, muss sie wirklich schlecht sein. Das Spiel selber hat ein sehr “böses” realistisches Thema. Aufgrund der Regelschwierigkeiten haben wir jedoch ein komplettes Element weggelassen (Rebellen). Das so etwas kastrierte Spiel hat interessante Mechanismen, so dass ich ein 2. Spiel zur richtigen Zeit nicht ablehnen werde. Schließlich hat fast jedes Spiel eine zweite Chance verdient, mich zu überzeugen.

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Am 6. Tag kam dann auch ein Prototyp auf unseren Tisch - Wanderwege von Jürgen Aden. Natürlich werde ich hier nicht aus dem Nähkästchen erzählen, aber dieses taktische Legespiel hat mir gut gefallen und machte bereits einen ziemlich fertigen Eindruck.

Der Autor

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Nach einer weiteren Partie Le Havre zu fünft, kam bei uns als nächstes Byzanz von Amigo auf den Tisch. Da ich mich in Essen nur um die Klein-/Auslandsverlage gekümmert hatte, und auch danach noch keine Gelegenheit hatte, dieses Spiel zu testen, war ich froh, dass jemand das Spiel erklären konnte. Byzanz ist ein Kartenspiel bei dem durch geschicktes Bieten möglichst viele Punktkombinationen gesammelt werden. Die Mechanismen sind gut aufeinander abgestimmt, dazu kommt eine Prise Glück (Starthand). Insgesamt ist Byzanz ein gelungenes Kartenspiel, wozu ich nicht nein sagen würde.

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Mit etwas anderer Besetzung haben wir uns dann erneut beschenkt. Gift Trap ist immer wieder ein unterhaltsames Spiel, da immer wieder neue lustige Konstellationen entstehen. Danach haben wir zwei Spiele angefangen und auch wieder schnell abgebrochen. Als erstes kam das Kinderspiel Billy Biber von Ravensburger auf den “Erwachsenen Tisch”.

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Vorab muss gesagt werden, dass es einige Kinderspiele gibt die ich wirklich mag (Looping Louie, Tier auf Tier, Gulo Gulo, etc.). Billy Biber gehört nicht dazu. Egal wie vorsichtig wir waren, bei jedem zweiten Versuch brach der gesamte Aufbau zusammen. Zwar gehören wir nicht zur Zielgruppe, aber ich bezweifle, dass es bei Kindern wirklich besser funktioniert. Nach 10 Versuchen gaben wir es auf.

Das nächste Spiel funktionierte zwar, gefiel uns aber auch nicht besser. Bei Ego von Huch & Friends muss man geheim zu (Psycho)Fragen eine von drei Antworten wählen und die Mitspieler müssen dann die richtige Antwort raten. Die Fragen und Antworten sind sehr extrem, für mich ist das kartengesteuertes Flaschendrehen für pupertierende Selbstfindung.

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Zum Abschluss des Tages gingen wir auf Nummer sicher und spielten 5 Durchgänge Finito. Ein Mitspieler hatte einen extra großen und schweren Würfel dabei, so daß jedes Ergebnis von einem kleinen Erdbeben begleitet wurde. Zumindestens schaute der Nachbartisch etwas verständnislos in unsere Richtung. :-)

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Willingen 2008 - 5. Tag

Am Mittwoch Morgen waren wir wieder zu fünft. Als erstes kam Kazaam vom polnischen Verlag Wolf Fang auf den Tisch. Für drei am Tisch war es kein neues Spiel, so dass wir es schnell erklären konnten. Kazaam ist ein nettes Legespiel mit interessanten Mechanismen aber auch hohem Glücksfaktor. Die Grafik ist sehr ungewöhnlich aber nicht schlecht. Problematisch ist nur das Auspöppeln, da die Qualität der Stanzung bzw. des beklebten Kartons nicht besonders hoch ist. Ist diese Hürde einmal überwunden, kann man zurecht ausrufen: “der Homunkulus lebt”.

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Da ich bereits von den Tagen davor etwas mitgenommen war, hatte ich nichts dagegen, dass unser erstes neues Spiel an diesem Tag aus der Kategorie Kinder-/Familienspiel kam. Fabian kannte es bereits und konnte es auch erklären. Fluch der Mumie von Ravensburger ist ein nettes Familienspiel mit lustigem Mechanismus und einer Prise Spannung. Das Spiel ist für Kinder aber auch für aufgeschlossene Erwachsene geeignet.

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Fabian die “Sieger Mumie”

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Danach haben wir  das erste Kartenspiel von Pegasus in der Metalldose ausprobiert - Circus Maximus. Das Spiel ist ein nettes (meine BGG-Note 6,5) Kartenlegespiel, bei dem alle Mitspieler den selben Kartensatz haben, so dass nur geringe Glückselemente enthalten sind. Überraschend ist bei diesem Spiel der Platzbedarf (zumindestens bei 5 Spielern), der für ein kleines Kartenspiel ziemlich groß ist.

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Inzwischen zu sechst war unsere nächste Wahl wieder ein neues Spiel von Essen 2008. Zack & Pack von Kosmos ist ein einfachesFamilienspiel wo es auf Reaktion, räumliche Vorstellung und eine ganze Portion Glück ankommt. Nichts besonderes aber für zwischendurch gut geeignet, da es auch nicht sehr lange dauert. Kaufen werde ich es mir wohl nicht, aber gelegentlich mitspielen ist absolut ok.

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Dann kam Tatort Themse (auch Pegasus) auf den Tisch. Da ich eine Pause wollte und dieses Spiel nur zu fünft spielbar ist, habe ich nur zugeschaut. Außerdem hatte ich bereits im März den Protypen gespielt. Das Spielmaterial inkl. Metallverpackung ist sehr nett, aber irgendwie wollte der Funke bei den Mitspielern nicht überspringen. Das neue Spiel von Friedemann Friese und den Lamont Brothers - Die 3 Gebote - hat bei mir in der Erklärungsphase erstmal für Schweißperlen auf der Stirn gesorgt. Ich hatte die Anleitung so verstanden, daß die Hohepriesterin irgendwelche sonderlichen Verhaltensweisen von uns einfordern könnte. Aber alles in diesem Spiel ist freiwillig. Im nachhinein habe ich mich natürlich zum Kasper gemacht, aber wir hatten viel Spass dabei. :-)

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Das nächste Spiel war wieder von Friedemann Friese. Fauna von Huch & Friends zeigt die Bandbreite zu der dieser Spieleautor fähig ist. Lustigerweise gefällt mir dieses, für den Autor ungewöhnliche Spiel (ähnlich ungewöhnlich wie Funkenschlag) besser als die für ihn “typischen” Spiele (BGG-Note 8). In diesem Wissensspiel geht es um die Abfrage folgender Merkmale der unterschiedlichsten Tiere: Größe, Gewicht, Schwanzlänge und Verbreitungsgebiet. Das Spiel gefällt mir deshalb so gut, weil es geschickt Wissen, Halbwissen und Schätzen miteinander verbindet.

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Da es nicht soviele neue (aber auch alte) Spiele für 6 Mitspieler gibt, teilten wir uns in zwei 3er Spielgruppen auf. Mein nächstes Spiel war Baumeister von Valley Games. Als ich direkt nach Essen das Spiel auspackte, habe ich erstmal sofort Kopfschmeruen bekommen. Die nochmal extra verpackten Stanzbögen wurden anscheinend direkt nach einem chinesischen Chemiebad eingeschweißt.  Das Spiel selber hat Spass gemacht auch wenn es nicht unbedingt herausragt, aber insbesondere die entstehenden “3D-Gebäude” findet man nicht sehr oft und verbreiten ein wirkliches Erfolgsgefühl.

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Das nächste Spiel ist für mich in der selben Spielspass Kategorie wie Baumeister anzusiedeln. Monuments von Mayfair (Abacus) ist ein Karten Mehrheitenspiel das schnell erklärt ist und sich relativ locker spielen lässt. Man muss es nicht haben, aber man kann es ohne Gefahr spielen. :-)

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Danach waren wir zu viert und widmeten uns mal wieder Race for the Galaxy, diesmal nutzten wir zusätzlich die Erweiterung (drei von uns kannten sie schon aus Essen). Vor einiger Zeit gab es mal eine interessante Diskussion im Spielbox Forum, welches das bessere San Juan sei, bzw. auf welches der Spiele man verzichten könnte. Generell sollte man nie auf Spiele verzichten :-), aber wenn ich eine Auswahl treffen müsste, würde ich ganz klar für das abwechslungsreichere Galaxienrennen votieren.

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Das letzte Spiel des Abends war eine Tichu Partie Jungs gegen Mädels. Überraschenderweise konnten wir uns klar durchsetzen, was nicht besonders oft vorkommt.

Willingen 2008 - 4. Tag

Zum Start des vierten Tages kam bei uns das neue Spiel von Splotter Spellen - Duck Dealer als 5er auf den Tisch. Zwar sind interessante Machanismen und ein teilw. abgedrehtes Thema im Spiel integriert, aber leider gibt es auch einige Störfaktoren. Die Raumschiffe auf dem Plan passen nicht auf ein Feld (sind zu groß), zwei Spielerfarben sind schwer zu unterscheiden (weiß und naturfarben) und das ganze Spiel scheint (Meinung nach einer Partie) auf 2-3 sehr lange Megazüge ausgelegt zu sein.

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Nach meiner ersten Partie habe ich den Eindruck, dass es sich bei diesem Spiel um einen Schnellschuß handelt, dem noch ein halbes Jahr Entwicklungszeit gut getan hätte. Leider wurde für meinen Geschmack so die Chance verpasst, ein weiteres Highlight nach Roads & Boats und Antiquity zu produzieren.

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Ich bin erstmal froh, dass ich in Essen nicht sofort für 60 Euro zugeschlagen habe. Ein weiteres Spiel das für Essen zwar oben auf meiner Liste stand, dann aber nicht im Einkaufskoffer :-) landete, war Giants von Matagot, nachdem ich gesehen hatte wie Utopia verramscht wurde. Da Kerstin und Detlef das Spiel dabei hatten, konnte eine erste Testpartie als 4er starten.

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Das Spiel hat sehr schönes zum Thema passendes Spielmaterial. Sehr interessant ist der Mechanismus der temporären Bündnisse, da gerade weite Wege auf dem Spielplan nur schwer alleine zu überwinden sind. Insgesamt hat mir das thematisch gelungene Spiel gut gefallen (BGG-Note 7,5), und wenn ich demnächst mal wieder auf Einkaufstour gehe, weiß ich nicht, ob ich diesmal widerstehen kann. :-)

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Das nächste neue Spiel an diesem Tag war Sutter’s Mill von Phalanx. Das Spielmaterial ist von guter funktionaler Qualität, die Mechanismen greifen ineinander und eigentlich gibt es nichts am Spiel auszusetzen. Dann kam jedoch das Ende des Spiels und hier wurde es bei uns sehr unrund, denn keiner wollte von uns das Spiel beenden (vielleicht haben wir es falsch gespielt, aber eigenlich stand es so in der Regel), da es für keinen einen Sinn machte. Aus diesem Grund blieb ein sehr bitterer Nachgeschmack bei diesem Spiel.

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Als letztes neues Spiel hatten wir uns Diamonds Club von Ravensburger ausgesucht. Wie bei Ravensburger zu erwarten, ist das Spiel handwerklich sehr gut gemacht. Das Spielmaterial ist sehr schön und auch das eigentliche Spiel ist sehr unterhaltsam (meine BGG-Note: 7,5). Es ist als strategisches Familienspiel für Fortgeschrittene sehr zu empfehlen.

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Nach den ganzen neuen Spielen wurde es mal wieder Zeit für Bekanntes. Als erstes haben wir zwei Partien Dominion (Random Sets) gespielt um dann den Abend mit unserem traditionellen Team Drei Kampf Jungs gegen Mädels zu beenden: Tichu - Dog - Mystery Rummy Case 4.

Willingen 2008 - 3. Tag

Nach dem Frühstück starteten wir in den Montag mit Steel Driver (5er Partie). Im Rückblick ist das für mich das Highlight, der zum erstenmal in Willingen gespielten Titel (Le Havre und Dominion kannte ich schon). Steel Driver ist ein sehr gutes Strategiespiel mit mittlerer Komplexität, das auch durch das Holzmaterial überzeugen kann (meine BGG Note: 9). Hiermit hat Martin Wallace ein weiteres sehr gutes Spiel in kurzer Zeit abgeliefert (Brass, Tinner’s Trail und nach Infos von anderen Spielern After the Flood).

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Das nächste Spiel hat bei mir kein eindeutiges Bild hinterlassen - Supernova von Valley Games. In diesem Spiel versuchen die Spieler mit dem Legen von eigenen Plättchen und Ausspielen von Karten einen möglichst großen Einfluss auf verschiedene Planeten und Monde zu bekommen. Ein Problem war sicherlich, das die meisten von uns dieses Spiel sehr konfliktfrei (was auch ich eher bevorzuge) gespielt haben, und ich vermute das dieses Spiel nur mit ständigen Konflikten seinen ganzen Spielspass entwickelt.

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Ein weiteres Poblem ist die namensgebende das Spiel beendende Supernova, da die folgende Aktion einen einzelnen Spieler sehr Schaden und das Spiel entscheiden kann. Insgesamt stellte ich nach dem ersten Spiel fest, dass ich das Thema und auch die Umsetzung interessant finde, mir jedoch etwas fehlt, um es wirklich als gut zu bewerten. Vielleicht verändert ein zweites Partie meine Meinung über das Spiel.

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Nach diesem längeren Spiel (inkl. Regelerarbeitung) hatten wir Lust auf ein lockeres kurzes Spiel. Gift Trap ist ein sehr guter Verteter der Fun-/Partyspiele. Hier geht es um Geschenke und deren Verteilung auf die verschiedenen Mitspieler. Meinen Sieg verhinderten in der letzten Runde die singende Hirschtrophäe und der Schokobusen. Obwohl ich beides gerne verschenkt hätte, wollte die beiden Highlights niemand haben :-) . Aufgrund der einfachen Regel und des hohen Funfaktors ist Gift Trap auch sehr gut geeignet für (bis zu 8) Nichtspieler.

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Da wir schon lange kein Le Havre mehr gespielt hatten :-) , war das nächste Spiel eine leichte Entscheidung. Le Havre macht mir in allen Besetzungen sehr viel Spass. Zu zweit ist die Ernährung insbesondere zum Start nach meinem Empfinden schwieriger als in vierer/fünfer Partien.

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Den  Abend beendeten wir mit einem “Wissensspiel”. Gambit 7 von Days of Wonder (Originaltitel: Wits & Wagers) ist kein reines Wissensspiel, da die Fragen oft von niemanden genau beantwortet werden kann. Hier geht es vielmehr darum einzuschätzen, wer von den Mitspielern am nächsten dran ist am richtigen Ergebnis. Aus diesem Grund kann eigentlich jeder unabhängig von seinem Allgemeinwissen mitspielen .

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Willingen 2008 - 2. Tag

Nach dem reichhaltigen Frühstück hatten wir uns zu einer weiteren Partie Le Havre auf dem Zimmer entschieden, um der abreisewilligen dem Alkohol nicht abgeneigten Spasstruppe nicht im Weg zu stehen. Unser nächstes Spiel (Mystery Rummy Case 3) fingen wir dann schon im Spielesaal an.

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Nach und nach füllte sich der Raum, und dann kamen auch schon Freunde von uns, so dass wir direkt mit einem Tichu Jungs gegen Mädels weiter machen konnten.

Danach waren wir zu sechst, da nach Kerstin und Detlef auch Fabian inzwischen angekommen war und zusätzlich ein weiterer Spieler den Weg an unseren Tisch gefunden hatte. Da passte natürlich hervorragend ein Dog (das Original von Brändi) mit zwei 3er Teams. Wie so oft war der Sieg umkämpft und die letzte Kugel entschied das Spiel.

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Vor dem Abendessen haben wir als Sechser noch schnell eine Party mit Pinguinen gefeiert. Bei diesem Spiel wundere ich mich im Vergleich zu anderen ähnlichen Spielen über die extrem schlechte Durchschnittsnote bei BGG, aber Geschmäcker sind sehr unterschiedlich. :-)

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Nach dem Abendessen haben wir dann zu fünft weitergespielt, da zu sechst kaum neue Spiele erschienen sind, und genau die wollten wir ja insbesondere in Willingen spielen. Das nächste Spiel auf unserem Tisch war dann Comuni von Tenki Games. Das ist ein sehr nettes gut zu spielendes Strategie Spiel (meine BGG-Note: 7,5) das auch auf anderen Tischen immer mal wieder zu sehen war.

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Als nächstes haben wir die deutsche Version von Wabash Cannonball, bei Queen Games erschienen, gespielt - Chicago Express. Ich bin froh, dass dieses Spiel sehr schnell auf dem deutschen Markt erschienen ist, da ich Eisenbahnspiele mag und dieses ein sehr guter Vertreter mit toller Ausstattung ist. Von mir erhält das Spiel dafür eine 8 (BGG-Note).

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Jetzt wurde es Zeit mal wieder die Welt zu retten. Da unsere Gruppe inzwischen geschrumpft war, stellten wir uns mit vier Spielern der drohenden Pandemien entgegen. Beide Spiele sahen uns als Sieger. Insbesondere das erste Spiel gewannen wir diesmal ohne Probleme, vielleicht können wir das nächstemal den Schwierigkeitsgrad hochsetzen. Jedenfalls hat die Renaissance der kooperativen Spiele mit Pandemie (aber nicht das einzige) ein sehr gutes Spiel hervorgebracht.

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Als Absacker haben wir dann noch 4 Partien Finito gespielt. Gerade nach einem anstrengenden (Spiele)Tag gehen von diesem Spiel immer noch einige Partien ohne Probleme.

Willingen 2008 - 1. Tag

Nach unserer Fahrt A4 - Lennestadt - Winterberg - Willingen-Usseln kamen wir am Samstag gegen 14:30 im Ramada Hotel an.

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Wir haben dann eingecheckt und erstmal unser ganzes Gepäck (und ein paaaaaar Spiele) ausgepackt. Der Ausblick aus unserem Zimmer hat dann endgültig für eine gute Stimmung und Vorfreude auf die nächsten Tage gesorgt.

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Wie in den letzten Jahren fand im Ramada von Freitag bis Sonntag Morgen ein feucht fröhliches Wochenende statt, so dass der offizielle Start des Spieletreffs erst wieder für Sonntag Nachmittag vorgesehen war. Aus diesem Grund waren nur ganz wenige Spieler bereits Samstag angereist und auch der Haupt Spielsaal war natürlich “alkoholisch” belegt.

Aus diesem Grund entschieden wir uns nach einem Spaziergang an der frischen Luft den (Spiele)Tag auf dem Zimmer zu zweit zu verbringen und die Gäste mit den alkoholischen Erfrischungsgetränken “in Ruhe zu lassen”. :-)

Der Tisch in unserem Zimmer war ausreichend groß, so dass wir unsere Spielereise mit einem Le Havre einläuteten. Bisher hatten wir es nur zu viert gespielt. Aber auch zu zweit kann ich dieses Spiel absolut empfehlen. Danach haben wir 2x ein weiteres Highlight von Essen 2008 gespielt- Dominion.

Die erste Partie war von der Kartenzusammenstellung richtig fies und heftig. Bis auf die Hexe waren alle “Störkarten” mit an Bord (Dieb, Spion, Miliz und Bürokrat), darüber hinaus gab es nur den Spion mit zusätzlichen Aktionen. Das ist halt auch eine Stärke dieses Spiels. Man muss sich immer den Gegebenheiten anpassen.

Da wir Fans von der Mystery Rummy Serie sind, folgte auf Dominion eine Partie Mystery Rummy Case 1 (in den USA erscheint demnächst bereits der 5. Fall). Abgerundet wurde unser Spieletag zu zweit durch eine weitere Partie Le Havre.

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Nach unseren Spielen bin ich nochmal so gegen 23:30 durch das Hotel gegangen. Neben vielen “fröhlichen” Menschen viel mir auf, das die Tür zum Haupt Speisesaal verschlossen war. Siehe da, hinter der Tür hatte sich eine Spielerunde gefunden. Tja und was soll ich sagen, Le Havre war auf dem Tisch ausgebreitet. :-) Voller Vorfreude auf den Start des Spieletreffs am Sonntag sind wir dann eingeschlafen.

Willingen 2008 - Spielen, Spielen, Spielen

Ein Woche ist schon wieder rum und wir sind heute Mittag aus Willingen nach Hause zurückgekehrt. Der eigentliche Spieletreff begann erst Sonntag, aber mit uns waren schon Samstag die ersten Spieler angekommen. Nachdem das Event vor unserem Spieletreff am Sonntag Mittag seinen letzten alkoholischen Höhepunkt beendete :-) , konnte dann auch der große Spieleraum eingeweiht werden. Bereits Sonntag füllte sich der Raum schon sehr gut, ab Mittwoch war es dann ab und zu schwer noch einen Spieletisch im Hauptraum zu finden.

Hauptraum

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Dies war jedoch nicht so schlimm, da auch in einem kleinen weiteren Raum, an der Bar und im großen Eßraum gespielt wurde.

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 Wie in jedem Jahr standen natürlich die Neuheiten von Essen (2008) unter besonderer “Beobachtung”, aber auch viele Spiele aus früheren Jahren wurden gespielt. Von einfachen Kinder/Party/Fun Spielen (eher weniger),

Fluch der Mumie (Ravensburger)

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Gift Trap (Vertrieb Heidelberger)

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Die 3 Gebote (BeWitched Spiele)

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über Familienspielen zu den Strategiespielen in den verschiedenen “Gewichtsklassen” konnte man alles auf den Spieltischen finden. Hier einige Beispiele:

Merchant of Venus (Eigenbau)

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Outpost (TimJim Games)

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Runebound (Fantasy Flight Games)

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Bei den ganzen guten Spielen sind zwei Vertreter besonders oft auf den Tischen gelandet (subjektives Empfinden). Zum einen das oft sehr schnelle Kartenspiel Dominion (Hans im Glück) und zum anderen der würdige Nachfolger von Agricola Le Havre (Lookout). Beides sind Neuheiten von Essen 2008 und werden zumindestens bei der Wahl zum Deutschen Spielepreis 2009 unter den ersten 10 (5?) landen.

Neben den “normalen” Spielern waren auch wieder Autoren (z.B. Michael Schacht, Heinrich Glumpler und Dirk Henn) und Verlage (z.B. Ravensburger und eggertspiele) auf dem Spieletreff vertreten. Neben den bereits veröffentlichten eigenen und fremden Spielen wurden auch die eigenen Prototypen gespielt/getestet. Beispiele für Prototypen:

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 Darüber hinaus wurden auch Mitarbeiter von Spielbox, ludozine.de und gamepack.nl auf dem Spieletreff beim Spielen gesichtet.

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Es war mal wieder ein großes Treffen von Spieleliebhabern aus allen Bereichen der Brett- und Kartenspiele, der uns gut gefallen hat, auch wenn es zum Schluss auch anstrengend war. Deshalb haben wir uns auch wieder für das kommende Jahr angemeldet. Vielleicht sehen wir uns dann in Willingen 2009.

In den kommenden Tagen werde ich noch mehr über Willingen 2008 (Tagesberichte, Bewertung des Spieletreffs) schreiben, also immer schön einschalten. :-)